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Mein Garten
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Bäume leisten aufgrund ihrer "Wohlfahrtsfunktion" einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität einer Stadt. Sie filtern z.B. den Staub, verbessern das Kleinklima, produzieren Sauerstoff und verschönern das Stadtbild.Gesetzliche Grundlagen:
1. Das Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt
2. Die Landeshauptstadt Magdeburg hat eine Baumschutzsatzung erlassen, durch die Bäume ab einer bestimmten Größe pauschal unter Schutz gestellt werden. Die genauen Regelungen dazu finden Sie im Amtsblatt Nr. 51 vom 29.07.1993 (pdf-Dokument - 1,8 MB).
Was ist daraus resultierend zu beachten:
Der Baumbestand, Großsträucher und Klettergehölze sind mit der Baumschutzsatzung unter Schutz gestellt.
Danach sind geschützt:
- Alle Laub- und Nadelbäume mit einem Stammumfang von 50 cm und mehr, gemessen in einer Höhe von 100 cm über dem Erdboden.
- Eibe, Kugelahorn, Kugelrobinie, Rotdorn, Weißdorn, Stechpalme und Mehlbeere ab einem Stammumfang von 30 cm.
- Kletterpflanzen, die mehr als 5 m² Wandfläche bedecken und mit mehr als 2 m Wuchshöhe.
- Alle Großsträucher wie z.B. Haselnuss, Hartriegel, Feldahorn mit einem Traufdurchmesser von mindestens 3 m.
- Alle Bäume und Landschaftsbestandteile, die aufgrund von Festsetzungen in Bebauungsplänen zu erhalten sind, auch wenn sie die genannten Voraussetzungen nicht erfüllen.
- Ersatzpflanzungen für Bäume, die aufgrund von Ausnahmegenehmigungen gefällt wurden, ohne Rücksicht auf den Stammumfang.Ausnahmegenehmigungen zum Fällen oder Baumpflegemaßnahmen, wie Veränderungen im Kronen-, Stamm- und Wurzelbereich sind an die untere Naturschutzbehörde zu beantragen.
Ausnahmegenehmigungen (Antrag) werden erteilt, wenn:
- Brandschutzvorschriften gewahrt werden müssen.
- auch durch Verschiebungen des Baukörpers die zulässige Grundfläche auf dem Grundstück bei Erhaltung baurechtlicher Vorschriften (Abstandsflächen) nicht ohne Baumfällung genutzt werden kann.
- Gefährdungen wie Umsturz- oder Bruchgefahr, Scheuern oder Einwachsen ins Mauerwerk oder in Rohrleitungen bestehen, die durch andere Maßnahmen wie Rückschnitt nicht beseitigt werden können bzw. diese Maßnahmen unzumutbar sind.
- ein Baum krank ist. Hier entsteht in der Regel eine Gefährdung des restlichen Baumbestandes oder eine Gefährdung von Sachgütern.
- das Gartengrundstück durch die hohe Anzahl von vorhandenen Bäumen nicht mehr als Garten nutzbar ist.
- die Baumfällung aus gesundheitlichen Gründen (Allergien) erforderlich ist. Hierzu ist ein ärztliches Attest erforderlich.Herbst - Zeit für den perfekten Schnitt von Baum und Strauch
Warum ist der gute und richtige Gehölzschnitt eigentlich so wichtig? Es geht ja nicht nur um das Aussehen der Bäume und Sträucher. Damit sie wachsen und gesund bleiben, müssen Gehölze beispielsweise immer von kranken und abgestorbenen Pflanzenteilen befreit werden. Ausreichend Licht und Luft zwischen Ästen und Zweigen sind die Voraussetzung für eine gute Ernte. Und nicht zuletzt werden wichtige Triebe besser mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt, wenn dünne und schwache entfernt werden.
Für alle Äste und Zweige, die nicht so einfach zu erreichen sind, gibt es Astscheren und Astschneider. Mit diesen gelenkschonenden und kraftsparenden Helfern wird der richtige Schnitt fast zum Kinderspiel. Ehe sich Gartenbesitzer das erste Mal an den Rückschnitt von Bäumen oder Sträuchern heran wagen, sollten sie neben dem richtigen Werkzeug auch mit dem Rat eines Experten oder erfahrenen Gärtners ausgestattet sein. Denn: Jeder Schnitt führt zu einer Reaktion der Pflanze - man sollte daher genau wissen, welchen Schnitt man wo und wie ansetzt. Darüber hinaus ist der Erfahrungsaustausch mit einem Gartenfreund hilfreich, wenn es um große Bäume geht: Damit auch die Form nach dem Schnitt so richtig schön ist, sollte jemand mit etwas mehr Abstand beurteilen, wie das Gesamtbild der Baumkrone sich während der Schneidarbeiten verändert.
Aber auch Hecken - Schutz von neugierigen Nachbarn und vor unerwünschter Bodenerosion, aber gleichzeitg auch Wohnort für viele nützliche Kleintiere - brauchen für dichten und kräftigen Wuchs Unterstützung. Schnipp, Schnapp und ab heißt es daher für alle zu schwachen und zu langen Triebe. Um welche Längen die Hecke gekürzt werden muss, hängt dabei von der Gehölzsorte und vom Alter ab. Wenn Sie selbst noch wenig Erfahrung haben: Im Gartenfachmarkt bekommen Sie sicher gute Tipps. Damit das Heckenschneiden so komfortabel wie möglich abläuft, nutzt man dafür am besten eine Elektro-Heckenschere.Hier einige Faustregeln zum Schnitt bei Obstgehölzen:
Erhalten Sie den charakteristischen Aufbau des Gehölzes, der Gärtner sagt dazu »Habitus«.
Schneiden Sie lieber regelmäßig und behutsam, statt einmal zuviel!
Überlegen Sie, welcher Schnitt, das fruchttragende Holz fördert.
Schneiden Sie immer dicht über einer Knospe, aber achten Sie darauf, dass sie diese nicht verletzten.
Die Knospe, die man stehen lässt, bestimmt im nächsten Jahr, in welche Richtung der Zweig weiterwachsen wird. Schneiden Sie daher so, dass das Gehölz nach außen weiterwächst.Steinobstgehölze schneiden
Sind Süß- und Sauerkirschen sowie Pflaumenbäume abgeerntet, kann man diese Bäume bis etwa Mitte September verschneiden. Die Gehölze sind noch in der Lage, bis zum Ende der Vegetationszeit die Schnittwunden mit Kallus zu verschließen.Es gibt folgende Schnittarten:
Der Fruchtholzschnitt ist bei Sauerkirschen, besonders bei der Schattenmorelle, nötig. Da diese nur am einjährigen Langtrieb fruchtet, sollte man abgetragenes Fruchholz bis zum Neuwuchs an seiner Basis entfernen.
Beim Auslichtungsschnitt werden zu dicht und zu steil stehende sowie ins Kroneninnere wachsende Äste entfernt. Haben sich im Kroneninneren sehr viele Wasserschosser entwickelt, müssen sie vereinzelt werden. Man sollte sie allerdings nicht wegschneiden, sondern herausreißen. Dadurch werden die an der Triebbasis befindlichen so genannten schlafenden Augen mit entfernt, so dass es an der Stelle nicht erneut zur Wasserschosserbildung kommen kann.
Beim Verjüngungsschnitt alter Gehölze muss sehr stark ins Kronengerüst eingegriffen werden. Die Krone wird unten breiter gehalten als oben, um eine breit pyramidale Form zu behalten.Hier einige Faustregeln zum Heckenschnitt/-rodung:
In der Zeit vom 01.03. bis zum 30.09. eines jeden Jahres ist es durch das Landschaftsgesetz verboten, Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören. Diese Verbot dient dem Schutz von Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtstätten verschiedener Tierarten, vor allem der Vogelwelt. Nicht betroffen hiervon sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen.Heckenschnitt in den ersten Jahren
In den ersten beiden Jahren werden Hecken mit Ast- oder Handheckenscheren beschnitten. Erst danach mit einem Motorgerät. Da eine Hecke anfangs häufig ein wenig unregelmäßig wächst, können Sie mit einer Ast- oder Handschere eher korrigierend eingreifen. Schneiden Sie die Oberfläche der Hecke glatt und achten Sie auf lange, herauswachsende Triebe, die mit der Ast- oder Gartenschere eingekürzt werden. Als Faustregel gilt, dass die seitlichen Triebe benachbarter Sträucher ineinander übergehen sollten.Hecke beschneiden
Schneiden Sie die Heckenoberkante entlang einer Spannschnur gerade ab. Schneiden Sie dann die Seitenwände der Hecke von oben nach unten glatt ab. Achten Sie dabei unbedingt auf die Sicherheit! Tragen Sie Handschuhe, feste, aber bequemere Kleidung und auch eine Schutzbrille. Verwenden Sie bei hohen Hecken stets stabile Gerüste.Kastenschnitt
Jede Hecke wird in ihrem oberen Teil besser mit Sonne, Wasser und Nährstoffen versorgt. Wird sie im unteren Bereich zu schmal gehalten, verkahlt sie leicht. Schneiden Sie Laubholzhecken in Trapez- oder in Kastenform.Der Trapezschnitt
Immergrüne Hecken schneidet man grundsätzlich in Trapezform. Sie dürfen allerdings oben erst dann gekappt werden, wenn sie ihre Endhöhe erreicht haben.Die Kunst des Formschnitts
Gartengestaltung mit geformten Pflanzen ist eine alte gärtnerische Kunst. Neben Hecken zur Rahmung eignen sich geschnittene Laub- und Nadelgehölze als akulpturale Elemente eines Gartens. Vor allen Dingen in formalen Gärten, an Eingängen, Durchgängen und Terrassen werden damit wichtige Punkte betont.Freie Formen
Von besonderem Reiz sind frei gestaltete unregelmäßige Formschitte, die amorphe Gebilde entstehen lassen. Runde, weiche Formen oder unregelmäßige Oberflächen verleihen einer solchen Pflanzung Flächenwirkung oder Struktur.Strenge Formen
Mit Hilfe des Formschnitts wird lebendige Architektur geschaffen. Es entstehen grüne Wandelemente, dicke und dünnere Mauern mit Toren, Fenster, Säulen, ebene Flächen und Körper sowie Ornamente jeglicher Art.Hat sich Ihre Hecke etabliert, wird sie regelmäßig beschnitten. Laubholzhecken werden im Herbst oder Frühjahr beschnitten - größere Hecken nochmals im Juli oder August (nach der Vogelbrut). Immergrüne Hecken schneiden Sie am besten im Spätherbst oder Vorfrühling.
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