Das Stadtteilbüro
 im Neustädter Feld



 

Aktuelles    


07.02.2012

Frostige Stimmung rund um Freilufttreff

Pavillon für Jugend an der Othrichstraße erneut in der Kritik / Ärger über Müll und Zerstörungen

Der schon vor seinem Bau heftig umstrittene Jugendfreilufttreff Othrichstraße sorgt aufgrund von Müll und Zerstörungen erneut für Negativschlagzeilen. Stadtteilmanagerin Julia Bencsik ruft zur Geduld auf und kündigt neue Aktionen an, um die Situation zu entschärfen.

Anwohner Helton Köcher ist empört: „Warum wurde bei der Planung des Jugendfreilufttreffs eigentlich nicht an die Folgekosten für Reinigung und Reparaturen gedacht. Waren die Initiatoren der Meinung, dass die jugendlichen Besucher ihre Hinterlassenschaften selbst wegräumen?“ Die Leserkritik: „Zu überall herumliegenden zerschlagenen Schnaps- und Bierflaschen kommt im Frühling wieder ein unangenehmer Latrinengeruch hinzu. Die Dachrinne wurde samt Blitzableiter heruntergerissen. Wer ist eigentlich für diesen Dauerzustand verantwortlich?“ Die Volksstimme bat Stadtteilmanagerin Julia Bencsik um eine Stellungnahme. 
Das Stadtteilmanagement hatte den Bau des Freilufttreffs auf den Weg gebracht – auf Initiative von Jugendlichen aus dem Stadtteil und gemeinsam mit den jungen Neustädterfeldlern sowie dem Stadtplanungsamt. „Eine für alle zufriedenstellende Lösung gibt es bis dato noch nicht und wird es meines Erachtens auch nie geben“, sagte Julia Bencsik auf Anfrage der Volksstimme: „Klarstellen möchte ich hier jedoch ganz deutlich, dass für die Reinigung vor dem Jugendfreilufttreff und für die regelmäßige Leerung des Mülleimers durch die Stadt gesorgt ist. Weiter wurde seitens der Mitarbeiter des Stadtteilbüros, also auch durch mich persönlich, seit der Eröffnung des Freilufttreffs in regelmäßigen Abständen für die Reinigung und Müllentsorgung im Inneren des Treffs gesorgt. Dieses erfolgt auch jetzt noch.“ Eine Reinigung durch die jugendlichen Nutzer werde angestrebt, so die Stadtteilmanagerin weiter. Sie räumt ein: „Dies ist uns bis dato nicht gelungen, doch einige neue Aktionen für dieses Jahr sind geplant und werden in regelmäßigen Abständen stattfinden. Dazu arbeitet das Stadtteilbüro mit vielen Akteuren zusammen, u.a. mit den Jugendfreizeiteinrichtungen ,Rolle 23‘ und ,Bauarbeiter‘, mit dem Streetworker des Jugendamts, dem Stadtplanungsamt und der AG Gemeinwesen.“ Sie hoffe, dass „der Stadtteil und seine Bewohner mit dieser unkonventionellen Art von Jugendeinrichtung, welche nicht durch anwesendes Personal, sondern durch die Jugendlichen selbst geführt wird, noch ein wenig Geduld haben“, sagte Bencsik: „Neues braucht Zeit, um zu funktionieren! Ich bin sehr zuversichtlich, und appelliere an alle Jugendlichen sich für den Freilufttreff stark zu machen, ihn für sich zu pflegen. Übrigens bin nicht nur ich der Meinung, dass die Verunreinigungen nicht nur durch Jugendliche aus dem Neustädter Feld verursacht werden, sondern auch von Jugendlichen aus angrenzenden Stadtteilen, bzw. von Jugendlichen auf der Durchreise.“ Für alle Anliegen zum Freilufttreff sei das Stadtteilbüro in der Rollestraße 29 feste Anlaufstelle.
„Ich werde das Thema auch am 21. Februar während der nächsten GWA-Versammlung auf die Tagesordnung setzen lassen und hoffe, dort gemeinsam mit Bürgern und Akteuren neue Handlungsansätze zu finden.“
(Quelle: "Volksstimme" vom 07.02.2012)

29.07.2011

„50 Jahre Mauerbau“ im Stadtteilbüro

Ausstellung über deutsche Teilung

Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Stadtteilbüro Neustädter Feld ab dem kommenden Montag die durch die Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung gestellte Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“. Das teilte Stadtteilmanagerin Julia Bencsik gestern mit. Die Ausstellung wurde durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet und zeigt in 20 großformatigen Plakaten sowohl die Geschichte der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer. Die Ausstellung enthält eindrucksvolle Fotos und Dokumente, beschreibt das Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der friedlichen Revolution des Jahres 1989. Alle Interessierten sind eingeladen, sich diese Ausstellung im Stadtteilbüro Neustädter Feld (Rollestraße 29, Alte Apotheke) anzuschauen. Der Eintritt ist frei. 

Quelle: "Volksstimme, 29.07.2011

                                                                                                                                                                             

31.05.2011

Stadtteilparty im „Feld“ geplant

Festkomitee tagt erstmals

Stadtteilmanagerin Julia Bencsik ruft die Neustädterfeldler auf, in einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Stadtteilfestes im September mitzuwirken. Erstes Treffen ist am kommenden Dienstag, 7. Juni, um 18 Uhr im   Stadtteilbüro „Alte Apotheke“, Rollestraße 29. „Ziel ist es, Ideen und Wünsche für das Stadtteilfest zu sammeln und Aufgaben zu verteilen, um auch in diesem Jahr ein schönes Stadtteilfest auf die Beine zu stellen“, so Julia Bencsik.

Quelle: Volksstimme, 31.05.2011, R. Richter

 

05.05.2011                                                                                                                                                                                                                      

Gestern Auftakt für wöchentliche Stadtteilspaziergänge
"3000
Schritte extra“ durchs Neustädter Feld"

Olivia Frebel (l.) und Irma Stahlhut, hier in Höhe Rathmannstraße, gehörten gestern zu den rund 20 Teilnehmern eines Stadtteilspaziergangs, zu dem Stadtteilmanagerin Julia Bencsik und Sigrid Wege von der Landesvereinigung für Gesundheit aufgerufen hatten.

„Mit 3000 Schritten extra mobil und gesund bleiben“ – unter diesem Motto haben Stadtteilmanagerin Julia Bencsik und Sigrid Wege von der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt (LVG) gestern Nachmittag den ersten Stadtteilspaziergang im Neustädter Feld gestartet. Vom Stadtteilbüro „Alte Apotheke“ am Hermann-Bruse-Platz ging es nach einer Partie Riesenmikado für die rund 20 Teilnehmer über Mechthild-, Rathmann-, Silberschlag- und Mittagstraße zurück Richtung Bruseplatz. Auf der Frühlingstour durchs „Feld“ hatten die Spaziergänger die Möglichkeit, sich über Gesundheitsthemen zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Julia Bencsik möchte daraus ein regelmäßiges Angebot für die „Neustädterfeldler“ machen: „Ab sofort wird jeden Mittwoch um 15 Uhr ein Stadtteilspaziergang beginnen. Wer mitlaufen möchte, kann einfach zum Stadteilbüro am Harry-Potter-Spielplatz kommen.“

Quelle: "Volksstimme, 05.05.2011

13.04.2011
Stadtteilmanagerin ruft auf
Aktion: "3000 Schritte extra" im Neustädter Feld

Am Mittwoch, 4. Mai, findet ein Stadtteilspaziergang durch das Neustädter Feld statt. "Wir wollen gemeinsam mit allen interessierten Bewohnern, aber auch aus anderen Stadtteilen einen gemeinsamen Rundgang unternehmen. Die Aktion, die gemeinsam mit der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt geplant und umgesetzt wird, steht unter dem Motto: "Mit 3000 Schritten extra mobil und gesund bleiben," teilte Stadtteilmanagerin Julia Bencsik mit. "Im Rahmen des Stadtteilspaziergangs gibt es die Möglichkeit, sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Für Erfrischungen ist ebenfalls gesorgt."

Nähere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es persönlich im Stadtteilbüro (Alte Apotheke) und unter Telefon 50 95 98 45. (Quelle: "Volksstimme", 13.04.2011)

 27.01.2011
Rentnerin Anne Wille, Stammgast im Stadtteilbüro
„Hier finde ich immer ein offenes Ohr“


Anne Wille hat das Stadtteilbüro an der Rollestraße 29 für sich entdeckt: „Wenn ich vom Einkaufen komme, schaue ich gern auf einen Kaffee und einen Schwatz vorbei“, erzählt die Rentnerin aus dem „Feld“, die zu den Stammgästen zählt, wie Stadtteilmanagerin Julia Bencsik berichtet.
Anne Wille erzählt: „Hier finde ich immer ein offenes Ohr, kann auch mal ein Problem loswerden. Ich kann nur den Stadtteilbewohnern empfehlen, solche Angebote rege zu nutzen.“ Ein Pflichttermin für die Seniorin ist die Rommérunde jeden Dienstag ab 10 Uhr. Unterstützt wird das Programm von ehrenamtlichen Helferinnen wie Martina Lösche und Christiane Otte, die als sogenannte Engagement-Lotsen aktiv sind. Heute steht übrigens, wie an jedem letzten Donnerstag im Monat, die Tauschbörse auf dem Plan. Besucher können gut erhaltene Sachen, die sie nicht mehr benötigen, abgeben und dafür etwas anderes mitnehmen.
Spielvormittag im Stadtteilbüro Neustädter Feld an der Rollestraße.


Gute Karten haben hier (v. l.): Martina Lösche, Christiane Otto (beide ehrenamtliche Engagement-Lotsen), Anne Wille, Traudel Fels, Lisa Wartenberg und Carla Weiser. Foto: R. Richter
Quelle: Volkststimme 27.01.2011 Text: RR

 

17.11.2010
Gesundheitsvortrag im Neustädter Feld
Experte gibt Tipps für ältere Stadtteilbewohner


Schon ein kleiner „Ausrutscher“ führt besonders bei Menschen im höheren Lebensalter häufig zu erheblichen Einbußen an Lebensqualität. Besonders betroffen: Personen mit Geh- und Gleichgewichtsstörungen, Muskel schwäche, Sehstörungen oder häufigen Schwindelanfällen. „Stürze im Alter lassen sich durchaus vermeiden, wenn entsprechend vorgebeugt wird“, so Birgit Ferner von der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt (LVG). Am morgigen Donnerstag wird ein Sportwissenschaftler auf Einladung von LVG und Stadtteilmanagement Bewohnern des Neustädter Feldes neue Erkenntnisse zur Sturzprävention vorstellen und Hinweise geben, wie sich „Stolpersteine“ aus dem Weg räumen lassen. Bei dem Vortrag im Altenheim an der Mechthildstraße wird es auch um ein Training für betagte Menschen gehen, durch das sie Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht verbessern können. Der Vortrag beginnt um 15.30 Uhr.
Quelle: Volkstimme Magdeburg vom 17.11.2010 (Robert Richter)

 

11.11.2010
Volles Vorweihnachtsprogramm im Stadtteilbüro

Neustädterfelder spenden für Gabentisch


Das Quartiersmanagement und das Gesundheitsprojekt „Aktiv im Feld“ haben gestern eine Sammelaktion beendet und die Spenden an die Frauen-Union Magdeburg übergeben. Die vielen Spenden haben die Bürger des Neustädter Feldes mit Hilfe der Projektteilnehmer in den letzten Tagen im Stadtteil zusammengetragen. Die Sachen werden am 4. Christlichen Gabentisch am 13. November von 10 bis 17 Uhr im Bruno-Taut Ring 115 an Bedürftige vergeben. „Die Spendenaktion stellt für uns bereits die Auftaktveranstaltung zur Adventszeit dar“, so die Quartiermanagerin Julia Bencsik. „Gemeinsam mit dem Projekt ,Aktiv im Feld‘ sind weitere Veranstaltungen geplant. Vor allem für die Klei nen im Neustädter Feld haben wir uns ein paar besondere Überraschungen in diesem Jahr einfallen lassen.“ Geplant ist ein Adventskalender für die Kinder im Neustädter Feld. Jeden Tag soll ein Adventstürchen geöffnet werden. Die Kinder können dazu vom 1. bis 23. Dezember täglich, außer am Wochenende, um 15 Uhr ins Stadtteilbüro kommen. Jedes Türchen biet eine andere Überraschung. Eine Stiefelaktion zum Ni kolaus ist auch geplant. In der Zeit vom 29. November bis 1. Dezember, jeweils von 14 bis 17 Uhr, können die Kinder aus dem Neustädter Feld einen geputzten Schuh oder Stiefel im Stadtteilbüro in der alten Apotheke am Hermann-Bruse- Platz/Rollestraße abgeben. „Die Stiefel werden auf besondere Weise gefüllt und können am Nikolaustag bei heißem Kakao und selbst gebackenen Plätzchen und Musik abgeholt werden“, so Julia Bencsik. Das große Weihnachtsbaum schmücken auf dem Bruseplatz am 14. Dezember soll der Höhepunkt der vorweihnachtlichen Aktionen sein. Nähere Informationen werden noch bekannt gegeben und können im Stadtteilbüro erfragt werden. Stadtteilmanagerin Julia Bencsik (l.) und Teilnehmerinnen des Projekts „Aktiv im Feld“ zeigten gestern einige der Sachen, die bei einer Weihnachtsspendensammlung im Stadtteil zusammengetragen wurden.

(Quelle: "Volksstimme" (rri) vom 11.11.2010)

 

27.10.2010

Sprechstunde mit Sozialminister Bischoff
Vom Landtag in das „Feld“


Zu wissen, was nach Meinung der Bürger im Land im Argen liegt, ist für den Politiker das täglich Brot. Deshalb kommt morgen Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) zu einer offenen Sprechstunde in das ‍Neustädter ‍Feld.
Im Stadtteilbüro in der Rollestraße 29 (Alte Apotheke) wird er sich den Fragen der Bürger stellen. Eingeladen sind alle interessierten Stadtteilbewohner. Beginn der Sprechstunde ist um 14 Uhr.

(Quelle: "Volksstimme" (sha) vom 27.10.2010)

 

26.10.2010

Herbstfest im Stadtteil
Stockbrot und Marshmallows


Wer Lust hat auf das Schnitzen gruseliger Kürbisgesichter, das Rösten von Marshmallows oder Stockbrot über dem offenen Feuer oder auf das Bratäpfelbacken, ist morgen im Stadtteilbüro in der Rollestraße 29 richtig.
Von 14 bis 18 Uhr laden das Stadtteilmanagement und das Projekt „Aktiv im ‍Feld“ zum Herbstfest mit Musik, Hüpfburg und Kartoffelstempeln.

(Quelle: "Volksstimme" (sha) vom 26.10.2010)

 

06.10.2010

Info-Nachmittag zum Thema: „Gesunde Ernährung für wenig Geld?“
Gesundheitstag im Stadtteilbüro


Geht das – gesunde Ernährung auch ohne viel Geld? Keine Geheimrezepte, sondern viele praktische Tipps und Hinweise für einen abwechslungsreichen Speiseplan trotz knapper Haushaltskasse erhalten Bewohner des Stadtteils Neustädter Feld am morgigen, Donnerstag, 7. Oktober, im Stadtteilbüro in der Rollestraße 29.
Die Ernährungsexpertin Nadja Gierth aus Bernburg zeigt dort anschaulich, wie auch bei schmalem persönlichen Budget vitaminreiche Zutaten in die Kochtöpfe und vollwertige Speisen auf den Esstisch kommen können. Im wahrsten Sinne Kostproben ihrer Arbeit kredenzen an diesem Nachmittag im Stadtteilbüro die Ein-Euro-Jobber des Projektes „Aktiv im Feld“.
Zu der Beratung für alle, die sich und ihre Familie auch ohne viel Geld gesund ernähren wollen, laden das Stadtteilmanagement Neustädter Feld und die Landesvereinigung für Gesundheit (LVG) ein. Im Rahmen des bei der LVG angesiedelten Regionalen Knotens zur Gesundheitsförderung sozial Benachteiligter haben Interessierte zugleich Gelegenheit, individuelle gesundheitliche Risiken ermitteln zu lassen.
„Da leider auch um Bewohner des Neustädter Feldes der landesweite Trend zum Übergewicht keinen Bogen macht, bieten wir kostenlose Messungen von Körperfett und des Bodymaßindex BMI an“, sagt Stadtteilmanagerin Julia Bencsik. Der Hang zum Übergewicht sei zumeist auf eine ungesunde Kost und zu wenig Bewegung zurückzuführen. Ein Zuviel an Körpergewicht gilt aber als ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
„Änderungen im Ernährungsverhalten können daher viele positive gesundheitliche Effekte bringen“, ergänzt LVGMitarbeiterin Birgit Ferner.
Wer also wissen möchte, wie „Gesunde Ernährung auch ohne viel Geld“ funktioniert, kann sich anmelden zur Teilnahme morgen ab 16 Uhr unter Telefon 50 95 98 45 oder direkt beim Stadtteilmanagement, Rollestraße 29, Julia Bencsik.

(Quelle: "Volksstimme" (Robert Richter) vom 06.10.2010)

 

30.09.2010

Von der Eierfrau bis zum Politiker kommt Lob für die von Kindern und Jugendlichen bemalten Sitzreihen auf dem Bruseplatz

 

Freude über Frische Farbe

 

Das hätten sich die Kinder und Jugendlichen aus den Jugendklubs im Neustädter Feld wohl vor Kurzem auch nicht träumen lassen: Gestern wurde eine Ausstellung, ihre Ausstellung, in aller Öffentlichkeit auf dem Hermann-Bruse-Platz mit zahlreichen Gästen eröffnet. Und zu sehen sind ihre Werke – im Prinzip für immer. Denn ihre Ideen haben die jungen

Neustädterfeldler auf den Betonsitzreihen vor dem Einkaufszentrum verewigt.

„Unsere kleine Aktion zieht inzwischen im Stadtteil recht große Kreise“, sagte Stadtteilmanagerin Julia Bencsik. „Farbe fürs Feld“ – diese Aktion hatte sie ausgerufen, gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und den Jugendklubs „Rolle 23“ des Internationalen Bundes und dem städtischen „Bauarbeiter“.

Gimmy (14), Stammgast im „Bauarbeiter“, griff mit zu Pinsel und Farbe. „Dort, den Stein hab ich bemalt“, sagt er und zeigt stolz auf einen grüngelb getünchten Betonquader mit „Neustädter Feld – 39128“– Schriftzug. „Und an dem dort vorn war ich auch beteiligt, dort der rote.“ Aus der „Rolle 23“ machte Janina (22) mit Töchterchen Celina-Sherin (2) mit: „So etwa vier Tage haben wir gemalt“, erzählt sie.

Groß raus kam gestern auch der kleine Peer (5), der sich nun mit zur Riege der Maler vom Bruseplatz zählen darf. Die Designerin Karina Schade hatte die künstlerische Leitung – und den Überblick im Gewusel. Einer ihrer Favoriten: der Stein mit dem lachenden Spongebob. Der gelbe Schwammkopf aus einer Zeichentrickserie will nun auch auf dem Hermann-Bruse- Platz, mitten im Neustädter Feld, den Passanten ein Schmunzeln abringen.

Und wie gefällt‘s dem Publikum? Stichproben. In zwei Worten: „Toll, klasse!“, sagt der Politiker – der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Mewes (Die Linke). Die Eierfrau vom Bruseplatz hatte ihre Meinung sogar zu Papier gebracht, für alle Besucher sichtbar im Stadtteilbüro in der alten Apotheke: „Ich freue mich jeden Tag beim Eierverkaufen über die schön bemalten Steine. Auch meine Kunden sagen, dass die Jugend etwas Schönes auf die Beine gestellt hat und der Platz richtig frisch aussieht.“

Die Mitarbeiter vom E-Neukauf auf dem Bruseplatz schickten diese Botschaft schräg rüber ins Stadtteilbüro von Julia Bencsik: „Wir finden die Steine BUNT besser als die grauen vorher.“

Und Anwohner Holger Schleef sagte: „An alle beteiligten Kinder und Jugendlichen, euch gilt mein dickes Lob, dass ihr den grauen Betonsitzelementen mit viel Engagement und Farbe neues Leben eingehaucht habt. Im Frühjahr zur Blütezeit der dort stehenden Bäume wird das Ensemble von Natur und Beton erst richtig zur Geltung kommen.“

Einen Wunschzettel schrieb der Mann aber auch gleich noch und gab ihn im Stadtteilbüro ab: „Wenn die Stadt Magdeburg ihr Okay gibt, würde es mich freuen, wenn ihr die längste Betonsitzbank des Bruseplatzes farblich gestaltet. Sie grenzt den Bruseplatz vom Ärztehaus ab. Diese graue Betonschlange ärgert mich seit Fertigstellung 2007. So könnte sie aussehen: oben schön bunt, an der senkrechten Seite eine helle Farbe, auf der in einer knalligen kontrastreichen Farbe draufsteht: www.neustaedterfeld. de“. Wer weiß, vielleicht gibt es bald die nächste Aktion: „Farbe fürs Feld, Teil 2“.    

 
Endabnahme durch den Künstler höchstpersönlich. Peer (5 Jahre) wirft einen prüfenden Blick auf die vom ihm bemalten Sitze.  

Eröffnung der neu gestalteten Sitzreihen auf dem Hermann-Bruse-

Platz gestern mit Stadtteilmanagerin Julia Bencsik (l.) und beteiligten

Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern aus den Jugendklubs „Rolle

23“ und „Bauarbeiter“.

(Quelle und Fotos: "Volksstimme" (Robert Richter) vom 30.09.2010)

 

13.07.2010

Mit Ausstellungseröffnung und Projektvorstellung Management im Quartier öffnet am Freitag die Büro-Türen

 

Was macht eigentlich eine Quartiersmanagerin? Diesen und anderen Fragen will sich die Quartiersmanagerin im Neustädter Feld, Julia Bencsik, am Freitag, 16. Juli, stellen. Im neuen Stadtteilbüro Rollestraße 29 will sie sich und das Projekt „Aktiv im Feld“ vorstellen.

 

Julia Bencsik freut sich schon, an diesem Tag in einem etwas anderen Rahmen mit den Stadtteilbewohnern ins Gespräch zu kommen: „Alle Interessierten haben die Möglichkeit, mehr über meine Arbeit als Quartiersmanagerin zu erfahren und sich darüber zu informieren, wie sie sich als Bewohner des Neustädter Feldes für ihren Stadtteil engagieren können.“ Mit dem Quartiersmanagement möchten sich auch die Teilnehmer des Gesundheitsprojektes „Aktiv im Feld“, das vom Jobcenter Arge und der Stadtverwaltung gefördert wird, vorstellen. „Das Projekt von Stadtteilbewohnern für Stadtteilbewohner hat sich die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung zum Ziel gemacht“, weiß Julia Bencsik. Außerdem ist in den Räumen des Stadtteilbüros eine Ausstellung von Kindern und Jugendlichen des Neustädter Feldes zum Thema „Spiel und Sport“ zu sehen. Die Ausstellungseröffnung mit Preisvergabe erfolgt ebenfalls am Tag der offenen Tür. Ein Imbissangebot vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie gesunde Cocktails sorgen für das leibliche Wohl. Wer sich zusätzlich über die Angebote informieren möchte, ist zum Tag der offenen Tür eingeladen. „Wir freuen uns auf jeden Besucher und jede Besucherin“, so Julia Bencsik.

Vor Kurzem hatte Quartiersmanagerin Julia Bencsik (3.v.l.) einen Stadtteilrundgang für Studenten der Fachhochschule organisiert, bei dem die

städtebaulichen Veränderungen im Stadtteil gezeigt wurden.

(Quelle: Volksstimme (aam) vom 13.07.2010 )

03.05.2010
Das Stadtteilbüro/Quartiersmanagement Neustädter Feld befindet sich jetzt in der
Rollestr. 29 (ehemalige Apotheke, Eingang über die Rückseite des Wohnhauses).

08.04.2010
Stadtteilmanagerin möchte Kinder einbeziehen
Geplant: Frische Farbe für Sitzecken auf dem Bruseplatz

Stadtteilmanagerin Julia Bencsik möchte mit Kindern und Jugendlichen gern die Sitzelemente am Einkaufszentrum auf dem Hermann-Bruse-Platz künstlerisch verschönern. Dazu hat sie in der AG Gemeinwe senarbeit bereits einen Zuschuss von 150 Euro aus dem Fonds für die Stadtteilarbeit beantragt. Die Sitzelemente aus Beton waren vor Jahren schon einmal Teil einer Kunstaktion, die Farben sind aber zum Großteil verblasst. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2010)

Das Stadtteilbüro / Quartiersmanagement Neustädter Feld
fördert über Aktionen und Versammlungen das Engagement der Bewohner. Die Räume dienen als Büro-, Arbeits- und Besprechungsraum. Das Stadtbüro ist auch Anlauf- und Kontaktstelle für die Bewohnerschaft. Von hier sollen Informations- und Kooperationsnetzwerke zwischen den einzelnen Akteuren geknüpft und in möglichst enger Zusammenarbeit einzelne Projekte der Stadterneuerung entwickelt, beraten und begleitet werden. Das Stadtbüro ist Ausgangspunkt unterschiedlichster Aktivitäten: Hier werden Projektbesprechungen durchgeführt, die Beteiligung von Bewohnerinnen und Bewohner organisiert und weitere Aktivitäten und Aktionen gestartet.
 
Standort des Stadtteilbüros
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Die Bahn

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Archivmeldungen

2010

22.02.2010
Streit zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement eskaliert
Ein öffentlicher Schlagabtausch im Neustädter Feld lässt Beobachter ratlos zurück

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen dem Bürgerverein Neustädter Feld und dem Stadtteilmanagement der AWO-Tochter SPI GmbH eskaliert. Sie können eigentlich nicht ohne, aber offenbar auch nicht miteinander. Missgunst, Vertrauensbrüche und gegenseitige Anschuldigungen stehen dazwischen. Am Montagabend kam es auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen im Mehrgenerationenhaus zum gut 90-minütigen Schlagabtausch, der keinen Gewinner haben konnte.
Der Kopf knallrot, die Stimme gepresst, so hält Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, am vergangenen Montagabend im überfüllten Saal des Nachbarschaftszentrums vor rund 70 Besuchern eine regelrechte Wutrede. Wort um Wort quillt purer Frust aus seinem Mund. „Ich bin erschüttert über die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerverein und SPI“, sagt der Familienvater. Er fragt die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik: „Wie stellen Sie sich die weitere Zusammenarbeit denn vor?“ Und er ruft lauter und noch gepresster: „Sie sollen uns eigentlich unterstützten, doch statt dessen haben Sie uns geschädigt!“
Löwe und weitere Bürgervereinsmitglieder werfen der Stadtteilmanagerin Vertrauensbruch vor. Worum geht es? Bencsik habe Umstellungen auf der Stadtteil-Homepage und im angeschlossenen EMail-System vom Administrator vornehmen lassen. Durch eine eingestellte Weiterleitung habe Bencsik seit Anfang Januar Nachrichten und Dokumente in ihrem E-Mail-Postfach erhalten, die u. a. für den Bürgerverein bestimmt gewesen seien. Konkret für dessen (neues) Mitglied und seine inzwischen offiziell Bevollmächtigte Manuela Hasenfuß, die Ex-Stadtteilmanagerin, die zum Jahreswechsel den Manager-Posten auf eigenen Wunsch aufgegeben hatte.
In der elektronischen Post seien, so Löwe, auch Kopien von Kontoauszügen sowie wichtige Mitteilungen von Fördermittelgebern gewesen. So zum Beispiel fristgebundene Abforderungen von Verwendungsnachweisen, die den Betrieb des Mehrgenerationenhauses in Trägerschaft des Bürgervereins sowie die elf angegliederten Arbeitsplätze über das Kommunal-Kombi-Lohn-Programm beträfen. Die Stadtteilmanagerin habe den Bürgerverein weder darüber informiert, noch die Nachrichten weitergeleitet.
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik erklärte dazu, sie sei davon ausgegangen, die betreffenden E-Mails würden gleichzeitig auch an die Adresse von Manuela Hasenfuß weitergeleitet. Sie habe keine Nachrichten absichtlich zurückgehalten, könne vermisste E-Mails aber zur Verfügung stellen. Eva Wybrands, Lan desvorsitzende der Frauen-Union der CDU und Patin des vom Bürgerverein betriebenen Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld sagte an Bencsik gewandt: „Sie haben Nachrichten erhalten, die nicht für Sie bestimmt waren. Überlegen Sie sich aus ganz klaren Gründen, was Sie hier sagen.“ Später sagte Wybrands: „Sie reden sich hier um Kopf und Kragen.“ Manuela Hasenfuß erklärte, sie werde „Strafanzeige zur rechtlichen Klärung stellen“.
Manfred Prahl als SPI-Vertreter wollte die Wogen glätten, räumte ein: „Die E-Mail-Geschichte ist sicherlich dumm gelaufen.“ Jedoch seien Julia Bencsik und er auf diesem technischen Gebiet keine Fachleute.
Statt des Streits wollte Prahl Gemeinsamkeiten betonen. Das SPI-Stadtteilmanagement habe unter Manuela Hasenfuß sechs Jahre erfolgreich gearbeitet. Das Engagement des Bürgervereins und das Mehrgenerationenhaus bezeichnete er „als Segen für den Stadtteil“. Die Auseinandersetzungen hätten mit der AG Gemeinwesen nichts zu tun.
Dem schloss sich Christian Hausmann an: „Das ist hier nicht der richtige Rahmen“, sagte der Vorsitzende des SPDOrtsverbands West, der sich als „interessierter Bürger“ zu Wort meldete. Er war jedoch offenkundig zur Unterstützung von Julia Bencsik zur GWAVersammlung ins Neustädter Feld gekommen.
Bürgervereinschef Löwe konterte: „Wenn unsere Arbeit mit Füßen getreten wird, ist das sehr wohl Sache der GWA, das geht hier alle etwas an. Denn wir Bürger engagieren uns zum Wohle des Stadtteils, wenn wir nichts mehr machen, leidet auch das Neustädter Feld darunter.“
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik sieht hingegen nach eigener Aussage längst nicht die gesamte Einwohnerschaft des Stadtteils durch den Bürgerverein vertreten. Sie habe Briefe erhalten, in denen Bürger offen Kritik am Bürgerverein übten. Es gebe eine Reihe von Bewohnern, die sich unabhängig vom Bürgerverein im Stadtteil engagieren wollten.
Nach Volksstimme-Informationen gibt es inzwischen selbst innerhalb des Bürgervereins Befürworter und Gegner der neuen Stadtteilmanagerin.
SPI-Mann Manfred Prahl warf dem Bürgerverein Neustädter Feld vor: „Sie wollen SPI hier rausdrängen!“ Der Bürgervereinschefs behauptete prompt das Gegenteil: SPI habe zum Beispiel bereits Vereine oder Kursleiter, die Angebote im Mehrgenerationenhaus des Bürgervereins machten, gefragt, ob sie dies nicht auch unter Flagge der SPI machen könnten. Bencsik schüttelte den Kopf.
Löwe habe Recht, sprang der Ringer Jörg Schrader dem Vereinschef bei. Auch er sei von SPI angesprochen worden, sagte Schrader: „Das ist so.“ Der Trainer vom Verein KSV Galaxy, der für Bewohner des Stadtteils seit längerem Breitensportangebote macht, arbeitete bisher nach eigener Aussage „gut mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Stadtteilmanagement und dem Bürgerverein zusammen. Doch was ich hier inzwischen erlebe, ist traurig. Da muss auch ich mir überlegen, wie es hier weitergehen soll. Unter diesen Umständen werde ich sicher nicht weitermachen.“
Für den Bürgervereinsvorsitzenden Löwe stellt sich die Frage so: „Ist SPI zum Wohle des Neustädter Feldes hier weiter tragbar oder nicht?“
„Ich kann die Atmosphäre hier nicht nachvollziehen, hier kämpft jeder gegen jeden“, sagte der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Mewes (Die Linke). „Ich halte es nicht für richtig, sich hier zu zerfleischen, und wir haben in dieser Runde keine Möglichkeit, ein Ergebnis zu erzielen.“
Deswegen bot Mewes an, als Moderator die heillos verstrittenen Parteien doch noch einmal zusammenzubringen, um möglichst einen gemeinsamen Neustart hinzubekommen. Hubert Salzborn, CDU-Stadtrat und selbst Mitglied des Bürgervereins, zeigte sich skeptisch: „Der Boden ist dermaßen vergiftet, dass ich ratlos bin.“
Ratlos zurück blieben auch die Beobachter der GWA-Versammlung. „Ich war immer stolz auf die GWA im Neustädter Feld“, sagte Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamts im Stadtteil, „doch ich bin entsetzt, was ich heute hier vorfinde.“ Da war ein Teil der 70 Besucher schon längst wieder nach Hause gestapft. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.02.2010)

15.02.2010
33-jährige Julia Bencsik übernimmt Stadtteilbüro im Neustädter Feld
Neue Stadtteilmanagerin startet ohne Schonfrist ihre schwierige Mission

Julia Bencsik (33) ist zum Jahresbeginn als Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld angetreten. Sie löste die langjährige Managerin Manuela Hasenfuß ab. Die Volksstimme stellt die „Neue“ mit ihren ersten Eindrücken vom „Feld“ und ihren Zielen für die nächsten zwei Jahre vor.
An die Pinnwand über ihrem Schreibtisch hat sie diesen Spruch geheftet: „Die größte Leistung liegt nicht darin, andere, sondern sich selbst zu übertreffen.“ – Es herrscht Gewusel an diesem Nachmittag im Stadtteilbüro unter dem Dach des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld, einem früheren Jugendklub.
In dem mintgrüngestrichenen Raum haben Kinder, Muttis und ein Senior gemeinsam mit Stadtteilmanagerin Julia Bencsik den hellgrauen Besprechungstisch zur bunten Bastelstraße umfunktioniert. Es gibt Kakao, Kaffee und Kuchen und eine Torte für Geburtstagkind Lion, der mit seiner Mutti Diana Kablan den Nachmittag hier verbringt.
Julia Bencsik hat den Volksstimme-Reporter dazu eingeladen, um an diesem Nachmittag ihre gerade begonnene Arbeit im Neustädter Feld vorzustellen. Die Szenerie ist sicher nicht zufällig gewählt. Für Julia Bencsik steht sie für das Miteinander der Generationen, und das sei eines ihrer persönlichen Anliegen, erklärt die neue Stadtteilmanagerin. „Die Generationen sollen voneinander lernen.“
Damit verknüpft die Diplom-Sozialpädagogin im Gespräch sogleich Hilfe für Familien und Themen wie gesunde Ernährung und „ein positives und bewegungsreiches Leben“. Na ja, ein Stückchen Kuchen darf da natürlich mal sein.
Auch versteht sie das Gewimmel in ihrem Stadtteilbüro als Aufforderung an die Stadtteilbewohner, sich frei zu fühlen, hier einzutreten, Ideen einzubringen. Sich für das Miteinander im Stadtteil zu engagieren. Natürlich auch mit den alltäglichen Sorgen und Problemen die Adresse der Stadtteilmanagerin als Anlaufstelle zu nutzen. Sie soll, so ihr offizieller Auftrag, Vermittlerin zwischen Bürgern und Stadtverwaltung sein und beschreibt sich selbst als „Schnittstelle, Begleiter und Puffer“.
An ihrer Bürotür hängt ein Schild: „Julia Bencsik, Quartiersmanagerin – Ich freue mich über Ihren Besuch!“
Julia Bencsik hat eine schwierige Mission übernommen, und eine Schonfrist hat sie nicht. Am 7. Januar trat die 33-Jährige offiziell die Stelle als Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld an. Die Herausforderung beschreibt sie so: „Der Kopf ist voller Ideen, doch die Zeit ist knapp.“
Da ist einerseits die Gewissheit, dass hier Ende 2012 Schluss sein wird mit dem Stadtteilmanagement. Nach Jahren der besonderen und von Erfolgen begleiteten Förderung für das Neustädter Feld will sich die Stadt künftig stärker anderen Vierteln widmen. Bewährte Projekte im „Feld“ müssen mit Unterstützung der Stadtteilmanagerin bis dahin auf eigenen Beinen stehen.
Da ist andererseits der lange Schatten der bisherigen Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, die nach sechs Jahren Ende Dezember auf eigenen Wunsch die Stelle aufgab. „Mir war von Anfang an bewusst, das wird kein leichter Einstieg für mich aufgrund der hervorragenden Vorarbeit meiner Vorgängerin. Ich bewundere, was durch ihre Arbeit entstanden ist und möchte daran anknüpfen.“
Bei aller Bewunderung, natürlich sei so ein Neuanfang auch Gelegenheit und Chance für neue Impulse. Wie gesagt, Ideen für neue Projekte habe sie schon so einige. Konkretes möchte sie erst verraten, wenn es spruchreif ist.
Wenn sie sich selbst treu bleibt, wird die Umsetzung sicher nicht lange auf sich warten lassen. Auf die lange Bank schiebt die 33-Jährige nichts. So liest sich jedenfalls ihre Vita. Geboren in Freital bei Dresden, ein „Magdeburger Kind“ seit dem 12. Lebensjahr. Nach dem Abitur in Berlin zum Studium. „Ich bin dem guten Ruf der hiesigen Hochschule gefolgt und wieder nach Magdeburg gezogen, um hier Sozialwesen zu studieren.“ Viereinhalb Jahre später hatte sie ihren „guten Abschluss“ in der Tasche. Ihre Diplomarbeit hatte Frauen und Alkoholismus zum Thema. Wohlgemerkt wurde „zwischendurch“ – vor vier Jahren – ihr Sohn Béla Desiderius geboren.
Nach dem Studium arbeitete sie u. a. beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt. Einsatzgebiet: Neustädter Feld. „Da gab es erste Berührungs punkte mit dem Stadtteil und ich habe hier bereits eine Reihe von Bürgern kennengelernt“, sagt sie.
Im vergangenen Sommer übernahm die Sozialpädagogin beim AWO-Tochterunternehmen SPI GmbH mit einem Stadtteilprojekt „Jobchance Olvenstedt“ die Begleitung Langzeitarbeitsloser auf dem Weg zurück ins Arbeitsleben.
Ende 2009 fragte sie der SPIChef, ob sie die Stelle der Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld übernehmen würde. Nein, sofort habe sie nicht zugesagt, dann jedoch rasch diese Aufgabe als eine spannende Herausforderung für sich angenommen.
Am Basteltisch ist der Kaffee alle. Julia Bencsik sorgt sofort persönlich für frisch gebrühten Nachschub. Ihr vierjähriger Sohn – Julia Bencsik ist alleinerziehende Mutter – sitzt heute mit in der Gruppe und ist mit Papier, Schere und Klebstoff mittendrin. Seine Mutti, Julia Bencsik, die am Rande auf einem Tisch sitzt und die Beine baumeln lässt, sagt, auch sie sei bereits im „Feld“ angekommen: „Ich wurde von vielen Bürgern freundlich empfangen, konnte bereits viele Kontakte knüpfen. Dabei ist sicherlich auch für so manchen Bürger der Neuanfang nicht so leicht. Doch die ersten Ideen wurden schon an mich herangetragen, und ich würde mich freuen, wenn wir alle gemeinsam im Neustädter Feld – Bürger, Institutionen sowie die spärlich vertretenen Wirtschaftsunternehmen – zum Wohle der Allgemeinheit aktiv werden würden.“
Zwei Jahre kann Julia Bencsik planmäßig Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld sein. Nein, sie muss niemanden übertreffen, außer vielleicht sich selbst. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.02.2010)



„Angekommen“ im Neustädter Feld – die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik (3. v. l.), hier mit Jonas Degener, ihrem Sohn Béla Desiderius, Patricia Magel, Corinna Solowsky, Marion Magel, Peter Kühne, Jordan Joanne Müller sowie Cedrik, Diana und Lion Kablan (v. l.). Fotos: Richter

15.02.2010
Bau eines Freilufttreffs als „seltene Chance“ für Jugendliche
Für die Gestaltung eines Jugendfreilufttreffs im Neustädter Feld lädt Stadtteilmanagerin Julia Bencsik Jugendliche des Stadtteils zur Beteiligung ein. Um den Treffpunkt hatte es im Wohngebiet monatelang Streit gegeben. Im kommenden Frühjahr soll er nun an der Othrichstraße hinter dem Nachbarschaftszentrum gebaut werden.
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik bezeichnete den geplanten Bau des Freilufttreffs als seltene Chance für die Jugendlichen, sich mit ihren Ideen und Wünschen einzubringen. Die Idee für den Freiluftreff hatten junge Leute aus dem Wohngebiet bereits vor Jahren in einem Projekt des Stadtteilmanagements Neustädter Feld mit Sozialarbeitern entwickelt.

2009

17.12.2009
Stadtteilmanagerin bricht ihr Schweigen
Der Streit um Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld zwischen dem Bürgerverein und dem Stadtteilmanagement der SPI GmbH schlägt weiter Wellen. Die scheidende Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, die den Posten zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlässt, äußerte sich jetzt erstmals zu dem Vorwurf des Bürgervereins, SPI wolle sich aus dem gemeinsamen Vorzeigeprojekt zurückziehen. Ja, sie habe von entsprechenden Plänen gewusst, erklärte Manuela Hasenfuß gegenüber der Volksstimme. Sie zeigte sich zugleich über das Agieren des Stadtplanungsamtes verwundert.
Die „Gerüchteküche“ im Neustädter Feld habe sich in den vergangenen Wochen „mit der Sorge erhitzt, dass SPI als Auftragnehmer für das Quartiersmanagement seinen Bürositz im Mehrgenerationenhaus aufgeben will“, schreibt Manuela Hasenfuß in einer Stellungnahme. Diese sandte sie der Volksstimme im Nachgang zu einer Diskussion auf der Einwohnerversammlung von OB Lutz Trümper in der Vorwoche zu. Der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe hatte dort betont, die Zukunft des Hauses sei von der Entscheidung der AWO-Tochter SPI abhängig.
SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel hatte den Vorwurf zurückgewiesen und gegenüber der Volksstimme klargemacht: „Wir planen nicht den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus.“
Manuela Hasenfuß dazu: „Im öffentlichen Raum steht die Frage: Gerücht oder Wahrheit?“ OB Trümper hatte auf seinem Forum der scheidenden Stadtteilmanagerin allerdings selbst die entscheidende Frage gestellt: „Sie müssen doch am besten wissen, ob der Auszug geplant war.“
„Auf diese Frage, die ich als wohlgemeinten Hinweis verstanden habe, konnte ich unmittelbar nicht antworten, denn ich war ehrenamtlich in meiner Funktion als Sprecherin der AG Gemeinwesen Neustädter Feld anwesend“, erklärte Hasenfuß nun. Aber: „Als Stadtteilmanagerin ist mir die Quelle der Gerüchteküche bekannt.“ Am 18. November sei der für PC-Wartung beauftragte Mitarbeiter ins Mehrgenerationenhaus gekommen. „Er informierte die Mitarbeiter, dass sein Vertrag gekündigt werde. Die SPI-Geschäftsstelle habe ihn informiert, dass SPI noch im Dezember beabsichtige, mit dem Büro des Quartiersmanagements aus dem Mehrgenerationenhaus in angemietete Räume in die Rollestraße zu ziehen“, schildert Manuela Hasenfuß. Der besagte Techniker, Burkhard Pressel, meldete sich auch selbst telefonisch in der Volksstimme-Redaktion und bestätigte die Schilderung. Zum Umzug sei es nicht gekommen, weil der Bürgerverein Druck gemachte habe, so Vereinschef Rex Löwe.
„Um nachträglich doch noch auf die Frage unseres Oberbürgermeisters zu antworten: Ja, als SPI-Mitarbeiterin war ich bereits in Kenntnis“, erklärte Manuela Hasenfuß. „Gründe des Arbeitsrechts machten es mir nicht möglich, dieses interne Trägerbegehren zu kommunizieren. Und so bitte ich auch an dieser Stelle um Verständnis, dass ich keine Erklärung abgeben kann, weshalb SPI den Wechsel des Bürositzes angestrebt hat, der jedoch mit Zustimmung des Auftraggebers, d. h. des Stadtplanungsamts angestrebt worden sein soll. Insofern bleibt auch bei mir im Nachgang zur OB-Einwohnerversammlung eine Irritation, weshalb Dr. Olbricht als Leiter des Stadtplanungsamtes und Auftraggeber nichts zur Klärung des Gerüchtes sagen konnte. Obwohl ich hier auch um meine eigene Beschränkung der Redefreiheit des Abends weiß.“
Der Bürgerverein gab sich trotz der Klarstellung des SPI-Geschäftsführers bisher nicht zufrieden. Die Fragen des Vereins könne sie „in ihrer Bedeutsamkeit nachvollziehen“, erklärte Manuela Hasenfuß. Denn: „Es geht schlichtweg um den Erhalt und die perspektivische Absicherung des Mehrgenerationenhauses als Einrichtung, die den Stadtteil imagefördernd aufwertet.“ Hieran erwachsen seien eine Nachbarschaftskultur, Hilfen für ältere und unterstützungsbedürftige Bewohner, bürgerschaftliches Engagement, aber auch elf Arbeitsplätze. „Diese bedeuten für elf Familien ein Leben frei von Hartz-IV-Abhängigkeit“, so Manuela Hasenfuß. „Entwicklungen in anderen Stadtteilen zeigen zudem, dass auch Wohnungsunternehmen wie die Wobau oder die MWG den unternehmerischen Wert von Nachbarschaftszentren für Quartiere erkannt haben und selbst in Einrichtungen für eine bessere Nachbarschaftskultur investieren, um Tendenzen der Isolierung entgegenzuwirken.“
Klar ist schon heute: Die Förderungen aus öffentlichen Kassen für das Mehrgenerationenhaus laufen im Jahr 2012 aus. „Mit diesem klaren Wissen sollte man unmittelbar beginnen, sich dem Prozess der nachhaltigen Absicherung zu widmen“, fordert die scheidende Stadtteilmanagerin. „Nach den Jahren der Investitionen und des Aufbaus kann nun einer der bedeutendsten Aufträge des Quartiersmanagements nur sein, sich als unabhängiger Berater, Unterstützer und Moderator zum Weiterbestehen des Mehrgenerationenhauses zu repräsentieren. Davon abzulassen, könnte aus Steuerzahlersicht berechtigt mit Verschwendung öffentlicher Gelder beurteilt werden!“
Die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik will sich am 8. Januar mit dem Bürgerverein treffen, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.12.2009)

Ab sofort:
Erreichbarkeit des Stadtteilbüros und der GWA-Sprecherin

Werte Gemeinwesenakteure,
Ich möchte Sie darüber informieren, dass Sie ab sofort in dringenden Angelegenheiten das Stadtteilmanagement Neustädter Feld, Dipl. Soz. Päd. Julia Bencsik, über Handy (0173/ 83 44 177) und ab Januar dann vor Ort erreichen können.

GWA-Sprecherin Manuela Hasenfuß wird bis zur Sprecherwahl im Januar auch weiterhin über bekannte Mailadresse info@neustaedterfeld.de zu erreichen sein. Post kann gegebenenfalls an die Adresse des Bürgervereins/ Mehrgenerationenhaus-Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, 39128 Magdeburg gesandt werden. Der Bürgerverein ist so freundlich, für das Ehrenamt des GWA-Sprechers ein Schild an den Briefkasten anzubringen, d. h. die Post in Empfang zu nehmen.

Im Anhang sende ich Ihnen zur Kenntnis eine Informationsvorlage der Stadtverwaltung zur Thematik „Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und Stadtteilmanagement“. Hier möchte ich auch auf das „Organigramm zur Aufgabenabgrenzung des Einsatzes von Stadtteilmanager/innen“ (S. 4) verweisen. Persönlich habe ich ein Schaubild dieser Art noch nie gesehen, auch die Quelle der neuen Facherkenntnisse ist mir bis dato noch unbekannt. Ich gehe davon aus, dass Dr. Ingo Gottschalk es unter gegebener Aufgabenstellung erarbeitet hat.

Gefragt habe ich mich u. a. auch, unter Anwendung welcher Regeln das Wahlverhalten autonomer GWA-Arbeitsgruppenmitglieder/-Innen
zu kontrollieren sein könnte?

i. A. Manuela Hasenfuß
GWA-Sprecherin i.E.
Neustädter Feld

Anlage:

Informationsvorlage der Stadtverwaltung zur Thematik „Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und Stadtteilmanagement

 

Julia Bencsik soll Stadtteilmanagerin werden - Wechsel im Neustädter Feld zum Januar

Die 33-jährige Diplom-Sozialpädagogin Julia Bencsik soll neue Quartiersmanagerin für das Neustädter Feld werden. Im Januar soll die Magdeburgerin die Stelle antreten. Die AWO-Tochter SPI GmbH als Träger des Stadtteilmanagements und das Magdeburger Stadtplanungsamt verständigten sich bereits in der Vorwoche auf den Personalvorschlag, teilte SPIGeschäftsführer Michael Scherschel mit. Wie berichtet hatte die bisherige Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß nach sechs Jahren im Neustädter Feld überraschend ihre Stelle zum 31. Dezember gekündigt. „Wir freuen uns, dass es einen zeitlich nahtlosen Übergang gibt“, sagte Scherschel. „Mit Frau Bencsik haben wir eine kompetente und selbst bewusste Frau vom Fach, die reichhaltige Erfahrungen in gemeinwesenorientierter Sozial- und Netzwerkarbeit einbringen kann.“ Zuletzt begleitete Bencsik im Projekt „Jobchance Olvenstedt“ Langzeitarbeitslose des Stadtteils auf dem Weg zurück ins Berufsleben. „Selbstverständlich sichern wir eine weitere enge Zusammenarbeit, Begleitung und Unterstützung der durch Frau Hasenfuß ins Leben gerufenen Institutionen und Projekte zu. Wir haben großen Respekt vor dem, was im Neustädter Feld in den vergangenen sechs Jahren geschaffen wurde“, er klärte Scherschel. „Die neue Stadtteilmanagerin wird gemeinsam mit den Bewohnern des Stadtteils, dem Bürgerverein und anderen ansässigen Institutionen daran anschließen, die guten Ergebnisse weiter ausbauen sowie neue Projekte in Angriff nehmen und umsetzen.“ Anfang Januar werden Interessierte die Gelegenheit erhalten, die neue Stadtteilmanagerin persönlich kennenzulernen, mehr über ihre Arbeit und Pläne für das Neustädter Feld zu erfahren und mit ihr ins Gespräch zu kommen, kündigte SPI-Chef Michael Scherschel an. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.11.2009)

Erfolgreiche Stadtteilmanagerin hört im Neustädter Feld auf
Nach sechs Jahren beendet Manuela Hasenfuß zum Jahresende 2009 ihre Arbeit bei der SPI GmbH

Manuela Hasenfuß (36) will nach sechs Jahren überraschend ihre Arbeit als Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld zum Jahreswechsel beenden. Sie habe ihr Arbeitsverhältnis bei der SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft GmbH gekündigt. Die AWO-Tochter SPI ist im Auftrag der Stadtverwaltung Träger des Stadtteilmanagements. Die scheidende Quartiersmanagerin bat um Verständnis dafür, „dass zu Gründen, die mich zu der Entscheidung bewogen haben, keine Erklärungen möglich sind“. Auch ihre berufliche Zukunft ließ sie offen.
„Frau Hasenfuß hat ihr Arbeitsverhältnis bei uns zum 31. Dezember aufgelöst, das ist richtig, leider“, sagte SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel der Volksstimme. „Wir bedauern das, da uns eine sehr gute, fachlich versierte Kollegin verlässt.“
SPI habe zunächst noch bis 2010 den Zuschlag als Träger des Stadtteilmanagements im Neustädter Feld von der Stadt. Daher gehe es nun um die Neubesetzung des Postens. Gestern wollte SPI laut Scherschel dem Stadtplanungsamt bei einem Treffen bereits Personalvorschläge präsentieren. Der SPI-Chef zeigte sich über zeugt: „Es wird einen nahtlosen Übergang geben.“
Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, sagte auf Volksstimme-Anfrage: „Ich bedauere die Entscheidung von Manuela Hasenfuß, weil sie das Neustädter Feld maßgeblich in den vergangenen Jahren mit belebt hat, jetzt bricht ein Hauptpfeiler weg. Wir hoffen aber auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem SPI-Stadtteilmanagement in neuer Besetzung ab Januar 2010.“
Manuela Hasenfuß, Diplom-Sozialpädagogin, die selbst mehr als 20 Jahre im Neustädter Feld wohnte, war Anfang 2003 als Stadtteilmanagerin angetreten. Neben vielen öffentlichen Debatten über Fragen der Stadtteilentwicklung gehen Projekte wie das erfolg reiche Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus, das heute vom Bürgerverein getragen wird, auf die konzeptionelle (Vor-)Arbeit der Stadtteilmanagerin zurück. Für die Gründung des Vereins, inzwischen starker Motor des Stadtteillebens, gab sie freilich ebenfalls die Initialzündung. Mit einigen Ideen wie der von einem (bisher unverwirklichten) Sozialkaufhaus löste sie stadtweite Kontroversen aus.
Die basisdemokratische Stadtteilarbeit, die sie vehement verficht und mit der sie sich über die Stadtteilgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat, ist im „Feld“ stark aufgeblüht. Kein Geheimnis ist, dass es für das Selbstverständnis in manchen Amtsstuben zuweilen gar zu lebhaft in den Bürgerrunden zuging.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.11.2009)

10.11.2009
Zum Beitrag „Nach sechs Jahren beendet Manuela Hasenfuß ihre Arbeit bei der SPI GmbH/Erfolgreiche Stadtteilmanagerin hört zum Jahresende im Neustädter Feld auf“ (Volksstimme vom 6. November) erhielt die Redaktion folgendes „Echo“ von Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin für Kannenstieg/Neustädter See:

„Da ich selbst seit zwei Jahren Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See (in Trägerschaft des Internationalen Bundes) bin, habe ich den Artikel mit Interesse gelesen. Nach sechs Jahren Berufserfahrung als Stadtteilmanagerin kann ich das Bedauern des SPI-Geschäftsführers Michael Scherschel über den Verlust einer sehr guten und fachlich versierten Kollegin verstehen. Das Bestreben des SPIGeschäftsführers für eine schnel le personelle Nachbesetzung ist nachvollziehbar und anstrebenswürdig. Doch ich zweifle an der Überzeugung des Herrn Scherschel, dass es einen ,nahtlosen Übergang‘ geben wird. Weder die berufliche Erfahrung im Stadtteil Neustädter Feld, noch die notwendigen persönlichen Zugänge von Frau Hasenfuß lassen sich einfach auf den neu eingesetzten Stadtteilmanager übertragen. Der Vorsitzende des Bürgervereins, Rex Löwe, definiert Frau Hasenfuß als ,Hauptpfeiler‘. Ein, wie ich finde, sehr schönes Synonym. Denn jeder Pfeiler wächst über die Zeit und die Erfahrung – Stein für Stein. Die Entwicklung zum Hauptpfeiler ist ein Ergebnis von sechs Jahren engagierter Arbeit von Frau Hasenfuß und damit nicht nahtlos übertragbar. Welch ein enorm hoher Leistungsanspruch ruht sonst beim Anstreben eines nahtlosen Überganges auf jenem Menschen, der als neuer Stadtteilmanager eingesetzt wird?“ (Quelle: Volksstimme vom 10.11.2009)