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24.01.2004 - Objektbesichtigung - Es gibt noch viel zu tun

Dieses Objekt beherbergt unser Stadtteilbüro und soll zukünftiges
Nachbarschaftszentrum werden.



 
Der geschlossene Jugendklub und daneben die öffentlich zugängliche Sportanlage (24.01.2004)

 

 

 

 

 

 

 

2004

03.02.2004
Die Idee vom Nachbarschaftszentrum/Stadtteilbüro im geschlossenen Jugendclub
Rund 11000 Euro vom Ziel entfernt - Mietvertrag liegt unterschriftsreif vor

Sie geistert seit Monaten durchs Neustädter Feld, die Idee vom Nachbarschaftszentrum im jüngst geschlossenen Jugendclub an der Othrichstraße. "Dem Vorhaben misst die Stadt höchste Priorität bei", sagt Dr. Ingo Gottschalk, Leiter der Stabsstelle Jugendhilfe, Sozial- und Gesundheitsplanung im Jugendamt. Mit Hilfe von Fördergeld könnte das Zentrum sofort eröffnet werden. Doch 11 000 Euro für die veranschlagten Nebenkosten sind ungedeckt. Stabsstellen-Chef Dr. Ingo Gottschalk und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß stellten dieser Tage im Sozialzentrum an der Lübecker Straße die Pläne für das Nachbarschaftszentrum vor – in einer Runde mit Politikern, Wohnungsunternehmen und Akteuren der Gemeinwesenarbeit im Neustädter Feld. Die Stadtteilmanagerin brachte das Vorhaben vor Monaten ins Gespräch, und längst hat laut Gottschalk das Nachbarschaftszentrum aus Sicht der Stadt "höchste Priorität". Das Konzept sieht vor, das Gebäude des Ende 2003 geschlossenen Jugendclubs "Feld" an der Othrichstraße zu nutzen. Hier könnte das Stadtteilbüro eingerichtet werden, könnten sich Vereine ansiedeln und die jungen Leute, die das Stammpublikum des Clubs bildeten, ihren Treff behalten. Manuela Hasenfuß berichtete von einer Studie, die die Soziale Stadt- und Landentwicklungsgesellschaft mbH, kurz SPI (Träger des Stadtteilmanagements), im Jahr 2002 erarbeitet hat. Die Ergebnisse der Interviews mit Bewohnern, Ämtern, Wohungsunternehmen und Trägern sozialer Angebote ließen sich so zusammenfassen: "Es tut sich viel im Stadtteil, aber Angebote für Begegnung, Kommunikation, Bildung, Kultur und Freizeit fehlen", sagte Manuela Hasenfuß. "Ich erlaube mir, auch im Namen der Bürger, die in meine Sprechstunde kommen, alles auf einen Satz zu reduzieren: Wir brauchen einen Ort der Begegnung." Die Stadtteilmanagerin präsentierte Zahlen. Von den rund 10 300 Stadtteilbewohnern seien durchschnittlich 18 Prozent arbeitslos, 7,4 Prozent bezögen Sozialhilfe. Bei den Hilfen zu Erziehungsmaßnahmen des städtischen Sozialzentrums Magdeburg-Nord entfielen 32 Prozent auf das Neustädter Feld (dessen Bewohner bilden 24 Prozent der Gesamtbevölkerung im Einzugsgebiet des Sozialzentrums Nord). "Erschreckende Zahlen." Manuela Hasenfuß plädiert seit langem für ein Nachbarschaftszentrum mit Angeboten wie etwa einem Arbeitsweltcafé oder Bewerbungstraining und Streitschlichterstelle. Auch böten sich vielerlei Möglichkeiten für ehrenamtliche Arbeit. "Denn Arbeit hat nicht nur mit Entlohnung zu tun, sondern mit Sinn und Inhalt", sagte die Stadtteilmanagerin. Der frühere Jugendclub sei ein guter Standort für ein Nachbarschaftszentrum, nicht zuletzt aufgrund der Nähe zur Seniorenwohnanlage einerseits und zu den Schulen sowie zum modernen Sport- und Freizeitplatz andererseits. Das Neustädter Feld ist in das von Bund, Ländern und Kommunen finanzierte Förderprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen. Über Mittel aus diesem Fonds kann neben Bauarbeiten im Wohnumfeld u.a. das Stadtteilmanagement nebst Stadtteilbüro finanziert werden (Mittel derzeit gesichert bis 2007). Daneben ist der Stadtteil seit neuestem in ein Bundesprogramm mit dem Titel "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) integriert. Mit Geld aus dem LOS-Programm (gefördert durch den Sozialfonds der Europäischen Union) können so genannte Mikroprojekte gefördert werden, die darauf abzielen, die Arbeitsmarktchancen für Erwerbslose zu erhöhen und Langzeitarbeitslose aus der Isolation zu holen. So ist es möglich, über LOS den Aufbau des Nachbarschaftszentrums zu bezuschussen, sagte Dr. Ingo Gottschalk. Alles zusammengerechnet ist SPI als Träger des Stadtteilmanagements laut Manuela Hasenfuß in der Lage, die Trägerschaft fürs Nachbarschaftszentrum zu übernehmen sowie Personalkosten, Organisation und Verwaltung. Die Grundmiete für die 346 Quadratmeter sei gedeckt. "Die SPI kann nicht die Nebenkosten aufbringen." Es gehe um veranschlagte rund 11 000 Euro, die sich schätzungsweise durch sparsames Heizen "um einiges reduzieren" ließen. "Angesichts des Potenzials sind rund 1000 Euro pro Monat nicht viel." Zu viel, um das Zentrum eröffnen zu können. Als Modellprojekt wolle es die SPI zunächst befriset von Februar bis Dezember betreiben. Die Hoffnungen ruhen darauf, dass Sponsoren einsteigen. Die Städtischen Werke wollen derweil Versorgungsvertrag und Objekt prüfen, sagte ein Vertreter im Sozialzentrum zu. "Wir haben den Mietvertrag vom kommunalen Gebäudemanagement vorliegen und könnten jederzeit unterschreiben", sagte SPI-Geschäftsführer Dieter Thamm. Wenn das Gesamtprojekt gesichert sei. Dazu kommt: Das Stadtteilbüro am Bruseplatz 2 muss in dieser Woche geräumt werden. Die Wobau will das Hochhaus abreißen. Die Stadtteilmanagerin hat vorerst kein Büro mehr. Der SPI-Chef: "Andere Räume zu finden, ist kein Problem. Aber wir setzen auf das Nachbarschaftszentrum – das ist die Chance der Stunde, die Zeit ist jedoch knapp."
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.02.2004)

05.02.2004
Stadtteilbüro ausgeräumt!

Das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld ist seit dieser Woche nur noch über die Mobiltelefonnumer (0160) 92 93 94 23 zu erreichen sowie per E-Mail unter info@neustaedterfeld.de. Das teilte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß mit, die ihr bisheriges Stadtteilbüro im Hochhaus Hermann-Bruse-Platz 2 dieser Tage ausräumen musste. Das Stadtteilmanagement möchte in den früheren Jugendclub an der Othrichstraße ziehen. Dort soll nach Willen des Managements und der Stadtverwaltung ein Nachbarschaftszentrum entstehen in Trägerschaft der SPI Soziale Stadt und Landentwicklungsgesellschaft, die auch Träger des Stadtteilmanagements ist. Die Eröffnung des Zentrums wäre mit Hilfe bereitstehender Fördermittel möglich. Wie berichtet sind allerdings monatlich 1000 Euro Nebenkosten ungedeckt. Die Hoffnung beruht darauf, dass Sponsoren einsteigen. Deshalb wartet SPI derzeit mit der Eröffnung eines neuen Stadtteilbüros.
(Quelle: Volksstimme vom 05.02.2004)

10.02.2004
Offener Brief aus dem Neustädter Feld an Oberbürgermeister Lutz Trümper
Scheitert Nachbarschaftszentrum an Nebenkosten?

Holger Schleef, vielfältig ehrenamtlich engagiert im Stadtteil Neustädter Feld, hat einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Lutz Trümper verfasst. Hintergrund ist die wackelnde Finanzierung des geplanten Nachbarschaftszentrums im Gebäude des früheren Jugendclubs an der Othrichstraße (Volksstimme berichtete am 3. Februar). Nachfolgend der Brief im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr.Trümper, in einer gemeinsamen Erklärung vom 16.1.2004 haben Sie und Minister Daehre vereinbart, in Sachen Stadtumbau enger zu kooperieren. Sie brachten zum Ausdruck, dass "der Stadtumbau die zentrale Herausforderung der ostdeutschen Kommunen in den nächsten zehn Jahren ist". Im Neustädter Feld ist schon jetzt abzusehen, dass die Maßnahmen des Stadtumbaus Früchte tragen und hier in kurzer Zeit ein sehr schönes Wohngebiet entsteht.Nachdem am 31.12.2003 gemäß Stadtratsbeschluss der Jugendclub an der Othrichstraße geschlossen wurde, ist nach vier Wochen Leerstand abzusehen, dass hier der nächste Schandfleck entsteht und das Objekt durch Vandalismus zerstört wird. Was wird aus diesem Objekt der Stadt, wird es abgerissen oder weiter genutzt? Mir ist durch einen Volksstimme-Artikel vom 3.2.2004 bekannt, dass die Soziale Stadt und Landentwicklungsgesellschaft mbH, kurz SPI, als Träger des Stadtteilmanagements Neustädter Feld Interesse an dem Objekt zeigt und dass dort das Stadtteilbüro seine neue Bleibe finden will und zugleich ein Nachbarschaftszentrum entstehen soll. Das Büro des Stadtteilmanagements am Bruseplatz 2 wurde wegen Stadtumbau-Abrisses des Gebäudes am 3.2.2004 geschlossen. Über das Förderprogramm "Soziale Stadt" sowie das Bundesprogramm mit dem Titel "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) kann u.a. das Stadtteilmanagement nebst Büro finanziert werden und der Aufbau des Nachbarschaftszentrums bezuschusst werden. Alles zusammengerechnet ist SPI als Träger des Stadtteilmanagements laut Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß in der Lage, die Trägerschaft fürs Nachbarschaftszentrum, die Personalkosten sowie die Organisation und Verwaltung zu übernehmen. Die Grundmiete für die 346 Quadratmeter sei gedeckt. Die SPI könne nicht die Nebenkosten aufbringen. Es gehe um veranschlagte rund 11 000 Euro jährlich, die sich schätzungsweise durch sparsames Heizen reduzieren ließen. Die SWM wollten das überprüfen.
SPI-Geschäftsführer Dieter Thamm führte im Volksstimme-Artikel an, dass der Mietvertrag vom kommunalen Gebäudemanagement vorliegt und jederzeit unterschrieben werden kann. Herr Trümper! Vergeudet die Stadt nicht jetzt die Chance, da in dem aufblühenden Stadtteil das Entstehen eines Nachbarschaftszentrums in so greifbare Nähe gerückt ist? Scheitert alles wirklich an den Nebenkosten? So viel würde Sie der Abriss des Objektes bestimmt kosten. Oder wollen Sie, dass diese in Ihrer Amtszeit entstandene Stadtruine stehen bleibt? Dass Sie Courage haben und und sich für eine solche Sache engagiert einsetzen können, haben Sie in Ihrer damaligen Tätigkeit als Stadtrat für den Wahlkreis Alt- und Neu-Olvenstedt bewiesen. Unter Ihrer Schirmherrschaft wurde am 22. September 2003 das neue Bürgerhaus Alt Olvenstedt eröffnet. Am 11.2.2004 findet um 16 Uhr in der Sekundarschule "Ernst Reuter", Othrichstraße 32, eine öffentliche Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit mit den Schwerpunkten Förderprogramm LOS und Nachbarschaftszentrum statt. Bürgernahe Kommunalpolitik heißt für mich, dass Sie oder ein kompetenter Vertreter zu dieser Veranstaltung kommen und aussagekräftige Antworten zu all den Fragen geben.
Holger Schleef, Rathmannstraße



14.02.2004
Antwort zum Offenen Brief aus dem Neustädter Feld an OB Lutz Trümper


Landeshauptstadt Magdeburg
Der Oberbürgermeister
Landeshauptstadt Magdeburg
39090 Magdeburg
Herr Holger Schleef
Rathmannstr. 20
39128 Magdeburg

Sehr geehrter Herr Schleef,
in Ihrem Offenen Brief sprechen Sie die Entwicklungsmöglichkeiten des Stadtteiles Neustädter Feld durch die unterschiedlichsten Fördermöglichkeiten an. Im Rahmen des Förderprogrammes ,,Stadtumbau Ost" gehe ich wie Sie davon aus, dass die angezielten stadtplanerischen Effekte zur Verschönerung des Stadtteiles greifen und sich die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteiles in die Entwicklung ihres Wohngebietes durch aktives Mittun und eigene Ideen einbringen. Durch das bundesweite Förderprogramm ,,Soziale Stadt" ist es möglich, neben der Förderung vieler baulicher Maßnahmen, zur Unterstützung der Aktivierung, Kommunikation und Begegnung im Stadtteil ein Stadtteilmanagement im Neustädter Feld einzusetzen. In den Diskussionen zu den Förderprogrammen ,,Stadtumbau Ost" und ,,Soziale Stadt" wurden in den vergangenen Jahren auch durch die Begleitung des Stadtteilmanagements die Bedürfnisse der Menschen im Neustadter Feld aufgenommen und im Rahmen dieser Förderprogramme auch umgesetzt. Da das Neustädter Feld im letzten Jahr als einziger Stadtteil Magdeburgs im Programm ,,Soziale Stadt" gefördert wurde und der Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds für das Förderprogramm ,,Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) nur in Programmgebiete ,,Soziale Stadt" gelenkt werden, kam für eine Beantragung von Mitteln nur der Stadtteil Neustädter Feld in Frage und konnte bei einer Vielzahl bundesweiter Beantragungen für die Landeshauptstadt Magdeburg durchgesetzt werden. Das Förderprogramm ,,LOS" zielt darauf, in Aktivitäten der Menschen in ihren Stadtteilen zu investieren. Die Fähigkeiten, insbesondere benachteiligter Bürgerinnen und Bürger sind zu mobilisieren, um deren Arbeitsmarktchancen zu erhöhen. Die Umsetzung der benannten Förderprogramme und deren einzelnen Projektmaßnahmen ist für sich genommen auch außerhalb eines Nachbarschaftszentrums möglich. Sinnvoll ist jedoch, aus der Kombination der unterschiedlichen Förderansätze und unter Beachtung der unterschiedlichen Förderkriterien, die größtmöglichen Effekte zu erzielen. Das Stadtteilmanagement muss aufgrund des Rückbaus des Gebäudes am Bruseplatz 2 aus dem Gebäude ausziehen. Hier sehe ich den unmittelbaren Zusammenhang zum Förderprogramm ,,Stadtumbau Ost" in Ihrer Darstellung. Wie Sie seit längerem und durch die Teilnahme an der Informationsveranstaltung von SPI Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft am 29.01.2004 wissen, möchte sich die SPI Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft als Träger des Stadtteilmanagements im Rahmen der Umsetzung des Programmes ,,Lokales Kapital für Soziale Zwecke" für die Entwicklung eines Nachbarschaftszentrums engagieren. Die Möglichkeit der Nachnutzung des Gebäudes der geschlossenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung ,,Feld" ergibt sich nur aufgrund der Haushaltskonsolidierung in 2003. Der Effekt der Verbindung des Stadtteilmanagements mit der Etablierung eines Nachbarschaftszentrums ist sinnvoll, muss jedoch finanzierbar sein und sich spätestens nach dem angekündigten Förderzeitraum für LOS bis 2006 langfristig ohne Fördermittel tragen. Dabei sind viele Ideen gefragt. Die durch das Stadtteilmanagement angestrebte sofortige und gänzliche Nutzung des gesamten Gebäudes ist aus Trägersicht wünschenswert jedoch für den Projektbeginn nicht zwingend nötig. So wie sich Bürgerbeteiligung in einem Nachbarschaftszentrum im Neustadter Feld entwickelt, kann die Nutzung des gesamten Gebäudes erschlossen und finanzierbar werden. Die Aktivierung von potenziellen Unterstützern zur Finanzierung dieses Projektes wird eine begleitende Aufgabe des Trägers bleiben und sicherlich nicht einfach sein. Die Landeshauptstadt Magdeburg hat die Vorbereitungen zur Umsetzung des Förderprogrammes ,,Lokales Kapital für Soziale Zwecke" im Neustädter Feld abgeschlossen. Gemeinsam mit dem Stadtteilmanagement und den potenziellen Projektträgern wurde durch die Stadtverwaltung zum 11. Februar 2004 um 16.00 Uhr in die Ernst- Reuter-Sekundar-Schule, Othrichstr. 31, zur Vorstellung der einzelnen Projektideen in die Öffentliche Sitzung der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit eingeladen. Insofern wird bürgernahe Information als ein Arbeitsprinzip der Stadtverwaltung Magdeburg konkret und deutlich.
Ich möchte aufgrund Ihres Schreibens noch eine kurze persönliche Bemerkung anschließen.Mit dem gleichen Engagement wie ich mich als gewählter Stadtrat für Olvenstedt in Olvenstedt eingesetzt habe, setze ich mich jetzt als Oberbürgermeister der LandeshauptstadtMagdeburg für die Belange aller Stadtteile in unserer Stadt ein.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Trümper

29.03.2004
Stadtteilbüro an der Othrichstraße wiedereröffnet
Helfende Hände und Spenden für den Nachbartreff gesucht
Das Stadtteilbüro im Neustädter Feld hat wieder geöffnet – im früheren Jugendclub an der Othrichstraße 30.
Hier will das Stadtteilmanagement ein Nachbarschaftszentrum schaffen. Gesucht wird daher tatkräftige Unterstützung ebenso wie Sach- und Geldspenden.
Seit Monaten kursierte zwischen Hermann-Bruse-Platz und Lerchenwuhne die Idee eines Nachbarschaftszentrums für den Stadtteil Neustädter Feld. Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS, unterstützt vom Europäischen Sozialfonds) sollte sie in den Räumen des zum Jahreswechsel geschlossenen Jugendclubs "Feld" an der Othrichstraße verwirklicht werden.
Bislang wackelte trotz der in Aussicht gestellten Zuschüsse die Finanzierung für den Nachbartreff, den das Kommunale Gebäudemanagement vermietet.
Die Begegnungstätte möchte das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld (Soziale Stadt und Landentwicklungsgesellschaft mbH SPI) als Träger im Rahmen des LOS-Programmes schaffen – gemeinsam mit Kooperationspartnern (Internationaler Bund, Künstler Uwe Wendler), die hier Projekte für Bewohner des Stadtteils anbieten möchten. Die Partner haben inzwischen für das Objekt den Mietvertrag unterzeichnet.
Heute brachte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß am Gebäude des früheren Jugendclubs das Schild des Stadtteilbüros an. Ab sofort ist sie hier wieder regelmäßig für die Bewohner des Stadtteils zu sprechen: Montag von 15 bis 18 Uhr, Mittwoch von 13 bis 18 Uhr. "Das Büro hat wieder geöffnet, jetzt wollen wir Stück für Stück das Nachbarschaftszentrum aufbauen", sagte die Stadtteilmanagerin.
Freiwillige Helfer aus dem Stadtteil fassten in den vergangenen Tagen bereits mit zu, u.a. um erste Möbel einzuräumen und Malerarbeiten vorzubereiten.
Das Stadtteilmanagement veröffentlichte gestern einen Spendenaufruf. Darin heißt es: "Bei unserem Spendenaufruf zum Aufbau und Einrichten des Nachbarschaftszentrums spielen Geldspenden nicht die wesentliche Rolle, denn gebraucht werden in erster Linie Helferinnen und Helfer und Sachspenden jeder Art."
Und weiter: "Wir mussten feststellen, dass mit der Schließung des Jugendklubs das Objekt im wahrsten Sinne des Wortes besenrein verlassen wurde. Uns fehlt es an allen Ecken. So müssen die Räume renoviert werden und neben Farbe und Tapete brauchen und freuen wir uns über jede Hand, die anpackt. Wenn Sie beim Frühjahrsputz Sachen aussortieren, die zu schade zum Wegwerfen sind, lassen Sie es uns wissen. Wenn wir eine Verwendung haben und es unser Fuhrpark zulässt, holen wir es ab." Die Außenanlagen benötigten einen Frühjahrsputz – kreativen Ideen der Helfer mit dem Grünen Daumen seien keine Grenzen gesetzt. Wichtig sei, "dass nicht nur Bürger angesprochen sind, sondern und gerade auch Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Vertreter aus der Kommunalpolitik. Es geht nicht um Geld, es geht um Gemeinwesen, um Gemeinschaftssinn, Verantwortung und Nachbarschaft. Es geht um Ihre Kunden, Mieter und Wähler."Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß ist telefonisch zu erreichen unter (0160) 92939423.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.03.2004)

31.03.2004
Nach Aufruf erste Spenden eingetroffen
Der Spendenaufruf des Stadtteilmanagements im Neustädter Feld für das geplante Nachbarschaftszentrum im früheren Jugendclub an der Othrichstraße (Volksstimme berichtete gestern) hat erste Reaktionen hervorgerufen.
Laut Informationen des Stadtteilmanagements wurden u. a. zwei Lamellenvorhänge, drei Tischsteckdosen, Tischdecken und eine Kaffeemaschine vorbeigebracht. Den Initiatoren geht es nicht nur um Geldspenden, sondern auch um Sachspenden jeglicher Art sowie tatkräftige Hilfe beim Einrichten des Nachbartreffs. Wer sich selbst das Objekt anschauen will, kann einfach vorbeischauen. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß ist erreichbar unter Telefon (0160) 92939423.
(Quelle: Volksstimme vom 31.03.2004)

01.04.2004
Eröffnung des Nachbarschaftszentrums

Seit dem 01.April ist das Nachbarschaftszentrum für alle Bürger geöffnet.

11.04.2004
Osteraktion war erste öffentliche Veranstaltung - Umfrage zum Nachbartreff gestartet
Im Nachbartreff an der Othrichstraße lief Ostersonntag mit Erfolg die erste öffentliche Veranstaltung. Studentinnen starteten unterdessen eine Umfrage im Stadtteil zum Nachbarschaftszentrum.
Hasen aus Schokolade und Fruchtgummi, Ostereier und einiges mehr hatten die Mitarbeiter des Stadtteilmanagements am Sonntag in und um das Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße verteilt. Und viele Kinder aus dem Viertel machten sich nur zu gern auf die Suche. Drinnen nutzten sie die Schmink- und Malstände. Es war die erste öffentliche Veranstaltung in der im Aufbau befindlichen Einrichtung im früheren Jugendclub "Feld".
Die Mitarbeiter des Stadtteilmanagements konnten sich in den vergangenen Tagen selbst auch über einige Überraschungen freuen – in Form von Spenden für den Nachbartreff: Herd, Möbel, Bücher und vieles mehr stellten Stadtteilbewohner bereits zur Verfügung. "Nachdem die Bürger uns bereits so toll unterstützen, hoffen wir, dass nun auch das Interesse von hier vor Ort aktiven Unternehmen geweckt ist, den Aufbau des Nachbarschaftszentrums zu unterstützen", sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.
Unterdessen haben Anne Knebel und Mariana Lubasch, Sozialpädagogik-Studentinnen im Praktikum, Fragebögen im Wohngebiet verteilt. In einer repräsentativen Umfrage wollen sie herausfinden, wie sich die Bürger ihr Nachbarschaftszentrum vorstellen, welche Leistungen es anbieten sollte und ob generell Interesse daran besteht.
"Wir setzen auf die Mithilfe der Stadtteilbewohner, dass sie sich Zeit zum Ausfüllen nehmen, damit später bei der Umsetzung des Zentrums viele Ideen, Wünsche und Anregungen berücksichtigt werden können."
Ein Teil des Bogens ist der Idee einer Tauschbörse im Nachbartreff gewidmet. Diese könnte den Bewohnern des Neustädter Feldes die Möglichkeit bieten, kleinere Dienstleistungen oder Sachgegenstände zu tauschen – mit dem Zweck, sich gegenseitig zu helfen.

21.04.2004
Bürgercafe eröffnet
Lange wurde überlegt, wie man die Tische und Stühle in den Räumlichkeiten des Bürgercafes stellt, doch letztendlich bestimmten die strahlende Sonne und die eintreffenden Kinder und Eltern, dass die Eröffnung des Bürgercafes auf dem Innenhof des Nachbarschaftszentrums stattfindet. Bildergalerie

24.04.2004
Magdeburg putzt sich - Wir machten mit!
Eine Frühjahrsputzaktion startete das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld am 24.04.2004 am Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße. Der Einsatz lief im Rahmen der von Stadtverwaltung und Volksstimme gestarteten Initiative "Magdeburg putzt sich". Bildergalerie

27.04.2004
Stadtverwaltung lädt Vereine und Initiativen ein
Die Stadtverwaltung lädt Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die Interesse an einerMitwirkung im zweiten Förderabschnitt des Programmes "Lokales Kapital für Soziale Zwecke" (LOS) haben, zu einer Informationsveranstaltung am 18. Mai 2004 ein. Beginn ist um 17:00 Uhr im Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld, Othrichstraße 30.
Das vom Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm soll die Beschäftigungsfähigkeitvon Menschen verbessern, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. DieLandeshauptstadt Magdeburg wurde mit dem Stadtteil Neustädter Feld in die Programmumsetzungaufgenommen. Gefördert werden vorrangig kleine Vereine, Initiativen, Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen mit Projektansätzen zur beruflichen oder sozialen Integration, zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen oder zur Aufwertung des Wohnumfeldes.
Anmeldungen zur Informationsveranstaltung, die einen Ausblick auf den vom 1. Juli 2004 bis 30. Juni 2005 andauernden Förderzeitraum gibt, können unter dem Stichwort "Bundesprogramm LOS" mit der Angabe der teilnehmenden Personen bis zum 16. Mai 2004 schriftlich an die Landeshauptstadt Magdeburg, Stabsstelle Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung, 39090Magdeburg, Fax: 5 40 32 43, E-Mail: gottschalk@jga.magdeburg.de gesendet werden.
(Quelle: Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg)

22.05.2004
Stadtteilbüro ruft zum Wettbewerb auf - Logo für den Nachbartreff gesucht

Das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld ruft kreative Magdeburger auf zu einem Logo-Wettbewerb. Dieses soll für das neue Nachbarschaftszentrum werben, das derzeit im früheren Jugendklub "Feld" an der Othrichstraße entsteht.
Mit dem Logo ist aber auch noch etwas anderes geplant, wie Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß mitteilte. Es soll eine Dokumentation über den Nachbartreff zieren. Die wiederum soll eingereicht werden bei einem Wettbewerb des Bundesverbandes für Wohneigentum, Wohnungsbau und Stadtentwicklung (Deutsches Volksheimstättenwerk e.V.).
Der in Berlin sitzende Verband hat den "Preis Soziale Stadt 2004" ausgeschrieben. Dabei stehen Initiativen und Projekte im Mittelpunkt, die sich für mehr Lebendigkeit und Integration und Stadtteilen einsetzen, die im Hinblick auf ihre Sozialstruktur, das Angebot an Arbeitsplätzen, die Ausstattung von öffentlichen Einrichtungen, die Qualität der Wohnungen oder des Wohnumfeldes Nachholbedarf haben.
Der Wettbewerb "Preis Soziale Stadt 2004", der zum 3. Mal gestartet wird, ist eine Gemeinschaftsinitiative verschiedener Auslober aus Politik und Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Wohlfahrt. Sie möchten die Akteure solcher Projekte in den Stadtteilen ermuntern, ihre Erfahrungen und Erfolge einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Gefragt sind Strategien, mit denen Kommunen, Wohnungsunternehmen, Wohlfahrtsverbände, Schulen und Vereine zeigen, wie sie gemeinsam und kreativ soziale Probleme meistern und das Viertel beleben.
Magdeburg will sich mit dem Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld bewerben. Dieses entsteht seit dem Frühjahr mithilfe von Fördergeld aus dem Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS). So ist inzwischen das Stadtteilbüro ebenso vertreten wie weitere LOSProjekte zur Berufsförderung, eine Kunstaktion mit dem Künstler Uwe Wendler und seit neuestem eine Seniorensportgruppe. Jeden Mittwoch treffen sich hier Stadtteilbewohner zum Kaffeeklatsch, während in den Räumen noch die Malerarbeiten laufen – ehrenamtliche Helfer aus dem Viertel kleben Tapete und streichen die Wände. Für die Ausstattung spendeten zahlreiche Stadtteilbewohner Möbel, Geschirr, Haushaltsgeräte und vieles mehr.
Wer ein Logo entwerfen möchte, hat dafür bis zum 2. Juni Zeit. Einfach die Idee aufzeichnen und mit Name und Anschrift versehen ins Nachbarschaftszentrum bringen – der Gewinner wird veröffentlicht.
Infos im Stadtteilbüro unter Telefon 2 52 92 29. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 22.05.2004)

13.06.2004
Bewohner des Neustädter Feldes feierten am Sonntag das vom Stadtteilmanagement veranstaltete 1. Nachbarschaftsfest im Bürgertreff an der Othrichstraße.

Nachbarschaftsfest im Neustädter Feld
Bewohner des Neustädter Feldes haben am Sonntag, dem 13.06.2004, das vom Stadtteilmanagement veranstaltete 1. Nachbarschaftsfest im Bürgertreff an der Othrichstraße gefeiert. Dazu gehörte unter anderem ein Boule-Turnier und weitere Spiel- und Unterhaltungs-Angebote für Alt und Jung. Robert Richter sprach darüber mit Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.

Volksstimme:
Was war das Anliegen des Festes?
Manuela Hasenfuß:
Wir wollten mit den Bewohnern des Stadtteils einen fröhlichen Sonntagnachmittag verbringen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Volksstimme:
Wie war die Resonanz?
Manuela Hasenfuß:
Ich war ehrlich gesagt überrascht über die sehr gute Resonanz – unser Nachbarschaftszentrum war voll besetzt – und über die schöne Atmosphäre. Die Organisation lief über Stadtteilbewohner, die sich ehrenamtlich engagieren, und während der Veranstaltung haben weitere Neustädterfeldler die Absicht geäußert,sich künftig ehrenamtlich einzubringen, sei es bei der Ausgestaltung unseres Nachbarschaftszentrums oder zum Beispiel bei der Gestaltung von Veranstaltungen und Festen. Die Zahl der Stadtteilbewohner, die sich mit und für andere Bewohner des Neustädter Feldes einbringen möchten, steigt stetig. Und durch das Fest sind keine Kosten entstanden, nicht zuletzt, da wir durch Sponsoren unterstützt wurden. So stellte uns eine Eisdiele aus Sudenburg kostenlos Eis zur Verfügung. Eine schöne Geschichte hat sich am Rande unseres Festes ergeben: Es hat sich eine Gruppe von Senioren gefunden, die sich ab sofort regelmäßig mit Kindern aus dem Stadtteil zum Boule-Spielen treffen will.
Volksstimme:
Sind weitere solcher Nachbarschaftsfeste geplant?
Manuela Hasenfuß:
Einige Besucher äußerten, dass sie sich derartige Veranstaltungen gerade an Wochenenden häufiger wünschen würden. Wir werden der Frage nachgehen, ob solche Angebote im Stadtteil auch bei weiteren Bewohnern auf Interesse stoßen und dann überlegen, wie sich das realisieren lassen könnte und in welchen Abständen. Von Robert Richter

(Quelle: Volksstimme vom 15.06.2004)


26.06.2004
Volleyballturnier der Jugendeinrichtungen
Jugendeinrichtungen aus dem Stadtteil Neustädter Feld und der Streetworker des Jugendamtes, Holger Schmidt, haben am Wochenende ein Volleyballturnier auf dem Sportplatz an der Othrichstraße veranstaltet. Über das Jahr hinweg werden im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den Jugendtreffs Turniere in verschiedenen Sportarten organisiert, zum Beispiel Fußball, Tischtennis oder eben Volleyball, jeweils eine Einrichtung übernimmt die Organisation. Diesmal stellte auch das Nachbarschaftszentrum (Stadtteilmanagement) eine Mannschaft beim Turnier an der Othrichstraße. Für Spieler gab es im nahe gelegenen Nachbarschaftstreff Kaffee und Gegrilltes. Gewonnen hat eine Streetworker-Mannschaft, das Team des Nachbarschaftszentrums belegte Platz 2. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.06.2004)


14.07.2004
Magdeburg will mit Projekt aus dem Neustädter Feld bundesweit für Aufsehen sorgen - Nachbartreff als "Aushängeschild"
Die Stadtverwaltung bewirbt sich mit dem Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld um den Preis "Soziale Stadt 2004", der vom Bundesverband für Wohnungsbau und Stadtentwicklung vergeben wird. Gestern wurde die Bewerbung vorgestellt. Dazu gehört ein Logo für den Nachbartreff, entworfen von der Designerin Karina Schade.
Vor sechs Jahren zog Karina Schade (26), inzwischen Diplom-Designerin, aus dem Wohngebiet Nord ins Neustädter Feld. Hier fühlt sie sich zu Hause, hier will sie bleiben: "Es tut sich einiges - vieles wird umgebaut, das Viertel wird freundlicher."
Jetzt hofft sie, durch ihre Kreativität dazu beizutragen, dass der Stadtteil weit vorn landet bei einem bundesweiten Wettbewerb um den Preis "Soziale Stadt 2004". Daran beteiligt sich die Stadt Magdeburg mit dem Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße. Es wurde im Frühjahr eröffnet, EU und Bundesregierung fördern es vorraussichtlich bis Juni 2005 finanziell. Für die Präsentation hatte das Stadtteilmanagement als Träger des Nachbartreffs einen Logo-Wettbewerb gestartet. Karina Schade las davon in der Volksstimme und entwarf. Das Ergebnis überzeugte die Jury (Stadtteilmanagement, Ämter, Grafiker), die aus einer Reihe von Einsendungen wählte.
Die junge Designerin aus dem Neustädter Feld legte sich von Anfang auf die Kreisform als Zeichen für das Zentrum des Stadtteils fest. Dazu stellte sie die Buchstaben N und F für den Namen des Stadtteils: Neustädter Feld. Farblich ist das Logo in Orange gehalten - das soll Freundlichkeit und Offenheit symbolisieren, einladend wirken.
Das Logo ziert eine Broschüre, die Teil der Präsentation für den Wettbewerb "Soziale Stadt 2004" ist. In dem gestern der Öffentlichkeit vorgestellten Heft ist die Entstehung des Nachbartreffs dokumentiert und werden die daraus entstandenen Initiativen mit ihren meist ehrenamtlichen Akteuren in kurz gehaltenen Texten und großformatigen Bildern vorgestellt.
"So ein Projekt wie das Nachbarschaftszentrum muss Öffentlichkeit bekommen und bekannt gemacht werden, nicht zuletzt deshalb, weil dadurch das ehrenamtliche Engagement der Stadtteilbewohner gewürdigt wird", sagte Stephan Dörrwand von der Agentur "Frische Ideen", die von der Stadtverwaltung mit Konzept und Gestaltung der Präsentation beauftragt war. Insofern sieht er die Broschüre nicht nur als Mittel, die Wettbewerbs-Jury zu beeindrucken, sondern für den Nachbartreff auch Unterstützer aus Politik und Wirtschaft zu gewinnen. Bis zur Preisvergabe müssen sich die Neustädterfeldler übrigens eine Weile gedulden - die wird erst 2005 sein.

Hintergrund
Der Preis "Soziale Stadt" wird vom Bundesverbandes für Wohneigentum, Wohnungsbau und Stadtentwicklung (Deutsches Volksheimstättenwerk e.V.) mit Sitz in Berlin ausgeschrieben. Dahinter stehen Auslober aus Politik, Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Wohlfahrt. Sie wollen Initiativen würdigen, die sich für Lebendigkeit und Integration in Stadtteilen einsetzen, die im Hinblick auf ihre Sozialstruktur, das Angebot an Arbeitsplätzen, die Ausstattung von öffentlichen Einrichtungen, die Qualität des Wohnumfeldes Nachholbedarf haben.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 14.07.2004)

25.08.2004
Foto- und Filmausstellung im NBZ

Das Neustädter Feld zeigt Magdeburg sein Gesicht und Magdeburg zeigt seine beste Seite. Unter uns leben tatsächlich junge Menschen, die sich für ihr wunderschönes Umfeld und für die Welt, in der sie momentan leben, interessieren.
Anfang diesen Jahres startete in Sachsen – Anhalt die Projektreihe „Wir ... hier und jetzt“ eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Stiftung Demokratische Jugend. Eines dieser Projekte ist das Projekt „Neustädter Feld – Zeitensprünge“, welches wiederum ein Teilprojekt des Gesamtprojektes „Wie und wo lebe ich in Magdeburg?“, der Studentin Nadine Tiedge ist.
Was kann schöner sein als der ganz normale Alltagswahnsinn? Haben Sie sich Ihre Umgebung schon einmal ganz genau betrachtet? „The freaky girls of N.F.“ haben es getan. Im Neustädter Feld wohnen und seine Zeit verbringen und dann wird man auf einmal zum Foto- und Filmstar, zur Hauptfigur einer Alltagsgeschichte oder zum Entdecker ferner Zeiten. Schauen Sie hin. All diese aufregenden Dinge waren am 25.08.04 ab 18:00 Uhr im NBZ in einer Foto- und Filmausstellung zu bestaunen.

04.09.2004
Das Nachbarschaftszentrum stellt sich mit Stadtteilfest vor
Olympische Spaßspiele und Trommler im Neustädter Feld

Das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld ist in den vergangenen Monaten aufgebaut worden. Am kommenden Sonnabend stellt es sich und den Stadtteil Neustädter Feld mit einem großen Stadtteilfest in der Othrichstraße 30 vor.
In eine Partymeile soll sich das Gelände am Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße 30 im Neustädter Feld am kommenden Sonnabend, 4. September, verwandeln. An diesem Tag findet das diesjährige Stadtteilfest statt.
Neben dem Bühnenprogramm sind zahlreiche Firmen, Vereine und Institutionen vor Ort. So präsentiert die Magdeburger Feuerwehr ihre Arbeit, Einsatzfahrzeuge können besichtigt werden. Informationen wird es darüber hinaus beim Infomobil der Polizei und bei der Wobau geben.
Die Comenius-Schule veranstaltet einen Flohmarkt, außerdem können Kinder ihr Geschick auf einem Fahrrad- und Autoparcours unter Beweis stellen. Bastel- und Schminkstände sorgen für Kreativität und farbenfrohe Gesichter. Zudem sollen „olympische Funspiele“ sowie eine Spielstrecke keine Langeweile aufkommen lassen. Daneben wird ein Gewinnspiel mit zahlreichen Überraschungspreisen veranstaltet.
Für das leibliche Wohl ist mit verschiedenen Imbiss- und Getränkeständen für den süßen oder herzhaften Geschmack gesorgt – zum Beispiel mit einer Gulaschkanone oder einem Kuchenbasar. Musikalisch begleitet wird das Stadtteilfest von den DJs von „Club United“.
Der Nachbarschaftstreff des Neustädter Feldes ist übrigens eine Erfolgsgeschichte für Stadtteilmanagement und engagierte Bürger vor Ort. Nachdem nämlich an gleicher Stelle der Jugendclub „Feld“ im Rahmen der Sparmaßnahmen der Stadt seine Tore geschlossen hatte, drohte das Haus zu einem Schandfleck im Viertel zu werden.
Nach Verhandlungen mit Kommunalem Gebäudemanagement und Fördergeldgebern des Programms „Soziale Stadt“ hatte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß im Frühjahr das Managementbüro wiedereröffnet, seitdem nutzen Bürger und Vereine aus dem Neustädter Feld und der Umgebung diese Einrichtung in der Othrichstraße 30 für Kultur- und Informationsveranstaltungen.

Programm des Stadtteilfestes
Beginn des Festes: Sonnabend, 4. September, 15 Uhr
15.30 Uhr – Auftritt der Kindertanzgruppe des KJFE „Der Bauarbeiter“
16.00 Uhr – Die Musikschule „Fröhlich“ stellt sich vor
16.30 Uhr – Auftritt der Kindertanzgruppe "Rolle 23"
17.00 Uhr – Auftritt Trommlergruppe „Knast“ e.V.
Dazwischen werden Gewinner des Gewinnspiels bekannt gegeben.
Mit Schlagern, Hits und Oldies wird bis ca. 22 Uhr gefeiert und getanzt.
Ab dem späten Nachmittag: Auftritt einer Latino-Show, am Abend eine Feuertänzerin. Von Martin Rieß
(Quelle: Volksstimme vom 02.09.2004)


Neustädter Feld feierte Stadtteilfest am neuen Standort
Hunderte kamen zur ersten großen Party im neuen Zentrum

Das vierte Stadtteilfest stieg am Sonnabend im Neustädter Feld. Befürchtungen, dass die Party wegen eines neuen Standortes unter Besuchermangel leiden würde, erwiesen sich als unbegründet.
„Mir fällt jetzt wirklich ein Stein vom Herzen“, sagte Stadtteil-Managerin Manuela Hasenfuß bereits nach den ersten Stunden des Stadtteilfestes im Neustädter Feld. Denn in den Jahren zuvor hatte sich das Fest immer an einer zentraleren Stelle abgespielt. Schwer zu sagen daher im Vorfeld: Werden die Feld-Bewohner die Party rund um das Nachbarschaftszentrum annehmen? Immerhin war die etwas abseits gelegene Einrichtung erst im Frühjahr in den Räumen eines ehemaligen Jugendclubs in der Othrichstraße eröffnet worden. Die Bürger störte dies offensichtlich nicht, sie erschienen in einer Stärke von mehreren hundert. Manuela Hasenfuß: „Ich denke, dass wir das Vorjahresergebnis von 700 Besuchern bequem ,geknackt‘ haben.“
Neben dem Stadtteilmanagement als Koordinierungsstab hatten neben einzelnen Bürgern aus dem Stadtteil auch mehrere Verbände und Firmen ihren Anteil. „Mich freut vor allem auch, dass sich alle Wohnungsunternehmen vor Ort in der einen oder anderen Weise am Gelingen unseres Stadtteilfestes beteiligt haben“, so die Stadtteilmanagerin. Manuela Hasenfuß: „Das diesjährige Fest war gerade angesichts zahlreicher anderer Veranstaltungen in der Stadt ein voller Erfolg. Ich denke, dass wir im kommenden Jahr daran in einer ähnlichen Form anknüpfen.“ Von Martin Rieß (Quelle: Volksstimme vom 07.09.2004)

02./03.10.2004
Tausch- und Flohmarkt

Beim Tausch- und Flohmarkt im Nachbarschaftszentrum konnten Kleidung, Spielsachen, Kleinmöbel und alles, was einem noch so einfiel, getauscht und verkauft werden.

27.11.2004
Anlaufpunkt für alle Generationen - Nachbartreff bietet eine Bühne für „Neustädterfeldler“

Das Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße soll pünktlich zur Weihnachtszeit weiter verschönert werden – mithilfe von Stadtteilbewohnern, die ehrenamtlich zupacken wollen. Der Treff hat sich dank vieler Angebote und Möglichkeiten für allerlei Aktionen und Vergnügen zum Anlaufpunkt für alle Generationen im Stadtteil entwickelt.
Rückblick: Unter dem Titel „Nachbarschaftszentrum“ hatten sich Ende 2003 in der Arbeitsgruppe Gemeinwesen im Neustädter Feld engagierte Stadtteilbewohner das Thema „Bürgerhaus“ einmal mehr vorgenommen – die Idee kursierte seit Jahren zwischen Bruseplatz und Lerchenwuhne. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß brachte Zahlen ins Spiel: Von den rund 10 300 Stadtteilbewohnern seien durchschnittlich 18 Prozent arbeitslos, 7,4 Prozent bezögen Sozialhilfe.
Diese Zahlen zusammen betrachtet mit den Ergebnissen von Umfragen im Viertel ließen für sie nur einen Schluss zu: „Ein Nachbarschaftszentrum brauchen wir hier dringend“, sagte sie mit Blick auf die soziale Situation im Stadtteil.
Gut ein halbes Jahr später wurde die Eröffnung des Nachbartreffs gefeiert – im früheren Jugendklub „Feld“ in der Othrichstraße 30. Fördermittel (aus dem von EU und Bundesregierung finanzierten Programm „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“, kurz LOS) machten und machen (zunächst bis Juli 2005) das Projekt möglich. Dass die Einrichtung angenommen wird, davon können sich Besucher Tag für Tag aufs Neue überzeugen. Tanzgruppen, Frauengymnastik, Seniorensport, Latino-Kurse, Theater, Skatturniere, Feste ... Die Liste der Angebote und der Nutzer ist inzwischen beachtlich.
Fakt ist aber auch: Über kurz oder lang muss der Treff – so er denn erhalten werden soll – wohl auch mit weniger oder ohne LOS-Fördermittel auskommen. Hinter den Kulissen gehen die Bemühungen des Stadtteilmanagements um Sponsoren weiter. Auch die schon vor Monaten ins Gespräch gebrachte Idee, einen Bürgerverein zu gründen, ist nicht vom Tisch.
Denn eine Reihe von Stadtteilbewohnern engagiert sich bereits ehrenamtlich für den Treff. So auch dieser Tage: Das Nachbarschaftszentrum wird für die Weihnachtszeit herausgeputzt. Und das nicht nur wortwörtlich mit Besen und Wischlappen. Eine Küche soll hergerichtet werden, Malerarbeiten sind geplant und Elektriker leisten bereits in Sachen Beleuchtung ganze Arbeit.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.11.2004)

06.12.2004
Blitzsaubere Nikolausüberraschung
Für eine blitzsaubere Nikolausüberraschung sorgten die Mitarbeiter und Helfer im Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30 am Nikolaustag. Kinder aus dem Stadtteil konnten bereits zum Wochenende ihre blank gewienerten Stiefel und Schuhe im Nachbartreff abgeben. Der Aufwand hat sich für die Mädchen und Jungen gelohnt: Am Montag füllte der Nikolaus vom Nachbartreff die Treter nach eingehender Prüfung auf Sauberkeit mit allerlei leckeren Sachen. Außerdem konnten die Mädchen und Jungen beim Basteln von Weihnachtsgeschenken für Eltern, Großeltern oder Freunde die Hilfe von Weihnachtswichteln in Anspruch nehmen.

16.12.2004
Weihnachtsfest am Nachbarschaftszentrum

Verkehrte Welt im Neustädter Feld? Wolfgang (7) verblüffte den Weihnachtsmann stolz mit einem Geschenk. Der Bärtige war erfreut, steckte seine Rute gleich wieder weg und verteilte froh gestimmt die Präsente, die er natürlich trotzdem für die Kinder hatte.
Der Besuch auf dem Weihnachtsflohmarkt am Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße muss dem Rauschebart richtig Spaß gemacht haben. Er lauschte nicht nur den Gedichten und Liedern der Kinder, sondern stimmte selber mit ein. „Oh, du fröhliche ...“ Ihre Freude hatten die Besucher des vom Stadtteilbüro organisierten Flohmarktes auch an den Figuren von Klaus Mühlberg.
Mit seinen aus Modelliermasse geformten Karikaturen von bekannten bis weniger bekannten Zeitgenossen und all seinen Comic-Figuren war er aus Reform gekommen. Andere Händler boten von Bildern über Pullover bis hin zu Videorecordern an, wofür sie in den eigenen vier Wänden keinen Platz mehr hatten.
Der kleine Wolfgang hatte für all das keine Zeit. Er hielt geduldig für den Bärtigen das Geschenk – seine selbst gebastelte Mini-Tanne. Nicht das der Weihnachtsmann die in der Hektik vergisst ... Bilder vom Weihnachtsfest
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.12.2004)

2005

05.02.2005
Am Sonnabend waren im Nachbarschaftszentrum die Narren los. In Zusammenarbeit mit dem Schulförderverein der Grundschule „Am Bördegarten“ organisierten „Muttis“ aus dem Stadtteil ein Kinder- und Familienfaschingsfest mit lustigen Spielen und vielen kleinen Überraschungen. Alle großen und kleinen Jecken waren zum närrischen Treiben eingeladen. Bilder vom Fasching

03.03.2005
Gut putzen – und auch morgen noch kraftvoll zubeiße
n
Wo hat sich der Zahnteufel versteckt? Auch wenn die Kinder gestern Nachmittag im Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld den Unhold an dem überdimensionales Gebiss nicht entdecken konnten, so übten sie trotzdem, wie sie ihm künftig mit einer intakten Zahnbürste am wirkungsvollsten begegnen. Den Namen Kai haben sie sich hoffentlich auch gemerkt – die Abkürzung für richtiges Zähneputzen: Erst die Kauflächen, dann die Zähne von außen putzen, zum Schluss von innen. Wenn sie nach dem Naschen so vorgehen, hat der Zahnteufel wohl kaum noch eine Chance. Die blitzsaubere Veranstaltung hatte Ines Akdas, eine Stadtteilbewohnerin, organisiert. Eine Zahnärztin – als Zahnfee in Weiß – unterstützte die Aktion, zu der eine Reihe von Kindern mit ihren Eltern kamen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.03.2005)


17.03.2005
LESER SCHREIBEN FÜR LESER - Frühjahrsputz im „Feld“

Dank des tatkräftigen Arbeitseinsatzes von ca. 20 „Neustädterfeldlern“ und vieler fleißiger Kinder konnte trotz weniger einladenden Wetters am vergangenen Sonnabend das Außengelände des Nachbarschaftszentrums in der Othrichstraße von Müll und Unrat beräumt werden.
An Engagement und Arbeitswillen fehlte es den Helfern nicht. Die benötigten Arbeitsgeräte wurden zum Teil vom Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb zur Verfügung gestellt. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Stadtfeld“ sponserte dem Nachbarschaftszentrum am Freitag kurzerhand noch hinreichend Arbeitsmaterialien.
Für die Versorgung der fleißigen BürgerInnen konnten leider keine Sponsoren gefunden werden. Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch. Bei selbst mitgebrachtem Kartoffelsalat und Buletten vom Grill fand der Arbeitseinsatz im gemütlichem Beisammensein seinen gelungenen Abschluss.
Manuela Hasenfuß, Stadtteilmanagerin Neustädter Feld
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2005)

01.06.1005
Herausforderung für kleine Radler

Zum Kinderfest lädt am 1. Juni die Mannschaft des Nachbarschaftszentrums im Neustädter Feld ein. Wie Ines Akdas gestern der Volksstimme sagte, ist u. a. eine Verkehrssicherheitsaktion gemeinsam mit der Polizei und der Verkehrswacht geplant. Auf einem Fahrradparcours können die Kinder sich ausprobieren oder sogar eine Prüfung ablegen. Die Veranstaltung läuft von 14 bis 18 Uhr auf dem Gelände des Nachbartreffs in der Othrichstraße 30. Das Programm ist für Kinder im Alter zwischen 3 und 14 Jahren gedacht. „Kommt alle her und zeigt was ihr könnt!“, ruft Ines Akdas die kleinen Stadtteilbewohner auf.
Neben dem Fahrradparcours erwarten die Besucher beim Fest zum Kindertag auch Schmink- und Bastelstände, Torwandschießen, Sackhüpfen und Eierlauf. All dies bereiten die im Nachbartreff ehrenamtlich engagierten Stadtteilbewohner in Zusammenarbeit mit dem Jugendklub „Rolle 23“ des Internationalen Bundes am Hermann-Bruse-Platz vor. (Quelle: Volksstimme vom 25.05.2005)

2006

27.07.2006
Nachbarschaftshilfe - Bohren, hämmern und schrauben

Senioren aus dem Neustädter Feld können bei kleineren Problemen oder Pannen neuerdings die Hilfe des Handwerkerteams aus dem Nachbarschaftszentrums annehmen. Wenn ein Loch in der Wand fehlt, der Termin für die Sperrmüllabfuhr ansteht und Hilfe beim Tragen gebraucht wird, ein Schrank aufzubauen ist oder Kleinstreparaturen notwendig sind, bietet die Gruppe ehrenamtlich ihre Hilfe an, wie Gritt Rataiczak informiert, die sich im Nachbarschaftszentrum sowie im Bürgerverein Neustädter Feld engagiert: „Unser Angebot verstehen wir als kostenlose Nachbarschaftshilfe.“
Interessierte können sich montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum in der Othrichstr. 30 melden. Oder Sie rufen an: 2 52 92 29. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.07.2006)

12.10.2006
Freundliche Helferinnen
„Anfang Juli erfuhren wir im Ärztehaus Neustädter Feld von der Existenz eines ehrenamtlichen Sozialteams im Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30“, berichten Christa und Manfred Altensleben in einem Brief an die Stadtteilredaktion. „Seitdem unterstützen uns Angelika Falke und Stephanie Riedel. Sie erledigen Einkäufe, putzen Fenster, hängen Wäsche auf und helfen bei allem, was im Alter im Haushalt schwer zu erledigen ist“, schreibt das Rentnerpaar. „Nach wie vor sind wir sehr zufrieden. Sie sind sehr freundlich und hilfsbereit und wir haben das Gefühl, dass ihnen nie etwas zu viel wird. Deshalb möchten wir sie gar nicht mehr missen. Und nicht zu vergessen sind die Spiel- und Kaffeenachmittage!“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.10.2006)

13.10.2006
Ehrenamtlicher Einsatz für Senioren im Neustädter Feld
Junge Frauen bringen Senioren Abwechslung in den Heimalltag

Im Neustädter Feld haben es sich sechs Frauen zur Aufgabe gemacht, in ihrer Freizeit betagte Stadtteilbewohner zu unterstützen. So besuchen sie auch regelmäßig Senioren im Altenpflegeheim, um etwas Abwechslung, Bewegung und Unterhaltung in den Heimalltag zu bringen.
„Haaallo!“ Freudiges Wiedersehen im Gemeinschaftsraum des Wohnbereichs 6. Elfriede Leps strahlt über beide Ohren. Die 96-jährige Bewohnerin des Altenpflegeheims Lerchenwuhne an der Othrichstraße fällt der 63 Jahre jüngeren Corinna Solowsky (33) um den Hals. „Und, haben Sie Lust auf einen Spaziergang?“, fragt Corinna Solowsky, die an diesem Nachmittag mit ihren Kolleginnen vom Sozialteam des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld im Einsatz ist. Die Antwort kommt ohne zu zögern: „Na klar!“
Dreimal wöchentlich besuchen auch Stephanie Riedel, Angelika Falke, Antje Böhnert, Nicole Geiersbach und Sylvia Grimm die Senioren im Pflegeheim in unmittelbarer Nähe des Nachbarschaftszentrums.
„Frau Leps, sie haben sich aber herausgeputzt!“, ruft Corinna Solowsky ihrer Freundin entgegen, die sie in der betagten Magdeburgerin gefunden hat. Elfriede Leps hat zum schwarzen Rock einen royal–blauen Blazer angezogen. Die rüstige 96-Jährige ist ausgehbereit, wartet gestützt auf ihre Gehhilfe auf das Abmarschsignal. Draußen wartet goldenes Herbstwetter.
„Wenn es nicht so schön ist, spielen wir mit den Bewohnern zum Beispiel ,Mensch ärgere dich nicht‘. Kürzlich haben wir auch Bewohner aus dem Pflegeheim rüber ins Nachbarschaftszentrum geholt. Sie haben gestaunt, was dort alles angeboten wird, und dann haben wir zusammen Kaffee getrunken“, erzählt Angelika Falke (45), die sich seit einiger Zeit im Sozialteam engagiert.
Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, für betagte Stadtteilbewohner, ob im Pflegeheim oder in den eigenen vier Wänden, da zu sein – im Ehrenamt. So helfen die Frauen Omis und Opis aus dem Viertel beim Einkaufen oder bei der Hausarbeit.
Dem Spaziergang angeschlossen hat sich auch Heimbewohnerin Gisela Kühn. Sie hat immer ein Lied auf den Lippen. „Singen macht Freude!“ Beim Laufen durch den kleinen Park am Pflegeheim trällert sie Lieder über ihr schönes Magdeburg. Schön findet sie ebenso ihr Zimmer im sanierten Pflegeheim, erzählt die Rentnerin in einer Gesangspause ihrer Begleiterin Angelika Falke, von der sie beim Gehen gestützt wird. „Tief einatmen!“, sagt Gisela Kühn – und genießt die frische Herbstluft. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.10.2006)

12.12.2006
Heimatabend übers Neustädter Feld

Von 18 bis 20 Uhr wurde im NBZ ein Heimatabend durchgeführt, bei dem der Film der Abrissparty am letzten Hochhaus des Stadtteils im Mai sowie Chronikbilder zum Neustädter Feld und der Bühnenfilm des Stadtteilfestes auf einer Leinwand gezeigt wurden.

19.12.2006
Weihnachtsfeier für unsere Senioren

Um 14:00 Uhr begann die Seniorenweihnachtsfeier des Nachbarschaftszentrums. Alle Senioren und Seniorinnen aus dem Stadtteil und deren Bekannte waren dazu recht herzlich eingeladen. Bei Kaffee, Torte und selbstgebackenen Plätzchen, war die Stimmung echt super.
Die Highlights waren die Programme, welche uns die Kinder aus dem Kindergarten „Kuschelbären“ und die Schüler der Comeniusschule bei Kerzenschein und Weihnachtsmusik vortrugen. Die Kinder haben ihr Programm so toll aufgeführt, dass unsere älteren Besucher den ganzen Nachmittag davon schwärmten.
Wir möchten uns hiermit nochmals, auch im Namen unserer Senioren, bei allen Kindern und Erzieherinnen bedanken, die dazu beitrugen, dass die Veranstaltung ein Erfolg war.

2007

01.05.2007
Nachbarschaftszentrum (NBZ) erhält offiziell den Status eines Mehrgenerationenhauses
Bürgerverein übernimmt Nachbarschaftszentrum - Bundesregierung fördert mit 200 000 Euro
Am 1. Mai wurde an der Othrichstraße die offizielle Eröffnung gefeiert. Ex-Fifa-Schiedsrichter Bernd Heinemann, CDU-Bundestagesabgeordneter, verlieh dem schon seit drei Jahren bestehenden Nachbarschaftszentrum (NBZ) offiziell den Status eines Mehrgenerationenhauses. Und das im Sinne des von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gestarteten deutschlandweiten Aktionsprogramms. Das bedeutet für die „Neustädterfeldler“: Es sollen 200 000 Euro Fördergeld in fünf Jahren fließen. „Generationsübergreifende Angebote haben das NBZ von Anfang an geprägt. Jetzt wird das Ganze weiter ausgebaut“, sagte Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld.
Der Verein übernahm gestern das von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß 2004 mit ehrenamtlichen Helfern im einem früheren Jugendklub eröffnete Nachbarschaftszentrum in seine Trägerschaft.
Löwe: „Bei der Vereinsgründung im Vorjahr sind wir mit dem Ziel angetreten, das NBZ zu erhalten.“ Deswegen hatte sich der Bürgerverein auch für das Bundesprogramm beworben. „Wir werden immer älter, der Erfahrungsschatz wird immer größer. Warum soll dieser Schatz für die Gesellschaft verloren gehen?“, fragte Heynemann. „Das Haus ist Signal und Angebot, den Alltag gemeinsam zu bewältigen. Private und freiwillige Initiativen können klug mit staatlichen Leistungen verbunden werden.“ Betreuungsangebote für Kinder Berufstätiger seien ebenso angedacht wie Alltagshilfe und Geselligkeit für Senioren. Statt „Essen auf Rädern“ könnte es laut Heynemann im Neustädter Feld bald immer öfter „Senioren auf Rädern“ heißen. Jüngere Stadtteilbewohner könnten ältere mit einem Fahrdienst zum gemeinsamen Mittagessen ins Mehrgenerationenhaus bringen. Bildergalerie
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.05.2007)

15.05.2007
Viele Besucher wollen ein Stück vom Kuchen abhaben

Darf‘s noch ein Stückchen sein? Nicole Geiersbach (l.) und Angelika Falke gehören zu den ehrenamtlichen Helferinnen aus dem Neustädter Feld, die mit Quark, Erdbeeren, Bananen und vielen anderen Zutaten jede Menge Kuchen in der „Bäckerei“ des Nachbarschaftszentrums an der Othrichstraße zaubern. Schließlich werden viele Besucher erwartet, ob beim Seniorennachmittag oder dem Familienfreizeitfest, zu dem Kinder, Eltern und Großeltern am 15. Mai 2007 im NBZ erwartet wurden. Foto: R. Richter


 

05.07.2007
Übrigens geht es, was Computer- u. Internettechnik anbelangt, im NBZ voran. Nicht nur, dass wir jetzt auch DSL haben – wir haben sogar zeitgleichen Netzzugang über alle Computer ( WLAN ). Wenn ihr jemanden kennt, der nicht weiß, wo er z. B. nach der Arbeit im Netz gucken kann – im NBZ besteht nun die Möglichkeit. Einfach im Rahmen der regulären Öffnungszeiten vorbei schauen. Für Besucher stehen 2 Computer zur Verfügung.
Von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß

07.08.2007
Tour nach Arendsee - DRK und NBZ bieten Bildung und Erholung

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet in Kooperation mit dem Nachbarschaftszentrum (NBZ) / Mehrgenerationshaus im Stadtteil Neustädter Feld vom 5. bis 7. Oktober im Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee ein Bildungs- und Erholungswochenende für die gesamte Familie und Alleinerziehende zum Thema „Umgang mit Medien“ an.
Das Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee bietet zahlreiche Spiel-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Eine Kinderbetreuung wird bei Bedarf angeboten. Das Familienwochenende wird durch vielfältige Angebote zum Thema „Umgang mit Medien“ in Magdeburg fortgesetzt. Für Rückfragen und Anmeldungen zum Familienprogramm ELAN steht im Nachbarschaftszenrum, Othrichstraße 30, Corinna Solowsky als Ansprechpartnerin zur Verfügung, Telefon 2 52 92 29. Anmeldeschluss ist der 21. September.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2007)

29.08.2007
Spaghetti und Disko sind die Hits
Nachbarschaftszentrum blickt auf Ferienprogramm zurück

Zum Ferienausklang hatte das Nachbarschaftszentrum (NBZ) an der Othrichstraße am Montag von 10 bis 15 Uhr zur Disko für die Kinder aus dem Stadtgebiet eingeladen. 32 Kinder waren ins Zentrum gekommen, um gemeinsam das Ende der Ferien zu feiern.
Das Team vom Nachbarschaftszentrum hatte über die gesamten Sommerferien Veranstaltungen für die Kinder aus dem Neustädter Feld organisiert. „Wir hatten einige Spieletage und haben mit den Kindern zusammen gebastelt“, berichtet Britt Rataiczak vom NBZ.
Auch das leibliche Wohl der Ferienkinder kam nicht zu kurz. So stand ein gemeinsames Spaghettikochen mit anschließender „Raubtierfütterung“ auf dem Programm. Zusammen buken Kinder und Betreuer Kuchen, der anschließend im Altenpfl egeheim „Lerchenwuhne“ an die Senioren gebracht wurde. Der Erlös wurde in kleine Geschenke für die Kinder angelegt, die an allen Veranstaltungen während der Sommerferien teilgenommen hatten. „Da war die Freude wirklich riesengroß“, sagt Britt Rataiczak. Die Angebote kamen bei den Kindern gut an, weiß sie: „Sie haben uns jeden Tag wieder freudestrahlend erzählt, wie begeistert sie waren.“ Für das neue Schuljahr haben die Mitarbeiter des NBZ noch gute Wünsche für die Kinder: „Wir wünschen allen Mädchen und Jungen für das nächste Schuljahr viel Erfolg und hoffen, dass sie in den nächsten Ferien wieder so zahlreich an unseren Angeboten teilnehmen“.
Ebenfalls pünktlich zum neuen Schuljahr ist das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld ab sofort unter folgender neuer E-Mail-Adresse zu erreichen: nbz39128@ web.de.
(Quelle: Volksstimme vom 29.08.2007)

23.10.2007
Bildungstour
Über eine Gemeinschaftsaktion des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld (NBZ) und des DRK berichtet Corinna Solowsky vom NBZ: „31 Kinder, Frauen und Männer haben sich kürzlich zum Thema ,Umgang mit Medien – Fernsehen tut doch jeder‘ im KIEZ Arendsee getroffen. Außer Seminaren zu diesem Thema unternahmen die Teilnehmer bei schönstem Sonnenschein eine Picknicktour zum See mit anschließender Kremserfahrt. Auch in der Nachbereitung fi nden noch interessante Veranstaltungen statt, z. B. wollen die Teilnehmer einen Film über das Nachbarschaftszentrum bzw. Mehrgenerationenhaus und das Neustädter Feld drehen, eine Lesenacht mit Lagerfeuer veranstalten und eine Studiotour in das Landesfunkhaus Magdeburg unternehmen.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.10.2007 - siehe auch Meldung vom 07.08.2007)

2008

19.01.2008
Computer bereitgestellt - Nachbarschaftstreff hilft jetzt auch bei der Jobsuche
Ab sofort stellt das Nachbarschaftszentrum (Mehrgenerationenhaus) Neustädter Feld, Othrichstraße 30, Besuchern kostenlos zwei Computer zur Verfügung, um Bewerbungsschreiben und Lebensläufe zu schreiben und auszudrucken. Das teilte Gritt Rataiczak vom Bürgerverein Neustädter Feld mit, der Träger des Hauses ist. Die PCs sind mit Internetzugang ausgestattet, so dass im Netz nach Stellenangeboten gesucht werden kann. Wer dieses Angebot nutzen möchte, kann sich einfach Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum melden. Weitere Infos auch unter Telefon 2 52 92 29.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.01.2008)

16.02.2008
Meilenstein für das Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße
Bürgerverein Neustädter Feld übernimmt Nachbarschaftszentrum
Eine kleine Unterschrift für Rex Löwe, ein großer Schritt für seinen Bürgerverein Neustädter Feld und das 2007 gestartete Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße. Gestern setzte der Vorsitzende sein „Löwe“ unter den Mietvertrag. Damit wird der 25 Mitglieder starke Verein offiziell Hausherr im früheren Jugendklub. Die Zukunft der sozialen Einrichtung ist damit für die nächsten Jahre gesichert. Und so knallten gestern Nachmittag nach der Unterzeichnung die Sektkorken.
„Das ist ein wichtiger Tag für den Bürgerverein“, sagte Rex Löwe, der mit der warmen Nachmittagssonne um die Wette strahlte. Schließlich hatte sich der im April 2006 gegründete Bürgerverein von Anfang an den Erhalt des bereits zwei Jahre zuvor auf Bestreben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß eröffneten Nachbarschaftszentrums (NBZ) im früheren Jugendklub an der Othrichstraße 30 auf die Fahnen geschrieben.
Mit seinem Konzept, die Einrichtung als so genanntes Mehrgenerationenhaus weiterzuentwickeln, bekam der Bürgerverein im Vorjahr auch den Zuschlag für ein entsprechendes Bundesprogramm. Mit 200 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre, fördert der Bund das Projekt.
Gemietet war das Gebäude aber noch vom SPI-Stadtteilmanagement. Das ist allerdings nur zeitlich befristet eingesetzt. Mit dem gestern unterzeichneten Vertrag mit dem Kommunalen Gebäudemanagement (KGM) übernimmt der Bürgerverein das Objekt unbefristet. Vereinschef Rex Löwe hofft, das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum mit seinen vielfältigen Angeboten und Projekten auch über das Bundesprogramm hinaus sichern zu können.
„Die Arbeit und die Finanzen, die hier in den vergangenen Jahren schon reingeflossen sind, waren damit nicht umsonst“, sagt Rex Löwe. So wurden in freiwilligen Einsätzen von Vereinsmitgliedern und weiteren engagierten Magdeburgern Räume renoviert, die Außenanlagen mit Grünflächen, Grillecke, Sandkasten und Spielgeräten verschönert.
Mit ehrenamtlichen Helfern und teilweise Ein-Euro-Jobbern wird der Betrieb des Zentrums derzeit gestemmt. Und die Bewohner des Stadtteils, ob alt oder jung, profitieren nicht nur von Angeboten wie Tanz- oder Sprachkurse, Elterntreffs oder Sportgruppen.
Rex Löwe dazu: „Mit dem Erhalt der Einrichtung können auch Projekte wie die Selbsthilfewerkstatt, das Nachbarschaftscafé oder die Nachbarschaftshilfszentrale auf lange Sicht weitergeführt werden, die über ein anderes Förderprogramm mit EU-Geld ins Leben gerufen wurden.“
„Als nächster Schritt steht die Sanierung der Küche an. Im Rahmen des Projekts ,Mehrgenerationenhaus‘ soll schon bald ein Mittagstisch für hilfsbedürftige Kinder des Stadtgebiets angeboten werden.“ Und der Vereinschef hat schon den nächsten Plan: „Perspektivisch streben wir die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft an, um für Arbeitslose aus dem Neustädter Feld Arbeitsplätze zu schaffen.“
Für nächsten Mittwoch hat sich erst einmal eine Delegation vom Deutschen Verein für privates und öffentliches Recht angesagt, in dem bundesweit öffentliche und freie Träger sozialer Arbeit zusammengeschlossen sind. Die Vertreter wollen das Modell Mehrgenerationenhaus kennen lernen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.02.2008)



Rex Löwe (r.), Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, und René Müller (2. v. r.) vom Handwerkerteam des NBZ gestern bei der Übergabe des Hauses mit Vertretern des Kommunalen Gebäudemanagements.

20.02.2008
Sozialbeigeordnete Bröcker mit Delegation im NBZ - Vom Leerstandsobjekt zum Mehrgenerationenhaus
Im Nachbarschaftszentrum (NBZ) an der Othrichstraße ist eine Ausstellung des Bürgervereins Neustädter Feld eröffnet worden. Titel: „Das Nachbarschaftszentrum – vom Leerstandsobjekt zum Mehrgenerationenhaus und weiter zu einer Stadtteilgenossenschaft“ Darin sind die Entwicklungen im früheren Jugendklub Othrichstraße einschließlich der bisher überwundenen Stolpersteine und Hürden sowie angestrebte Ziele dokumentiert. Zu den ersten Besuchern gehörten am Mittwochnachmittag Vertreter des Deutschen Vereins für privates und öffentliches Recht. Darin sind bundesweit öffentliche und freie Träger sozialer Arbeit zusammengeschlossen. Die Delegation, die von Magdeburgs Sozialbeigeordneter Beate Bröcker begleitet wurde, wollte das Modell des Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld kennen lernen. Die Ausstellung des Bürgervereins ist öffentlich und kann noch bis zum 7. März Montag bis Donnerstag von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Weitere Informationen unter Telefon 2 52 92 29. Termine für moderierte Führungen können bei Voranmeldung ebenfalls vereinbart werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.02.2008)



Besucher betrachten die Schautafeln in der Ausstellung über das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld.
Foto: Bürgerverein

16.04.2008
Bundesweite Würdigung für den Bürgerverein
Ehrenamtlicher Einsatz für Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld
Der Bürgerverein Neustädter Feld und seine ehrenamtlichen Helfer sind im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung Bürger für Bürger und des Talcid-Förderpreises für vorbildliches Engagement als Träger des Mehrgenerationenhauses/Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld geehrt worden. Der Verein ist seit knapp einem Jahr Träger des Hauses an der Othrichstraße.
Der Bürgerverein Neustädter Feld hat sich im April 2004 gegründet. Als oberstes Satzungsziel wurde definiert, das „Wir-Gefühl“ im Stadtteil zu stärken. Die Vereinsmitglieder engagieren sich vielfältig für das Gemeinwesen und eine lebendige, sich gegenseitig unterstützende Nachbarschaft, so die Stiftung Bürger für Bürger. Sie hob den Einsatz des Vereinsvorsitzenden Rex Löwe hervor: „Herr Löwe hat sich über Jahre als Vorsitzender des Schulfördervereins Grundschule ,Kritzmannstraße‘ und durch seine Initiative der Gründung des Bürgervereins verdient gemacht.“
Die Mitglieder des Bürgervereins betreiben inzwischen im Stadtteil das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30 als generationsübergreifende Kommunikations- u. Begegnungsstätte. Dieses zeichnete die Jury als eines von 20 „vorbildlichen Projekten“ aus ganz Deutschland aus. Darüber hinaus, so die Jury weiter, leisten die Mitstreiter des Bürgervereins aktive Nachbarschaftshilfe für unterstützungsbedürftige Menschen im Wohngebiet, z. B. Einkäufe, Rezepte abholen, Arztbegleitung usw.
Im Verein engagieren sich überwiegend (langzeit-)arbeitslose Mitglieder für die Ziele sowie den Erhalt des Mehrgenerationenhauses und das Gemeinwesen ihres Stadtteils. Zielgruppe sind Groß und Klein u. alle, die mitmachen wollen.
Der von der Stiftung Bürger für Bürger und der Bayer Vital GmbH erstmals ausgeschriebene Förderpreis soll gemeinnützige Aktivitäten würdigen und gleichzeitig gesundheitsfördernde Aspekte sozialer Netzwerke aufzeigen. Die nach Angaben der Auslober mehr als 200 Zusendungen „spiegeln die große Bandbreite und Vielfalt wider, mit der sich Bürgerinnen und Bürger für gesellschaftliches Miteinander mit gemeinnützigen Aktivitäten engagieren.“
Teilnehmen bzw. vorgeschlagen werden konnten im Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis 15. Januar 2008 alle Bürger, die sich für gesellschaftliches Miteinander mit entsprechenden gemeinnützigen Aktivitäten engagieren: für Kinder und Jugendliche, hilfsbedürftige Menschen (Kranke und Gebrechliche oder Menschen mit Behinderung), für die Integration und Teilhabe ausgegrenzter Menschen. Die Formen und Felder des Engagements können dabei unterschiedlichster Art sein: helfend, betreuend, bildend, kulturell oder sportlich.
Mit seinem Konzept, die Einrichtung als so genanntes Mehrgenerationenhaus weiterzuentwickeln, bekam der Bürgerverein im Vorjahr den Zuschlag für ein entsprechendes Bundesprogramm. Mit 200 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre, fördert der Bund das Projekt. Vereinschef Rex Löwe hofft, das Mehrgenerationenhaus mit seinen vielfältigen Angeboten und Projekten auch über das Bundesprogramm hinaus sichern zu können. „Die Arbeit und die Finanzen, die hier in den vergangenen Jahren schon reingeflossen sind, würden sonst verpuffen“, sagt Rex Löwe. Mit ehrenamtlichen Helfern und teilweise 1-Euro-Jobbern wird der Betrieb des Zentrums derzeit gesichert.
„Mit dem Erhalt der Einrichtung können auch Projekte wie die Selbsthilfewerkstatt, das Nachbarschaftscafé oder die Nachbarschaftshilfszentrale auf lange Sicht weitergeführt werden, die über ein anderes Förderprogramm mit EU-Geld ins Leben gerufen wurden“, so Löwe. Und der Vereinschef hat schon den nächsten Plan: „Perspektivisch streben wir die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft an, um für Arbeitslose aus dem Neustädter Feld Arbeitsplätze zu schaffen“, so Rex Löwe gegenüber der Volksstimme. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.04.2008

Weiterführende Links:

Homepage des Bürgervereins Neustädter Feld e.V.

Bundesweiter Wettbewerb der Stiftung Bürger für Bürger

21.04.2008
Kurzbesuch im MGH Magdeburg

Auf dem Weg zu einem Besuch des Landtages von Sachsen-Anhalt nutzten Aktive aus dem Merseburger MGH die Gelegenheit beim Magdeburger Partnerhaus in Neustädter Feld vorbei zu schauen. Obwohl uns keine direkte Kooperation verbindet, waren die vorwiegend älteren Engagierten an der Konzeption und den Rahmenbedingungen des MGH hier interessiert. Das ehemalige Nachbarschaftszentrum entsprach etwas unserer eigenen Hauskonzeption vor der Aufnahme in das Modellprogramm des Bundes. Das Haus konnte uns überzeugen. Engagierte Menschen und eine an den Fragen des Stadtteils orientierte Konzeption, das passte gut in das Bild eines MGH. Wir tauschten uns aus und wurden zum Mittagessen eingeladen.
Zum Abschied luden wir zum Gegenbesuch und verabredeten das Vorhaben, gemeinsam mit dem Wolfener MGH zu einer Tagung der Mehrgenerationenhäuser von Sachsen-Anhalt einzuladen, um unsere Konzepte auszutauschen und die Landesperspektiven der MHG nach dem Ende der Modellförderung zu besprechen.
Den Gastgebern vielen Dank !

09.05.2008
Beratung für Arbeitslose

Ab sofort gibt es im Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße 30 ein neues Angebot: alles zum Thema Arbeitslosenberatung. Hierbei wird Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen gegeben und werden Fragen zu Leistungsbescheiden beantwortet, teilte Gritt Rataiczak vom Bürgerverein Neustädter Feld mit, der Träger des Hauses ist. Dazu lädt das Nachbarschaftszentrum jeden Montag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr ein. Interessenten können sich zu diesen Zeiten einfach in der Einrichtung melden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.05.2008)

14.06.2008
Sozialbeigeordnete Bröcker zieht Bilanz: Mehrgenerationenhaus einer der LOS-Erfolge

Mit erfolgreicher Bilanz des Programms „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“ (LOS) in Neustädter Feld und Neu-Olvenstedt kann sich Magdeburg aus Sicht der Stadtverwaltung am Montag in Berlin präsentieren. In der Hauptstadt wollen rund 700 Vertreter aus 200 deutschen Städten und Landkreisen, darunter zwei Mitarbeiter der MagdeburgerStadtverwaltung, ein Fazit für das vom Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm LOS ziehen.
Start in Magdeburg war dafür im Herbst 2003. „In beiden Fördergebieten wurden mit rund 657 000 Euro insgesamt 81 Projekte erfolgreich umgesetzt“, sagte gestern Magdeburgs Sozialbeigeordnete Beate Bröcker. „Durch das LOS-Programm konnten vor allem lokale Netzwerke aktiviert und unterstützt werden. Ich erinnere an die Initiativen für das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld, aus dem sich inzwischen das Mehrgenerationenhaus entwickelt hat, und an den Aufbau einer Außenstelle der Magdeburger Tafel in Neu-Olvenstedt. Positive Auswirkungen der Projekte können wir auch beim Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf und bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund feststellen.“
Gefördert wurden in beiden Stadtteilen vorrangig kleine Vereine, Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen mit beschäftigungswirksamen Kleinprojekten zur berufl ichen Integration von Arbeitslosen. Aber auch Maßnahmen zur sozialen Integration konnten mit Mitteln aus dem LOS-Programm unterstützt werden. Das Neustädter Feld erhielt nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt 366 000 Euro aus dem Fördertopf, nach Neu-Olvenstedt fl ossen 291 000 Euro.
„Die LOS-Maßnahmen haben auch zu einer besseren Vernetzung engagierter Bürger in den Stadtteilen beigetragen“, sagte Beate Bröcker. „Dabei sind die Projektträger, die zuständigen Ämter der Stadtverwaltung und die Akutere vor Ort enger zusammengerückt – eine gute Basis für künftige soziale Projekte.“
Bundesweit wurden in mehr als 14 000 Projekten mehr als 400 000 Menschen qualifi ziert, beraten oder anderweitig unterstützt, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Mehr als die Hälfte davon waren Jugendliche. Das Bundesjugendministerium hatte für die 288 LOS-Fördergebiete in Deutschland insgesamt 111 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für die Umsetzung vor Ort waren kommunale Ämter, freie Träger und Stadtteilbewohner verantwortlich.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 14.06.2008)

17.07.2008
Im Nachbarschaftstreff - Seniorenrunde jeden Dienstag

Aufgrund der großen Nachfrage hat sich das Team des Nachbarschaftszentrums/Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld entschlossen, den bisher 14-tägig veranstalteten Seniorennachmittag ab sofort jeden Dienstag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr auszurichten. Selbst gebackener Kuchen, frischer Kaffee und Musik sollen Senioren nun wöchentlich in die Othrichstraße 30 locken. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.07.2008)

26.07.2008
Ein kerngesunder Aktionstag im Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld

Mit einer Flasche Wasser etwas gegen Rückenbeschwerden tun? Mit Hilfe eines Altersanzuges in Sekunden um Jahrzehnte altern? Wie funktioniert ein Elektro-Scooter und wie fährt man damit Rennen? Das alles zum Anfassen und Ausprobieren gibt es am 26. Juli im Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld. In der Othrichstraße 30 wird zum „Aktiven Tag der Gesundheit“ eingeladen. Von 14 bis 18 Uhr dreht sich alles rund um das Thema Gesundheit: entdecken, informieren und testen.
„Unter anderem bieten wir einen Schnupperkurs zum Rückentraining mit Alltagsgegenständen“, sagt Ines Langner vom Mehrgenerationenhaus. Ein Gesundheitszentrum stellt Elektro-Scooter für eine Testfahrt bereit und steht für sämtliche Themen von der Lesehilfe bis hin zur altersgerechten Wohnraumanpassung zur Verfügung. Die Landesverkehrswacht ist mit einem Fahrsimulator vor Ort, mit dem Alt und Jung Reaktion und fahrerisches Geschick unter Beweis stellen können.
Der Altersanzug des Projektes PiA (Prävention im Alter) der Hochschule Magdeburg-Stendal ermöglicht eine Alterung in Sekunden und beim Sinnesparcours und dem Kompressionsstrümpfe-Quiz gibt es Rätselspaß für alle Besucher. Für das leibliche Wohl wird gleichermaßen gesorgt sein wie für hilfreiche Tipps und Informationen zu den Themen gesunde Ernährung, Infektionskrankheiten, Impfschutz, Mutter-Kind-Kuren, Pflegeleistungen und Pflegemittel, Erste Hilfe oder „Sicher mit Bus und Bahn“, die an den einzelnen Informationsständen präsentiert werden. Für die kleinen Besucher hält das Team des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld ein reichhaltiges Spielund Sportangebot bereit. Ines Langner: „Alle Interessierten sind eingeladen, diesen Tag aktiv für ihre Gesundheit mit uns zu begehen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.07.2008)

01.08.2008
Dank an alle Helfer des Gesundheitstages - siehe auch Meldung vom 26.07.2008
Am vergangenen Sonnabend ging es im Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld bei strahlendem Sonnenschein rund um das Thema Gesundheit: Entdecken, Informieren und Ausprobieren. Anwohner und Besucher konnten sich an diesem Tag über gesundheitsspezifi sche Themen informieren, regionale gesundheitsfördernde Möglichkeiten und Dienstleister kennenlernen und hilfreiche Tipps und Informationen zu den Themen gesundheitsfördernde Ernährung, Infektionskrankheiten, Impfschutz, Mutter-Kind-Kuren, Pflegeleistungen und Pflegemittel, oder „Sicher mit Bus und Bahn“ an den einzelnen Informationsständen erhalten.
Die Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt mobilisierte durch ihren Fahrsimulator manchen Besucher, den heißen Temperaturen zum Trotz, seine Reaktionen zu testen. Ein Gesundheitsmarkt, sorgte mit seinen Elektro-Scootern für viel Spaß und etwas kühlenden Fahrtwind an diesem Tag. Das Team des „Mehrgenerationenhauses, Othrichstraße 30, bedankt sich für die Unterstützung bei allen Beteiligten des Gesundheitstages! Ines Langner, Nachbarschaftszentrum/ Mehrgenerationenhaus
(Quelle: Volksstimme vom 01.08.2008)



Ernst Wittstock (GWA Rothensee) verarbeitete Lebensmittel und bescherte den Besuchern des Gesundheitstages am Nachbarschaftszentrum Gaumenfreuden der gesunden Art. Foto: NBZ

06.08.2008
Nachbarschaftszentrum fest in Piratenhand - Spannendes Ferienprogramm an der Othrichstraße
Mit einem spannenden Ferienprogramm lockt derzeit das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld viele kleine Besucher an. So geriet der Stadtteiltreffpunkt an der Othrichstraße bereits in die Hände von Piraten.
Am vergangenen Donnerstagnachmittag startete das Team des Nachbarschaftszentrums/ Mehrgenerationenhauses eine Schatzsuche. 18 abenteuerlustige Piraten, Seeräuber, Freibeuter und Korsaren stürzten sich unter Anleitung ihrer Kapitäne Hals über Kopf ins Abenteuer, um die Schatztruhe zu heben. Dafür mussten allerdings erst viele Aufgaben gelöst werden. So kam es, dass mehrere Freibeuter das Seniorenheim an der Lerchenwuhne „enterten“, um dort einige Lieder zum Besten zu geben. Denn nur so war es ihnen möglich, die letzte Station zu meistern und an die kostbare Schatzkarte zu gelangen. Damit konnte dann endlich der Schatz geborgen werden. Nach einem zünftigen Piratenschmaus wurde die Beute unter den erschöpften Abenteurern aufgeteilt.
Am Tag darauf ging es gleich weiter mit spannenden Eindrücken aus der Jungsteinzeit. Dafür begab sich das Team des Nachbarschaftszentrums mit den Ferienkindern aus dem Neustädter Feld zum Steinzeithaus nach Randau. Dort erwartete die kleinen Abenteurer ein Tag „Wie Familie Feuerstein“. Zunächst wurden Feuerholz und Beeren bei einem Waldspaziergang gesammelt, danach Brot zubereitet. Während des Backens im Steinofen ging es zum Töpfern, Bogenschießen und auf Entdeckungstour im Steinzeitdorf. Zum Abschluss trafen sich alle zu einem „Steinzeitbuffet“ wieder.
Das Ferienprogramm des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld, Othrichstraße 30, bietet während der Sommerferien noch viele weitere Überraschungen und steht allen interessierten Mädchen und Jungen offen. Jeden Montag bis Donnerstag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr heißt es hier „Spielen, Malen, Experimentieren und Entdecken“. Weitere Infos unter Telefon 2 52 92 29.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.08.2008)

Die Teilnehmer der Schatzsuche mit den Betreuern vom Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße.



Die Kinder aus dem Neustädter Feld beim Töpfern im Steinzeithaus Randau. Fotos (2): NBZ

15.08.2008
Stadtkinder zu Gast bei Schweinen, Rindern und Pferden
Nachbarschaftszentrum und Caritas organisieren Ferientag auf dem Land
Aufs Land schickte jetzt im Ferienprogramm das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld 25 Mädchen und Jungen aus dem Stadtteil. Die Fahrt führte zum Gut Glüsig im Bördekreis, wo es allerhand zu sehen gab. Nicht nur die Tenne konnte die Gruppe bei einer Hofführung besichtigen. Ebenfalls zu bestaunen waren alte Landwirtschaftsgeräte, Schweine, Pferde und Rinder auf dem Hofrundgang und auch die Frage, wie ökologische Landwirtschaft betrieben wird, wurde anschaulich beantwortet. Nachdem sich alle einen Überblick über die Arbeit auf dem Hof verschafft hatten, ging es als Höhepunkt des Tages zum Reiten über. Schnell hatten sich die Kinder hintereinander in einer Reihe aufgestellt, denn niemand wollte es verpassen, ein paar Runden auf dem Pferd über den Reitplatz zu traben. Nach diesen Anstrengungen wartete erst mal eine Stärkung für alle vom Grill auf dem Kapellenberg. Mit Spiel, Sport und Spaß und einer Entdeckungstour um den Teich vertrieben sich die Kinder die Nachmittagsstunden, bis sich alle wieder zu einem Picknick einfanden und den erlebnisreichen Tag in gemütlicher Runde ausklingen ließen. Denn dann hieß es am späten Nachmittag schon wieder: „Zurück in die Stadt!“
„Ein ganz großes Dankeschön an die Caritas Magdeburg, die diesen spannenden und erlebnisreichen Tag, der für die Kinder bzw. Eltern kostenlos war, durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht hat“, so Ines Langner vom Nachbarschaftszentrum. Gut Glüsig ist seit 1992 in Trägerschaft der Caritas und wird seitdem als ökologisch-landwirtschaftlicher Betrieb in Verbindung mit sozialen Beschäftigungsprojekten geführt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom15.08.2008)



Die Stadtkinder aus dem Neustädter Feld am Schweinegehege auf dem Gut Glüsig. Foto: NBZ

23.09.2008
Nachbarschaftszentrum - Medienabend mit „Elwis“

Am heutigen Dienstag können Interessierte im Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld, Othrichstraße 30, in Gemeinschaft fernsehen. Um 18 Uhr sollten sich interessierte Eltern, gern mit Kindern ab 12, einen Platz gesichert haben: „Free Rainer“, eine temporeiche deutsche Satire auf Medienmacher und -nutzer mit Moritz Bleibtreu in der Titelrolle, zeigen die Kinderschützer aus der Medien-Projektgruppe „Elwis“. Diese kostenfreie Veranstaltung ist der Auftakt einer losen Folge von „Elwis“-Thementreffs, die in diesem Herbst im NBZ Neustädter Feld geplant sind.
Elwis steht für „Elternwissen“ in Sachen Fernsehen, PC, Internet, Handy & Co und will für mehr Sicherheit beim Umgang mit Medien in der Erziehung sorgen. Das Medientraining des Deutschen Kinderschutzbunds Sachsen-Anhalt setzt auf Mitmachen in Familie. „Wir halten nichts vom erhobenen Zeigefi nger, sondern möchten mit den interessierten Teilnehmern auf Augenhöhe sehen, hören, sprechen“, meint Elwis-Trainerin Andrea Wegner. Viele Eltern seien besorgt über die wachsende Bedeutung, die Fernsehen und Co im Freizeitverhalten ihrer Kinder einnehmen würden. „Diese Sorgen nehmen wir sehr ernst. Ich bin sicher, dass wir auf viele Fragen eine Antwort im Sinne eines Ratgebers finden werden. Aber nicht im Sinne von Rezepten.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.09.2008)

24.09.2008
Herbstferien - Nachbarschaftszentrum - Ferienpass für volles Programm
Das Nachbarschaftszentrum(NBZ), Othrichstraße 30, lädt Schüler ein, in der Herbstferienwoche aktiv ihre Freizeit zu verbringen. Täglich sind Veranstaltungen geplant: Am Montag, 3. Oktober, führt der Revierförster durch den Biederitzer Busch. Die gesammelten Kastanien und Eicheln können dann am Mittwoch, 15. Oktober, an die Tiere im dem Schönebecker Wildtierpark „Bierer Berg“ gefüttert werden. Dienstags haben die Kinder die Möglichkeit, sich in den Magdeburger Gewächshäusern kreativ beim Basteln zu betätigen.
Die selbst gebauten Drachen steigen am Donnerstag in den Bördegartenhimmel. Natürlich werden die schönsten prämiert. Alle teilnehmenden Kinder erhalten einen Herbstferienpass, der im NBZ für 2 Euro erhältlich ist. Die Anmeldung kann bis spätestens 2. Oktober abgegeben werden. Weitere Infos unter Telefon 2 52 92 29. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.09.2008)

14.10.2008
Familienprogramm von DRK und NBZ - 30 „Neustädterfeldler“ auf Tour nach Arendsee
Am vergangenen Wochenende haben sich 30 Kinder und Eltern aus dem Neustädter Feld zu einer Bildungs- und Erholungsveranstaltung im KiEZ Arendsee getroffen. Das Familienprogramm „ELAN“, eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem DRK und dem Nachbarschaftszentrum (NBZ) im Neustädter Feld, widmete sich dem Thema „ELAN und die Detektive“. Neben Seminaren unternahmen die Teilnehmer bei Sonnenschein eine Picknicktour zum See mit anschließender Kremserfahrt. Auch in der Nachbereitung sind noch interessante Veranstaltungen geplant. So wollen die Teilnehmer den Bundestag in Berlin besichtigen und eine öffentliche Gerichtsverhandlung besuchen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2008)



Die Teilnehmer des Bildungs- und Erholungswochenendes aus dem Neustädter Feld vor dem KiEZ Arendsee. Foto: Privat

26.11.2008
Verein KSV Galaxy muss nach Mieterhöhung bisherige Trainingsstätte aufgeben
Seniorensportgruppen stehen plötzlich „auf der Straße“„Der Sportkurs ist unser Höhepunkt der Woche“
Seit fünf Jahren sind die Senioren des KSV Galaxy eine sportliche und eingeschworene Gemeinschaft. Doch jetzt standen die Teilnehmer der Gesundheitssportgruppen plötzlich „auf der Straße“, weil ihr Verein die erhöhte Miete in der bisherigen Halle nicht mehr bezahlen konnte. Ein Übergangsquartier ist zwar gefunden, doch die Suche nach Räumen geht weiter. „Wir befürchten, dass unser Seniorensport bald ganz wegfällt“, sagt eine Teilnehmerin. Die rosa Gymnastikbälle sind aufgeblasen, die blauen Turnmatten liegen im Kreis. Alles ist bereit für den montäglichen Seniorensport des KSV Galaxy mit Trainer Jörg Schrader. „Sport frei!“
Doch die gute Stimmung trügt. Seit der Ringerverein KSV Galaxy seine bisherige Trainingsstätte in Neustadt aufgeben musste, fürchten die Senioren, darunter hauptsächlich Junggebliebene aus Nord und Neustädter Feld, um die Zukunft ihres Gesundheitssports. „Der Eigentümer unserer bisherigen Halle hat die Miete nahezu verdoppelt, das konnten wir einfach nicht mehr bezahlen“, sagt Trainer Jörg Schrader, dessen Wettkampfsportler mit ihrer Ringermatte ebenfalls das bisherige Domizil aufgeben mussten.
Im Neustädter Feld fand sich zunächst ein Übergangsquartier. „Wir sind hier im Nachbarschaftszentrum zum Glück erst einmal aufgenommen worden, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Jörg Schrader.
Doch der Veranstaltungsraum ist nicht nur für die 20-köpfige Montagssportgruppe eigentlich zu klein. Schrader: „Insgesamt haben wir in unseren Seniorengruppen rund 80 Teilnehmer, die an verschiedenen Tagen trainieren. Und aufgrund der demografischen Entwicklung ist es eigentlich unser Ziel, diese Angebote, für die ich extra eine spezielle Trainerausbildung gemacht habe, noch auszubauen. Dazu benötigen wir allerdings eine geeignete Trainingsstätte.“
Dafür hatte der Verein eigentlich die Sporthalle an der Othrichstraße im Blick. Die jedoch steht aufgrund von Bauarbeiten in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung. Hintergrund: Bis Ende Januar 2009 soll u.a. die Glasfassade saniert werden. Anschließend steht die Parkettsanierung an, hieß es in der Vorwoche von Seiten der Stadtverwaltung in der AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld. KSV-Trainer Jörg Schrader geht davon aus, dass vor Frühjahr 2009 die Wiedereröffnung der Halle nicht zu erwarten ist.
Seine sportlichen Senioren, die jüngsten sind 60, die älteste Teilnehmerin 82, machen sich Sorgen. Für sie steht mehr als das Training auf dem Spiel: „Der Sportkurs ist für uns der Höhepunkt der Woche, und wir sind wirklich eine dufte Truppe, haben viel Spaß. Und unser Trainer Jörg sagt, wir sind besser in Schuss als manch Jüngere. Und neben dem Training treffen wir uns zu Feiern und Ausflügen, wandern oder spielen Bowling“, erzählt Teilnehmerin Jutta Witzel: „Aber jetzt brauchen wir erst einmal dringend geeignete Räume, damit wir weitermachen können.“
Denn das Ende des „Gastspiels“ im Nachbarschaftszentrum ist ohnehin abzusehen: „Im Dezember beginnen hier wieder die Englisch- und Französischkurse, da ist für uns hier sowieso kein Platz mehr“, sagt Jörg Schrader. Hallenzeiten für seine Senioren zu finden, ist für ihn eine echte Herausforderung: „Die meisten Hallen sind an den Vormittagen ja durch die Schulklassen belegt, und viele Alternativen gibt es nicht.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.11.2008)



Fand nach der Aufgabe der bisherigen Sporthalle in Neustadt zunächst im Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld ein Übergangsquartier: Die Montagssportgruppe für Senioren des KSV Galaxy mit Erika Seidel, Birgit Bussejahn, Jutta Witzel und Anna Reichert (vorn v. l.) sowie Richard Seidel, Marga Schäfer, Regina Würstle, Christa Steinke, Jürgen Hoke und Trainer Jörg Schrader (hinten v. l.). Foto: Robert Richter

28.11.2008
Bundesmodellprojekt „Mehrgenerationenhaus“ mit Problemen / Corinna Solowsky (Bürgerverein):
„Wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr weitergeht“„Wir haben sehr präzise Pläne“ „Die Mädels machen, was sie können“
„Hier fühlen wir uns wohl und werden nicht beiseite geschoben“, sagt Hildegard Behrens (72). Sie ist eine der Rentnerinnen und Rentner, die regelmäßig zu den Seniorennachmittagen im Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße kommen. Als „Mehrgenerationenhaus“ wird die Einrichtung in Trägerschaft des Bürgervereins seit 2007 vom Bund als Modellprojekt gefördert. Alle Probleme der hier engagierten Magdeburger sind damit nicht gelöst. „Etablierte Projekte sind in hohem Maße gefährdet“, warnt der Bürgerverein.
Kurz vor 14 Uhr kommen Nicole Geiersbach (31) und Sylvia Grimm (40), zwei Helferinnen aus dem Nachbarschaftszentrum(NBZ), am Dienstag mit Bewohnern des nahe gelegenen Altenpfl egeheims zum Nachbarschaftszentrum spaziert. Schon lange betreuen sie Heimbewohner, drehen mit ihnen eine Runde an der frischen Luft durchs Wohngebiet, spielen oder unterhalten sich mit ihnen, sind einfach für sie da.
Seit längerem schon lädt auch das NBZ jeden Dienstag nicht nur Senioren des Heims, sondern alle Älteren des Stadtteils zu Kaffee, Kuchen und Klatsch ein. Die Kaffeetafel ist stets voll besetzt. Bei Bienenstich oder Schwarzwälder Kirschtorte wird geklönt oder zum Kartenspiel gegriffen.
Hin und wieder spielt hier die Musik zum Tanznachmittag. „Oder wir rätseln und singen. Neulich war die Kripo hier und hat uns gezeigt, wie man Falschgeld erkennen kann“, erzählt die 72-jährige Hildegard Behrens. Sie sitzt in einer Runde mit Charlotte und Wilhelm Lumitsch, Erika Heinemann, Otto Leßmann und anderen Rentnern des Stadtteils. Hildegard Behrens: „Die meisten von uns wohnen alleine. Hier werden wir sehr gut betreut und fühlen uns wohl, hier werden wir Älteren nicht beiseite geschoben.“
Das NBZ steht aber als „Mehrgenerationenhaus“ allen Stadtteilbewohnern offen, und das Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Kreativ- und Sprachkurse laden ebenso ein wie Kinderfest, Ferienspiele oder Halloweenfeier. „Daneben organisieren wir den Besuchsdienst für Hilfsbedürftige im Wohngebiet“, sagt Corinna Solowsky, die seit April 2006 im NBZ mithilft, zurzeit im 1-Euro-Job.
Die von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß und Helfern aus dem Stadtteil, meist Langzeitarbeitslose, gegründete Einrichtung wird seit etwa eineinhalb Jahren von der Bundesregierung im Rahmen ihres deutschlandweiten Modellprogramms für Mehrgenerationenhäuser gefördert. Voraussichtlich bis 2012 können damit nach Angaben des Bürgervereins Neustädter Feld, der die Trägerschaft übernommen hat, Sachkosten, Miete und Nebenkosten gedeckt werden. Auch baulich soll das NBZ-Gebäude, ein früherer DDR-Jugendklub, voraussichtlich im kommenden Jahr modernisiert werden.
Probleme gibt es personell. „Bisher wurde die tägliche Arbeit mit den Senioren, Kindern und Jugendlichen durch engagierte Bürger geleistet, die über Maßnahmen der Arge gefördert wurden. Diese Maßnahmen laufen allesamt zum 31. Dezember aus“, heißt es in einer Pressemitteilung von Bürgervereinsmitgliedern. Und weiter: „Somit ist die Weiterführung aller geplanten Veranstaltungen und Projekte, bereits etablierter Kurse und bestehender Patenschaften in hohem Maße gefährdet.“
Gerade in der Seniorenarbeit, deren Bedeutung durch die demografi sche Entwicklung zunehme, seien „die über Jahre aufgebauten Vertrauensverhältnisse nicht einfach durch neue Personen zu ersetzen“. Da keiner der bisherigen Mitarbeiter des NBZ, die das Haus in den vergangenen Jahren mit aufgebaut haben, sich auf Hartz IV ausruhen wolle und es im Gegenteil „sehr präzise Vorstellungen für die Entwicklung des Hauses in der Othrichstraße gibt“, sei in Kürze ein Beratungstermin mit der Arge geplant, so die Mitglieder des Bürgervereins: „Viele Mitstreiter, die zahlreichen Gäste und die Vereinsmitglieder hoffen auf die Unterstützung durch die Arge.“
Hintergrund: Der Bürgerverein möchte mit den hier engagierten Magdeburgern eine Stadtteilgenossenschaft gründen und damit künftig durch so genannte „wohnortnahe Dienstleistungen“ feste Arbeitsstellen schaffen. Doch um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, müsste nach Auffassung des Bürgervereins eine längere Beschäftigungsförderung durch die Arge für das angestammte und seit Jahren gemeinsam engagierte Team ermöglicht werden.
Auch Hildegard Behrens und die anderen Senioren hoffen, dass ihre vertrauten Helfer im NBZ über den Jahreswechsel hinaus für sie da sein werden: „Die Mädels machen, was sie können“, sagt die 72-Jährige. Doch Corinna Solowsky, eine der „Mädels“ im NBZ und selbst Bürgervereinsmitglied, sagt: „Wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr weitergeht.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.11.2008)




Seniorennachmittag im „Mehrgenerationenhaus“ im Neustädter Feld. Corinna Solowsky (2.v.r.) und ihre Kolleginnen sind für die Älteren aus dem Stadtteil da. Doch ob sie das auch noch im nächsten Jahr können, ist derzeit fraglich. Der Bürgerverein Neustädter Feld sieht das gesamte Projekt auf der Kippe. Foto: Robert Richter

10.12.2008 (siehe auch Meldung vom 28.11.)
Bundesmodellprojekt „Mehrgenerationenhaus“ im Neustädter Feld
Ministerin sagt sich für Februar im NBZ an, doch Zukunft unklar

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will am 25. Februar 2009 Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld besuchen. Auf Einladung des Bürgervereins. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß gab am Montagabend den Termin in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) bekannt.
Ursula von der Leyen – ihr Ministerium fördert das Mehrgenerationenhaus seit 2007 und planmäßig bis 2012 mit jährlich 40 000 Euro – wolle sich persönlich einen Eindruck verschaffen und über Arbeit, Erfolge, aber auch Probleme informieren. Apropos Probleme: Ob es für die Ministerin in dem Haus viel zu sehen geben wird, ist derzeit unklar. Wie die Volksstimme bereits berichtete, ist offen, ob und wie die Arbeit ab Januar 2009 überhaupt fortgesetzt werden kann. Entscheidend sind, so informierte die Stadtteilmanagerin, die Gespräche mit der Arge-Geschäftsführung noch in diesem Monat. Hintergrund sind die zum Jahresende auslaufenden 1-Euro-Jobs für die Mitarbeiter des Hauses. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um Langzeitarbeitslose aus dem Neustädter Feld, die seit Jahren das Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich aufgebaut haben. Nun ist „die Weiterführung aller geplanten Veranstaltungen und Projekte, bereits etablierter Kurse und bestehender Patenschaften in hohem Maße gefährdet“, warnte bereits der Bürgerverein Neustädter Feld als Träger des Hauses. Die Vereinsmitglieder erhoffen sich Hilfe von der Arge in Sachen Fördermöglichkeiten, um das Projekt erfolgreich fortsetzen zu können.
Diese Beratung sei für den Verein „wichtig und notwendig, da Kenntnisse über die Vielfältigkeit und Kompliziertheit der verschiedenen Förderprogramme nicht erwartet und schon gar nicht vorausgesetzt werden können“, so Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß am Montag in der GWA. Auf ihre Initiative hin war das Nachbarschaftszentrum im früheren Jugendklub an der Othrichstraße gegründet worden. Und Manuela Hasenfuß machte nun auch klar: „Der Verein kann die Trägerschaft nur fortführen und weiterentwickeln, wenn die Qualität der Arbeit gewährleistet werden kann. Das setzt Personalbindung, d.h. erworbene Kompetenz und Professionalität voraus.“ Sie warnt: „Wenn gemeinsam keine Lösung des Problems erreicht werden kann, droht die Trägeraufgabe und damit Schließung des Mehrgenerationenhauses.“
Dann hätte Ministerin von der Leyen am 25. Februar wohl einen Termin weniger. Aber Magdeburg eine soziale Einrichtung und ein „Aushängeschild“ verloren. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 10.12.2008)

2009

Im NBZ - Ferienprogramm
Im NBZ - Ferienprogramm - Backtag und Kinderfasching
Das ehrenamtliche Team des Mehrgenerationenhauses/Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld, Othrichstraße 30, hält in den Winterferien allerhand Veranstaltungen für Feriengäste bereit. So ist für den heutigen Mittwoch von 10 bis 12 Uhr ein großes Kuchenbacken geplant. Am morgigen Donnerstag folgt dann der Kuchenbasar im Altenheim „Lerchenwuhne“ um 14 Uhr. Am 9. Februar heißt es dann „Die Narren sind los“. Kinderfasching wird an diesem Tag von 12 bis 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus gefeiert. Anmeldungen für die Veranstaltungen sind nicht erforderlich, alle Angebote sind kostenfrei. Für weitere Informationen steht das ehrenamtliche Team im NBZ telefonisch unter der Nummer 2 52 92 29 bereit. Das Mehrgenerationenhaus hat Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.02.2009)

06.02.2009
Lobeshymne
Volksstimme-Leserin Elke Loock aus der Othrichstraße möchte ein „ganz großes Lob“ loswerden – für dasMehrgenerationenhaus / Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld: „Gern komme ich auf einen Kaffee hier vorbei, denn die Mitarbeiter sind stets freundlich, nett und hilfsbereit und helfen immer, wenn irgendwo Not am Mann ist. Deshalb möchte ich mich einmal ganz herzlich beim gesamten Team für die alltäglichen Hilfen und die Unterstützung bedanken. Ich wünsche mir, dass das Mehrgenerationenhaus in der jetzigen Besetzung noch lange Zeit bestehen bleibt“, so Elke Loock. Das reicht die Redaktion hiermit gern weiter. Mehr über Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 und seine Zukunftsaussichten lesen Sie im Beitrag rechts auf dieser Seite. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.02.2009)

06.02.2009
Bürgerverein: Gefahr der Schließung zunächst abgewendet

„Nein, das Nachbarschaftszentrum wurde nicht geschlossen. Sehen Sie sich um! Sieht so ein Haus aus, das zu ist?“, fragt Angelika Bonack vom Bürgerverein Neustädter Feld. Am Leben gehalten wird das Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 durch den ehrenamtlichen Einsatz der Bürgervereinsmitglieder und ihrer „Helfer mit Herz“, die auch im Umfeld des NBZ für andere Menschen da sind.
„Wir sind heilfroh, dass die jungen Frauen aus dem NBZ weiter zu uns kommen“, sagt der 83-jährige Otto Leßmann aus der Othrichstraße. Er freut sich über die Hilfe beim Saubermachen von Angelika Falke und Stefanie Riedel.
„Wir selbst können ja leider nicht mehr so, wie wir gern wollen“, sagt auch Hildegard Behrens (74), Partnerin von Otto Leßmann. „Wenn zum Beispiel die Gardinen gewaschen und wieder aufgehängt werden müssen, können wir aber auf die Hilfe der Frauen aus dem NBZ zählen. Auch zu den wöchentlichen Seniorennachmittag im NBZ gehen wir sehr gern. Es wäre schade, wenn das zu Ende gehen würde.“
Helga Steinke (88) nimmt ebenfalls Hilfe aus dem NBZ in Anspruch. Für ihren neuen Fernseher musste die Schrankwand umgebaut werden. „Gesagt, getan, die Handwerker aus dem NBZ kamen.“ Walter Peters und Günter Müller packten in der Wohnung der Seniorin an. Helga Steinke: „Das rechne ich ihnen hoch an. Ich habe keine Angehörigen, stände sonst alleine da. Hier im Haus wohnen viele ältere Leute, für die solche Hilfe sehr wichtig ist.“
Wie berichtet, liefen zum Jahresende die 1-Euro-Jobs für die Mitarbeiter des NBZ aus – in der Mehrzahl Langzeitarbeitslose aus dem Neustädter Feld, die seit Jahren das Nachbarschaftszentrum/ Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich mit aufgebaut haben. „Alle zwölf Mitarbeiter sind täglich ehrenamtlich im Haus tätig, obwohl zum 31. Dezember alle geförderten Maßnahmen endeten“, sagt Angelika Bonack. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Mehrgenerationenhaus weiterhin regulär Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat.“
Alle Angebote laufen wie bisher. „Es ist sogar noch eine Veranstaltungsreihe dazugekommen: Jetzt können die Kinder aus dem Neustädter Feld sich hier kostenlos im Line-Dance üben. Es wäre einfach unmöglich, das Haus zu schließen, gerade jetzt in den Ferien. Täglich können die Kinder hier im NBZ ihre Freizeit sinnvoll verbringen.“
Die Räume wurden gerade verschönert: helle Tapeten hängen an den Wänden, neue Möbel stehen im Café.
Nach dem Bericht in der Volksstimme über die Sorgen des Bürgervereins als Träger und der Mitarbeiter des NBZ im Dezember habe es noch im alten Jahr Gespräche mit der ARGE gegeben, sagt Angelika Bonack: „Dabei erfuhr der Bürgerverein umfangreiche Unterstützung. Neue Fördermaßnahmen durch die ARGE sollen zum 1. März bewilligt werden. Langfristig wird eine nachhaltige Absicherung des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld angestrebt. Bis 2012 erfolgt auch die Förderung über das Bundesmodellprogramm ,Mehrgenerationenhäuser‘.“
Daraus resultierend, so die Bürgervereinsvertreterin weiter, „laufen Anträge zur Aufnahme in die zweite Förderperiode des ,Kommunalkombilöhne‘-Programms, das heißt eine bis zu drei Jahren geförderte Schaffung von sozialversicherungspfichtigen Arbeitsplätzen.“ Den neuen Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning baten die Vereinsmitglieder bei einem Treffen um Unterstützung der Stadt. Für den 25. Februar hat sich auf Einladung des Bürgervereins sogar Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) angesagt.
„Es gibt viele konzeptionelle Ideen für neue Projekte und Veranstaltungen. Gesamtziel bleibt nach wie vor die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft“, sagt Angelika Bonack. Mit „wohnungsnahen Dienstleistungen“ sollen Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit gebracht werden. Von Robert Richter siehe auch
www.mgh-magdeburg.de
(Quelle: Volksstimme vom 06.02.2009)

Hildegard Behrens (74, v.l.) freut sich ebenso über die Hilfe von Angelika Falke und Stefanie Riedel aus dem Mehrgenerationenhaus/NBZ wie Otto Leßmann (83). Fotos (2): R. Richter



Walter Peters und Günter Müller vom Handwerkerteam des NBZ rücken Möbel in der Wohnung einer Seniorin.

25.02.2009
Von der Leyen: Jung und Alt müssen aufeinander zugehen
Bundesfamilienministerin besuchte geförderte Projekte in Sachsen-Anhalt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern ( 25.02.2009 ) in Magdeburg junge und alte Menschen aufgefordert, mehr aufeinanderzuzugehen. Beide Seiten könnten voneinander profitieren, sagte sie bei einem Besuch des Nachbarschaftszentrums im Stadtteil Neustädter Feld, das als eines von 500 „Mehrgenerationenhäusern“ in Deutschland vom Bund gefördert wird.
Senioren könnten Jugendlichen beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen helfen, sagte die Ministerin. „Die Weisheit der Älteren“ sei noch immer gefragt. Im Gegenzug könnten junge Menschen den älteren etwa die Funktion von Handys oder die Nutzung des Internets erklären. Mit den Mehrgenerationenhäusern würden Räume dafür geschaffen, dass „Jung und Alt zusammenstehen“, sagte von der Leyen, die anschließend auch das ebenfalls geförderte Familienzentrum Färberhof in Stendal besuchte ( siehe auch: Volksstimme-Meldung zum Färberhof Stendal ).
Der Bund fördert in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt bis 2012 mindestens einen solchen Treffpunkt mit 40 000 Euro pro Jahr. In Sachsen-Anhalt gibt es 25 Projekte.
Das Nachbarschaftszentrum in Magdeburg ist der soziale Mittelpunkt des von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägten Stadtteils mit rund 10 000 Einwohnern. Dort laufen Veranstaltungen wie Kinder- und Seniorennachmittage oder Tanz- und Sprachkurse. Zudem leistet die Einrichtung Nachbarschaftshilfe: Mitarbeiter machen kleine Reparaturen für Senioren oder gehen mit ihnen einkaufen.
Das Zentrum wurde 2004 von Stadtteilbewohnern in einem leerstehenden Jugendclub in Eigenregie aufgebaut. Seit 2006 wird es von einem Bürgerverein getragen. Zurzeit gibt es ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter, die meisten von ihnen Langzeitarbeitslose.
„Beim Personal liegt unser großes Problem“, sagte Vereinsvorsitzender Rex Löwe. Nach Angaben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß konnte die Bundesförderung bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Die 20 000 Euro, die jährlich für Personalkosten vorgesehen seien, würden ohne entsprechende kommunale Hilfe nicht ausreichen.
Löwes Hoffnung liegt nun auf dem Bundesprogramm Kommunal-Kombi, das Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit fördert. Ab November könnte auch das Nachbarschaftszentrum davon prof tieren. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) gab gestern ein klares Bekenntnis zu dem Haus ab: Es gebe älteren Menschen das notwendige Gefühl, dass auch jüngere für sie da seien.  Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Mehrgenerationentreffen: Familienministerin Ursula von der Leyen saß gestern in Magdeburg mit Rentner Boto Karkutsch und den Kindern Mandy Mehrmann und Jessica Lösche an einem Tisch. Foto: Uli Lücke

Bundesfamilienministerin von der Leyen gestern im Neustädter Feld:
„Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) besuchte gestern auf Einladung des Bürgervereins das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld. Ein aufregender Tag für die ehrenamtlichen Helfer hinter den Kulissen.
Als gestern um Punkt 15 Uhr der dunkle Audi A8 mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen auf den Parkplatz des Mehrgenerationenhauses in der Othrichstraße fährt, ist für Corinna Solowsky das Schlimmste überstanden.
Die arbeitslose 36-Jährige, ehrenamtliche Helferin des Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld, stand seit 8 Uhr unter Volldampf. „Wir haben 11 Kuchen für die Gäste selbst gebacken“, sagt sie. Viele aus dem Team, zumeist Langzeitarbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, haben etwas aus eigener Tasche zur Kaffeetafel oder zum Buffet mit Schnittchen beigetragen. Schließlich kommt nicht alle Tage eine Bundesministerin ins Neustädter Feld.
Wenn dann auch noch die Kleiderbügel an der Garderobe knapp werden – schickt Corinna Solowsky schnell jemanden zum Bruseplatz ins Textilgeschäft. Alles soll stimmen an diesem Nachmittag.
Das Begegnungs- und Nachbarschaftshilfezentrum, 2004 im ehemaligen Jugendklub eröffnet, wurde in den vergangenen Wochen von Freiwilligen aus dem Stadtteil renoviert. Extra für die Ministerin? „Das wollten wir sowieso machen“, sagt Corinna Solowsky – und muss schmunzeln. Ganz fertig geworden sind die Maler nicht. Im Flur blitzt noch blanker Beton zwischen frischer Tapete hervor.

„Entschuldigung, wir sind am Renovieren ... und wir machen weiter!“, steht handgeschrieben auf einem Zettel im Gang. Hier haben sich nun schon der Oberbürgermeister, Abgeordnete, Stadträte oder Chefs von Wohnungsunternehmen durchgeschlängelt. Jetzt kommt die Bundesfamilienministerin, f inken Schrittes, gut gelaunt, mit einem Lächeln im Gesicht. Sie biegt am kalten Buffet links ab in den bis zum Platzen gefüllten, schwitzigen Saal, in dem Senioren neben jungen Eltern und Kindern an Kaffeetischen sitzen und nun der Ministerin applaudieren.
Auch Hildegard Behrens klatscht kurz. Die 74-Jährige ist aber skeptisch: „Wenn die Politiker mal die Wahrheit sagen würden“, sagt die regelmäßige Besucherin des Mehrgenerationenhauses nur und winkt ab. Der Stadtteiltreff müsse erhalten bleiben, fügt sie noch hinzu.
Ursula von der Leyen setzt sich an den Tisch vorn links, neben das Rentnerpaar Charlotte und Wilhelm Lummitsch, zu ihrer Linken zwei Kinder. Fotografen drängeln sich um die beste Position, um das Motiv gut in den Kasten zu bekommen. Für Rex Löwe wird es jetzt ernst.

Der Vorsitzende des Bürgervereins, der die Ministerin eingeladen hatte, setzt zu seiner dreiminütigen Begrüßungsrede an. „Zwei Stunden habe ich daran geschrieben“, verrät er später. Für den besonderen Tag nahm der Angestellte einen Tag Resturlaub aus dem alten Jahr. Corinna Solowsky drängelt sich nicht mit in den Saal. Sie lehnt auf dem Gang an der Wand. Die gelernte Verpackungsmittelmechanikern, die sich seit Jahren durch ABMStellen und Ein-Euro-Jobs kämpft, hofft im Mehrgenerationenhaus auf eine Beschäftigung mit Perspektive. Seit Ende 2008 die Ein-Euro-Jobs für das Mehrgenerationenhaus ausgelaufen sind, wird das Haus nur ehrenamtlich von Helfern wie Corinna Solowsky am Leben gehalten.
Angelika Bonack, ebenfalls ehrenamtliche Helferin, atmet jetzt ebenso abseits vom großen Trubel durch. Schweißperlen stehen noch auf ihrer Stirn. „Das war Stress pur“, sagt sie über die Vorbereitungen. Bis kurz vor Ankunft der Ministerin kümmerte sich Angelika Bonack noch mit Sicherheitsleuten um den Aufbau im Saal. Wie viel Tische dürfen hier stehen? Wie viel Leute dürfen rein? Zwischen Security und ersten Gästen galt es, kühlen Kopf zu bewahren.
Ihr Mann Rainer hat seine scheckkartengroße Digitalkamera „scharf“ geschaltet, um zwischen den großen Objektiven der Profifotografen auch ein Bild von der Ministerin abzubekommen.
Die verteilt im Saal Komplimente für den 2006 gegründeten Bürgerverein Neustädter Feld als Träger des Hauses und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß: „Sie haben mit unglaublicher Überzeugungskraft und Ideen das Haus durch schwierige Jahre gebracht.“ Das habe auch den Ausschlag gegeben, dass das 2004 gegründete Nachbarschaftszentrum 2007 für das Förderprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ unter 1700 Bewerbern den Zuschlag erhielt. „Wir möchten sie weiter begleiten und unterstützen“, sagt Ursula von der Leyen.
Das hatte zuvor auch Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) zugesagt. Der Rathauschef ist nicht mit leeren Händen gekommen. Über das Programm „Kommunal-Kombi“ wolle die Stadt Beschäftigungen für derzeit Langzeitarbeitslose ermöglichen, die das Mehrgenerationenhaus aufgebaut und am Leben erhalten haben. 2010 will die Stadt laut Trümper zudem 90 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Gebäude bereitstellen.
16.15 Uhr steigt die Familienministerin wieder in den Dienstaudi. Bürgervereinschef Rex Löwe steht am Parkplatz und strahlt übers ganze Gesicht: „Gut gelaufen! Das macht Mut“, sagt er. „Jetzt gönnen wir uns ein Gläschen Sekt.“
Einen Rundgang im Haus hatte die Ministerin noch gemacht, ein Programm der Line-Dance-Gruppe und des generationsübergreifenden Englisch-Kurses angeschaut. Ihren Handabdruck auf eine Leinwand gesetzt und signiert. Sich ins Gästebuch des Hauses eingetragen.
Und der CDU-Fraunenunionschefn Eva Wybrands aus Magdeburg, offziell Patin des Bürgerzentrums im Neustädter Feld, hat Ursula von der Leyen bei der Verabschiedung noch zugerufen: „Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“
Von Robert Richter  (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Angelika Bonack (l.) vom Bürgerverein bestreicht die Hand von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen mit Fingerfarbe ...




... und die Ministerin verewigte sich mit Handabdruck und Autogramm auf einer Leinwand im Mehrgenerationenhaus.




Familienministerin Ursula von der Leyen sitzt Probe in einer Drachen-Seifenkiste, die im Mehrgenerationenhaus von handwerklich begabten Männern für Kinder gebaut wurde. Hier geben Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsabgeordneter Bernd Heynemann (beide CDU) und Bürgervereinsvorsitzender Rex Löwe (v.l.) Tipps. Fotos: Robert Richter




Rentnerin Hildegard Behrens scherzt im Saal des Mehrgenerationenhauses während der Veranstaltung mit Familienministerin von der Leyen mit der kleinen Romy und ihrer Mutti Melanie Schwirzke.
 

Charlotte Lummitsch: „Eine angenehme Tischnachbarin“

„Die Frau ist zu bewundern“, schwärmt Charlotte Lummitsch (86), die gestern beim Besuch von Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus mit der Bundesfamilienministerin an einem Tisch saß. „Wir haben uns sehr angenehm unterhalten. Ich habe mich auch nach dem Wohlergehen ihres Vaters erkundigt, den sie ja zu Hause pfegt. Ich schätze ihn sehr“, so Charlotte Lummitsch zum Vater der Ministerin, dem früheren Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Auch das Familienleben mit sieben Kindern „neben ihrem schweren Beruf als Ministerin“, ringt der Seniorin aus dem Neustädter Feld Respekt ab. „Sie sieht außerdem jetzt durch die kürzeren Haare jünger und frischer aus. Als sie ihr Amt antrat, fand ich sie im Vergleich etwas hausmütterlich.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)
 

Line-Dance für die Ministerin
„Hello everybody!“ So begrüßte Katharina Wille die Bundesfamilienministerin und die anderen Besucher gestern im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld. Die Begrüßung auf Englisch war für die junge Frau Pficht, schließlich besucht sie im Mehrgenerationenhaus einen Englischkurs, in dem von der 12-jährigen Schülerin bis zur Rentnerin alle Generationen vertreten sind. Und da Katharina Wille und ihre Mutter Petra sowie Sabine Große und Uschi Hahnke nicht nur im Englisch-, sondern auch im Line-Dance-Kurs aktiv sind, gaben sie für die Ministerin gestern eine Tanzvorführung in Westernmanier.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Katharina Wille (l.) beim Line-Dance in Aktion.

25.02.2009
Pressemitteilung von Mittwoch, 25. Februar 2009 - Landeshauptstadt Magdeburg

Ursula von der Leyen: "Mehrgenerationenhäuser fördern das Miteinander der Generationen."
Bundesfamilienministerin besuchte das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg


Berlin/Magdeburg.
Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist der Treffpunkt für alle Generationen im Stadtteil Neustädter Feld. Hier wird Nachbarschaft noch als Gemeinschaft gelebt, gegenseitige Hilfeleistung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dazu gehört zum Beispiel die Betreuung von Kindern, wenn die Eltern Erledigungen machen müssen oder sich mal ein wenig Zeit für sich gönnen wollen. Außerdem können sich Nutzer und Nutzerinnen im Bauchtanzkurs oder beim Seniorensport fithalten oder im Offenen Treff eine Partie Karten spielen. Wie offen und selbstverständlich sich hier die Generationen begegnen, hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch erlebt. Das Mehrgenerationenhaus ist im Herzen des Stadtteils gelegen und von einer hübschen Grünanlage mit Spielplatz umgeben. Seniorinnen und Senioren aus dem angrenzenden Altersheim sind Stammgäste des Hauses.
"Hier in Neustädter Feld ist eine Gemeinschaft entstanden, die sich am Vorbild der Großfamilie orientiert: Gegenseitige Hilfeleistung, Zusammenhalt und gemeinsame Erlebnisse machen den Alltag schöner - für alle Lebensalter vom Kleinkind bis zum Hochbetagten, für Helfende genauso wie für Hilfesuchende", sagte die Bundesministerin.
"Wir leben in einer Zeit, in der die Gesellschaft von allen Flexibilität und Mobilität fordert. Familien müssen sich diesen veränderten Bedingungen anpassen und können den Generationenzusammenhalt immer seltener leben. Umso bedeutender ist es, Orte und Einrichtungen zu schaffen, die diesen Zusammenhalt auch außerhalb familiärer Strukturen fördern. Mehrgenerationenhäuser sind hierfür beispielhaft. Der Austausch von Erfahrungswissen, gegenseitiger Hilfestellung und die Gemeinschaft von Groß und Klein, verwandt oder benachbart, werden hier engagiert gelebt", sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.
"Ich freue mich, dass das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg Neustädter Feld gut angenommen wird und damit die Basis für ein vielschichtiges bürgerschaftliches Engagement bietet, das weit über den Stadtteil hinaus wahrgenommen wird", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann.
Auch Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg, schätzt das Mehrgenerationenhaus als Bereicherung für die Menschen in der Stadt: "Mit Unterstützung der Stadtverwaltung entstand aus einem früheren Jugendklub im Neustädter Feld das erste Mehrgenerationenhaus in Magdeburg. Ob Ferienprogramme für Kinder,  Kommunikationszentrum für Erwachsene oder Unterstützung für Senioren - als Nachbarschaftszentrum spricht das Haus mit seinen vielfältigen Angeboten alle Generationen des Stadtteils an. Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung hat der Bürgerverein Neustädter Feld e. V., dessen ehrenamtliche Mitglieder mit viel Engagement und zündenden Ideen das Leben im Stadtteil bereichern und die Gemeinwesenarbeit unterstützen."
Das Haus in Magdeburg ist eines von 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser schaffen sie flächendeckend Orte der Begegnung für Menschen jeden Alters. Hier können alle voneinander lernen und füreinander da sein - wie in einer Großfamilie. Mit ihren Angeboten der Kinderbetreuung, Beratung sowie haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen die Mehrgenerationenhäuser Familien und entlasten Menschen im Alltag. Durch ihre Arbeit werden regionale Netze geknüpft, von denen auch lokale Unternehmen, die Region und das Land profitieren.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro an Förderung. Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist eines von 25 in Sachsen-Anhalt. Einen Überblick über alle derzeit geförderten Projekte bietet Ihnen die Website www.mehrgenerationenhaeuser.de bzw. die Homepage des MGH Magdeburg
www.mgh-magdeburg.de

Donnerstag, der 09.04.2009

Samstag, der 02.05.2009
Zwei Jahre Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße - Geburtstagspreisskat am Sonnabend
Anlässlich des 2. Jahrestages des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld wird u. a. am kommenden Sonnabend ab 9.30 Uhr ein Skatturnier in der Othrichstraße 30 ausgetragen. Der Einsatz beträgt 5 Euro. Außer Sach- und Geldpreisen können sich die Teilnehmer und alle weiteren Besucher auf gemütliches Zusammensein bei Speis und Trank freuen. Der Bürgerverein lädt alle Magdeburger ein, das Haus kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit der Urania werden dann am 5. Mai ab 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus seltene und zum Teil unbekannte Filmaufnahmen der 1950er Jahre aus Magdeburg gezeigt. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind ebenfalls alle Interessierten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.04.2009)

02.05.2009
Mehrgenerationenhaus - Bürgerverein kürt Skatkönig

Anlässlich des 2. Geburtstages des Mehrgenerationenhauses veranstaltete der Bürgerverein Neustädter Feld das 1. Preisskatturnier 2009. Mit 21 aktiven Spielern wurde ein neuer Teilnehmerrekord bei der mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltung gefeiert. In gemütlichen, diskussionsreichen Runden wurde gereizt, was das Blatt so hergab. Nach zweimal 36 Spielen je Tisch standen dann die Gewinner fest. Der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe zeichnete dann die Erstplatzierten aus. Den 1. Platz belegte mit 2562 Punkten Manfred Fischer. den 2. Platz mit 2493 Punkten Rainer Salzmann, den 3. Platz Guido Butzmann. Bei lecker gegrillten Buletten und Würstchen durch das Bürgervereinsmitglied Dirk Zenke als Koch des Mehrgenerationenhauses und blickten die Organisatoren wieder auf einen besonderen Höhepunkt im Mehrgenerationenhaus unter der Leitung des Bürgervereins Neustädter Feld zurück. Vereinschef Rex Löwe bedankte sich bei allen Spielern und Helfern und wünschte sich auch für das nächste Skatturnier im Herbst rege Beteiligung und gutes Gelingen. Die Einrichtung in der Othrichstraße 30 wurde im Mai 2007 eröffnet. Sie wird über das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ finanziell gefördert. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.05.2009)

20.06.2009
Helfer nehmen‘s sportlich
Die Bewohner des Altenpflegeheims „Haus Lerchenwuhne“ im Neustädter Feld hatten am Donnerstag einen „bewegten“ Vormittag. Trotz einiger Regentropfen ließen es sich die Bewohner nicht nehmen, beim Sportfest ihre sportliche Fitness unter Beweis zu stellen. „Sport frei!“ hieß es für 45 Senioren. Fünf Stationen hatten die Teilnehmer zu absolvieren, darunter Disziplinen wie Gummilatschenweitwurf. Die Stationen wurden von Helfern aus dem Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld und den Mitgliedern des noch jungen Projekts „Aktiv im Neustädter Feld“ betreut, berichtet Projektleiterin Ines Langner. Am Rande versüßten sich die Sportler mit Obstspießen und dem ein oder anderem Tänzchen den Tag. „Zur Siegerehrung strahlten nicht nur die Gewinner des Sportfestes über das ganze Gesicht. Auch die Heimleiterin Frau Würtz und ihr Team freuten sich über das gelungene Fest“, so Ines Langner. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2009)

25.06.2009
Bundesweiter Aktionstag „Schau hin“ - Mehrgenerationenhaus wird zur bunten „Spielwiese“
Am Donnerstag ab 15.30 Uhr nimmt das Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld, Othrichstraße 30, am Spieletag der Initiative „Schau hin“ teil. Dafür ausgewählt wurden insgesamt 15 von über 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Um so mehr freuen sich die Mitarbeiter der Magdeburger Einrichtung, dass ihr Haus dabei ist. „Schau hin“ ist eine Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gestartet wird dieser Aktionstag, um die verschiedenen Generationen – Eltern, Großeltern und Kinder – für das Thema Medienkompetenz zu sensibilisieren. Vom altbewährten Kartenspielklassiker Uno über ein speziell für den Aktionstag entwickeltes Brettspiel, der Medienspielwiese, bis hin zum virtuellen Bowlingmatch steht die spielende Verbindung von Jung und Alt im Mittelpunkt. Nach dem Motto „spielend Generationen verbinden“, soll damit das Thema Medienerziehung ins Bewusstsein gerückt werden, um Jung und Alt für einen kindgerechten Umgang mit Medien zu sensibilisieren.
Im Anschluss lädt das Mehrgenerationenhaus alle Interessierten zu einer Gesprächsrunde zum Thema „Computerspiele“ ein. Wer Fragen zu modernen Computer- und Videospielen hat, ist also an diesem Tag im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld ebenfalls an der richtigen Adresse. Der anwesende „schau hin“-Medienvertreter steht dazu Rede und Antwort.
Neben dem garantierten Spaß mit klassischen und modernen Spielen wartet der Grillmeister des Mehrgenerationenhauses mit leckeren Brutzeleien auf alle Teilnehmer. Anmeldungen werden bis morgen erbeten im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld, Othrichstraße 30, Telefon 2 52 92 29. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.06.2009)

Homepage: www.mgh-magdeburg.de

26.06.2009
Jung und Alt erobern „Medienspielwiese“

Bundesweiter Aktionstag bringt auch im Neustädter Feld die Generationen spielend zusammen

Generationen spielend verbinden – unter diesem Leitmotiv stand gestern der erste bundesweite Spieletag der Initiative „Schau hin!“, an der sich auch das Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld beteiligte. Medienerziehung und kindgerechter Umgang mit Medien sind die Hintergründe. Jung und Alt traten in generationenübergreifenden Teams an und sammelten beim Kartenspiel-Klassiker UNO oder auf der interaktiven Bowlingbahn Punkte. Bei einem eigens für den Aktionstag entwickelten Spiel – der Medienspielwiese – konnten Kinder, Eltern und Großeltern punkten, wenn sie zum Beispiel wissen, warum ein Computer auch Rechner genannt wird oder was eine LANParty ist.
„Der erste bundesweite Spieletag macht deutlich, wie viel Spaß die unterschiedlichen Generationen beim gemeinsamen Spielen haben können“, sagt Susanne Rieschel, Sprecherin der Initiative „Schau hin!“: „Gerade bei Computerspielen sollten Eltern ihre Kinder nicht allein lassen, sondern ihnen den kindgerechten Umgang mit den virtuellen Spielewelten vermitteln. Am einfachsten geht das natürlich, wenn die ganze Familie gemeinsam spielt. So lassen sich Regeln zur Nutzung der Spiele leichter durchsetzen, wenn Kinder sehen, dass sich auch die Großen daran halten.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.06.2009)



Jung und Alt würfelten und rätselten gestern an der „Medienspielwiese“, einem neuen Spiel, das zum bundesweiten Aktionstag „Schau hin!“ auch im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld Premiere feierte. Foto: Robert Richter

30.06.2009
Volles Ferienprogramm: Märchennacht, Neptunfest und Tour nach Thale
Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld mit vielen Aktionen und Veranstaltungen für Kinder

Ein buntes Ferienprogramm bietet das Nachbarschaftszentrum/ Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld, Othrichstraße 30, bis zum 30. Juli an. Einige Veranstaltungshöhepunkte stehen im Kalender.
So ist für den 2. Juli ein Ausflug unter dem Motto: „Der Froschkönig ruft“ geplant. Die Teilnehmer fahren hin zu ihm ins Grüne. Start ist um 10 Uhr. Vom 6. bis 8. Juli können die Besucher jeweils ab 10 Uhr beim Bauen und Bemalen eines eigenen Puppentheaters mitmachen. Natürlich soll zur Einweihung auch ein eigenes Märchen aufgeführt werden.
Eine Tour in den Harz ist für die Ferienkinder dann am 9. Juli geplant. Los geht‘s um 7.45 Uhr vom Hauptbahnhof: Die Gruppe fährt nach Thale und sieht sich dort im Bergtheater „Pippi Langstrumpf“ an. Ein Beutel oder Rucksack mit Getränken und Essen ist mitzubringen.
„Schöne Flecken und hässliche Ecken“, heißt es am 13. Juli ab 10 Uhr. Es geht im Neustädter Feld auf Fotoentdeckungstour. Wer macht die interessantesten Fotos und gewinnt einen Preis?
Eine andere Aktion heißt „Wir wollen keine graue Welt“. Das Mehrgenerationenhaus startet sie am 16. Juli um 10 Uhr. „Wir malen Schandflecken bunt im Neustädter Feld“, heißt es dazu in der Ankündigung.
Außerdem können sich Ferienkinder im Neustädter Feld auf ein großes Minigolfturnier am 20. Juli um 10 Uhr sowie eine zauberhafte Märchennacht am 22. Juli ab 18 Uhr freuen. Am 27. Juli, 10.00 Uhr, ist die Feuerwehr zu Gast in der Othrichstraße 30 und zeigt und erklärt den Kindern alles, was sie wissen wollen. Auch die Polizei beteiligt sich am Aktionstag.
Weiterer Höhepunkt des Ferienprogramms ist das große Neptunfest am 30. Juli ab 10 Uhr mit Grillen, Spiel und Spaß und ganz viel Nass.
Für den Ferienpass, der zur Teilnahme an den Veranstaltungen berechtigt, wird pro Kind ein Unkostenbeitrag von 5 Euro (für Essen, Getränke, Fahrten usw.) erhoben. Er deckt die Teilnahme an allen Tagen und Angeboten ab, teilte das Mehrgenerationenhaus mit. Für die Teilnahme an allen Veranstaltungen außer Haus ist die schriftliche Erlaubnis der Eltern notwendig. Ein entsprechender Elternbrief zur Unterschrift liegt im Nachbarschaftszentrum bereit. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 30.06.2009)

16.07.2009
Schandflecke sollen bunt gestaltet werden - Ferienkinder wollen Farbe im Stadtteil versprühen

„Wir wollen keine graue Welt!“ So ist eine besondere Ferienaktion für Schüler im Neustädter Feld überschrieben. Das Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße ruft dazu am kommenden Donnerstag gemeinsam mit dem Jugendklub „Rolle 23“ auf. Die Idee: Schandf ecke im Stadtteil sollen bunt gestaltet werden. U.a. auf dem Hermann-Bruse-Platz sollen ausgewählte Flächen, für die die Erlaubnis zur Umgestaltung vorliegt, verschönert werden.
Vorarbeit haben Kinder und Jugendliche gestern geleistet. Mit Fotokameras ging es durch das Wohngebiet, um die schönsten, aber auch die hässlichsten Ecken des Stadtteils aufzuspüren und im Bild festzuhalten.
„Es sind wirklich beeindruckende Fotos entstanden“, verriet gestern Angelika Bonack vom Team des Mehrgenerationenhauses. Eine öffentliche Präsentation der Bilder ist aber noch in Arbeit. Gegen einige hässliche Stellen wollen die Schüler nun am kommenden Donnerstag mit Farbe und Kreativität anrücken. Treffpunkt ist um 10 Uhr das Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30.
Die Einrichtung lädt bis zum 30. Juli zum Sommerferienprogramm ein. Die nächsten Höhepunkte sind ein großes Minigolfturnier am 20. Juli ab 10 Uhr und die Grusel- und Zaubernacht am 22. Juli ab 18 Uhr (unbedingt Schlafsack oder Luftmatratze sowie Decke und Waschzeug mitbringen). Am 27. Juli sind dann Feuerwehr und Polizei zu Gast, bevor am 30. Juli ab 10 Uhr das große Neptunfest mit Spiel, Spaß und Leckerem vom Grill steigt.
Pro teilnehmendes Kind wird ein einmaliger Unkostenbeitrag von 5 Euro (für Essen, Getränke usw.) erhoben. Er deckt die Teilnahme an allen Tagen und Angeboten ab. Weitere Infos unter Telefon 2 52 92 29. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.07.2009)

18.07.2009
Mit Pinsel und Farbe gegen Schandflecke im Stadtteil
Schüler aus dem Neustädter Feld wollen kein graues Wohngebiet. Im Ferienprogramm des Nachbarschaftszentrums gestalten sie seit gestern u.a. triste Tafeln vom Hermann-Bruse-Platz neu. Zuvor hatten die Kinder in einem Fotowettbewerb den Fokus auf Schandflecke und Schönheiten ihres Viertels gerichtet.
Sommerspaß auf dem grünen Hügel am Hermann-Bruse-Platz und triste Beete vor einer leeren Ladenzeile. Bunte Warentische am Einkaufszentrum und graue Fassaden in der Rollestraße. Schüler aus dem Neustädter Feld, die am Sommerferienprogramm des Nachbarschaftszentrums/Mehrgenerationenhauses in der Othrichstraße teilnehmen, hielten so manchen Gegensatz im Bild fest. Und gegen einige Schandflecke tun sie nun auch was. So wurden verwitterte Holztafeln, die von einem früheren Kunstprojekt stammen, abmontiert. Seit gestern werden sie von den Kindern neu gestaltet. Auch für Sitzblöcke auf dem Hermann-Bruse-Platz und andere graue Flächen haben die Mädchen und Jungen schon tolle Ideen, verriet Angelika Bonack vom Team des Mehrgenerationenhauses. Auch hier soll im Rahmen der ungewöhnlichen Ferienaktion noch Farbe ins Spiel kommen.
Doch auch Spiel und Spaß kommen für die Ferienkinder nicht zu kurz. Minigolfturnier (20. Juli, 10 Uhr), Grusel- und Märchennacht (22. Juli, 18 Uhr) und ein großes Neptunfest (30. Juli, 10 Uhr) stehen u.a. noch auf dem Programm und können von allen interessierten Kindern besucht werden. Der einmalige Unkostenbeitrag liegt bei 5 Euro für alle Angebote. Infos unter Tel. 2 52 92 29. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.07.2009)



Erste Ideen für die Neugestaltung einer verwitterten Tafel, die zum Schandfeck auf dem Hermann-Bruse-Platz verkommen war, malen die Schüler hier mit Kreide auf. Anschließend wird mit Lackfarbe die endgültige Fassung gemalt. Fotos (2): Robert Richter



Die Preisträger des Fotowettbewerbs (v.l.): Christohper Reishaus (13), Jennifer Löscher (12), Dominic Wilhelm (11) und Jasmin Cassens (9).

Hügel und Stadtteillogo sind beliebte Fotomotive im Neustädter Feld
Unter Stadtteilbewohnern hat er ebenso Freunde wie Gegner, doch bei einer Fotoaktion zu den schönsten Plätzen im Stadtteil (Volksstimme berichtete) stand der Rasenhügel mit dem Stadtteillogo auf dem Hermann-Bruse-Platz ganz klar nicht nur bei Kindern des Stadtteils hoch im Kurs. Im Zuge der Neugestaltung des Platzes nach dem Abriss zweier Hochhäuser wurde der Hügel im vergangenen Jahr aufgeschüttet. Er sollte eine neue Höhendominante bilden, so der Ansatz der Stadtplaner. Foto: Angelika Bonack; Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 25.07.2009)

03.08.2009
Mehrgenerationenhaus in Magdeburg - Wo Erwachsene von Kindern lernen

In der Magdeburger Othrichstraße steht eine von zehn Einrichtungen in Sachsen-Anhalt, die als Mehrgenerationenhäuser vom Bund gefördert werden. Alte Menschen sollen den jungen helfen – und umgekehrt. In Magdeburg scheint das zu funktionieren.
„Hallo, mein Name ist Paul und ich bin sieben Jahre alt“, liest Paul Hocke von einem Zettel. Auf Englisch. Er sagt den Satz fehlerfrei und fast ohne Akzent. Beeindruckt lauscht das Publikum, das anschließend applaudiert.
Ein Englischkurs in Magdeburg, neben Paul Hocke sitzen noch 14 weitere Personen im Raum. Das Besondere an diesem Kurs: Es handelt sich weder um eine Schulklasse noch um einen Jahrgang im herkömmlichen Sinn. Paul Hocke zählt zu den jüngsten Teilnehmern des Kurses – außerdem sind Berufstätige oder Rentner dabei.
Sprachkurs im Nachbarschaftszentrum im Magdeburger Stadtteil Neustädter Feld. Seit 2007 erhält die Einrichtung Fördergeld aus dem sogenannten Mehrgenerationenhäuser-Programm des Bundesfamilienministeriums. Mit der Initiative will Ministerin Ursula von der Leyen das Aufeinanderzugehen verschiedener Altersgruppen fördern. Junge Menschen können von älteren lernen – und umgekehrt.
Mehrgenerationenhäuser sollen aber nicht nur Bildungs-, sondern auch soziale Einrichtungen sein, in denen Menschen Hilfestellung im Alltag oder einfach Geselligkeit finden können.
Den Englischkurs im Magdeburger Mehrgenerationenhaus leitet Carola Hugk. Sie ist 62 Jahre alt, Rentnerin, und lehrte früher an einem Gymnasium der Domstadt. „Ich fühle mich noch ft genug, um hier im Nachbarschaftszentrum zu unterrichten“, sagt sie. „Warum sollte ich mich nicht auf diese Weise einbringen? Als Rentnerin habe ich doch genügend Zeit.“
2006 hat das Berliner Bundesfamilienministerium das Mehrgenerationenhäuser-Programm aufgelegt. Geförderte Einrichtungen erhalten 40 000 Euro pro Jahr bis 2012. Rund 500 Standorte prof tieren bundesweit mittlerweile von dem Programm – davon auch zehn in Sachsen-Anhalt. Dabei haben die verschiedenen Einrichtungen die unterschiedlichsten Geschichten.
Das Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße in Magdeburg etwa existiert nicht erst, seit es Teil des Bundesförderprogramms ist. 2004 wurde die Einrichtung von Stadtteilbewohnern in Eigenregie aufgebaut – das Gebäude war ein leerstehender Jugendklub. Seit 2006 wird das Zentrum von einem Bürgerverein getragen. Unterstützung erhält die Einrichtung von der Sozialpädagogin Manuela Hasenfuß, die selbst aus dem Neustädter Feld stammt, und für die Entwicklungsgesellschaft SPI-Ost als „Quartiersmanagerin“ in dem Stadtteil arbeitet.
„Ich kann mich erinnern, wie wir hier ganz klein angefangen haben. Das Neustädter Feld ist ein Stadtteil mit Entwicklungsbedarf – wir brauchten dringend einen Anlaufpunkt für die Menschen des Viertels, in dem sie Hilfe finden können“, sagt die 36-Jährige. Die Förderung durch das Bundesprogramm bringe die Arbeit der Einrichtung erheblich voran.
Ob Computer-, Sprach- oder Tanzunterricht: „Im Prinzip kann hier jeder einen Kurs anbieten, der über besondere Kenntnisse verfügt“, sagt Manuela Hasenfuß. Allerdings seien nicht alle Veranstaltungen gratis, oft müsse man einen kleinen Obulus bezahlen.
Klaus Duschek ist 65 Jahre alt und sitzt ebenfalls im Englischkurs des Mehrgenerationenhauses. „Wissen Sie, früher, da haben wir ja nur Russisch gelernt“, sagt der Rentner. „Ich habe aber Verwandte in den USA, Kalifornien. Deshalb möchte ich gerne mein Englisch verbessern.“ Recht zwanglos gehe es zu in dem Sprachkurs, aber eben doch ehrgeizig genug. „Ich habe hier eine Menge gelernt“, sagt Duschek. Dass sowohl Kinder als auch Erwachsene in dem Nachbarschaftszentrum gemeinsam lernen, störe ihn nicht. „In unserem Kurs üben wir vor allem das Sprechen, das praktische Englisch. Da kann jeder mitmachen, egal welches Alter er hat.“
Dabei ist das Mehrgenerationenhäuser-Programm von Ursula von der Leyen nicht unumstritten. Kritisiert wird etwa das Familienbild der Ministerin, das zu der Initiative geführt habe. Die Journalistin Mariam Lau schreibt in ihrem Buch „Die letzte Volkspartei“, von der Leyen werde vorgeworfen, „die WG-Kultur der siebziger Jahre“ in die Sozialpolitik einzuführen. Außerdem hielten ihr Kritiker eine „Vergrünung des Konservatismus“ vor. Manuela Hasenfuß kann das nicht nachvollziehen: „Wir leben in einer individualisierten Gesellschaft, in der immer mehr Familien auch aus beruflichen Gründen voneinander getrennt werden.“ Das lasse Raum für Initiativen wie die Mehrgenerationenhäuser. „Wir springen da in eine Bresche. Ich halte das für sinnvoll.“
In der Othrichstraße in Magdeburg scheint das Treffen der Generationen jedenfalls schon gut zu funktionieren. Die elf Mitarbeiter des Bürgervereins, die alle Hartz-IV-Empfänger sind, planen Ausflüge für Interessierte oder Fußballturniere. „Auch das kann natürlich nicht alles kostenfrei sein, wenn wir natürlich auch bemüht sind, die Kosten möglichst gering zu halten“, erläutert Hasenfuß. Außerdem betont sie: „Wir sind nicht nur Mehrgenerationenhaus, sondern eben auch Nachbarschaftszentrum.“ Daher gebe es ebenfalls Veranstaltungen nur für Rentner oder nur für Jugendliche. Wie zum Beispiel das Rentnercafé dienstags, zu dem auch Hildegard Behrens, 74, regelmäßig kommt. Sie lebt in der Nähe in einer Einrichtung für betreutes Wohnen. „Auch wenn wir Senioren beim Rentnercafé unter uns sind, so bin ich doch über die Runde auch auf andere Angebote der Einrichtung aufmerksam geworden“, sagt sie. Daraus ergebe sich viel Kontakt zu jüngeren Menschen.
Sie sehe das als Bereicherung, sagt Hildegard Behrens. „Es ist nunmal so: Viele ältere Menschen haben nicht mehr die Möglichkeit, Kinder oder Jugendliche zu treffen.“ Von Georg Kern (Quelle: Volksstimme vom 03.08.2009)
siehe auch: Homepage:
www.mgh-magdeburg.de



Im Sprachkurs (v.l.): Paul Hocke, Klaus Duschek, Carola Hugh und Michelle Schwarz Foto: Georg Kern

05.08.2009
Neptunfest an der Othrichstraße - Finale für heiße Ferientage im Nachbarschaftszentrum
Es waren heiße Ferientage im Nachbarschaftszentrum: Täglich besuchten zwischen 15 und 25 Kinder in ihren Ferien das
Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren voll damit beschäftigt, jenen Kindern ein alternatives Programm zu bieten, die ihre Sommerferien nicht auf Mallorca, in Griechenland oder anderswo in der weiten Welt verbringen konnten.
So standen u.a. eine Fahrt zu „Pippi Langstrumpf“ im Bergtheater Thale, ein Ausflug in den „Froschkönig“ Ebendorf mit Selbstgegrilltem und ein Minigolfturnier auf dem Programm. Viel Freude bereitete den Kindern der Besuch des Kontaktbeamten Bernd Heuer, mit dem sie mit Blaulicht und Handschellen auf Verbrecherjagd gingen. Begeisterung rief auch die Märchen- und Gespensternacht hervor. Selbst die größten „Gespensterzweifler“ bekamen es im nächtlichen Bördepark mit der Angst zu tun. Einen ebenfalls unvergesslichen Höhepunkt bildete das Neptunfest am 30. Juli. Durch die Unterstützung der Frauen und Männer des Projektes „Aktiv im Neustädter Feld“ der SPI Magdeburg wurde es zu einem rundum gelungenem Abschlussfest. Neptun taufte 21 Kinder. Jedes erhielt eine Urkunde mit lustigem Taufnamen und musste nach der Rasur mit Schlagsahneschaum auch noch einen Schluck übel riechender Brühe – angeblich Elbwasser – hinunterschlucken. Anschließend konnten die Speisen gar nicht so schnell zubereitet werden, wie sie heruntergeschluckt wurden – so hungrig waren die Nixen, Häscher, Gehaschten und selbst Neptun. Zu guter Letzt konnte niemand mehr genau sagen, ob die Kinder oder die Erwachsenen an diesem heißen Tag den größten Spaß unter den plötzlich aus einem Schlauch regnenden Wasserstrahlen hatten.
Zum Abschluss dieses fröhlichen Ferientages und sozusagen als Abschied vom Sommerferienprogramm im Nachbarschaftszentrum ließen die Kinder Luftballons mit daran befestigten Rückantwortkarten steigen. Auf jeder hatte jeweils eines der Kinder seinen größten Wunsch notiert. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2009)



Nach dem erfolgreichen Spieleaktionstag im Sommer, an dem sich Alt und Jung beteiligten, ist für die Herbstferien eine Neuauflage im NBZ geplant-


Mit dem Neptunfest klang im NBZ das abwechslungsreiche Sommerferienprogramm schon wieder aus. Foto: Privat

Herbstferien 2009
Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld - Ferien mit Polizisten und Himmelsstürmern
„Komm‘ zu uns und lass‘ deinen Drachen steigen“ reimt das Team des Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld, frei nach den „Puhdys“, um für das bevorstehende Herbstferien-Programm für Schüler zu werben. Unter diesem Motto bietet das Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 vom 12. bis 16. Oktober wieder ein interessantes Programm für alle Kinder aus dem Wohngebiet an. Gleich am kommenden Montag um 9.15 Uhr gibt es bei einem Besuch des Polizeikommissariats Nord-West spannende Einblicke in die Arbeit dieser Dienststelle und die Aufgaben der Männer und Frauen in den inzwischen nicht mehr grünen, sondern blauen Uniformen. Am kommenden Dienstag geht es ab 10 Uhr mit einem Drachen-Basteltag weiter. Dabei werden die Bastler der schönsten und originellsten Himmelsstürmer gesucht und natürlich mit Preisen ausgezeichnet. Die Probe auf die Flugfähigkeit erfolgt dann am Mittwoch ab 9.45 Uhr!
Am kommenden Donnerstag laden die Veranstalter dann ab 10 Uhr zu einem großen Spieletag in das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum ein. Jeweils vier Kinder werden ein Team bilden und beim Wii, UNO und Mensch ärgere dich nicht um den Sieg wetteifern. Für die Teilnahme an allen Tagen wird ein einmaliger Unkostenbeitrag von fünf Euro für Essen, Trinken, Fahrscheine und Materialien erhoben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.10.2009)

02.12.2009
Wechsel der Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld schlägt nun doch Wellen
Gemeinsames Vorzeigeprojekt steht auf der Kippe: Bürgerverein bangt um Mehrgenerationenhaus
Der Bürgerverein Neustädter Feld bangt um die Existenz von Magdeburgs erstem Mehrgenerationenhaus. Grund seien Auseinandersetzungen mit der SPI GmbH um die gemeinsame Weiterführung der Einrichtung. Die AWO-Tochtergesellschaft SPI besetzt im Auftrag der Stadt das Stadtteilmanagement. Der Bürgerverein glaubt, dass die SPI das Projekt torpediere. SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel weist die Vorwürfe zwar zurück, doch aus einem geräuschlosen Wechsel der Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld wird sicher nichts.
Es wird für die Verantwortlichen keine besinnliche Adventszeit im Mehrgenerationenhaus werden. Der Bürgerverein trifft sich derzeit zu immer neuen Krisensitzungen. „Die Zukunft des Hauses steht auf dem Spiel“, sagt Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins. Dieser Verein im Neustädter Feld ist seit 2007 Träger des ersten offiziellen Mehrgenerationenhauses in Magdeburg. Die Bundesregierung fördert das Haus für Begegnung, Stadtteilkultur und Nachbarschaftshilfe bis 2012 über ein Modellprogramm.
Fakt ist: Ohne Sozial- und Verwaltungsprofis kann der Bürgerverein das Projekt bisher nicht stemmen und weiterentwickeln. Bis 2012 muss die Einrichtung auf eigenen Beinen stehen. Das SPI-Stadtteilmanagement hatte sich deshalb die „begleitende Unterstützung und Beratung des Bürgervereins bei der Einrichtung und Etablierung des Mehrgenerationenhauses“ auf die Fahnen geschrieben. Ein klarer Fall: Die bisherige Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß hatte schließlich das Begegnungszentrum initiiert.
Das gemeinsame Konzept steht jetzt laut Löwe auf der Kippe. Ein Grund sei das Vorhaben von SPI, mit dem Antritt einer neuen Stadtteilmanagerin das Stadtteilbüro aus dem Mehrgenerationenhaus auszulagern. Räume an der Rollestraße seien als neuer Standort im Gespräch. Der Bürgerverein fühle sich ins Abseits gestellt.
Reibungspunkte gebe es schon länger. Vorläufiger Höhepunkt sei ein Streit um eine Stromrechnung gewesen. Vereinsvertreter und SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel trafen sich unlängst zum Krisengipfel: „Am Ende waren eigentlich alle Streitpunkte vom Tisch und wir haben uns gegenseitig eine weitere gute Zusammenarbeit versprochen“, sagt Löwe.
Eigentlich. „Kurz danach haben wir erfahren, dass SPI den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus plant. In unserem Gespräch bei SPI wurde das mit keiner Silbe erwähnt“, schimpft Löwe, der die Vertrauensbasis angegriffen sieht. „Das ist der nächste Tritt gegen den Bürgerverein“, sagt Vereinsmitglied Hubert Salzborn, der sich ebenfalls große Sorgen macht. Er ist überzeugt: „Die Trennung würde die ausgezeichnete Arbeit der bisherigen Stadtteilmanagerin und des Bürgervereins zunichte machen, und die Fördergelder würden sinnlos verpuffen.“
Dass von einem Umzug keine Rede war, ist für SPI-Chef Michael Scherschel indes glasklar: „Wir planen nicht den Auszug. Punkt.“, sagt er auf Volksstimme-Nachfrage. Ihm sei „völlig unverständlich“, wer durch solche „Gerüchte“ dem „erfolgreichen Projekt schaden“ wolle.
Löwe lässt sich nicht besänftigen: „Wir wissen definitiv, dass der Auszug noch im Dezember geplant war“, hält Löwe entgegen: „Wir wissen nur nicht, was wir der SPI getan haben, sind uns keiner Schuld bewusst. Offizi ell sagt uns niemand etwas, im Hintergrund rumort es weiter.“
SPI-Chef Scherschel will trotz der Vorwürfe von einem Konflikt nichts wissen. Er habe erst jüngst in einer Pressemitteilung die enge Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein sowie die Weiterführung erfolgreicher Projekte versprochen. „Und dazu stehe ich 100-prozentig“, sagt Scherschel.
Eine „weitere gute Zusammenarbeit, auch mit der neuen Stadtteilmanagerin“, beschwört der Bürgerverein ebenfalls. Doch er sieht inzwischen auch den personellen Wechsel im Stadtteilmanagement in einem anderen Licht. Die erfolgreiche Quartiersmanagerin Manuela Hasenfuß hatte Anfang November nach sechs Jahren überraschend und ohne Begründung ihren Ausstieg bekannt gegeben. Sie habe ihren Vertrag bei SPI gekündigt. Für sie soll im Januar die Sozialpädagogin Julia Bencsik die Stelle antreten. Löwe dazu: „Uns schmerzt der Weggang von Manuela Hasenfuß sehr – und wir wissen bis heute nicht, warum sie ihre Stelle gekündigt hat.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.12.2009)
Mehr zum Bürgerverein finden Sie hier: http://www.buergerverein.neustaedterfeld.de/

08.12.2009
Streit ums Generationenhaus: Der OB will die Wogen glätten
Angekratztes Verhältnis zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement belastet Modellprojekt

Der Bestand des ersten Magdeburger Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld ist nach Aussage von Oberbürgermeister Lutz Trümper zunächst bis 2012 gesichert. Das bisher erfolgreiche Modellprojekt soll weiter vom Bürgerverein Neustädter Feld mit Unterstützung des Stadtteilmanagements der SPI GmbH betrieben werden, wie seit 2007 praktiziert. Dies sei auch vertraglich mit SPI eindeutig geregelt, sagte Trümper am Dienstag auf einer Einwohnerversammlung. Wie berichtet, befürchtet der Bürgerverein, SPI wolle sich aus dem Projekt zurückziehen.
Nach dem hochgekochten Streit um einen angeblich geplanten Auszug des SPI-Stadtteilmanagements aus dem Mehrgenerationenhaus, was laut Bürgerverein einem Rückzug aus dem Projekt gleichkäme, ist das Verhältnis zwischen dem Verein und der SPI deutlich angekratzt. Bürgervereinschef Rex Löwe formulierte drastisch: „Die Zukunft des Hauses steht auf dem Spiel.“ Dabei blieb er auch am Dienstag auf der Einwohnerversammlung mit OB Trümper im Neustädter Feld.
Löwe erklärte gar, auch Trümper selbst sowie das Stadtplanungsamt hätten bereits von den Auszugsplänen der SPI gewusst. „Und jetzt soll plötzlich alles nicht mehr wahr sein und wird als Gerücht abgetan“, schimpfte Löwe.
Trümper dazu: „Ich höre heute definitiv zum ersten Mal davon.“ Schulterzucken bei Planungsamtsleiter Heinz-Joachim Olbricht: „Ich kann Ihnen dazu nichts sagen.“
Unklar ist daher weiter, wie es zu der großen Krise kam. Denn SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel hatte in der Volksstimme klargestellt: „Wir planen nicht den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus.“ Die angeblichen Umzugspläne seien unzutreffende „Gerüchte“. Und ein von Löwe öffentlich gemachter Streit um eine Stromrechnung zwischen SPI und Bürgerverein soll laut Scherschel schon vor Wochen zusammen mit Löwe und dem Planungsamt zur Zufriedenheit aller Beteiligten beigelegt worden sein.
Ebenso bestreitet der SPIChef den vom Bürgerverein hergestellten Zusammenhang zwischen der aktuellen Krise und dem personellen Wechsel im Stadtteilmanagement. Die bisherige Managerin Manuela Hasenfuß hatte nach sechs Jahren auf diesem Posten für alle Beteiligten im „Feld“ überraschend zum Jahresende gekündigt. Zu den Gründen äußert sie sich nicht.
Nachfolgerin Julia Bencsik soll offiziell zum 1. Januar die Stelle antreten. Sie sagte auf der Einwohnerversammlung: „Die personelle Änderung ändert nichts am Auftrag von SPI.“ Es bedürfe selbstverständlich einer Begleitung des Bürgervereins. „In welchem Rahmen und Umfang, wird sich zeigen, das hat ja auch eine per sönliche Note“, sagte Bencsik. Für den 8. Januar sei mit dem Bürgerverein bereits ein Termin vereinbart worden, um zu besprechen, „wie das Projekt weitergeführt und ausgebaut werden kann“. Dagegen spreche jedenfalls aus ihrer Sicht nichts, sagte Julia Bencsik.
Ihre Vorgängerin Manuela Hasenfuß, wollte sich auf der Einwohnerversammlung nicht zu den angeblichen Rückzugsplänen äußern. Allerdings attackierte sie ihre Nachfolgerin Julia Bencsik: „Ich begrüße Sie in den Reihen der Gerüchteverbreiter.“ OB Trümper zu Manuela Hasenfuß: „Sie müssen doch am besten wissen, ob der Auszug geplant war.“ Manuela Hasenfuß, die in der Vorwoche offiziell ihre Tätigkeit als Stadtteilmanagerin beendet hat, entgegnete nur: „Ich bin als amtierende ehrenamtliche Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe hier.“ Für Trümper keine Ausrede: „Wenn ich etwas sage, bin ich auch immer der Oberbürgermeister, obwohl ich gern auch manchmal etwas nur als Bürger Trümper sagen würde.“
Dessen ungeachtet stellte Trümper, wieder ganz OB, klar: Der Vertrag mit der SPI GmbH, die im Auftrag der Stadt das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld besetzt, sei gerade verlängert worden. Festgeschrieben sei darin auch genau die vom Bürgerverein geforderte Begleitung. Trümper: „Dafür bekommt die SPI ihr Geld.“
Dies werde aber ohnehin kein Dauerzustand sein, gab der OB zu bedenken. Der Grund liegt auf der Hand: Das Förderprogramm „Soziale Stadt“, über das auch das Stadtteilmanagement finanziert wird, läuft im Neustädter Feld 2012 aus.
„Bis dahin kann es nur darum gehen, das Erreichte zu stabilisieren und nachhaltig zu sichern“, sagte Manuela Hasenfuß. Immerhin beschäftige der Bürgerverein über das Programm für Kommunal-Kombi-Löhne inzwischen elf zuvor langzeitarbeitslose Stadtteilbewohner im Mehrgenerationenhaus. Vereinschef Löwe sagte, mit der geplanten Gründung einer Stadtteilgenossenschaft solle die Einrichtung über 2012 hinaus auf sichere Beine gestellt werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.12.2009)

17.12.2009
Stadtteilmanagerin bricht ihr Schweigen
Der Streit um Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld zwischen dem Bürgerverein und dem Stadtteilmanagement der SPI GmbH schlägt weiter Wellen. Die scheidende Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, die den Posten zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlässt, äußerte sich jetzt erstmals zu dem Vorwurf des Bürgervereins, SPI wolle sich aus dem gemeinsamen Vorzeigeprojekt zurückziehen. Ja, sie habe von entsprechenden Plänen gewusst, erklärte Manuela Hasenfuß gegenüber der Volksstimme. Sie zeigte sich zugleich über das Agieren des Stadtplanungsamtes verwundert.
Die „Gerüchteküche“ im Neustädter Feld habe sich in den vergangenen Wochen „mit der Sorge erhitzt, dass SPI als Auftragnehmer für das Quartiersmanagement seinen Bürositz im Mehrgenerationenhaus aufgeben will“, schreibt Manuela Hasenfuß in einer Stellungnahme. Diese sandte sie der Volksstimme im Nachgang zu einer Diskussion auf der Einwohnerversammlung von OB Lutz Trümper in der Vorwoche zu. Der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe hatte dort betont, die Zukunft des Hauses sei von der Entscheidung der AWO-Tochter SPI abhängig.
SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel hatte den Vorwurf zurückgewiesen und gegenüber der Volksstimme klargemacht: „Wir planen nicht den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus.“
Manuela Hasenfuß dazu: „Im öffentlichen Raum steht die Frage: Gerücht oder Wahrheit?“ OB Trümper hatte auf seinem Forum der scheidenden Stadtteilmanagerin allerdings selbst die entscheidende Frage gestellt: „Sie müssen doch am besten wissen, ob der Auszug geplant war.“
„Auf diese Frage, die ich als wohlgemeinten Hinweis verstanden habe, konnte ich unmittelbar nicht antworten, denn ich war ehrenamtlich in meiner Funktion als Sprecherin der AG Gemeinwesen Neustädter Feld anwesend“, erklärte Hasenfuß nun. Aber: „Als Stadtteilmanagerin ist mir die Quelle der Gerüchteküche bekannt.“ Am 18. November sei der für PC-Wartung beauftragte Mitarbeiter ins Mehrgenerationenhaus gekommen. „Er informierte die Mitarbeiter, dass sein Vertrag gekündigt werde. Die SPI-Geschäftsstelle habe ihn informiert, dass SPI noch im Dezember beabsichtige, mit dem Büro des Quartiersmanagements aus dem Mehrgenerationenhaus in angemietete Räume in die Rollestraße zu ziehen“, schildert Manuela Hasenfuß. Der besagte Techniker, Burkhard Pressel, meldete sich auch selbst telefonisch in der Volksstimme-Redaktion und bestätigte die Schilderung. Zum Umzug sei es nicht gekommen, weil der Bürgerverein Druck gemachte habe, so Vereinschef Rex Löwe.
„Um nachträglich doch noch auf die Frage unseres Oberbürgermeisters zu antworten: Ja, als SPI-Mitarbeiterin war ich bereits in Kenntnis“, erklärte Manuela Hasenfuß. „Gründe des Arbeitsrechts machten es mir nicht möglich, dieses interne Trägerbegehren zu kommunizieren. Und so bitte ich auch an dieser Stelle um Verständnis, dass ich keine Erklärung abgeben kann, weshalb SPI den Wechsel des Bürositzes angestrebt hat, der jedoch mit Zustimmung des Auftraggebers, d. h. des Stadtplanungsamts angestrebt worden sein soll. Insofern bleibt auch bei mir im Nachgang zur OB-Einwohnerversammlung eine Irritation, weshalb Dr. Olbricht als Leiter des Stadtplanungsamtes und Auftraggeber nichts zur Klärung des Gerüchtes sagen konnte. Obwohl ich hier auch um meine eigene Beschränkung der Redefreiheit des Abends weiß.“
Der Bürgerverein gab sich trotz der Klarstellung des SPI-Geschäftsführers bisher nicht zufrieden. Die Fragen des Vereins könne sie „in ihrer Bedeutsamkeit nachvollziehen“, erklärte Manuela Hasenfuß. Denn: „Es geht schlichtweg um den Erhalt und die perspektivische Absicherung des Mehrgenerationenhauses als Einrichtung, die den Stadtteil imagefördernd aufwertet.“ Hieran erwachsen seien eine Nachbarschaftskultur, Hilfen für ältere und unterstützungsbedürftige Bewohner, bürgerschaftliches Engagement, aber auch elf Arbeitsplätze. „Diese bedeuten für elf Familien ein Leben frei von Hartz-IV-Abhängigkeit“, so Manuela Hasenfuß. „Entwicklungen in anderen Stadtteilen zeigen zudem, dass auch Wohnungsunternehmen wie die Wobau oder die MWG den unternehmerischen Wert von Nachbarschaftszentren für Quartiere erkannt haben und selbst in Einrichtungen für eine bessere Nachbarschaftskultur investieren, um Tendenzen der Isolierung entgegenzuwirken.“
Klar ist schon heute: Die Förderungen aus öffentlichen Kassen für das Mehrgenerationenhaus laufen im Jahr 2012 aus. „Mit diesem klaren Wissen sollte man unmittelbar beginnen, sich dem Prozess der nachhaltigen Absicherung zu widmen“, fordert die scheidende Stadtteilmanagerin. „Nach den Jahren der Investitionen und des Aufbaus kann nun einer der bedeutendsten Aufträge des Quartiersmanagements nur sein, sich als unabhängiger Berater, Unterstützer und Moderator zum Weiterbestehen des Mehrgenerationenhauses zu repräsentieren. Davon abzulassen, könnte aus Steuerzahlersicht berechtigt mit Verschwendung öffentlicher Gelder beurteilt werden!“
Die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik will sich am 8. Januar mit dem Bürgerverein treffen, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.12.2009)

2010

Februar 2010 - Ferienprogramm
Bürgerverein lädt Mädchen und Jungen ein - Ferienspaß mit Ferienpass im Nachbarschaftszentrum

Der Ferienspaß mit Ferienpass erlebt in der nächsten Woche eine Neuauflage im Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld. Jeden Tag wird für die Kinder während der Winterferien viel geboten. Es sind noch Plätze frei, teilte die Einrichtung gestern mit.
So ist für den kommenden Montag eine große Faschingsparty im Nachbarschaftszentrum geplant. Von 12 bis 16 Uhr sind in der Othrichstraße 30 unter Regie des Bürgervereins die Narren los. Am Dienstag stehen Sport und Spiele in der Turnhalle Othrichstraße auf dem Programm. Beginn ist um 10 Uhr. Sportsachen nicht vergessen!
Ein Besuch in der neuen Feuerwache Nord verspricht am Mittwoch Spannung. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am Nachbarschaftszentrum. Ein Kuchenbasar im Altenpflegeheim Lerchenwuhne ist für Donnerstag mit den Kindern geplant. Die Teilnehmer treffen sich um 13.30 Uhr am Nachbarschaftszentrum. Außerdem ist als einer der Höhepunkte der Woche für Donnerstag ein Besuch der Ferienkinder aus dem Neu städter Feld im Puppentheater vorgesehen. Der Ferienpass für den Ferienspaß im Nachbarschaftszentrum ist für einen Unkostenbeitrag von fünf Euro pro Kind zu haben. Darin enthalten sind die Eintrittskarten und tägliches warmes Mittagessen. Weitere Infos und Anmeldungen im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, Telefon 2 52 92 29. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.02.2010)

18.02.2010
Rückblick auf Ferien, Fasching und Feuerwehr - Tolle Tage für Kinder, Eltern und Senioren im NBZ

Über eine spannende Winterferienaktion nicht nur für Kinder berichtet das Team des Nachbarschaftszentrums
„Das vom Bürgerverein Neustädter Feld betriebene Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus machte in den Winterferien seinem Namen alle Ehre. Ob zum Kinderfasching mit vielen lustigen Kostümen, bunt geschminkten Gesichtern, Kinderbowle, Naschwerk und viel Spielspaß, bei Sport und Spiel für Jung und Alt oder anderen Veranstaltungen. Die Begegnung und das Miteinander der Generationen stand auch in der vergangenen Ferienwoche im Mittelpunkt und war für jeden Teilnehmer erlebbar.
Am Mittwoch wurde in Anlehnung an den Titel eines bekannten Kinderbuches von Hannes Hüttner bei der Feuerwehr Nord der Kaffee kalt. Bei dieser Exkursion gab es in der neuen Feuerwache Nord spannende Antworten auf unzählige neugierige Fragen und die Einsatzwagen und Löschtechnik zum Anfassen. Jeder hatte Gelegenheit, sich einmal hinter das Lenkrad eines Löschfahrzeuges zu setzen und – zumindest in der Fantasie – zum Einsatz zu brausen. Im Fitnessraum gerieten einige, die vordem mit dem Traumberuf Feuerwehrmann liebäugelten, dann doch sehr schnell außer Puste.
Zum Abschluss durfte die gesamte Mannschaft der Ferienkinder zum Gruppenfoto auf einem Löschfahrzeug aufsitzen. Selbst die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik fand unser Angebot so spannend, dass sie an diesem Tag gemeinsam mit ihrem Sohn am Ausflug teilnahm. Anschließend ging es zurück ins Büro zur Kindergeburtstagsfeier mit Freunden.
Am Donnerstag sahen die Ferienkinder im Puppentheater Magdeburg die modern inszenierte Fassung eines alten Märchens: „Der Wolf und die 7 jungen Geißlein“. Besonders die Tatsache, dass das Stück auf einem Bahnhof begann, bot viel Stoff zum anschließenden Für und Wider der Meinungen.
Mit besonders wachem Blick verfolgten die Kinder der im November vorigen Jahres im Nachbarschaftszentrum gegründeten Puppenspielgruppe das Geschehen und seine spielerische Umsetzung auf der Bühne des Puppentheaters, um den großen Kollegen die eine oder andere Idee zur Stimmgestaltung oder der Herstellung von Geräuschen abzuluchsen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.02.2010)

13.03.2010
Im Mehrgenerationenhaus - „Feldgeister“ lassen die Puppen tanzen

Es ist Mittwochnachmittag. Obwohl die eigentliche Probe des Puppentheaters erst um 15 Uhr beginnt, sind die ersten Kinder schon eine Stunde vorher im Haus, um gemeinsam ihre Hausaufgaben zu erledigen. Die Idee, ein eigenes Puppentheater im Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 zu gründen, entstand in den Sommerferien 2009. Das Handwerksteam des Hauses fertigte eine dreiteilige Kasperbühne. Die Ferienkinder bemalten sie nach ihren eigenen Vorstellungen mit Masken und anderen fantasievollen Motiven. Im Fundus des Mehrgenerationenhauses schlummerten die verschiedensten Handpuppen und wurden jetzt aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt.
Im Herbst begannen die Proben mit ersten Improvisationsübungen. Kasper, Wachtmeister, Schnatterinchen, Oma, Maulwurf und Prinzessin bekamen endlich wieder eine Stimme. Ein fester Stamm aus vier interessierten Kindern bildete sich. Andrea Brüning, Mandy Mehrmann, Sarah Redlin und Thuy Tien Dhin Thie sind bis heute dabei, und weil es sich schnell herumsprach, kamen Maria Friemel, Nicky und Jasmin Cassens, Domenic Wilhelm und Sebastian Kürschner hinzu. Waren die ersten beiden einstudierten Stücke „Der Zauberkasper“ und „Der geheimnisvolle Schatz“ noch von den Spielleitern Angelika und Reiner Bonack ausgedacht und aufgeschrieben worden, so entstanden in freier Improvisation der Kinder bald weitere. Lang anhaltenden Beifall als verdienten Lohn gab es bei der ersten öffentlichen Aufführung zur Weihnachtsfeier des Bürgervereins Neustädter Feld im Dezember 2009. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.03.2010)

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