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Diese Seite wird Sie zukünftig über aktuelle Dokumente, Protokolle, Bilder, Pressemitteilungen... zum Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum informieren.

Weitere Informationen rund ums Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum erfahren Sie in der Rubrik Regionale Neuigkeiten auf der Homepage des Magdeburger Stadtteils Neustädter Feld.

Nachrichtenarchiv / Chronik des Mehrgenerationenhauses

Samstag, der 02.05.2009
Zwei Jahre Mehrgenerationenhaus - Geburtstagspreisskat am Sonnabend
Anlässlich des 2. Jahrestages des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld wird u. a. am kommenden Sonnabend ab 9.30 Uhr ein Skatturnier in der Othrichstraße 30 ausgetragen. Der Einsatz beträgt 5 Euro. Außer Sach- und Geldpreisen können sich die Teilnehmer und alle weiteren Besucher auf gemütliches Zusammensein bei Speis und Trank freuen. Der Bürgerverein lädt alle Magdeburger ein, das Haus kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit der Urania werden dann am 5. Mai ab 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus seltene und zum Teil unbekannte Filmaufnahmen der 1950er Jahre aus Magdeburg gezeigt. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind ebenfalls alle Interessierten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.04.2009)


 

25.02.2009
Von der Leyen: Jung und Alt müssen aufeinander zugehen
Bundesfamilienministerin besuchte geförderte Projekte in Sachsen-Anhalt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern ( 25.02.2009 ) in Magdeburg junge und alte Menschen aufgefordert, mehr aufeinanderzuzugehen. Beide Seiten könnten voneinander profitieren, sagte sie bei einem Besuch des Nachbarschaftszentrums im Stadtteil Neustädter Feld, das als eines von 500 „Mehrgenerationenhäusern“ in Deutschland vom Bund gefördert wird.
Senioren könnten Jugendlichen beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen helfen, sagte die Ministerin. „Die Weisheit der Älteren“ sei noch immer gefragt. Im Gegenzug könnten junge Menschen den älteren etwa die Funktion von Handys oder die Nutzung des Internets erklären. Mit den Mehrgenerationenhäusern würden Räume dafür geschaffen, dass „Jung und Alt zusammenstehen“, sagte von der Leyen, die anschließend auch das ebenfalls geförderte Familienzentrum Färberhof in Stendal besuchte ( siehe auch: Volksstimme-Meldung zum Färberhof Stendal ).
Der Bund fördert in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt bis 2012 mindestens einen solchen Treffpunkt mit 40 000 Euro pro Jahr. In Sachsen-Anhalt gibt es 25 Projekte.
Das Nachbarschaftszentrum in Magdeburg ist der soziale Mittelpunkt des von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägten Stadtteils mit rund 10 000 Einwohnern. Dort laufen Veranstaltungen wie Kinder- und Seniorennachmittage oder Tanz- und Sprachkurse. Zudem leistet die Einrichtung Nachbarschaftshilfe: Mitarbeiter machen kleine Reparaturen für Senioren oder gehen mit ihnen einkaufen.
Das Zentrum wurde 2004 von Stadtteilbewohnern in einem leerstehenden Jugendclub in Eigenregie aufgebaut. Seit 2006 wird es von einem Bürgerverein getragen. Zurzeit gibt es ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter, die meisten von ihnen Langzeitarbeitslose.
„Beim Personal liegt unser großes Problem“, sagte Vereinsvorsitzender Rex Löwe. Nach Angaben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß konnte die Bundesförderung bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Die 20 000 Euro, die jährlich für Personalkosten vorgesehen seien, würden ohne entsprechende kommunale Hilfe nicht ausreichen.
Löwes Hoffnung liegt nun auf dem Bundesprogramm Kommunal-Kombi, das Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit fördert. Ab November könnte auch das Nachbarschaftszentrum davon prof tieren. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) gab gestern ein klares Bekenntnis zu dem Haus ab: Es gebe älteren Menschen das notwendige Gefühl, dass auch jüngere für sie da seien.  Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)

GWA-Sprecherin und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß (2.v.l.) in der vergangenen Woche mit Bürgervereinschef Rex Löwe, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsmitglied Bernd Heynemann und Oberbürgermeister Lutz Trümper (v.l.) vor dem Nachbarschaftszentrum.




Mehrgenerationentreffen: Familienministerin Ursula von der Leyen saß gestern in Magdeburg mit Rentner Boto Karkutsch und den Kindern Mandy Mehrmann und Jessica Lösche an einem Tisch. Foto: Uli Lücke

Bundesfamilienministerin von der Leyen gestern im Neustädter Feld:
„Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) besuchte gestern auf Einladung des Bürgervereins das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld. Ein aufregender Tag für die ehrenamtlichen Helfer hinter den Kulissen.
Als gestern um Punkt 15 Uhr der dunkle Audi A8 mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen auf den Parkplatz des Mehrgenerationenhauses in der Othrichstraße fährt, ist für Corinna Solowsky das Schlimmste überstanden.
Die arbeitslose 36-Jährige, ehrenamtliche Helferin des Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld, stand seit 8 Uhr unter Volldampf. „Wir haben 11 Kuchen für die Gäste selbst gebacken“, sagt sie. Viele aus dem Team, zumeist Langzeitarbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, haben etwas aus eigener Tasche zur Kaffeetafel oder zum Buffet mit Schnittchen beigetragen. Schließlich kommt nicht alle Tage eine Bundesministerin ins Neustädter Feld.
Wenn dann auch noch die Kleiderbügel an der Garderobe knapp werden – schickt Corinna Solowsky schnell jemanden zum Bruseplatz ins Textilgeschäft. Alles soll stimmen an diesem Nachmittag.
Das Begegnungs- und Nachbarschaftshilfezentrum, 2004 im ehemaligen Jugendklub eröffnet, wurde in den vergangenen Wochen von Freiwilligen aus dem Stadtteil renoviert. Extra für die Ministerin? „Das wollten wir sowieso machen“, sagt Corinna Solowsky – und muss schmunzeln. Ganz fertig geworden sind die Maler nicht. Im Flur blitzt noch blanker Beton zwischen frischer Tapete hervor.

„Entschuldigung, wir sind am Renovieren ... und wir machen weiter!“, steht handgeschrieben auf einem Zettel im Gang. Hier haben sich nun schon der Oberbürgermeister, Abgeordnete, Stadträte oder Chefs von Wohnungsunternehmen durchgeschlängelt. Jetzt kommt die Bundesfamilienministerin, f inken Schrittes, gut gelaunt, mit einem Lächeln im Gesicht. Sie biegt am kalten Buffet links ab in den bis zum Platzen gefüllten, schwitzigen Saal, in dem Senioren neben jungen Eltern und Kindern an Kaffeetischen sitzen und nun der Ministerin applaudieren.
Auch Hildegard Behrens klatscht kurz. Die 74-Jährige ist aber skeptisch: „Wenn die Politiker mal die Wahrheit sagen würden“, sagt die regelmäßige Besucherin des Mehrgenerationenhauses nur und winkt ab. Der Stadtteiltreff müsse erhalten bleiben, fügt sie noch hinzu.
Ursula von der Leyen setzt sich an den Tisch vorn links, neben das Rentnerpaar Charlotte und Wilhelm Lummitsch, zu ihrer Linken zwei Kinder. Fotografen drängeln sich um die beste Position, um das Motiv gut in den Kasten zu bekommen. Für Rex Löwe wird es jetzt ernst.

Der Vorsitzende des Bürgervereins, der die Ministerin eingeladen hatte, setzt zu seiner dreiminütigen Begrüßungsrede an. „Zwei Stunden habe ich daran geschrieben“, verrät er später. Für den besonderen Tag nahm der Angestellte einen Tag Resturlaub aus dem alten Jahr. Corinna Solowsky drängelt sich nicht mit in den Saal. Sie lehnt auf dem Gang an der Wand. Die gelernte Verpackungsmittelmechanikern, die sich seit Jahren durch ABMStellen und Ein-Euro-Jobs kämpft, hofft im Mehrgenerationenhaus auf eine Beschäftigung mit Perspektive. Seit Ende 2008 die Ein-Euro-Jobs für das Mehrgenerationenhaus ausgelaufen sind, wird das Haus nur ehrenamtlich von Helfern wie Corinna Solowsky am Leben gehalten.
Angelika Bonack, ebenfalls ehrenamtliche Helferin, atmet jetzt ebenso abseits vom großen Trubel durch. Schweißperlen stehen noch auf ihrer Stirn. „Das war Stress pur“, sagt sie über die Vorbereitungen. Bis kurz vor Ankunft der Ministerin kümmerte sich Angelika Bonack noch mit Sicherheitsleuten um den Aufbau im Saal. Wie viel Tische dürfen hier stehen? Wie viel Leute dürfen rein? Zwischen Security und ersten Gästen galt es, kühlen Kopf zu bewahren.
Ihr Mann Rainer hat seine scheckkartengroße Digitalkamera „scharf“ geschaltet, um zwischen den großen Objektiven der Profifotografen auch ein Bild von der Ministerin abzubekommen.
Die verteilt im Saal Komplimente für den 2006 gegründeten Bürgerverein Neustädter Feld als Träger des Hauses und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß: „Sie haben mit unglaublicher Überzeugungskraft und Ideen das Haus durch schwierige Jahre gebracht.“ Das habe auch den Ausschlag gegeben, dass das 2004 gegründete Nachbarschaftszentrum 2007 für das Förderprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ unter 1700 Bewerbern den Zuschlag erhielt. „Wir möchten sie weiter begleiten und unterstützen“, sagt Ursula von der Leyen.
Das hatte zuvor auch Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) zugesagt. Der Rathauschef ist nicht mit leeren Händen gekommen. Über das Programm „Kommunal-Kombi“ wolle die Stadt Beschäftigungen für derzeit Langzeitarbeitslose ermöglichen, die das Mehrgenerationenhaus aufgebaut und am Leben erhalten haben. 2010 will die Stadt laut Trümper zudem 90 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Gebäude bereitstellen.
16.15 Uhr steigt die Familienministerin wieder in den Dienstaudi. Bürgervereinschef Rex Löwe steht am Parkplatz und strahlt übers ganze Gesicht: „Gut gelaufen! Das macht Mut“, sagt er. „Jetzt gönnen wir uns ein Gläschen Sekt.“
Einen Rundgang im Haus hatte die Ministerin noch gemacht, ein Programm der Line-Dance-Gruppe und des generationsübergreifenden Englisch-Kurses angeschaut. Ihren Handabdruck auf eine Leinwand gesetzt und signiert. Sich ins Gästebuch des Hauses eingetragen.
Und der CDU-Fraunenunionschefn Eva Wybrands aus Magdeburg, offziell Patin des Bürgerzentrums im Neustädter Feld, hat Ursula von der Leyen bei der Verabschiedung noch zugerufen: „Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“
Von Robert Richter  (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Angelika Bonack (l.) vom Bürgerverein bestreicht die Hand von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen mit Fingerfarbe ...




... und die Ministerin verewigte sich mit Handabdruck und Autogramm auf einer Leinwand im Mehrgenerationenhaus.




Familienministerin Ursula von der Leyen sitzt Probe in einer Drachen-Seifenkiste, die im Mehrgenerationenhaus von handwerklich begabten Männern für Kinder gebaut wurde. Hier geben Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsabgeordneter Bernd Heynemann (beide CDU) und Bürgervereinsvorsitzender Rex Löwe (v.l.) Tipps. Fotos: Robert Richter




Rentnerin Hildegard Behrens scherzt im Saal des Mehrgenerationenhauses während der Veranstaltung mit Familienministerin von der Leyen mit der kleinen Romy und ihrer Mutti Melanie Schwirzke.

Charlotte Lummitsch: „Eine angenehme Tischnachbarin“

„Die Frau ist zu bewundern“, schwärmt Charlotte Lummitsch (86), die gestern beim Besuch von Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus mit der Bundesfamilienministerin an einem Tisch saß. „Wir haben uns sehr angenehm unterhalten. Ich habe mich auch nach dem Wohlergehen ihres Vaters erkundigt, den sie ja zu Hause pfegt. Ich schätze ihn sehr“, so Charlotte Lummitsch zum Vater der Ministerin, dem früheren Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Auch das Familienleben mit sieben Kindern „neben ihrem schweren Beruf als Ministerin“, ringt der Seniorin aus dem Neustädter Feld Respekt ab. „Sie sieht außerdem jetzt durch die kürzeren Haare jünger und frischer aus. Als sie ihr Amt antrat, fand ich sie im Vergleich etwas hausmütterlich.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)

Line-Dance für die Ministerin
„Hello everybody!“ So begrüßte Katharina Wille die Bundesfamilienministerin und die anderen Besucher gestern im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld. Die Begrüßung auf Englisch war für die junge Frau Pficht, schließlich besucht sie im Mehrgenerationenhaus einen Englischkurs, in dem von der 12-jährigen Schülerin bis zur Rentnerin alle Generationen vertreten sind. Und da Katharina Wille und ihre Mutter Petra sowie Sabine Große und Uschi Hahnke nicht nur im Englisch-, sondern auch im Line-Dance-Kurs aktiv sind, gaben sie für die Ministerin gestern eine Tanzvorführung in Westernmanier.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Katharina Wille (l.) beim Line-Dance in Aktion.

25.02.2009
Pressemitteilung von Mittwoch, 25. Februar 2009 - Landeshauptstadt Magdeburg

Ursula von der Leyen: "Mehrgenerationenhäuser fördern das Miteinander der Generationen."
Bundesfamilienministerin besuchte das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg


Berlin/Magdeburg.
Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist der Treffpunkt für alle Generationen im Stadtteil
Neustädter Feld. Hier wird Nachbarschaft noch als Gemeinschaft gelebt, gegenseitige Hilfeleistung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dazu gehört zum Beispiel die Betreuung von Kindern, wenn die Eltern Erledigungen machen müssen oder sich mal ein wenig Zeit für sich gönnen wollen. Außerdem können sich Nutzer und Nutzerinnen im Bauchtanzkurs oder beim Seniorensport fithalten oder im Offenen Treff eine Partie Karten spielen. Wie offen und selbstverständlich sich hier die Generationen begegnen, hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch erlebt. Das Mehrgenerationenhaus ist im Herzen des Stadtteils gelegen und von einer hübschen Grünanlage mit Spielplatz umgeben. Seniorinnen und Senioren aus dem angrenzenden Altersheim sind Stammgäste des Hauses.
"Hier in Neustädter Feld ist eine Gemeinschaft entstanden, die sich am Vorbild der Großfamilie orientiert: Gegenseitige Hilfeleistung, Zusammenhalt und gemeinsame Erlebnisse machen den Alltag schöner - für alle Lebensalter vom Kleinkind bis zum Hochbetagten, für Helfende genauso wie für Hilfesuchende", sagte die Bundesministerin.
"Wir leben in einer Zeit, in der die Gesellschaft von allen Flexibilität und Mobilität fordert. Familien müssen sich diesen veränderten Bedingungen anpassen und können den Generationenzusammenhalt immer seltener leben. Umso bedeutender ist es, Orte und Einrichtungen zu schaffen, die diesen Zusammenhalt auch außerhalb familiärer Strukturen fördern. Mehrgenerationenhäuser sind hierfür beispielhaft. Der Austausch von Erfahrungswissen, gegenseitiger Hilfestellung und die Gemeinschaft von Groß und Klein, verwandt oder benachbart, werden hier engagiert gelebt", sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.
"Ich freue mich, dass das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg Neustädter Feld gut angenommen wird und damit die Basis für ein vielschichtiges bürgerschaftliches Engagement bietet, das weit über den Stadtteil hinaus wahrgenommen wird", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann.
Auch Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg, schätzt das Mehrgenerationenhaus als Bereicherung für die Menschen in der Stadt: "Mit Unterstützung der Stadtverwaltung entstand aus einem früheren Jugendklub im Neustädter Feld das erste Mehrgenerationenhaus in Magdeburg. Ob Ferienprogramme für Kinder,  Kommunikationszentrum für Erwachsene oder Unterstützung für Senioren - als Nachbarschaftszentrum spricht das Haus mit seinen vielfältigen Angeboten alle Generationen des Stadtteils an. Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung hat der Bürgerverein Neustädter Feld e. V., dessen ehrenamtliche Mitglieder mit viel Engagement und zündenden Ideen das Leben im Stadtteil bereichern und die Gemeinwesenarbeit unterstützen."
Das Haus in Magdeburg ist eines von 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser schaffen sie flächendeckend Orte der Begegnung für Menschen jeden Alters. Hier können alle voneinander lernen und füreinander da sein - wie in einer Großfamilie. Mit ihren Angeboten der Kinderbetreuung, Beratung sowie haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen die Mehrgenerationenhäuser Familien und entlasten Menschen im Alltag. Durch ihre Arbeit werden regionale Netze geknüpft, von denen auch lokale Unternehmen, die Region und das Land profitieren.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro an Förderung. Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist eines von 25 in Sachsen-Anhalt. Einen Überblick über alle derzeit geförderten Projekte bietet Ihnen die Website www.mehrgenerationenhaeuser.de.

Pressekontakt:
Pressebüro Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
Tatjana König, Tel. 030/700 186-408, Fax 030/700 186-710
E-Mail:
presse@mehrgenerationenhaeuser.de

Kontakt zum Mehrgenerationenhaus:
Mehrgenerationenhaus Magdeburg
Manuela Hasenfuß
Mobil: 0173 - 8344177
Festnetz: 0391 - 2529229
E-Mail: info@neustaedterfeld.de

06.02.2009
Bürgerverein: Gefahr der Schließung zunächst abgewendet

„Nein, das Nachbarschaftszentrum wurde nicht geschlossen. Sehen Sie sich um! Sieht so ein Haus aus, das zu ist?“, fragt Angelika Bonack vom Bürgerverein Neustädter Feld. Am Leben gehalten wird das Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 durch den ehrenamtlichen Einsatz der Bürgervereinsmitglieder und ihrer „Helfer mit Herz“, die auch im Umfeld des NBZ für andere Menschen da sind.
„Wir sind heilfroh, dass die jungen Frauen aus dem NBZ weiter zu uns kommen“, sagt der 83-jährige Otto Leßmann aus der Othrichstraße. Er freut sich über die Hilfe beim Saubermachen von Angelika Falke und Stefanie Riedel.
„Wir selbst können ja leider nicht mehr so, wie wir gern wollen“, sagt auch Hildegard Behrens (74), Partnerin von Otto Leßmann. „Wenn zum Beispiel die Gardinen gewaschen und wieder aufgehängt werden müssen, können wir aber auf die Hilfe der Frauen aus dem NBZ zählen. Auch zu den wöchentlichen Seniorennachmittag im NBZ gehen wir sehr gern. Es wäre schade, wenn das zu Ende gehen würde.“
Helga Steinke (88) nimmt ebenfalls Hilfe aus dem NBZ in Anspruch. Für ihren neuen Fernseher musste die Schrankwand umgebaut werden. „Gesagt, getan, die Handwerker aus dem NBZ kamen.“ Walter Peters und Günter Müller packten in der Wohnung der Seniorin an. Helga Steinke: „Das rechne ich ihnen hoch an. Ich habe keine Angehörigen, stände sonst alleine da. Hier im Haus wohnen viele ältere Leute, für die solche Hilfe sehr wichtig ist.“
Wie berichtet, liefen zum Jahresende die 1-Euro-Jobs für die Mitarbeiter des NBZ aus – in der Mehrzahl Langzeitarbeitslose aus dem Neustädter Feld, die seit Jahren das Nachbarschaftszentrum/ Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich mit aufgebaut haben. „Alle zwölf Mitarbeiter sind täglich ehrenamtlich im Haus tätig, obwohl zum 31. Dezember alle geförderten Maßnahmen endeten“, sagt Angelika Bonack. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Mehrgenerationenhaus weiterhin regulär Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat.“
Alle Angebote laufen wie bisher. „Es ist sogar noch eine Veranstaltungsreihe dazugekommen: Jetzt können die Kinder aus dem Neustädter Feld sich hier kostenlos im Line-Dance üben. Es wäre einfach unmöglich, das Haus zu schließen, gerade jetzt in den Ferien. Täglich können die Kinder hier im NBZ ihre Freizeit sinnvoll verbringen.“
Die Räume wurden gerade verschönert: helle Tapeten hängen an den Wänden, neue Möbel stehen im Café.
Nach dem Bericht in der Volksstimme über die Sorgen des Bürgervereins als Träger und der Mitarbeiter des NBZ im Dezember habe es noch im alten Jahr Gespräche mit der ARGE gegeben, sagt Angelika Bonack: „Dabei erfuhr der Bürgerverein umfangreiche Unterstützung. Neue Fördermaßnahmen durch die ARGE sollen zum 1. März bewilligt werden. Langfristig wird eine nachhaltige Absicherung des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld angestrebt. Bis 2012 erfolgt auch die Förderung über das Bundesmodellprogramm ,Mehrgenerationenhäuser‘.“
Daraus resultierend, so die Bürgervereinsvertreterin weiter, „laufen Anträge zur Aufnahme in die zweite Förderperiode des ,Kommunalkombilöhne‘-Programms, das heißt eine bis zu drei Jahren geförderte Schaffung von sozialversicherungspfichtigen Arbeitsplätzen.“ Den neuen Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning baten die Vereinsmitglieder bei einem Treffen um Unterstützung der Stadt. Für den 25. Februar hat sich auf Einladung des Bürgervereins sogar Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) angesagt.
„Es gibt viele konzeptionelle Ideen für neue Projekte und Veranstaltungen. Gesamtziel bleibt nach wie vor die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft“, sagt Angelika Bonack. Mit „wohnungsnahen Dienstleistungen“ sollen Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit gebracht werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.02.2009)

10.12.2008 (siehe auch Meldung vom 28.11.)
Bundesmodellprojekt „Mehrgenerationenhaus“ im Neustädter Feld
Ministerin sagt sich für Februar im NBZ an, doch Zukunft unklar
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will am 25. Februar 2009 Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld besuchen. Auf Einladung des Bürgervereins. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß gab am Montagabend den Termin in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) bekannt.
Ursula von der Leyen – ihr Ministerium fördert das Mehrgenerationenhaus seit 2007 und planmäßig bis 2012 mit jährlich 40 000 Euro – wolle sich persönlich einen Eindruck verschaffen und über Arbeit, Erfolge, aber auch Probleme informieren. Apropos Probleme: Ob es für die Ministerin in dem Haus viel zu sehen geben wird, ist derzeit unklar. Wie die Volksstimme bereits berichtete, ist offen, ob und wie die Arbeit ab Januar 2009 überhaupt fortgesetzt werden kann. Entscheidend sind, so informierte die Stadtteilmanagerin, die Gespräche mit der Arge-Geschäftsführung noch in diesem Monat. Hintergrund sind die zum Jahresende auslaufenden 1-Euro-Jobs für die Mitarbeiter des Hauses. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um Langzeitarbeitslose aus dem Neustädter Feld, die seit Jahren das Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich aufgebaut haben. Nun ist „die Weiterführung aller geplanten Veranstaltungen und Projekte, bereits etablierter Kurse und bestehender Patenschaften in hohem Maße gefährdet“, warnte bereits der Bürgerverein Neustädter Feld als Träger des Hauses. Die Vereinsmitglieder erhoffen sich Hilfe von der Arge in Sachen Fördermöglichkeiten, um das Projekt erfolgreich fortsetzen zu können.
Diese Beratung sei für den Verein „wichtig und notwendig, da Kenntnisse über die Vielfältigkeit und Kompliziertheit der verschiedenen Förderprogramme nicht erwartet und schon gar nicht vorausgesetzt werden können“, so Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß am Montag in der GWA. Auf ihre Initiative hin war das Nachbarschaftszentrum im früheren Jugendklub an der Othrichstraße gegründet worden. Und Manuela Hasenfuß machte nun auch klar: „Der Verein kann die Trägerschaft nur fortführen und weiterentwickeln, wenn die Qualität der Arbeit gewährleistet werden kann. Das setzt Personalbindung, d.h. erworbene Kompetenz und Professionalität voraus.“ Sie warnt: „Wenn gemeinsam keine Lösung des Problems erreicht werden kann, droht die Trägeraufgabe und damit Schließung des Mehrgenerationenhauses.“
Dann hätte Ministerin von der Leyen am 25. Februar wohl einen Termin weniger. Aber Magdeburg eine soziale Einrichtung und ein „Aushängeschild“ verloren. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 10.12.2008)

28.11.2008
Bundesmodellprojekt „Mehrgenerationenhaus“ mit Problemen / Corinna Solowsky (Bürgerverein): „Wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr weitergeht“„Wir haben sehr präzise Pläne“ „Die Mädels machen, was sie können“

„Hier fühlen wir uns wohl und werden nicht beiseite geschoben“, sagt Hildegard Behrens (72). Sie ist eine der Rentnerinnen und Rentner, die regelmäßig zu den Seniorennachmittagen im Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße kommen. Als „Mehrgenerationenhaus“ wird die Einrichtung in Trägerschaft des Bürgervereins seit 2007 vom Bund als Modellprojekt gefördert. Alle Probleme der hier engagierten Magdeburger sind damit nicht gelöst. „Etablierte Projekte sind in hohem Maße gefährdet“, warnt der Bürgerverein.
Kurz vor 14 Uhr kommen Nicole Geiersbach (31) und Sylvia Grimm (40), zwei Helferinnen aus dem Nachbarschaftszentrum(NBZ), am Dienstag mit Bewohnern des nahe gelegenen Altenpfl egeheims zum Nachbarschaftszentrum spaziert. Schon lange betreuen sie Heimbewohner, drehen mit ihnen eine Runde an der frischen Luft durchs Wohngebiet, spielen oder unterhalten sich mit ihnen, sind einfach für sie da.
Seit längerem schon lädt auch das NBZ jeden Dienstag nicht nur Senioren des Heims, sondern alle Älteren des Stadtteils zu Kaffee, Kuchen und Klatsch ein. Die Kaffeetafel ist stets voll besetzt. Bei Bienenstich oder Schwarzwälder Kirschtorte wird geklönt oder zum Kartenspiel gegriffen.
Hin und wieder spielt hier die Musik zum Tanznachmittag. „Oder wir rätseln und singen. Neulich war die Kripo hier und hat uns gezeigt, wie man Falschgeld erkennen kann“, erzählt die 72-jährige Hildegard Behrens. Sie sitzt in einer Runde mit Charlotte und Wilhelm Lumitsch, Erika Heinemann, Otto Leßmann und anderen Rentnern des Stadtteils. Hildegard Behrens: „Die meisten von uns wohnen alleine. Hier werden wir sehr gut betreut und fühlen uns wohl, hier werden wir Älteren nicht beiseite geschoben.“
Das NBZ steht aber als „Mehrgenerationenhaus“ allen Stadtteilbewohnern offen, und das Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Kreativ- und Sprachkurse laden ebenso ein wie Kinderfest, Ferienspiele oder Halloweenfeier. „Daneben organisieren wir den Besuchsdienst für Hilfsbedürftige im Wohngebiet“, sagt Corinna Solowsky, die seit April 2006 im NBZ mithilft, zurzeit im 1-Euro-Job.
Die von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß und Helfern aus dem Stadtteil, meist Langzeitarbeitslose, gegründete Einrichtung wird seit etwa eineinhalb Jahren von der Bundesregierung im Rahmen ihres deutschlandweiten Modellprogramms für Mehrgenerationenhäuser gefördert. Voraussichtlich bis 2012 können damit nach Angaben des Bürgervereins Neustädter Feld, der die Trägerschaft übernommen hat, Sachkosten, Miete und Nebenkosten gedeckt werden. Auch baulich soll das NBZ-Gebäude, ein früherer DDR-Jugendklub, voraussichtlich im kommenden Jahr modernisiert werden.
Probleme gibt es personell. „Bisher wurde die tägliche Arbeit mit den Senioren, Kindern und Jugendlichen durch engagierte Bürger geleistet, die über Maßnahmen der Arge gefördert wurden. Diese Maßnahmen laufen allesamt zum 31. Dezember aus“, heißt es in einer Pressemitteilung von Bürgervereinsmitgliedern. Und weiter: „Somit ist die Weiterführung aller geplanten Veranstaltungen und Projekte, bereits etablierter Kurse und bestehender Patenschaften in hohem Maße gefährdet.“
Gerade in der Seniorenarbeit, deren Bedeutung durch die demografi sche Entwicklung zunehme, seien „die über Jahre aufgebauten Vertrauensverhältnisse nicht einfach durch neue Personen zu ersetzen“. Da keiner der bisherigen Mitarbeiter des NBZ, die das Haus in den vergangenen Jahren mit aufgebaut haben, sich auf Hartz IV ausruhen wolle und es im Gegenteil „sehr präzise Vorstellungen für die Entwicklung des Hauses in der Othrichstraße gibt“, sei in Kürze ein Beratungstermin mit der Arge geplant, so die Mitglieder des Bürgervereins: „Viele Mitstreiter, die zahlreichen Gäste und die Vereinsmitglieder hoffen auf die Unterstützung durch die Arge.“
Hintergrund: Der Bürgerverein möchte mit den hier engagierten Magdeburgern eine Stadtteilgenossenschaft gründen und damit künftig durch so genannte „wohnortnahe Dienstleistungen“ feste Arbeitsstellen schaffen. Doch um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, müsste nach Auffassung des Bürgervereins eine längere Beschäftigungsförderung durch die Arge für das angestammte und seit Jahren gemeinsam engagierte Team ermöglicht werden.
Auch Hildegard Behrens und die anderen Senioren hoffen, dass ihre vertrauten Helfer im NBZ über den Jahreswechsel hinaus für sie da sein werden: „Die Mädels machen, was sie können“, sagt die 72-Jährige. Doch Corinna Solowsky, eine der „Mädels“ im NBZ und selbst Bürgervereinsmitglied, sagt: „Wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr weitergeht.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.11.2008)

14.06.2008
Sozialbeigeordnete Bröcker zieht Bilanz: Mehrgenerationenhaus einer der LOS-Erfolge

Mit erfolgreicher Bilanz des Programms „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“ (LOS) in Neustädter Feld und Neu-Olvenstedt kann sich Magdeburg aus Sicht der Stadtverwaltung am Montag in Berlin präsentieren. In der Hauptstadt wollen rund 700 Vertreter aus 200 deutschen Städten und Landkreisen, darunter zwei Mitarbeiter der MagdeburgerStadtverwaltung, ein Fazit für das vom Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm LOS ziehen.
Start in Magdeburg war dafür im Herbst 2003. „In beiden Fördergebieten wurden mit rund 657 000 Euro insgesamt 81 Projekte erfolgreich umgesetzt“, sagte gestern Magdeburgs Sozialbeigeordnete Beate Bröcker. „Durch das LOS-Programm konnten vor allem lokale Netzwerke aktiviert und unterstützt werden. Ich erinnere an die Initiativen für das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld, aus dem sich inzwischen das Mehrgenerationenhaus entwickelt hat, und an den Aufbau einer Außenstelle der Magdeburger Tafel in Neu-Olvenstedt. Positive Auswirkungen der Projekte können wir auch beim Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf und bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund feststellen.“
Gefördert wurden in beiden Stadtteilen vorrangig kleine Vereine, Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen mit beschäftigungswirksamen Kleinprojekten zur berufl ichen Integration von Arbeitslosen. Aber auch Maßnahmen zur sozialen Integration konnten mit Mitteln aus dem LOS-Programm unterstützt werden. Das Neustädter Feld erhielt nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt 366 000 Euro aus dem Fördertopf, nach Neu-Olvenstedt fl ossen 291 000 Euro.
„Die LOS-Maßnahmen haben auch zu einer besseren Vernetzung engagierter Bürger in den Stadtteilen beigetragen“, sagte Beate Bröcker. „Dabei sind die Projektträger, die zuständigen Ämter der Stadtverwaltung und die Akutere vor Ort enger zusammengerückt – eine gute Basis für künftige soziale Projekte.“
Bundesweit wurden in mehr als 14 000 Projekten mehr als 400 000 Menschen qualifi ziert, beraten oder anderweitig unterstützt, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Mehr als die Hälfte davon waren Jugendliche. Das Bundesjugendministerium hatte für die 288 LOS-Fördergebiete in Deutschland insgesamt 111 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für die Umsetzung vor Ort waren kommunale Ämter, freie Träger und Stadtteilbewohner verantwortlich.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 14.06.2008)

16.04.2008
Bundesweite Würdigung für den Bürgerverein
Ehrenamtlicher Einsatz für Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld
Der Bürgerverein Neustädter Feld und seine ehrenamtlichen Helfer sind im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung Bürger für Bürger und des Talcid-Förderpreises für vorbildliches Engagement als Träger des Mehrgenerationenhauses/Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld geehrt worden. Der Verein ist seit knapp einem Jahr Träger des Hauses an der Othrichstraße.
Der Bürgerverein Neustädter Feld hat sich im April 2004 gegründet. Als oberstes Satzungsziel wurde definiert, das „Wir-Gefühl“ im Stadtteil zu stärken. Die Vereinsmitglieder engagieren sich vielfältig für das Gemeinwesen und eine lebendige, sich gegenseitig unterstützende Nachbarschaft, so die Stiftung Bürger für Bürger. Sie hob den Einsatz des Vereinsvorsitzenden Rex Löwe hervor: „Herr Löwe hat sich über Jahre als Vorsitzender des Schulfördervereins Grundschule ,Kritzmannstraße‘ und durch seine Initiative der Gründung des Bürgervereins verdient gemacht.“
Die Mitglieder des Bürgervereins betreiben inzwischen im Stadtteil das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30 als generationsübergreifende Kommunikations- u. Begegnungsstätte. Dieses zeichnete die Jury als eines von 20 „vorbildlichen Projekten“ aus ganz Deutschland aus. Darüber hinaus, so die Jury weiter, leisten die Mitstreiter des Bürgervereins aktive Nachbarschaftshilfe für unterstützungsbedürftige Menschen im Wohngebiet, z. B. Einkäufe, Rezepte abholen, Arztbegleitung usw.
Im Verein engagieren sich überwiegend (langzeit-)arbeitslose Mitglieder für die Ziele sowie den Erhalt des Mehrgenerationenhauses und das Gemeinwesen ihres Stadtteils. Zielgruppe sind Groß und Klein u. alle, die mitmachen wollen.
Der von der Stiftung Bürger für Bürger und der Bayer Vital GmbH erstmals ausgeschriebene Förderpreis soll gemeinnützige Aktivitäten würdigen und gleichzeitig gesundheitsfördernde Aspekte sozialer Netzwerke aufzeigen. Die nach Angaben der Auslober mehr als 200 Zusendungen „spiegeln die große Bandbreite und Vielfalt wider, mit der sich Bürgerinnen und Bürger für gesellschaftliches Miteinander mit gemeinnützigen Aktivitäten engagieren.“
Teilnehmen bzw. vorgeschlagen werden konnten im Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis 15. Januar 2008 alle Bürger, die sich für gesellschaftliches Miteinander mit entsprechenden gemeinnützigen Aktivitäten engagieren: für Kinder und Jugendliche, hilfsbedürftige Menschen (Kranke und Gebrechliche oder Menschen mit Behinderung), für die Integration und Teilhabe ausgegrenzter Menschen. Die Formen und Felder des Engagements können dabei unterschiedlichster Art sein: helfend, betreuend, bildend, kulturell oder sportlich.
Mit seinem Konzept, die Einrichtung als so genanntes Mehrgenerationenhaus weiterzuentwickeln, bekam der Bürgerverein im Vorjahr den Zuschlag für ein entsprechendes Bundesprogramm. Mit 200 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre, fördert der Bund das Projekt. Vereinschef Rex Löwe hofft, das Mehrgenerationenhaus mit seinen vielfältigen Angeboten und Projekten auch über das Bundesprogramm hinaus sichern zu können. „Die Arbeit und die Finanzen, die hier in den vergangenen Jahren schon reingeflossen sind, würden sonst verpuffen“, sagt Rex Löwe. Mit ehrenamtlichen Helfern und teilweise 1-Euro-Jobbern wird der Betrieb des Zentrums derzeit gesichert.
„Mit dem Erhalt der Einrichtung können auch Projekte wie die Selbsthilfewerkstatt, das Nachbarschaftscafé oder die Nachbarschaftshilfszentrale auf lange Sicht weitergeführt werden, die über ein anderes Förderprogramm mit EU-Geld ins Leben gerufen wurden“, so Löwe. Und der Vereinschef hat schon den nächsten Plan: „Perspektivisch streben wir die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft an, um für Arbeitslose aus dem Neustädter Feld Arbeitsplätze zu schaffen“, so Rex Löwe gegenüber der Volksstimme. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.04.2008

Weiterführende Links:

Homepage des Bürgervereins Neustädter Feld e.V.

Bundesweiter Wettbewerb der Stiftung Bürger für Bürger

16.02.2008
Meilenstein für das Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße
Bürgerverein Neustädter Feld übernimmt Nachbarschaftszentrum
Eine kleine Unterschrift für Rex Löwe, ein großer Schritt für seinen Bürgerverein Neustädter Feld und das 2007 gestartete Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße. Gestern setzte der Vorsitzende sein „Löwe“ unter den Mietvertrag. Damit wird der 25 Mitglieder starke Verein offiziell Hausherr im früheren Jugendklub. Die Zukunft der sozialen Einrichtung ist damit für die nächsten Jahre gesichert. Und so knallten gestern Nachmittag nach der Unterzeichnung die Sektkorken.
„Das ist ein wichtiger Tag für den Bürgerverein“, sagte Rex Löwe, der mit der warmen Nachmittagssonne um die Wette strahlte. Schließlich hatte sich der im April 2006 gegründete Bürgerverein von Anfang an den Erhalt des bereits zwei Jahre zuvor auf Bestreben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß eröffneten Nachbarschaftszentrums (NBZ) im früheren Jugendklub an der Othrichstraße 30 auf die Fahnen geschrieben.
Mit seinem Konzept, die Einrichtung als so genanntes Mehrgenerationenhaus weiterzuentwickeln, bekam der Bürgerverein im Vorjahr auch den Zuschlag für ein entsprechendes Bundesprogramm. Mit 200 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre, fördert der Bund das Projekt.
Gemietet war das Gebäude aber noch vom SPI-Stadtteilmanagement. Das ist allerdings nur zeitlich befristet eingesetzt. Mit dem gestern unterzeichneten Vertrag mit dem Kommunalen Gebäudemanagement (KGM) übernimmt der Bürgerverein das Objekt unbefristet. Vereinschef Rex Löwe hofft, das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum mit seinen vielfältigen Angeboten und Projekten auch über das Bundesprogramm hinaus sichern zu können.
„Die Arbeit und die Finanzen, die hier in den vergangenen Jahren schon reingeflossen sind, waren damit nicht umsonst“, sagt Rex Löwe. So wurden in freiwilligen Einsätzen von Vereinsmitgliedern und weiteren engagierten Magdeburgern Räume renoviert, die Außenanlagen mit Grünflächen, Grillecke, Sandkasten und Spielgeräten verschönert.
Mit ehrenamtlichen Helfern und teilweise Ein-Euro-Jobbern wird der Betrieb des Zentrums derzeit gestemmt. Und die Bewohner des Stadtteils, ob alt oder jung, profitieren nicht nur von Angeboten wie Tanz- oder Sprachkurse, Elterntreffs oder Sportgruppen.
Rex Löwe dazu: „Mit dem Erhalt der Einrichtung können auch Projekte wie die Selbsthilfewerkstatt, das Nachbarschaftscafé oder die Nachbarschaftshilfszentrale auf lange Sicht weitergeführt werden, die über ein anderes Förderprogramm mit EU-Geld ins Leben gerufen wurden.“
„Als nächster Schritt steht die Sanierung der Küche an. Im Rahmen des Projekts ,Mehrgenerationenhaus‘ soll schon bald ein Mittagstisch für hilfsbedürftige Kinder des Stadtgebiets angeboten werden.“ Und der Vereinschef hat schon den nächsten Plan: „Perspektivisch streben wir die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft an, um für Arbeitslose aus dem Neustädter Feld Arbeitsplätze zu schaffen.“
Für nächsten Mittwoch hat sich erst einmal eine Delegation vom Deutschen Verein für privates und öffentliches Recht angesagt, in dem bundesweit öffentliche und freie Träger sozialer Arbeit zusammengeschlossen sind. Die Vertreter wollen das Modell Mehrgenerationenhaus kennen lernen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.02.2008)

01.05.2007
Bernd Heynemann eröffnet am Dienstag erstes Mehrgenerationenhaus Magdeburgs
Ex-Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann eröffnet am 1. Mai in seiner Funktion als CDU-Bundestagsabgeordneter Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld. Der Bürgerverein des Stadtteils übernimmt das vor drei Jahren auf Initiative von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß eröffnete Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, in seine Trägerschaft. Über ein Programm der Bundesregierung wird der Aufbau des Mehrgenerationenhauses von der Bundesregierung mit 200 000 Euro in fünf Jahren unterstützt.
Das Eröffnungsfest am kommenden Dienstag beginnt um 10 Uhr mit einer Ansprache des Bürgervereinsvorsitzenden Rex Löwe. Anschließend tritt Gisela Lauenroth (83), Deutschlands älteste Diskodame, ans DJ-Pult, die den ganzen Tag über für Stimmung sorgen wird. Um 11 Uhr hält Bernd Heynemann die offizielle Eröffnungsrede und übergibt ein Schild für das Mehrgenerationenhaus an den Bürgerverein. Die Magdeburger CDU-Politikerin Eva Wybrands übernimmt die Patenschaft. Am Festprogramm beteiligen sich mit Auftritten auch die Tanzgruppe „Girls in Motion“ aus dem Jugendklub „Bauarbeiter“ und eine Line-Dance-Gruppe aus dem Durango-Saloon. Bis zum frühen Abend soll an der Othrichstraße stimmungsvoll gefeiert werden.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.04.2007)

Den Ablaufplan der Veranstaltung können Sie hier als Word- oder PDF-Dokument downloaden.

19.04.2007
Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus wird eröffnet
Stimmungsvoller Auftakt am 1. Mai Startschuss fiel schon vor drei Jahren
Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus wird am 1. Mai um 10 Uhr im Neustädter Feld eröffnet. Das seit 2004 bestehende Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße 30 wurde vom Bundesfamilienministerium dafür ausgewählt und bekommt für die Erweiterung Geld aus Berlin (Volksstimme berichtete). Und weil es ein Tag zum Feiern ist, wurde mit Stimmungskanone Gisela Lauenroth auch Deutschlands älteste Diskodame eingeladen.
Mit der Auftaktveranstaltung am 1. Mai übernimmt zugleich der im Vorjahr neu gegründete Bürgerverein Neustädter Feld die Trägerschaft über den Stadtteiltreff und feiert die Aufnahme in das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ der Bundesregierung. Damit verbunden ist die finanzielle Förderung von jährlich 40000 Euro über fünf Jahre. Deutschlandweit sollen bis Ende des Jahres 439 solcher Häuser entstehen – eines in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis.
Der Bürgerverein im Neustädter Feld hatte sich mit seinem Konzept erfolgreich um die Aufnahme ins Bundesprogramm beworben. „Am 1. Mai wird nun unter anderem das Schild in unsere Hände übergeben, das unser Gebäude künftig als Mehrgenerationenhaus ausweisen wird – von wem, wird noch nicht verraten!“, sagte der Vereinsvorsitzende Rex Löwe. Doch prominent besetzt ist auch das Rahmenprogramm: „Für gebührende Feierlaune wird Deutschlands älteste Diskodame, DJ Lady alias Gisela Lauenroth, sorgen“, kündigte Löwe an. Die 83-jährige Magdeburgerin erlangte in jüngster Zeit durch Fernsehauftritte bei Johannes B. Kerner und Harald Schmidt deutschlandweit Bekanntheit. Sie steht zugleich für das Miteinander der Generationen, feiern doch Jung und Alt gleichermaßen zu ihrer Musik.
Seit April 2004 halten Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß und ihre zehn ehrenamtlichen Helfer das Nachbarschaftszentrum in Schuss. Täglich ist ab 10 Uhr geöffnet. Das Bürgercafé lädt ab 15 Uhr ein. Daneben bestehen viele Sport- und Freizeitangebote.
Im Mehrgenerationenhaus, einem offenen Tagestreffpunkt, sollen sich Generationen wieder selbstverständlich begegnen und einander helfen – wie in einer Familie. Die gegenseitige Hilfe von Jung und Alt soll neu belebt werden. Mit dem Aktionsprogramm setzt die Politik auf einen Mix, der private und freiwillige Initiativen mit staatlichen Leistungen verbindet. Die Mehrgenerationenhäuser sollen mit Unternehmen zusammenarbeiten und bürgerschaftliches Engagement aktivieren. Alle sollen an einem Strang ziehen: Politik, bürgerschaftlich Engagierte, professionelle Kräfte, Träger von Einrichtungen und die Nutzer. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.04.2007)


31.01.2007
Magdeburg bekommt ein Mehrgenerationenhaus - das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld
Bundesfamilienministerium fördert Projekt des Bürgervereins Neustädter Feld

In Halle wurde gestern eines von drei Mehrgenerationenhäusern in Sachsen-Anhalt, die vom Bundesfamilienministerium gefördert werden, eingeweiht.
Magdeburg wird in den kommenden Wochen nachziehen, denn inzwischen steht fest: Das Nachbarschaftszentrum des Bürgervereins Neustädter Feld kommt ebenfalls in den Genuss der Projektförderung aus dem Berliner Von-der-Leyen-Ministerium. In Deutschland laufen die Generationen auseinander. Senioren für sich, Kinder und Jugendliche auf der anderen Seite. Die klassische Großfamilie, in der die verschiedenen Generationen alltäglichen Kontakt miteinander hatten, scheint ausgestorben. Dem will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
entgegenwirken. Mit dem Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“. Dafür hat sie ein Förderprogramm aufgelegt. 40 000 Euro pro Jahr und Haus, fünf Jahre lang. Initiativen und Vereine konnten sich mit einem entsprechenden Konzept dafür direkt beim Ministerium bewerben.
Ziel ist es, 439 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland einzurichten. Die ersten 59 Häuser sind bereits genehmigt, drei davon (in Halle, Halberstadt und Karsdorf) in Sachsen-Anhalt.
„Das Konzept passte für uns wie die Faust aufs Auge, wir machen seit eineinhalb Jahren nichts anderes in unserem Nachbarschaftszentrum“, sagt Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld. Darum habe sich der Verein auch für dies Mehrgenerationenhaus-Projekt beworben. Und wird in den Genuss der Fördermittel kommen, das steht bereits fest.
Insgesamt hatten sieben Magdeburger Initiativen ihre Konzepte im Bundesfamilienministerium eingereicht. Das aus dem Neustädter Feld wurde in Berlin für passend und förderungswürdig eingestuft.
Die Stadt Magdeburg hat bei diesem Projekt nur eine indirekte Aufgabe. „Wir wurden lediglich dazu aufgefordert, eine Stellungnahme zu dem vom Ministerium ausgewählten Projekt abzugeben“, sagt Sozialbeigeordnete Beate Bröcker. „Wir kennen nicht einmal offiziell die anderen sechs Bewerber“, so Bröcker, die die Vorgehensweise des Familienministeriums nicht ganz kritiklos hinnimmt. „Wir als Stadt wären schon gern bei der Auswahl der Projekte dabei gewesen, schon allein, um zu sehen, welche nachhaltigen Effekte die Projekte haben.“
Die Stadt sollte nun bis zum 26. Dezember eine Stellungnahme zum Projekt des Bürgervereins Neustädter Feld abgeben. „Wir haben das Projekt positiv bewertet und das dem Ministerium mitgeteilt.“ Damit ist die Sache für den Neustädter Verein in trockenen Tüchern. Anfang Februar wird das Familienministerium die nächsten 200 Projekte, die gefördert werden, offiziell bekannt geben, und Magdeburg ist mit dem Mehrgenerationenhaus im
Neustädter Feld mit dabei.
„Wir können jetzt zum Beispiel hauptamtliche Kräfte für unsere vielen verschiedenen Angebote beschäftigen“, freut sich Vereinsvorsitzender Rex Löwe.
Bis jetzt wurde das Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30, das zukünftig Mehrgenerationenhaus heißen wird, von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben. Stadtteilmanagerin Michaela Hasenfuß hat es zusammen mit Vereinsmitgliedern aufgebaut.
Inhaltlich war das Nachbarschaftszentrum schon immer ein Mehrgenerationenhaus. Es gibt Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren, alle Angebote stehen allen Generationen offen. Daneben betreut der Verein Senioren in Alteneinrichtungen im Stadtteil, auf der anderen Seite kümmern sich Senioren um Kinder und Jugendliche. Genau so, wie es sich Ministerin von der Leyen mit dem Mehrgenerationenhaus-Projekt vorgestellt hat: Die Jungen lernen von den Erfahrungen der Älteren, Senioren sehen, welche Probleme und Einstellungen Jugendliche haben. Man verbringt seine Freizeit miteinander und nicht nebeneinander. Von Von Peter Ließmann
(Quelle: Volksstimme vom 31.01.2007)