Freizeitanlage Othrichstraße

 


29.05.2009
Neuer Anlauf in der Othrichstraße
KSV Galaxy will im Sportkomplex Neustädter Feld Breitensport etablieren

Für ein größeres Breitensportangebot im Neustädter Feld und eine stärkere Belebung des Sportkomplexes in der Othrichstraße will sich der im Ringen beheimatete Verein KSV Galaxy Magdeburg in Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftszentrum engagieren.
Seit 1. April hat der KSV Galaxy nach einigem Hin und Her in der Sporthalle Othrichstraße eine neue Trainingsstätte gefunden. Nach Aussage des Vereinsvorsitzenden Jörg Schrader hatte der Verein sein bisheriges Domizil in der Agnetenstraße in Alte Neustadt nach einer Mieterhöhung des privaten Eigentümers aufgegeben. Am neuen Standort hat der Verein, dessen Kerngebiet das Ringen ist, auch neue Ziele. Das bereits erfolgreich praktizierte Seniorensportprogramm, für das sich Schrader seit Jahren engagiert, soll dabei ein wichtiger Baustein sein, so Schrader jüngst in der AG Gemeinwesen Neustädter Feld.
Ausschlaggebend war laut Schrader auch, dass das ursprünglich vom Verein BSV 93 in der AG Gemeinwesen und im Stadtrat vorgelegte Konzept zum Aufbau eines Breitensportzentrums in der Othrichstraße nur zum Teil umgesetzt werden konnte. Der Handballverein BSV hatte Anfang 2008 für den Sportkomplex Othrichstraße die Betriebsführung übernommen, engagiert sich außerdem für Kinder des Stadtteils durch die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten.
In Erweiterung möchte der KSV Galaxy gern sein Seniorensportangebot „Richtig fit ab 50“ nun in der Sporthalle Othrichstraße etablieren, wo dafür vorrangig vormittags der Gymnastikraum zur Verfügung stehe. Aber auch für Tischtennis für Senioren gebe es Anfragen. Für Jung und Alt wolle man Kurse wie Rückenfitness starten. Kindersportangebote seien ebenfalls angedacht, sagt der Vereinschef. Jörg Schrader will sich dabei als staatlich geprüfter Trainer im Ringen, Rückenschullehrer und Übungsleiter in der Prävention einbringen. Zur angestrebten Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftszentrum / Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße erklärt Schrader: „Wir wollen uns u.a. in Form von Senioren- und Familiensportfesten, Gesundheitstagen oder anderen Aktionstagen einbringen.“
Natürlich wolle der KSV aber auch seine Ringerabteilung, die unter der monatelang offenen Frage einer neuen Trainingsstätte durch Weggänge gelitten hatte, am neuen Standort wieder nach vorn bringen, dazu auch die Nachwuchsarbeit neu anschieben.
„Mit unseren Angeboten soll aber nicht nur der Sport im Vordergrund stehen, sondern der Sportverein soll gleichzeitig eine soziale Begegnungsstätte sein“, sagt Schrader. Feiern oder Ausfüge sollen dazu beitragen. Ein weiteres Ziel sei natürlich, Menschen zum regelmäßigen Sporttreiben zu bewegen und vielleicht auch zu einer Mitgliedschaft im Sportverein. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 29.05.2009)



Jörg Schrader vom KSV Galaxy (2.v.r.) mit Senioren einer Sportgruppe im Neustädter Feld. Foto: R. Richter

26.11.2008
Stadt baut Rettungsweg für Sporthalle
Bauarbeiten an der Othrichstraße / Investor für Freifläche des früheren Schulkomplexes gesucht
Für Fragen bei Stadtteilbewohnern sorgen seit einigen Tagen Bauleute an der Othrichstraße. Zwischen dem Parkplatz des Nachbarschaftszentrums (NBZ) und der Sporthalle wird an der Freifl äche des abgerissenen Schulkomplexes „gebuddelt“, so berichten Anwohner und NBZ-Besucher. Steht eine Neubebauung der Freifläche an? Auf Volksstimme-Anfrage bringt das Kommunale Gebäudemanagement (KGM) Licht ins Dunkel. Über die Rathaus-Pressestelle teilte das KGM mit: „Gebaut wird in der Othrichstraße eine Feuerwehrzufahrt für die Sporthalle.“
Die frühere Schulsporthalle soll schließlich für den Vereinssport erhalten bleiben, wurde dafür vor einigen Monaten erst in die Trägerschaft des Handballvereins BSV 93 übergeben. In den nächsten Wochen und Monaten stehen dafür zunächst Sanierungsarbeiten an der Halle bevor. Bis Ende Januar 2009 soll u.a. die Glasfassade saniert werden. Anschließend steht die Parkettsanierung an, hieß es in der Vorwoche von Seiten der Stadtverwaltung in der AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld. Wie das KGM weiter mitteilte, wird das ehemalige Schulgelände außerdem durch einen Zaun vom Hallengelände abgetrennt werden, denn die Freifläche sei „zur Vermarktung vorgesehen“, ein Investor wird gesucht, hieß es dazu vergangene Woche von Seiten des Stadtplanungsamtes in der AG Gemeinwesenarbeit. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.11.2008)




Hier ist die neue Zufahrt vom Parkplatz des Nachbarschaftszentrums an der Othrichstraße zur Sporthalle (links) zu sehen. Grund: Die Freifläche rechts im Bild will die Stadt an einen Investor verkaufen. Foto: R. Richter

14.02.2008
Stadt startet mit BSV 93 im Neustädter Feld Pilotprojekt

Sportverein übernimmt Betriebsführung für Sportkomplex Othrichstraße
Magdeburgs Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport, Dr. Rüdiger Koch, hat die Sporthalle in der Othrichstraße gestern an den Ballsportverein 93 übergeben. Der BSV übernimmt die Verantwortung für das Objekt, das auch von anderen Vereinen genutzt werden kann. Die Unterhaltungskosten für die Sporthalle trägt die Stadt. Koch sprach von einem „guten Tag für den Sport im Stadtteil Neustädter Feld“ und dankte dem BSV mit Präsident Ingolf Treher für das Engagement.
Bis zum Auszug der Grund- u. Sekundarschule am Standort Othrichstraße wurde die Sporthalle sowohl für den Schulsport als auch für den Vereinssport genutzt. Die Außensportanlage einschließlich Sanitäranlagen war über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ für insgesamt 464 000 Euro saniert worden. Die Sanierung war 2002 vollendet.
Die benachbarte Schule wurde 2005/06 geschlossen. Um die Sportstätte weiterhin für die Öffentlichkeit zu erhalten, erklärte sich der BSV 93 Magdeburg-Olvenstedt bereit, die Betriebsführung für die Sportstätte zu übernehmen. Dabei handelt es sich nach Aussage des Beigeordneten Koch um ein Pilotprojekt, bei dem ein Verein die Verantwortung für die Sportstätte übernimmt und gleichzeitig auch andere Vereine die Sportstätte nutzen können. Die Kosten für die Unterhaltung werden weiterhin aus dem Haushalt der Landeshauptstadt Magdeburg getragen.
Zwischen dem BSV 93 und dem Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement wurde ein Vertrag geschlossen, der die Rechte und Pflichten beider Partner regelt. Danach übernimmt bzw. gewährt der Verein: das Hausrecht für die Halle und die Außenanlagen, die Verkehrssicherungspflicht, Öffnungszeiten täglich von 9 bis 22 Uhr, die durchgängige Besetzung und Kontrolle des Objekts während der Öffnungszeiten, hausmeistertypische Reparaturen, die Grünflächenpflege sowie die Koordinierung der Hallenbelegung in Abstimmung mit dem Fachbereich Schule und Sport. Die Vergabe der Nutzungszeiten regelt weiterhin der Fachbereich Schule und Sport. Derzeit nutzen die Halle neben dem BSV 93 u. a. die SG „Aufbau Elbe“, der 1. FC Magdeburg, der SV Fortuna, die SG Stahl Nord, die Jugendfreizeiteinrichtung Bauarbeiter, das ALSO Projekt, der Universitäts-Sportclub „Otto von Guericke“, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das Bildungszentrum für das Hotel u. Gaststättengewebe und das Lebenshilfe-Werk.
„Ich freue mich auch, dass die Halle multifunktional genutzt wird, so dass neben den Vereinen sogar Kindereinrichtungen davon profitieren können“, sagte Rainer Voigt, Vorsitzender des Stadtsportbundes, bei der Übergabe der Anlage an den BSV gestern. Voigt spielte auf Bewegungsangebote an, die der BSV u.a. für Kindereinrichtungen vorhält. So traten gestern die Kitas „Bördebogen“, „Kuschelbär“, „Nachtweide“ und „Fliederhof“ bei einem Sportfest gegegeneinander an.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom14.02.2008)

19.12.2007
BSV 93 soll Fünfjahresvertrag für Sportkomplex bekommen
Othrichstraße: Betriebsführung wird Verein übertragen, doch bisheriger Projektleiter springt ab
Die Betriebsführung für den Sportkomplex an der Othrichstraße wird für zunächst fünf Jahre an den BSV 93 Magdeburg übertragen. Das hat der Stadtrat in der Dezember-Sitzung beschlossen. Die Stadtverwaltung soll mit dem in Olvenstedt ansässigen Handballverein einen Vertrag aufsetzen. Beim BSV ist aber seit kurzem der bisherige Projektleiter Uwe Schaffranke, der die Bewerbung vorangetrieben hatte, nicht mehr an Bord. Das Vorhaben sei aber nicht gefährdet, teilte der Verein mit.
Nach monatelanger Sperrung konnte durch das Engagement des BSV 93 im Sommer dieses Jahres die Außensportanlage wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Zuvor war der Freizeitplatz unter dem Protest von Anwohnern und des Bürgervereins Neustädter Feld vom Kommunalen Gebäudemanagement (KGM) gesperrt worden. Grund: Mit der Aufgabe des Schulstandortes 2006 fielen auch die Hausmeisterleistungen weg. Vandalismus kennzeichnete das gesamte Schul- und Sportareal. Doch die Außensportanlage wurde über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufwendig saniert und 2002 fertig gestellt. Rund 464 000 Euro wurden laut Stadtverwaltung investiert. Deshalb muss eine langfristige öffentliche Nutzbarkeit gewährleistet werden.
Nach Beratungen des KGM und der AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter Feld setzte die Stadt auf den Weiterbetrieb durch einen Sportverein. Der BSV 93 und die SG Handwerk bewarben sich daraufhin, stellten ihre Konzepte in der GWA öffentlich vor. Im März sprach sich die GWA in einer öffentlichen Abstimmung für den BSV 93 aus. Das Kommunale Gebäudemanagement und der Fachbereich Schule und Sport schlossen sich dem Votum an, in seiner Dezember-Sitzung auch der Stadtrat.
Ausgerechnet jetzt ist aber der bisherige Projektleiter des BSV, Uwe Schaffranke, von Bord gegangen. Er hatte das Konzept maßgeblich entwickelt, die Bewerbung im Auftrag des Vorstands in der Öffentlichkeit vertreten.
„Herr Schaffranke ist nicht mehr Mitglied unseres Vereins“, teilte der BSV auf Anfrage mit. Nach Volksstimme-Informationen ist es eine Trennung in Unfrieden. Schaffranke soll seit Wochen nicht mehr für den Verein erreichbar sein. An den Plänen, den Sportkomplex zu übernehmen und auch mit Breitensportangeboten für alle Generationen weiter zu beleben, habe sich aber nichts geändert, ließ der Verein wissen.
Laut Stadtratsbeschluss übernimmt der BSV das Hausrecht für die Halle und die Außenanlage und die Verkehrssicherungspflicht. Der Verein muss die Öffnungszeiten montags bis freitags 9 bis 22 Uhr und samstags und sonntags 9 bis 22 Uhr bei Veranstaltungen gewährleisten. Zu den Aufgaben gehören künftig u. a. auch hausmeistertypische Reparaturen, Grünflächenpfl ege, Koordinierung und Kontrolle der Hallenbelegung, wobei die Vergabe der Nutzungszeiten weiter dem Fachbereich Schule und Sport der Stadt obliegt. Die Betriebskosten für den Sportkomplex kommen wie bisher weiter über den Fachbereich Schule und Sport aus der Stadtkasse.
Geklärt wurde unterdessen auch ein Rückforderungsbegehren der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen für ein Flurstück im Bereich des Sportkomplexes. Die Stiftung hat dem Kommunalen Gebäudemanagement ihre Einverständniserklärung zur mietfreien Nutzungsüberlassung an einen Sportverein zugesandt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.12.2007)



Im Juni dieses Jahres stellte sich der BSV 93 u.a. mit der Aktion „Integration durch Sport“ als künftiger Betreiber für den Sportplatz an der Othrichstraße im Neustädter Feld vor. Das Bild zeigt (v. l.) Ilona Gabriel, Carina Kaschmirek, Stefan Schneider, BSV-Projektleiter Uwe Schaffranke (inzwischen nicht mehr im Verein) und Ute Pilz. Foto: Robert Richter

02.10.2007
BSV 93 soll Fünfjahresvertrag für Sportanlage bekommen
Verein möchte Betriebsführung an der Othrichstraße übernehmen
Die Stadtverwaltung will die Betriebsführung für die Sportanlage Othrichstraße für fünf Jahre dem Verein BSV 93 Magdeburg übertragen. Nach Beratung in den Ausschüssen soll der Vorschlag im Dezember im Stadtrat zur Abstimmung stehen.
Durch das Engagement des in Olvenstedt beheimateten Handballvereins konnte der Sportplatz im Juli nach monatelanger Schließung und Protesten im Stadtteil wieder geöffnet werden. Der Verein hatte dazu mit der Stadt eine vorübergehende Vereinbarung getroffen. Jetzt soll ein Fünfjahresvertrag die Partnerschaft auf ein festes Fundament stellen. Inbegriffen ist die Betriebsführung für die Sporthalle und die Außensportanlage.
„In Euro abrechenbare Einsparungen entstehen durch die Übergabe der Betriebsführung an den BSV 93 vorerst nicht“, erklärt die Stadtverwaltung im Beschlusspapier für die Stadträte. Betriebskosten müssten weiter aus der Stadtkasse bezahlt werden, da der Verein keine Zuschüsse für die Betriebsführung erhält. Die Vorteile sieht die Stadt „im immateriellen Bereich“. Während der Öffnungszeiten würden durch die Präsenz von Vereinsmitgliedern und ehrenamtlichen Helfern Ordnung und Sicherheit gewährleistet.
Fakt ist auch: Nur durch den Einsatz des Verein kann die Zukunft der Außensportanlage gesichert werden. Diese wurde seit Anfang der 1990er Jahre über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ Stück für Stück aufwändig saniert und 2002 fertig gestellt. Es wurden nach Angaben der Stadt insgesamt rund 464 000 Euro investiert. Deshalb muss die Stadt sicherstellen, dass die Anlage langfristig öffentlich genutzt werden kann.
Doch genau das war seit November 2006 nicht mehr der Fall. Nach der Schließung von Grund- und Sekundarschule entfiel der Einsatz des Hausmeisters an der Othrichstraße, der auch den Sportkomplex betreute. Seit der Schulschließung kennzeichnet Vandalismus das gesamte Areal. Die Stadt geht nun davon aus, dass durch die Präsenz des Vereins die Vandalismusschäden in Zukunft deutlich reduziert werden. Gleichzeitig hatte die Sperrrung des öffentlichen Sportplatzes für Protest im Stadtteil gesorgt. Die AG Gemeiwesen griff das Thema auf. Die Stadt setzte auf eine Lösung mithilfe eines Sportvereins.
Der BSV 93 und die SG Handwerk bewarben sich. Ihre Konzepte stellten die Vereine im Februar in der AG Gemeinwesen vor. Die Runde votierte im März mehrheitlich für das Konzept des BSV 93. Das KGM und der Fachbereich Schule und Sport der Stadt schlossen sich dem Votum an.
Den Sportkomplex will der BSV 93 gemeinsam mit der Projektgesellschaft Kinder & Jugend Sachsen-Anhalt e.V. (PKJ) beleben. An der Othrichstraße wollen die Partner ein Modellprojekt schaffen, „um Alternativen zum Schubladendenken in der Kinder- und Jugendarbeit aufzuzeigen“, sagte der BSV-Beauftragte Uwe Schaffranke gegenüber der Volksstimme. Als Beispiel nannte er das Projekt „Integration durch Sport“, gefördert durch das Bundesinnenministerium. Neben Sportangeboten sind u. a. Kunst- und Theaternachmittage, Schülernachhilfe und -förderkurse, ein Internetprojekt und Ferienfreizeiten geplant. Aber auch Seniorensport soll an der Othrichstraße angeboten werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 02.10.2007)

08.08.2007
Sportler können ihren Platz zurückerobern
Freizeitanlage an der Othrichstraße hat unter Regie des BSV 93 wieder geöffnet

Nach monatelanger Sperrung ist im Vormonat die Anfang der 90er Jahre mit Steuergeld und Sponsorenmitteln gebaute Freizeitanlage an der Othrichstraße in Regie des Vereins BSV 93 wiedereröffnet worden (Volksstimme berichtete). Details des Betreiberkonzepts stellte der BSV jüngst in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld vor.
Das Kommunale Gebäudemanagement (KGM) hatte einen vorläufigen Vertrag zur Betriebsführung der Außenanlage und der Sporthalle an der Othrichstraße mit dem in Olvenstedt ansässigen Handballverein BSV 93 geschlossen.
Voraussichtlich im September oder Oktober soll per Stadtratsbeschluss der Weg für einen vorerst auf fünf Jahre angelegten Kontrakt mit dem BSV frei gemacht werden, hieß es in der AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld seitens des KGM.
Streetworker HolgerSchmidt vom Jugendamt wollte wissen: „Wer ist nun Ansprechpartner für Hallennutzungszeiten?“ Denn der Jugendklub „Rolle 23“ und der Streetworker nutzten bisher in den Ferien freitags ab 17 Uhr mit Jugendlichen die Anlage für Fußball und Volleyball, und das soll auch so bleiben.
Für Hallenzeiten ist nach wie vor der Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung zuständig. Die Sportplatznutzung erfolgt hingegen jetzt in Absprache mit BSV 93. Nach Aussage des KGM sei nicht zu erwarten, dass die Anlage künftig rund um die Uhr belegt ist, daher sei die freie Nutzung sicher auch weiterhin möglich.
Uwe Schaffranke, Projektleiter des BSV 93, bat um Verständnis, „dass der Anlauf gewisse Zeit benötigt, da die Betreibung ein neues Modell darstellt“. Momentan sorge der Verein für die Öffnung der Anlage und müsse Ordnung und Sicherheit auf dem Areal gewährleisten. Dafür sei er auch juristisch verantwortlich. Die Öffnung der Anlage sei bis 22 Uhr angedacht. Ein Belegungsplan werde erarbeitet.
Uwe Schaffranke: „Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeit werden benannt. Die Platznutzung soll strukturierter und organisierter erfolgen, aber in Zeiten der Nichtbelegung soll der Platz natürlich frei und öffentlich nutzbar sein und bleiben.“ Nutzungswünsche bzw. -zeiten könnten dem Verein natürlich für die Aufnahme in den Belegungsplan mitgeteilt werden. Uwe Schaffranke stellte auch klar: „Die Nutzung ist und bleibt kostenfrei.“
Ab September will der BSV 93 laut Uwe Schaffranke sein Aktionsprogramm für das Neustädter Feld Schritt für Schritt umsetzen. Hintergrund: Die Anlage soll gemeinsam mit der Projektgesellschaft Kinder & Jugend Sachsen-Anhalt e.V. (PKJ) belebt werden. Die PKJ ist ein vom BSV 93 mitgegründeter, gemeinnütziger Verein. „Dieser Verein transferiert auf ehrenamtlicher Basis Knowhow für Projektentwicklung, - management und -finanzierung in gemeinnützige Organisationen und Initiativen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche“, erklärte Schaffranke.
An der Othrichstraße wollen die Partner ein Modellprojekt schaffen, „um Alternativen zum Schubladendenken in der Kinder- und Jugendarbeit aufzuzeigen“, so der BSV-Beauftragte weiter. Als Beispiel nannte er das Projekt „Integration durch Sport“, gefördert durch das Bundesinnenministerium. Neben Sportangeboten sind u. a. Kunst- und Theaternachmittage, Schülernachhilfe und -förderkurse, ein Internetprojekt und Ferienfreizeiten geplant. Aber auch Seniorensport soll an der Othrichstraße angeboten werden.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.08.2007)


Ilona Gabriel, Carina Kaschmirek, Stefan Schneider, Uwe Schaffranke und Ute Pilz (v.l.) vom BSV 93 auf der Sportanlage Othrichstraße.

28.06.2007
Freizeitplatz ab Juli wieder geöffnet
Monatelange Sperrung soll aufgehoben werden / BSV 93 engagiert sich an der Othrichstraße
Die Sport- und Freizeitanlage an der Othrichstraße soll ab der kommenden Woche wieder offen stehen. Der Sportverein BSV 93 und die Projektgesellschaft Kinder & Jugend Sachsen-Anhalt e.V. haben mit dem Kommunalen Gebäudemanagement (KGM) eine Übergangslösung gefunden. Im Herbst soll die seit Oktober 2006 wegen eines fehlenden Betreibers gesperrte Anlage voraussichtlich per Stadtratsbeschluss in die Trägerschaft der Vereine wechseln.
Weil nach dem Auszug der Grundschule im Sommer 2006 kein Betreiber mehr für die Sportanlage vorhanden war, sperrte das KGM im Herbst den Platz. Die Tore des Anfang der 1990er Jahre mit Fördermitteln und Sponsorengeldern gebauten öffentlichen Areals wurden verschweißt. Das sorgte für Proteste im Stadtteil. Seither kämpften Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, der Bürgerverein Neustädter Feld und die AG Gemeinwesenarbeit für die Wiedereröffnung.
Doch zunächst musste ein neuer Betreiber her. Die Stadtverwaltung suchte Sportvereine und fand mit der Neustädter SG Handwerk und dem in Olvenstedt beheimateten Handballverein BSV 93 zwei Bewerber mit interessanten Konzepten. Die Stadt favorisierte den BSV.
Ab Juli soll nun der Freizeitplatz nach Aussage von Uwe Schaffranke vom BSV 93 wieder nutzbar sein. „Auf Basis einer Übergangslösung“, sagte Schaffranke: „Es wird bereits in den Sommerferien eine Vielzahl von organisierten und betreuten Angeboten geben. Im September soll dann diese Übergangsvariante durch einen längerfristigen Vertrag ersetzt werden – nachdem ein entsprechender Stadtratsbeschluss vorliegt.“ Der BSV wolle künftig als „Objektdienstleister“ fungieren. Details zu den Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten will der BSV nächste Woche bekannt gegeben.
Fest steht: Die Anlage soll ab Juli gemeinsam mit der Projektgesellschaft Kinder & Jugend Sachsen-Anhalt e.V. (PKJ) wiederbelebt werden. Die PKJ ist ein vom BSV 93 mitgegründeter, gemeinnütziger Verein. „Dieser transferiert auf ehrenamtlicher Basis Know-how für Projektentwicklung, -management und -finanzierung in gemeinnützige Organisationen und Initiativen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche“, erklärt Schaffranke.
An der Othrichstraße wollen die Partner ein Modellprojekt schaffen, „um Alternativen zum Schubladendenken aufzuzeigen“, so der BSV-Beauftragte weiter: „Ein Sportverein mit 500 Mitgliedern kann eben mehr sein als nur Anbieter von Breiten- und Leistungssport. Wir wollen Aufgaben übernehmen, die weit darüber hinausgehen. Damit möchten wir eingefahrene Gleise in der Kinder- und Jugendförderung verlassen.“
Als Beispiel nannte Schaffranke das Projekt „Integration durch Sport“, gefördert durch das Bundesinnenministerium: „Gerade in unseren Einzugsgebieten Olvenstedt und Neustädter Feld ist eine Förderung der Integration von Migranten und die damit verbundene Vernetzung von Partnern zu einer Pflichtaufgabe geworden.“
Im geplanten Modellvorhaben im „Feld“ sehen sich die Vereine laut Schaffranke als „Dienstleister und Plattformgeber“. Der Sportkomplex, einschließlich der Halle, solle möglichst vielen Interessengruppen zugänglich gemacht werden. „Wir wollen im Neustädter Feld eine attraktive Freizeitanlage vorhalten, die im Rahmen von Öffnungszeiten von Kindern, Familien und Freizeitsportlern frei zugänglich genutzt werden kann.“ Gruppen, die sich für den Erhalt der Anlage mit engagieren, sollen Vorrang bei der Nutzung haben.
Neben Sportangeboten sind für Kinder- und Jugendliche u.a. Kunst- und Theaternachmittage, Schülernachhilfe und förderkurse, ein Internetprojekt und Ferienfreizeiten geplant. Aber auch Seniorensport soll angeboten werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.06.2007)


Engagieren sich mit dem BSV 93 für die Freizeitanlage an der Othrichstraße (v. l.):
Ilona Gabriel, Carina Kaschmirek, Stefan Schneider, Uwe Schaffranke und Ute Pilz mit Baby Joyce.
Foto: Robert Richter

14.04.2007
Nach Verhandlungen wird Sportverein BSV wird für Pflege der Sportanlage vorgeschlagen
Das Kommunale Gebäudemanagement (KGM) will den Handballverein
BSV 93 als Partner für den Unterhalt des Sport- und Freizeitplatzes an der Othrichstraße dem Stadtrat vorschlagen. Mit Unterstützung des Vereins soll die seit November 2006 gesperrte Anlage wieder eröffnet werden.
Damit der öffentliche Sportplatz bald auch wieder von der Öffentlichkeit genutzt werden kann, wurde von der Stadt ein Verein gesucht.
Seit dem Auszug der Grundschule aus dem Schulhaus an der Othrichstraße konnte sich der Hausmeister der Einrichtung nicht mehr mit um den Freizeitplatz kümmern. Das KGM verschweißte daraufhin die Tore zum Sportplatz, begründete den Schritt mit Sicherheitsvorkehrungen. Die Sperrung rief Proteste im Stadtteil hervor. Die Anlage war Anfang der 1990er Jahre mithilfe von Sponsoren und Fördermitteln gebaut worden.
Nach Vorbild der Rothenseer Sport- und Freizeitanlage an der Windmühlenstraße schlug das Sport- und Schulverwaltungsamt die Suche nach einem Verein als neuem Träger vor. In Rothensee betreibt die SG Stahl Nord seit Jahren den Platz. Wie berichtet, gab es mit dem BSV 93 und der SG Handwerk zwei interessierte Vereine für die Anlage an der Othrichstraße im Neustädter Feld. Ihre Konzepte präsentierten sie im Januar in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA), auch die Volksstimme stellt sie vor.
Inzwischen wurden vom Gebäudemanagement Verhandlungsgespräche mit den beiden interessierten Sportvereinen geführt, informierte das KGM jetzt die GWA. Demnach wird derzeit eine Stellungnahme bzw. Drucksache zur Beschlussfassung für den Stadtrat erarbeitet.
Darin will das KGM aber lediglich vorschlagen, die Verkehrssicherungspflicht an den BSV 93 zu übertragen. Das heißt Pflege, Wartung und Kleinstreparaturen. Der Verein soll auch entsprechende Nutzungsrechte zugesprochen bekommen.
Sportplatz und Halle sollen aber vorerst nicht komplett in die Trägerschaft des Vereins übertragen werden. Betriebsführung und Vergabe von Hallenzeiten blieben somit weiterhin in der Verantwortung des Sport- und Schulverwaltungsamts.
Die GWA Neustädter Feld hatte sich für keinen Verein positioniert und will, wie jetzt eine Abstimmung ergab, bei dieser Haltung auch bleiben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.04.2007)

03.03.2007
Sportkomplex - Noch keine Entscheidung
In Sachen Übertragung des Sportkomplexes (Halle und Freizeitplatz) an der Othrichstraße an einen Sportverein (Volksstimme berichtete) ist noch keine Entscheidung gefallen. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß informierte jetzt die AG Gemeinwesen, dass Gespräche zwischen Stadt (Gebäudemanagement) und den Bewerbern, SG Handwerk und BSV 93, bevorstehen. In der März-Sitzung soll es neue Infos geben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.03.2007)

25.01.2007
Auf der am 22. Januar stattgefundenen GWA-Versammlung stellten
die Sportvereine BSV 93 und SG Handwerk ihre Konzepte als Betreiber der Sport- und Freizeitanlage an der Othrichstraße vor. Die Konzepte können in den Archivmeldungen nachgelesen werden.

Der Sportverein BSV 93 stellte sich und sein Realisierungskonzept mittels einer PowerPoint-Präsentation vor, welche Sie sich hier ansehen bzw. downloaden können. Dazu klicken Sie bitte auf...

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Auch der Sportverein SG Handwerk stellte sich und sein Realisierungskonzept mittels einer PowerPoint-Präsentation vor, welche Sie sich hier ansehen bzw. downloaden können. Dazu klicken Sie bitte auf...

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Zum Ansehen benötigen Sie keine Zusatzsoftware, nach dem Downloaden benötigen Sie eine Software zum Ansehen der PowerPoint-Präsentation, welche Sie hier downloaden können. PowerPoint Viewer 2003
 

Archivmeldungen

30.12.2006
An der Othrichstraße soll bald wieder der Ball rollen - Auch SG Handwerk bewirbt sich um Freizeitanlage

Die SG Handwerk hat sich nach dem BSV 93 ebenfalls als Betreiber der Sport- und Freizeitanlage an der Othrichstraße ins Spiel gebracht und dem Sportamt ein Konzept vorgelegt. Ein großes Fragezeichen steht hier wie da hinter der Finanzierung. Die öffentliche Anlage, die bis zu deren Auszug im Sommer dieses Jahres über die Grundschule mitverwaltet wurde, ist seit Oktober gesperrt.
„Wir wollen mit der Betreuung der Freizeitanlage Othrichstraße im Neustädter Feld eine Verbindung zwischen dem Wohngebiet und einer aktiven sportlichen Betätigung für Jung und Alt herstellen“, sagte Gerald Bleidorn, Präsident der SG Handwerk der Volksstimme: „Dabei sollen insbesondere die Bürger des Wohngebietes, die AG Gemeinwesen, Vereine und Kindergärten Nutznießer unserer Aktivitäten sein.“ Der außerschulische Sport spiele „eine gewichtige Rolle sowie das Einbeziehen von Seniorenheimen, um soziale Kontakte zu vertiefen und den Menschen den Spaß an der Bewegung zu geben“.
Wie Bleidorn außerdem erklärte, hat die SG Handwerk als Partner für dieses Vorhaben „die MWG-Wohnungsgenossenschaft gewonnen, die, wie wir auch, an sinnvollen Freizeitaktivitäten ihrer Mieter interessiert ist. Hierzu gab es auch schon einige Gespräche mit dem Vorstand. Die Abstimmung mit dem Vorstand der SG Handwerk ist ebenfalls geschehen, so dass nun der Feinschliff zu erfolgen hat“, sagte Bleidorn.
Nach den Volksstimme-Berichten über die Sport- und Freizeitanlage Othrichstraße startete die SG Handwerk Anstrengungen, stellte laut Bleidorn Anträge an das Schulverwaltungsamt, das kommunale Gebäudemanagement und den Landessportbund. Gerald Bleidorn: „Nun werden wir gemeinsam mit den Entscheidungsträgern nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen.“
Der Sportverein BSV 93 hatte kürzlich ebenfalls per Vorstandsbeschluss Interesse an einer Übernahme der derzeit gesperrten Sportanlage Othrichstraße bekundet (Volksstimme berichtete). Uwe Schaffranke vom BSV kündigte an, sein Verein werde im Januar ein Betreiberkonzept in der AG Gemeinwesen Neustädter Feld öffentlich vorstellen. Auch Schaffranke machte deutlich, dass zunächst die Finanzierung des Projekts gesichert werden müsse.
Der öffentliche Sportkomplex an der Othrichstraße ist seit Oktober gesperrt, da nach der Schließung der Grundschule keine Betreuung mehr gesichert werden konnte. Die Stadtverwaltung setzt auf eine Lösung nach dem „Rothenseer Modell“. Dort betreibt die SG Stahl Nord seit Jahren erfolgreich die Sport- und Freizeitanlage Windmühlenstraße. >>> Homepage der SG Handwerk
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.12.2006)

19.12.2006
Sportanlage Othrichstraße - BSV 93 will im Januar Betreiberkonzept vorstellen
Der Sportverein BSV 93 hat nun offiziell Interesse an einer Übernahme der derzeit gesperrten Sportanlage Othrichstraße bekundet. Einigt sich der Verein mit der Stadt, könnte die öffentliche Anlage schon bald unter Regie des BSV wiedereröffnet werden. Da in Rothensee der Betrieb des Freizeitplatzes Windmühlenstraße durch die SG Stahl Nord seit Jahren erfolgreich läuft, setzt die Stadtverwaltung nun auch im „Feld“ auf das „Rothenseer Modell“.
„Der Vorstand des BSV 93 befürwortet eine Übernahme der Sportanlage als Betreiber“, teilte Uwe Schaffranke vom BSV 93 mit. Der Verein werde hierzu dem Kommunalen Gebäudemanagement umgehend ein Betreiberkonzept vorlegen. „Wir möchten dieses Betreiberkonzept in der Versammlung der AG Gemeinwesen im Januar 2007 der Öffentlichkeit vorstellen“, informierte der in Olvenstedt ansässige BSV 93.
Schaffranke: „Dieses Betreiberkonzept wird in jedem Fall den Betrieb der Sporthalle einbeziehen. Es finden noch im Dezember hierzu Termine mit Verantwortlichen der Stadt Magdeburg und Gespräche mit möglichen Partnern statt . Alle Informationen hierzu werden bis zum Termin der Gemeinwesenversammlung öffentlich gemacht.“ Uwe Schaffranke selbst wurde vom Vorstand bevollmächtigt, die entsprechenden Verhandlungen zu führen.
„Wir möchten jedoch vorausschicken, dass eine Gesamtfinanzierung des Projektes erst gesichert sein muss. Die Rahmenbedingungen sind jedoch als positiv zu bewerten, so dass dieses Vorhaben mit Sicherheit nicht an der fehlenden Bereitschaft des BSV 93 scheitern wird“, sagte Uwe Schaffranke. >>> Homepage des BSV 93
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.12.2006)

08.12.2006
Hallo Freunde, an dieser Stelle möchten wir auszugsweise den Inhalt einer E-Mail veröffentlichen, welche uns am 07.12. von Uwe Schaffranke erreichte. (Der Inhalt dieses Schreibens wurde für eine Weitergabe / Veröffentlichung freigegeben.)

Sehr geehrte Frau Hasenfuß,
nachfolgend möchten wir Sie über den Stand des Projektes
Übernahme Sportanlage Othrichstraße informieren.

Der Vorstand des BSV 93 befürwortet eine Übernahme der Sportanlage als Betreiber und wird hierzu der KGM bis zum 15.12.06 ein Betreiberkonzept vorlegen. Wir möchten dieses Betreiberkonzept zur Ihrer GWA Versammlung im Januar 2007 vorstellen. Dieses Betreiberkonzept wird in jedem Fall den Betrieb der Sporthalle einbeziehen. Es finden noch im Dezember hierzu Termine mit Verantwortlichen der Stadt Magdeburg und Gespräche mit möglichen Partnern statt. Alle Informationen hierzu werden bis zum Termin der GWA öffentlich gemacht. Ich bin vom Vorstand bevollmächtigt entsprechende Verhandlungen zu führen.

Die Grundsätze des Betreiberkonzeptes:

Name:

Sport und Freizeitzentrum des BSV 93 Neustädter Feld

          Zielgruppen:
          vormittags - Kindergärten / Senioren / Freizeitsport
          nachmittags - Arbeitsgemeinschaften / freie Gruppen / Vereinssport
          abends - bis 22.00 / Vereinssport / Freizeitsport Erwachsene (freie Gruppen)
          Events - SIMBA-Kindergartensportfest ( Projekt des BSV 93 )

Des weiteren planen wir die Einrichtung eines Kontakbüros unserer Projektgesellschaft Kinder und Jugend Sachsen-Anhalt e.V., um als gemeinnütziger Dienstleister für Schulen, Vereine usw. Sport- und Freizeitevents zu organisieren. Es existieren bereits konkrete Projektideen, die wir im Januar vorstellen möchten.
Wir möchten jedoch vorausschicken, dass eine Gesamtfinanzierung des Projektes erst gesichert sein muss. Die Rahmenbedingungen sind jedoch als positiv zu bewerten, so dass dieses Vorhaben mit Sicherheit nicht an fehlender Bereitschaft des BSV scheitern wird. Bei Rückfragen bitte: 0173 4784093

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Schaffranke
 

07.12.2006
Gesperrter öffentlicher Sportplatz an der Othrichstraße - Stadt setzt auf „Rothenseer Modell“ mit freiem Träger
Im Streit um den gesperrten öffentlichen Sport- und Freizeitplatz an der Othrichstraße setzt die Stadtverwaltung auf eine Lösung mit einem freien Träger und verweist auf das erfolgreiche „Rothenseer Modell“. Das beschied Oberbürgermeister Lutz Trümper in der Stellungnahme zu einer Anfrage von Stadtrat Hubert Salzborn (CDU).
Durch das Kommunale Gebäudemanagement (KGM) wurde die Sport- und Freizeitanlage für die Öffentlichkeit gesperrt (Volksstimme berichtete). Begründet wird die anhaltende Schließung mit den fehlenden Möglichkeiten, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bis zu deren Auszug war dies durch die Grundschule „Am Bördegarten“ gesichert. Der Hausmeister kümmerte sich darum.
„Nicht nur, dass durch die Schließung des Sport- und Freizeitplatzes der Bürgerschaft ein wertvoller Ort zur Freizeitgestaltung genommen worden ist, sondern es wurde auch gegen den Grundsatz verstoßen, dass Sportstätten auch nach Schulschließungen weiter offen gehalten werden sollen“, kritisiert Stadtrat Hubert Salzborn. In einer Anfrage an die Stadtverwaltung wollte der CDU-Politiker wissen: „Wer hat die Schließung der Sport- und Freizeiteinrichtung in der Othrichstraße veranlasst? Und: Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, dass diese Einrichtung durch den Bürgerverein Neustädter Feld, gegen eine kleine Aufwandsentschädigung, betreut werden kann?“ „Nach Schließung der beiden Schulen konnte kein Personal am Standort mehr vorgehalten werden. Vandalismus am Schulgebäude und an der Sportanlage in Größenordnungen war die Folge“, heißt es in der von Oberbürgermeister Lutz Trümper unterzeichneten Stellungnahme der Stadtverwaltung: „Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht wurde die Freianlage durch das KGM für einen Interimszeitraum (bis zur Klärung einer Nutzungsüberlassung) verschlossen.“
Einen Leihvertrag zur kostenlosen Nutzung sei dem Bürgerverein bzw. der AG Gemeinwesen Neustädter Feld durch das KGM angeboten worden, nebst Unterstützung bei Reparaturen und Instandhaltung. „Der Leihvertrag wurde abgelehnt und eine Leistungsvereinbarung mit Aufwandsentschädigung gefordert“, heißt es weiter.
Tatsächlich hatte Rex Löwe als Vorsitzender des Bürgervereins diesen als möglichen Träger der Einrichtung ins Gespräch gebracht. „Wir würden uns ehrenamtlich und täglich darum kümmern, für Sauberkeit sorgen und anfallende Reparaturen erledigen“, hatte Rex Löwe erklärt. Allerdings machte der Verein eine „anerkennende Aufwandsentschädigung“ zur Bedingung. Das Geld würde in die Kasse des gemeinnützigen Vereins fließen und laut Satzung wieder dem Gemeinwesen zugute kommen. Im Gespräch waren 200 Euro monatlich.
Das KGM besitze keine Möglichkeit, dem Bürgerverein eine Aufwandsentschädigung für die Betreuung der Sportanlage zu zahlen, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Dem Bürgerverein bzw. der AG Gemeinwesen wurden demnach folgende Vorschläge inklusive Unterstützung z. B. bei Reparaturleistungen an der Anlage durch das KGM angeboten:
Anträge an den „Fonds Gemeinwesenarbeit“ für eine Aufwandsentschädigung. Aus diesem Fonds werden verschiedene Tätigkeiten der Bürgervereine finanziert.
Zum Zweiten wurde auf die im Stadtteil Rothensee erfolgreiche Variante verwiesen, bei der ein Verein (SG Stahl Nord) Anlagen übernimmt und erfolgreich betreibt, unterstützt von den städtischen Beschäftigungsgesellschaften GISE bzw. AQB. Des Weiteren hat laut Stadtverwaltung das KGM „Kontakt mit einem freien Träger aufgenommen“, um das Problem zu lösen.
Ende der 90er Jahre war der damals marode Sportplatz hinter dem Schulkomplex Othrichstraße modernisiert worden. Sponsoren brachten einen Großteil der Kosten auf, dazu kamen Fördermittel. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 07.12.2006)