Das Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum
im Magdeburger Stadtteil Neustädter Feld
 

Das Wohngebiet Neustädter Feld in
Magdeburg erhielt den Zuschlag für ein Mehrgenerationenhaus. Es befindet sich im Nachbarschaftszentrum (NBZ) in 39128 Magdeburg, Othrichstraße 30. Als Träger fungiert der Bürgerverein Neustädter Feld e.V. unter Leitung des Vorsitzenden Rex Löwe.

 
     

Alle weiteren Informationen rund ums Mehrgenerationenhaus Nachbarschaftszentrum erfahren Sie unter Regionale Neuigkeiten auf der Homepage des Magdeburger Stadtteils Neustädter Feld.

Nachrichtenarchiv / Chronik des Mehrgenerationenhauses

Rückblick
In den 90er Jahren hat sich das Image des Stadtteils Neustädter Feld gewendet. Wegzug und Leerstand ließen den  Stadtteil trübe aussehen. Doch die Menschen, die dort zum Teil seit Jahren wohnen, leben sehr gerne in diesem Gebiet.
Das Nachbarschaftszentrum (NBZ) ist seit 2004 ein Ort und Treffpunkt, in dem man gemeinsam lebt und sich gegenseitig Hilfestellung gibt. Das NBZ möchte die Bewohner dazu motivieren, JA zur Nachbarschaft und zum Neustädter Feld zu sagen. Denn was früher gut war, kann heute nicht schlecht sein.
Die Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß und ihre zehn ehrenamtlichen Helfer halten das Zentrum seit April 2004 in Schuss. Die Einrichtung ist täglich am 10 Uhr geöffnet. Das Bürgercafe lädt ab 15 Uhr zu Kaffee, Kuchen und Musik ein. Jeden zweiten Dienstag ist Seniorennachmittag, dazu sind nicht nur die Omis und Opis aus dem angrenzenden Altenheim geladen. Außerdem kann man sich im Zentrum fit halten. Eine Schülerin bietet einen Bauchtanzkurs an, eine andere Nachbarin Seniorensport. Es werden Karten gespielt, gelacht und natürlich sich gegenseitig unterstützt.
Zur Nachbarschaftshilfe gehört beispielsweise auch das Organisieren von Umzügen oder das Betreuen der Kinder, wenn die Eltern mal schwoofen gehen. Back to the Roots, könnte man sagen. Wer hat heutzutage nicht schon einmal verlauten lassen, wie schön es doch war, als man die Nachbarschaft noch als Gemeinschaft gelebt hat. Jeder für jeden und alle für alle.
Das ist auch das Ziel, das Manuela Hasenfuß anstrebt. An den Wochenenden ist es möglich, das Objekt für Feiern oder ähnliche zu mieten.

Was ist das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser?
Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser überträgt das Miteinander der Generationen vom privaten in den öffentlichen Raum. Es nutzt das Erfahrungswissen und die Potenziale aller Generationen und aktiviert somit soziales Kapital. Bis zum Jahr 2010 sollen 439 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland entstehen - ein Mehrgenerationenhaus in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis.
Bundesministerin Ursula von der Leyen hat den Startschuss des Aktionsprogramms gegeben: Sie eröffnete am 20. November das erste Mehrgenerationenhaus im Aktionsprogramms des Bundes in Salzgitter. Aus 904 zum größten Teil sehr guten Bewerbungen wurden die ersten 59 Mehrgenerationenhäuser ausgewählt, mit denen das Aktionsprogramm startet. Sie bieten schon jetzt ein umfassendes Spektrum an generationsübergreifenden Angeboten und können den nächsten 380 Mehrgenerationenhäusern als Leuchttürme dienen.
Die ausgewählten Einrichtungen verteilen sich über ganz Deutschland und sind ebenso vielfältig und bunt, wie die Orte, in denen sie stehen. Ob nun kleine oder große Initiativen, Kirchengemeinden, Seniorenbüros oder Familienzentren Träger eines Mehrgenerationenhauses sind, zusammen mit dem Bund verfolgen sie ein gemeinsames Ziel:

  • Die Förderung des Miteinanders und die gegenseitige Unterstützung der Generationen.

  • Und die Etablierung eines lokalen Markts für Dienstleistungen, die die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen.

Was sind Mehrgenerationenhäuser?
Mehrgenerationenhäuser sind offene Tagestreffpunkte, in denen sich die Generationen wieder selbstverständlich begegnen und sich gegenseitig helfen - ganz wie in der früheren Großfamilie. Denn wo unsere familialen Netzwerke kleiner werden, sollen Mehrgenerationenhäuser Orte sein, wo die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu be- und gelebt wird.
Damit wird nicht nur ein Mehrwert für den Einzelnen geschaffen, sondern unsere gesamte Gesellschaft zukunftsfähiger gestaltet. Denn die Mehrgenerationenhäuser überwinden die Isolation der verschiedenen Altersgruppen und unterstützen Toleranz und Verständnis füreinander. Dazu helfen Mehrgenerationenhäuser, Kinder zu fördern, Familien zu beraten, bürgerschaftliches Engagement zu aktivieren, alten Menschen eine Aufgabe zu geben und familiennahe und generationenübergreifende Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermitteln.

Wie arbeiten Mehrgenerationenhäuser?

In den Mehrgenerationenhäusern helfen sich Junge und Alte auf vielfältige Art und Weise. Wichtig ist dabei, dass bürgerschaftlich Engagierte und professionelle Kräfte auf gleicher Augenhöhe zusammenarbeiten. Nur so kann der Gedanke des Mit- und Füreinander unter einem Dach gelebt werden. In einem zentralen offenen Raum mit Café oder einem Bistro, können Menschen der verschiedenen Lebensalter zusammenkommen. Hier ist der Raum, in dem alle Generationen bei der Entwicklung von kleineren und größeren Ideen, Aufgaben und Projekten mit einbezogen werden.
Die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser setzt zudem auf strategische Partnerschaften mit anderen Einrichtungen und Institutionen. Das Engagement von Stiftungen und von Unternehmen kann helfen, den Gedanken des Generationenzusammenhalts zu stärken.

Was bieten Mehrgenerationenhäuser an?
Die Mehrgenerationenhäuser orientieren sich am örtlichen Bedarf und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Generationen. Sie bieten selbst Dienstleistungen an und vermitteln Dienste. Das geht von Kinderbetreuung, über Dienstleistungen rund um Haushalt und Garten bis zu Altenservices.
Konkret könnten es folgende Angebote sein:

  • Ein Café bietet Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen an - offen für Menschen aller Lebensalter. Brett- und Kartenspiele sind im Angebot.
  • Kinder im Alter ab sechs Monaten werden betreut. Für berufstätige Eltern sind besondere Plätze reserviert.
  • Nachtaktiv - demenzkranke Menschen, die oftmals nachts keine Ruhe finden, können in einem Nachtcafé gemeinsam Zeit verbringen.
  • Börse für Dienstleistungen - mit Hilfe von Karteikästen, schwarzem Brett und dem Internet werden beispielsweise Angebote zu handwerklicher Hilfe im Haushalt und Garten angeboten.
  • In der "Seniorenakademie" gibt es für Seniorinnen und Senioren beispielsweise PC-Kurse. Ältere Menschen vermitteln Jugendlichen, was zu ihrer beruflichen Entwicklung beigetragen hat. Jugendliche lernen aus den Biographien der Älteren.

Weitere Informationen aus dem Aktionsprogramm

Die erste Ausschreibungsphase des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser wurde mit 904 sehr guten und qualitativ hochwertigen Anträgen abgeschlossen. Vier Monate nach dem Start des Aktionsprogramms gibt es schon 200 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland, in denen das Miteinander der Generationen neu gestaltet wird.

Ab dem 16. April 2007 startet die zweite Ausschreibungsphase. Noch in diesem Jahr werden alle 439 Mehrgenerationenhäuser ihre Arbeit aufnehmen. Bei Fragen zu den Bewerbungen wenden Sie sich bitte an die Serviceagentur im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser oder telefonisch unter 0180 - 3 44 44 55 montags bis freitags von 10.00 bis 15.00 Uhr. Weitere Informationen zu dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser finden Sie unter: www.mehrgenerationenhaeuser.de