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Der Hermann-Bruse-Platz
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27.10.2009
Einkaufsmarkt statt Wohnturm
Wie der Hermann-Bruse-Platz in den vergangenen fünf Jahren sein „Gesicht“ veränderte
Wo einst 132 Mietparteien unter einem Dach lebten, rollen seit gestern die Einkaufswagen. Der neue Discountmarkt öffnete auf dem Hermann-Bruse-Platz auf der Fläche des früheren 16-Geschossers mit der Hausnummer 3. Der Hermann-Bruse-Platz, einst von Hochhäusern dominiert, hat aber nicht erst seit gestern ein neues „Gesicht“.
Zusammen 264 Wohnungen hatten die beiden grauen Türme auf dem Hermann-Bruse-Platz zu bieten. Die einst beliebten Neubauwohnungen in dem zwischen 1977 und 1983 entstandenen Plattenbaugebiet im Norden der Stadt verloren nach dem Ende der DDR mehr und mehr an Attraktivität, immer mehr Wohnungen standen leer. Ehrgeizige Sanierungsprojekte, die zwischenzeitlich für Aufsehen gesorgt hatten, verschwanden allesamt schnell wieder in Schubladen.
Vor fünf Jahren begann der Abriss der „Riesen“ auf dem Hermann-Bruse-Platz. Die 16-Geschosser wurden bis Anfang 2005 Platte um Platte abgetragen. Heute fällt der Blick auf das Grundstück des Hochhauses Nr. 2 statt auf einen grauen Wohnturm auf einen grünen Rasenhügel. Auf der Fläche des einstigen Hochhauses Nr. 3 wurde in den vergangenen Monaten ein Discountmarkt gebaut. Der Neubau in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Einkaufszentrum sorgte für viele Diskussionen. Groß war gestern indes auch die Kundenresonanz zur Eröffnung des Marktes. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.10.2009)
Alle Informationen zum Bau eines Einkaufscenters finden Sie hier
Der Ablauf der Baumaßnahme 2005 -
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Bebauungsskizze - pdf-Dokument
Beschlussvorlage Bruseplatz - pdf-Dokument
bis 2005
waren das Wahrzeichen des Hermann-Bruse-Platzes die beiden 16-Geschosser.
Sie wurden 2005 abgerissen.
19.11.2005 - Stadtplanungsamt legt sein Konzept für den Bruseplatz vor
Die Beigeordnetenrunde von Oberbürgermeister Trümper verabschiedete ein Konzept des Stadtplanungsamtes, nach dem im kommenden Jahr ein weiterer Abschnitt des Bruseplatzes tatsächlich umgebaut werden soll. Damit will das Stadtplanungsamt zugleich den Schlusspunkt bei der Neugestaltung des „Zentralen Grünzugs“ setzen.
Die Bewohner des Neustädter Feldes wurden in die Planungen einbezogen. So konzipierte das beauftragte Planungsbüro die Neugestaltung auf Grundlage der Ergebnisse eines Workshops im Nachbarschaftszentrum vom Februar, des Unternehmerstammtisches vom Mai sowie einer Bürgerversammlung vom September. Die so genannte Entwurfsplanung beinhaltet laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung folgende Vorhaben:
Der Verlust der 16-Geschosser soll „durch neue städtebauliche Elemente“ kompensiert werden:
Auf der Fläche der 16-Geschosser Hermann-Bruse-Platz 2 und 3 wird ein Gleditsienhain gepflanzt. Der sanierungsbedürftige Brunnen vom Hermann-Bruse-Platz wird abgerissen, dafür soll nahe des Einkaufsmarktes ein neuer gebaut werden.
Der sanierungsbedürftige Brunnen wird durch eine „Höhendominante“ in Form eines 5,80 Meter hohen Rasenhügels ersetzt, der in Sichtachse des „Zentralen Grünzuges“ steht. Wie berichtet soll ein Kunstwerk den Hügel zieren. Die Bewohner des Stadtteils sind noch bis zum 25. November aufgerufen, Ideen zu skizzieren oder zu beschreiben und im Stadtteilbüro, Othrichstraße 30, einzureichen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen am 8. Dezember im Nachbartreff öffentlich präsentiert und der Beste prämiert werden.
Als Ersatz für den Brunnen wird auf Bürgerwunsch hin auf dem Wochenmarkt „eine neue Brunnenanlage zusammen mit einer schwungvollen Steinbank errichtet“. Der „Neustädter Radweg“ wird ergänzt und soll künftig durchgehend von Neu-Olvenstedt bis zur Neuen Neustadt befahrbar sein.
Der vorhandene Verkaufsstand (roter Pavillon) wird an seinem Standort belassen und in die Planung integriert. Der Verkaufsstand an der Bushaltestelle Hermann-Bruse-Platz wird in seinem Umfeld gestalterisch aufgewertet. Der Verkaufsstand am Ärztehaus wird in seiner Lage in Richtung Platzmitte verlegt. Stellflächen für Marktstände werden am Platzrand mit Süd-West-Ausrichtung geboten.
Entsprechend einem Bewilligungsbescheid des Landesverwaltungsamtes stehen laut Stadtverwaltung aus Städtebaufördermitteln im nächsten Jahr rund 270 000 Euro, im Jahr darauf weitere 96 000 Euro für die Umgestaltung des Bruseplatzes zur Verfügung, die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich demnach auf Grundlage der vorliegenden Entwurfsplanung auf rund 365 000 Euro. Nach Beratung in den Ausschüssen wird die Entwurfsplanung dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Von Robert Richter
Quelle: Volksstimme vom 19.11.200502.06.2006
Öffentliche Ausschreibung der Baumaßnahme
11.08.2006
Lange geplante Umgestaltung soll beginnen - Heißer Herbst auf dem Bruseplatz
Die weitere Umgestaltung des Hermann-Bruse-Platzes im Neustädter Feld sollte in diesem Jahr beginnen, hieß es bei früheren Bürgerversammlungen.Wann geht es denn nun mit der Umgestaltung los?“, fragte jetzt Volksstimme-Leser Holger Schleef in einer E-Mail an die Stadtteilredaktion.
Es bleibt dabei: Beginnend in diesem Jahr will die Stadtverwaltung den Schlusspunkt bei der Neugestaltung des Zentralen Grünzugs auf dem Hermann-Bruse-Platz setzen. Die Arbeiten wurden inzwischen ausgeschrieben und nach Informationen aus dem Stadtplanungsamt soll voraussichtlich im Oktober der Startschuss fallen. Für die Neugestaltung wurden rund 365 000 Euro veranschlagt.
Das Umbaukonzept haben Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes und eines Planungsbüros gemeinsam mit Bewohnern des Neustädter Feldes erarbeitet (Volksstimme berichtete mehrfach).
Die Landschaftsgestalter konzipierten die Neugestaltung auf Grundlage der Ergebnisse eines Workshops im Nachbarschaftszentrum, eines Unternehmerstammtisches sowie einer weiteren Bürgerversammlung. So setzten sich Anwohner zum Beispiel erfolgreich dafür ein, dass auf dem Hermann-Bruse-Platz nahe dem Einkaufsmarkt ein neuer Springbrunnen mit „einer schwungvollen Steinbank“ gebaut werden soll, wie es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat hieß, der Anfang des Jahres grünes Licht für den Umbau des Hermann-Bruse-Platzes gab.
Der bisherige Brunnen auf einer Anhöhe nahe der Bushaltestelle wird abgerissen – er ist veraltet und stark sanierungsbedürftig.
Der Verlust der 16-Geschosser wird „durch neue städtebauliche Elemente“ kompensiert: Auf der Fläche der abgerissenen Hochhäuser Hermann-Bruse-Platz 2 und 3 wächst ein Gleditsienhain, an der Stelle des alten Brunnens wird ein 5,80 Meter hoher Rasenhügel aufgeschüttet.
Der „Neustädter Radweg“ wird ergänzt und soll künftig durchgehend von Neu-Olvenstedt bis zur Neuen Neustadt befahrbar sein. Der vorhandene Verkaufsstand (roter Pavillon) wird an seinem Standort belassen und in die Planung integriert.
Der Verkaufsstand an der Bushaltestelle Hermann-Bruse-Platz wird in seinem Umfeld gestalterisch aufgewertet. Der Verkaufsstand am Ärztehaus wird in Richtung Platzmitte verlegt. Stellflächen für Marktstände werden am Platzrand mit Süd-West-Ausrichtung angeboten.
In der Diskussion waren noch Ideen für eine künstlerische Gestaltung des Rasenhügels. Die Stadtteilbewohner waren zu einem Ideenwettbewerbaufgerufen, die Präsentation der Beiträge war im November 2005 im Nachbarschaftszentrum.
Im Ergebnis sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für diesen Vorschlag aus: Auf dem Hügel soll in Anlehnung an das von Designerin Karina Schade entworfene Stadtteillogo das „NF“ für Neustädter Feld stehen und am Hügel sollen Sitzgelegenheiten mit Mosaikgestaltung sowie eine Terrasse (z.B.für Stadtteilfeste oder Konzerte) Platz finden. Damit favorisierte die Mehrheit der Teilnehmer einen Mix aus mehreren Wettbewerbsbeiträgen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.08.2006)
28.08.2006
Bilder vom Hermann-Bruse-Platz vor der Sanierung
09.10.2006
Sitzung Vergabeausschuss
07.11.2006
Baustart auf dem Bruseplatz
Lagebesprechung auf dem Bruseplatz: Polier Thomas Tobis, Heinz Jasniak vom Tiefbauamt und Planer Thilo Lerch (von links). Foto: R. Richter
Auf dem Hermann-Bruse-Platz ist gestern ein weiterer Abschnitt zur Umgestaltung gestartet worden. So werden der Neustädter Radweg und der so genannte „Zentrale Grünzug“ in Höhe der abgerissenen 16-Geschosser vervollständigt. Die von Anwohnern angeregte Nachnutzung von nicht mehr benötigten Pflanzen für private Zwecke oder durch Vereine und Einrichtungen ist in Absprache mit der Baufirma möglich, erfuhr die Volksstimme vom Tiefbauamt.
07. November, 10 Uhr, Baubesprechung auf dem Grundstück des früheren Hochhauses Hermann-Bruse-Platz 2 in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums. Der Bagger hat bereits Erde für den künftigen Radweg ausgehoben. Heinz Jasniak vom Tiefbauamt, Polier Thomas Tobis von der Baufirma und Thilo Lerch besprechen die ersten Arbeitsschritte. Der Magdeburger Ingenieur Lerch wurde von der Berliner Landschaftsarchitektin Birgit Hammer mit der Bauüberwachung beauftragt.
Die Planerin aus der Hauptstadt hatte einen öffentlichen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes gewonnen. Bei mehreren Bürgerversammlungen konnten die Stadtteilbewohner mit über die Vorschläge der Planungsbüros abstimmen (Volksstimme berichtete).
Im gestern gestarteten ersten Bauabschnitt (Bauzeit voraussichtlich bis Mai 2007) wird die Fläche zwischen Einkaufscenter und Kritzmannstraße, südlich des künftigen Radweges, erneuert. „Das Hochbeet bleibt erhalten und die Kioske und Geschäfte des Einkaufszentrums haben während der gesamten Bauzeit keine Einschränkungen im Betrieb zu befürchten“, sagte Heinz Jasniak, Mitarbeiter des Tiefbauamtes.
Neben dem Bau des 2,87 Meter breiten Radweges stehen jedoch eine Reihe von Erd-, Pflanz-, Rasen-, Pflaster- und Betonarbeiten an. Entlang des Weges wird die Beleuchtung erneuert, auf dem Platz wird mit Elektroarbeiten die Voraussetzung geschaffen, das Areal künftig für Veranstaltungen oder auch Märkte zu nutzen. Für ein Wasserbecken, das die „Neustädterfeldler“ in den Bürgerversammlungen gewünscht hatten, werden zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen. Der Bau des Beckens selbst ist aber erst Bestandteil eines weiteren Bauabschnittes. Bereits jetzt mit umgesetzt wird die Idee einer geschwungenen Bank. Sie soll sich optisch ähnlich präsentieren wie die Sitzelemente in Höhe der Sparkasse und des Supermarktes.
Die Volksstimme bekam von Heinz Jasniak auch eine Anwort auf die Anfrage von Anwohner Holger Schleef: „Durch die bevorstehende Neugestaltung und Neubepflanzung des Hermann-Bruse-Platzes wird so manche Pflanze und Beeteinfassung nicht mehr benötigt und Opfer der Baumaßnahmen. Meist wandert alles zusammen mit dem Bauschutt auf den Lastwagen und wird nicht wiederverwendet.“ Der Vorschlag des „Neustädterfeldlers“: „Man könnte kurz vor Beginn der Baumaßnahmen interessierten Bürgern, Vereinen usw. die Möglichkeit geben, nicht mehr benötigte Pflanzen oder Beeteinfassungen zu ,retten‘ und woanders einzupflanzen. Sozusagen als Erinnerung an den alten Hermann-Bruse-Platz. So manchem Hobbygärtner oder Datschenbesitzer würde man damit sicher eine Freude bereiten.“
Heinz Jasniak dazu: „Das ist grundsätzlich möglich, allerdings ausschließlich in Absprache mit der Baufirma. Auf eigene Faust dürfen keine Pflanzen entfernt werden!“ Polier Thomas Tobis sei dafür auf der Baustelle der Ansprechpartner für interessierte Stadtteilbewohner. Außerdem sind Interessierte zu den wöchentlichen Baubesprechungen willkommen. Sie finden ab der kommenden Woche immer mittwochs um 10 Uhr statt.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.11.2006)17.11.2006
27.11.2006
08.03.2007
Winterpause beendet, bis Mai soll es geschafft sein
Voraussichtlich im Mai sollen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt zur Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes abgeschlossen sein. Der Platz wird im Bereich der abgerissenen 16-Geschosser umgebaut. Nach einer Winterpause gehen die Arbeiten inzwischen planmäßig weiter, so die Auskunft des Stadtplanungsamtes auf Nachfrage der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld.
Was den zweiten Bauabschnitt anbelangt, könne aufgrund der Haushaltslage der Stadt momentan noch nicht gesagt werden, wie mit den bereits bewilligten Projekten im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ weiter verfahren wird. Regulär müssten die Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt Mitte dieses Jahres beantragt werden, im Jahr 2008 könnte dann weiter gebaut werden, so die Information an die GWA. In dem im November 2006 gestarteten ersten Bauabschnitt (Kosten: rund 200 000 Euro) wird die Fläche zwischen Einkaufscenter und Kritzmannstraße erneuert.
Neben dem Bau eines knapp drei Meter breiten Radweges wird die Beleuchtung erneuert. Elektroarbeiten sollen die Voraussetzung schaffen, den Platz künftig für Veranstaltungen und Märkte zu nutzen. Für ein Wasserbecken, das die „Neustädterfeldler“ während der Planungsphase für die Platzumgestaltung in Bürgerversammlungen vorgeschlagen hatten, werden zunächst nur die technischen Voraussetzungen geschaffen. Der Bau des Beckens selbst ist erst Bestandteil eines weiteren Bauabschnittes. Bereits jetzt mit umgesetzt wird hingegen die Idee einer geschwungenen Bank. Sie soll sich optisch ähnlich präsentieren wie die Sitzelemente in Höhe der Sparkasse und des Supermarktes. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.03.2007)09.03.2007
11.04.2007
Neues Pflaster und ein Brunnen, der nicht trocken bleiben soll
So trocken kann Sparpolitik sein ... Während die Stadt in ihrer Finanznot schon das Wassergeld für die Springbrunnen streichen musste, wird auf dem Hermann-Bruse-Platz derzeit ein neues Wasserspiel gebaut – ein Hingucker auf dem umgestalteten Platz soll der Sprudelstein künftig sein. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Auch auf dem Bruseplatz wird 2008 nur der Wasserhahn aufgedreht werden können, wenn zunächst Sponsoren Geld fließen lassen.
Wie angekündigt wurde das Wasserbecken für den geplanten Sprudelstein gebaut. „Im aktuellen ersten Bauabschnitt schaffen wir die technischen Voraussetzungen für den Springbrunnen“, sagte Heinz Jasniak vom Tiefbauamt gestern auf der Baustelle gegenüber der Volksstimme. Der eigentliche Springbrunnen soll dann im zweiten Bauabschnitt der Umgestaltung des Platzes die Krone aufsetzen. Jasniak: „Den zweiten Abschnitt werden wir so ausschreiben, dass voraussichtlich noch Ende dieses Jahres die Arbeiten beginnen können.“
Doch ob nach der Fertigstellung im kommenden Jahr überhaupt der Wasserhahn aufgedreht werden kann, ist angesichts der städtischen Finanznot fraglich. Laut Jasniak werden pro Jahr rund 500 Euro für Strom und Wasser benötigt. Sponsoren könnten auch hier das Brünnlein fließen lassen ...
Die Stadt wollte ursprünglich keinen Brunnen bauen. Bei Bürgerversammlungen hatten die Stadtteilbewohner in der Planungsphase Mitspracherecht. Sie forderten ein neues Wasserspiel, da der alte Brunnen nahe der Bushaltestelle, der bereits stillgelegt wurde, abgetragen werden soll.
Die aktuellen Bauarbeiten (siehe „Hintergrund) liegen trotz böser Überraschungen im Zeitplan. Die Bauleute stießen zum Beispiel auf alte Schächte. Jasniak nennt sie „Kriechgänge“, die in den 1980er Jahren für die Bewohner der früheren 16-Geschosser offenbar als Fluchtwege angelegt wurden. Die mussten verfüllt werden. Ebenfalls auf keinem Plan verzeichnet war laut Jasniak eine unterirdische Verteilerstation für Fernwärme nahe der heutigen Sparkassenfiliale, die besonders berücksichtigt werden musste. Dennoch: „Wie vereinbart wird die Baufirma im Mai fertig sein!“, sagte Jasniak gestern nach der wöchentlichen Beratung auf der im November 2006 eröffneten Baustelle. Sie ist aufgrund der Haushaltssperre zurzeit eine der wenigen städtischen Bauplätze.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.04.2007)04.05.2007
Genossenschaft will Betriebskosten für neuen Springbrunnen auf dem Bruseplatz übernehmen
Die Stadt kann die Planungen für den Bau eines Springbrunnens auf dem Hermann-Bruse-Platz vorantreiben. Die Wohnungsgenossenschaft „Otto von Guericke“ hat zugesagt, die Kosten für die Unterhaltung zu übernehmen. Im Mai 2008 soll der Wasserhahn aufgedreht werden.
Der Bruseplatz wird am Einkaufszentrum Richtung Kritzmannstraße in zwei Bauabschnitten neu gestaltet. Es ist das Areal der zwei früheren Hochhäuser. In diesem Monat soll Abschnitt eins vollendet werden.
Wie angekündigt wurde das Wasserbecken für einen Sprudelstein bereits gebaut. „Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen“, sagt Heinz Jasniak vom Tiefbauamt.
Probleme gab es, weil zwar für den Bau des Sprudelsteins (im zweiten Bauabschnitt Anfang 2008) Geld von Bund, Land und Stadt bereitsteht, aber aufgrund der dramatischen Haushaltslage der Stadt nicht für den Betrieb des Springbrunnens.
Die Volksstimme berichtete am 12. April darüber. Daraufhin erklärte sich die Wohnungsgenossenschaft „Otto von Guericke“ bereit, die auf rund 500 Euro pro Jahr geschätzten Betriebskosten zu übernehmen. Genossenschaftsvorstand Dr. Manfred Parchatka: „Wir haben mit 1500 Wohnungen unseren größten Wohnungsbestand im Neustädter Feld. Deshalb haben wir uns entschieden, für die Unterhaltung eines Springbrunnens aufzukommen. Im Herzen des Stadtteils, auf dem Bruseplatz, wird der Brunnen Leben symbolisieren.“
Bei einem Treffen im Vorstandsbüro erläuterten Jasniak und Planer Tilo Lerch bereits die Vorstellungen für den Sprudelstein. „Wir wollen einen massiven Granitblock verwenden. Aus verschiedenen Öffnungen soll das Wasser fließen. Der Stein soll zum Sitzen und Begehen geeignet sein“, sagte Jasniak.
Bei Bürgerversammlungen hatten die Stadtteilbewohner in der Planungsphase Mitspracherecht. Sie forderten ein neues Wasserspiel, da der alte Brunnen nahe der Bushaltestelle, der bereits stillgelegt wurde, im Zuge der Neugestaltung des Bruseplatzes abgetragen werden soll. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.05.2007)
18.12.2007
Supermarkt statt Baumhain
Wobau will Grundstück eines früheren Hochhauses am Bruseplatz an Investor verkaufen
Hat die Stadt die mit Stadtteilbewohnern besprochenen Umgestaltungspläne für den Hermann-Bruse-Platz geändert? Anlass für diese Vermutung geben nach Aussage von Anwohnern jüngste Vermessungsarbeiten.
„Kürzlich fanden Vermessungsarbeiten auf dem Hermann-Bruse-Platz statt“, berichtet Anwohner Holger Schleef: „Bewohner des Stadtteils erfuhren von den Mitarbeitern, dass auf der Rasenfläche zwischen dem Ärztehaus und der Kritzmannstraße ein Discountmarkt entstehen soll.“ Demnach solle hier bald eine Filiale der Kette Plus eröffnen.
„Was ist dran an der Sache, sind die Pläne zur Umgestaltung des Hermann-Bruse-Platzes vom Tisch?“, fragt Holger Schleef. „Denn eigentlich sollte doch auf der Rasenfläche ein Gleditsienhain entstehen.“
Bei der Plus-Warenhandelgesellschaft schüttelt Sprecherin Nicole Dinter den Kopf: „Am Hermann-Bruse-Platz ist kein Plus-Markt geplant“, sagte sie auf Nachfrage der Volksstimme.
„Seitens der Stadt ist vorgesehen, die städtischen Flächen neu zu gestalten“, teilte Rathaus-Sprecherin Dr. Cornelia Poenicke mit. „Es wird ein Brunnen errichtet (derzeit im Bau). Anstelle der ehemaligen Brunnenanlage entsteht ein Rasenhügel, der etwa sieben Meter hoch sein wird.“ Das stimmt mit den Plänen überein, die bei mehreren Bürgerversammlungen im Neustädter Feld vorgestellt und mit den Stadtteilbewohnern diskutiert wurden. Auch der angesprochene Baumhain werde angelegt, so Dr. Cornelia Poenicke. Er soll entstehen, wo der 16-Geschosser abgerissen wurde.
Wobau-Sprecher Torsten Prusseit gab hingegen auf Volksstimme-Nachfrage die Informationen: „Wie zu erwarten entstand mit dem Stadtumbau auch Nachfrage nach den durch Abriss frei gewordenen Grundstücken. Das ist nicht weiter verwunderlich, befinden diese sich doch in recht guten Lagen.
Das Grundstück am Herrmann-Bruse-Platz ist derzeit noch im Eigentum der Wobau. Zurzeit stehen wir in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen mit einem Investor. Dieser plant den Bau eines Nahversorgungsmarktes.“
Der Kauf der Fläche in unmittelbarer Nähe des bestehenden Einkaufszentrums sei noch nicht abgewickelt, so der Unternehmenssprecher weiter: „Wir haben dem designierten Käufer aber die vorbereitenden Arbeiten gestattet. Die verantwortlichen Aufsichtsgremien der Wobau haben dem Verkauf bereits zugestimmt.“
Zugleich erklärte Torsten Prusseit: „Das Stadtplanungsamt signalisierte ebenfalls grundsätzliches Einverständnis zum Bauvorhaben.“ Aus Sicht der Wobau sei „davon auszugehen, dass der Investor im Vorfeld Untersuchungen zur Nachfrage angestellt hat und ein Bedarf an dessen Waren besteht“. Die Lebensqualität im Quartier werde sich dadurch weiter verbessern, was der Nachfrage nach Wohnraum zuträglich sei. Bevor im neuen Nahversorger das Geschäft anläuft, müssen Wobau und Stadt dies nun „nur“ noch den Anwohnern „verkaufen“. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.12.2007)07.03.2008
Verwirrung um Pläne für neuen Supermarkt im „Feld“
Anfrage der AG Gemeinwesen bringt kein Licht ins Dunkel
Wird am Hermann-Bruse-Platz bald ein weiterer Einkaufsmarkt gebaut? Dieser Frage ging die AG Gemeinwesen Neustädter Feld am Montag nach. Definitives konnte die Gruppe nicht in Erfahrung bringen, doch Vertreter wie Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß meldeten für den Fall, dass die bereits im Dezember in der Volksstimme bekannt gegebenen Supermarktpläne ernst werden, vorsorglich Bedenken an.
„Es gibt Verhandlungen über die Veräußerung der Fläche des ehemaligen 16-Geschossers“, sagte Wobau-Geschäftsstellenleiterin Rosemarie Hosang. Mehr könne sie dazu nicht sagen. Ob ein Supermarkt geplant ist, blieb in der Sitzung am Montag im Nachbarschaftszentrum offen.
Wobau-Sprecher Torsten Prusseit hatte jedoch bereits im Dezember auf Volksstimme-Nachfrage gesagt: „Zurzeit stehen wir in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen mit einem Investor. Dieser plant den Bau eines Nahversorgungsmarktes.“ Der Kauf der Fläche in unmittelbarer Nähe des bestehenden Einkaufszentrums sei noch nicht abgewickelt, so der Unternehmenssprecher im Dezember. Die „verantwortlichen Aufsichtsgremien der Wobau“ hätten „dem Verkauf bereits zugestimmt“, das Stadtplanungsamt „grundsätzliches Einverständnis zum Bauvorhaben“ signalisiert. Der geplante Baumhain mit Gleditsien, der im Zuge der weiteren Neugestaltung des Bruseplatzes gepflanzt werden sollte, wäre damit hinfällig. Ansonsten seien die gemeinsam mit Anwohnern erarbeiteten Umbaupläne von einem möglichen Verkauf der Wobau-Fläche des früheren 16-Geschossers aber nicht berührt, sagte Kamran Ardalan vom Stadtplanungsamt auf Nachfrage in der AG Gemeinwesen. Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß meldete aber angesichts des bereits bestehenden Einkaufszentrums mit Lebensmittelmarkt auf dem Bruseplatz Diskussionsbedarf an. Würde mit einem neuen Markt im angestammten Einkaufszentrum durch eine Konkurrenzsituation Leerstand entstehen, sei das alles andere als ein Gewinn für den Stadtteil. Stadträtin Karin Meinecke (Die Linke) dazu: „Wenn ein Bauantrag für einen neuen Nahversorger gestellt wird, gibt es eine ausführliche Diskussion im Bauausschuss, wo Bedenken eingebracht werden können.“
Wobau-Sprecher Prusseit hatte gesagt, es sei „davon auszugehen, dass der Investor im Vorfeld Untersuchungen zur Nachfrage angestellt hat und ein Bedarf an dessen Waren besteht“. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 07.03.2008)15.03.2008
Umbau des Hermann-Bruse-Platzes geht weiter - Rodung macht Platz für neuen Rasenhügel
Mit der angekündigten Rodung von Bäumen und Sträuchern hat gestern ein weiterer Abschnitt zur Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes begonnen. Wo bisher der Springbrunnen seinen Platz hatte, wird ein sechs Meter hoher Rasenhügel aufgeschüttet. Auch ein neues Wasserspiel soll voraussichtlich ab Ende April sprudeln.
Der Rasenhügel soll dem Platz nach dem Abriss der zwei 16-Geschosser eine neue Höhendominante geben, so das Ziel der Planer, die ihr Konzept in mehreren Bürgerversammlungen gemeinsam mit Stadtteilbewohnern entwickelt hatten. Für die Neugestaltung des Bereichs mit Pflasterung, Rollrasen und Elektroarbeiten werden aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ rund 240 000 Euro aufgebracht. Dazu kommt ein Wasserspiel für rund 28 000 Euro. Denn die Bewohner des Neustädter Feldes hatten sich einen Ersatz für den bisherigen Springbrunnen gewünscht. Für die neue Brunnenanlage waren bereits im vorhergehenden Bauabschnitt die Vorarbeiten geleistet, sprich die technischen Voraussetzungen geschaffen worden. 2007 wurde auch die gesamte Fläche zwischen Einkaufscenter und Kritzmannstraße für rund 200 000 Euro umgestaltet. Neben dem Bau eines knapp drei Meter breiten Radweges ließ die Stadt u. a. die Beleuchtung erneuern.
„Voraussichtlich Ende April können wir das Wasserspiel in Betrieb nehmen. Der Brunnenstein wird gerade in der Werkstatt bearbeitet und wird im April angeliefert“, sagte gestern Heinz Jasniak vom Tiefbauamt gegenüber der Volksstimme. Verwendet wird ein massiver Granitblock. Aus verschiedenen Öffnungen soll das Wasser sprudeln.
Die Stadt konnte im Vorjahr die Planungen für den Brunnen aufgrund der Haushaltslage allerdings nur vorantreiben, weil sich nach einem Volksstimme-Bericht ein Sponsor für die Betriebskosten fand. Die Wohnungsgenossenschaft „Otto von Guericke“ sagte, zu die auf rund 500 Euro pro Jahr geschätzten Betriebskosten zu übernehmen. Von Robert Richter (Fotos (2 + 2): H. Schleef, R. Richter) (Quelle: Volksstimme vom 15.03.2008)
03.05.2008
„Eiertanz“ um den Hügel
In sechs Meter Höhe soll Stadtteillogo aufgestellt werden – doch wer übernimmt die Baulast?
So soll der Rasenhügel aussehen. Darauf soll, das ergaben Planungsrunden mit Anwohnern, ein Zeichen für das Neustädter Feld gesetzt werden. Wie genau dieses aussehen wird, steht aber noch nicht fest. Grafik: Legroplan
Ein gut sechs Meter hoher Hügel ist auf dem Hermann-Bruse-Platz aufgeschüttet und mit Rollrasen begrünt worden. Diese „Höhendominante“, so Stadtplaner, soll als „neues städtebauliches Element“ den „Verlust der 16-Geschosser“ ausgleichen. Stadtteilbewohner hatten sich gewünscht, dass künftig das Stadtteillogo den Hügel schmückt. Genau darum gibt es jetzt Ärger, denn kein Amt will bisher die Baulast übernehmen.
Die Planungen für das Stadtteilfest am 6. September brachten jetzt in der AG Gemeinwesen das Problem ans Licht. „Können wir das Logo auf dem neuen Rasenhügel zum Stadtteilfest enthüllen?“, fragte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.
Die anschließende Diskussion bringt Gerhard Häusler, Chef des CDU-Ortsverbands „Am Neustädter Feld“, so auf den Punkt: „Weder Ämter noch Stadtgartenbetrieb wollen die Baulast übernehmen.“ So lange dieser Punkt offen sei, könnte die Herstellung des Logos auch nicht ausgeschrieben werden. Doch Häusler will nicht, dass das Projekt still „beerdigt“ wird. Er möchte nun im Rathaus bzw, Baudezernat für Bewegung sorgen und möglichst schon zur nächsten GWA-Sitzung am 26. Mai (18 Uhr, Nachbarschaftszentrum) Neuigkeiten überbringen.
Denn die Planungen für den Bruseplatz waren in mehreren Workshops zusammen mit Bewohnern des Stadtteils und Stadtplanern erarbeitet worden. Die Bürger wollten mehrheitlich das Stadtteillogo auf dem Hügel sehen.
Designerin Karina Schade aus dem Neustädter Feld hatte das Zeichen im Jahr 2004 entworfen.
Der Stadtrat beschloss 2006 die Entwurfsplanung für die weitere Umgestaltung des Bruseplatzes. „Grundlage der Neugestaltung“, so hieß es ausdrücklich in der Beschlussvorlage, „bilden die Ergebnisse des Workshops vom 15. Februar 2005, des Unternehmerstammtischs vom 30. Mai 2005, und der Bürgerinformationsveranstaltung vom 27. September 2005 und vorhandene städtebauliche Defizite“. Und: „Die vorliegende Entwurfsplanung ist mit den zuständigen Fachämtern abgestimmt.“ Dem „Eiertanz“ um den Rasenhügel will die AG Gemeinwesen schnell ein Ende bereiten. Denn Ziel der GWA ist nach wie vor die feierliche Enthüllung am 9. September 2008. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.05.2008) Fotos (2): Richter13.06.2008
Probleme rund um Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes gelöst
Wasser sprudelt noch diesen Monat und Logo wird im September enthüllt
Der „Eiertanz“ der Ämter um den Hügel auf dem Hermann-Bruse-Platz in Sachen Stadtteillogo ist ausgetanzt, das heißt, es ist eine Entscheidung gefallen und das Zeichen kann zum Stadtteilfest im September enthüllt werden. Noch bis Ende dieses Monats soll außerdem das neue Wasserspiel in Betrieb genommen werden.
„Wasser marsch!“ wird es noch im Juni auf dem Hermann-Bruse-Platz heißen. Das erfuhr die Volksstimme in dieser Woche vor Ort von Heinz Jasniak, der die Umgestaltung für das Tiefbauamt betreut. Mit dem Sprudelstein am Fuße des neu aufgeschütteten und mit Rollrasen rasch begrünten Hügels wird ein Wunsch der Stadtteilbewohner erfüllt, die Ersatz für den abgerissenen alten Brunnen wollten.
Möglich war dies allerdings nur, da die Wohnungsgenossenschaft „Otto von Guericke“ die Patenschaft für den Brunnen übernommen hat, sprich die Wasserkosten aus ihrer Kasse beisteuert. Ohne Sponsor hätte die Stadt gleich von vornherein auf das Wasserspiel verzichtet.
Auch in Sachen Stadtteillogo ist inzwischen alles klar. Zur Erinnerung: Das von der Designerin Karina Schade aus dem Neustädter Feld entworfene Zeichen mit den Stadtteilinitialen „NF“ soll auf den Hügel gesetzt werden. So lautete das Ergebnis einer Bürgerbefragung.
Um das Zeichen gab es jüngst jedoch in der AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter Feld Irritationen. Grund: Kein Amt wollte die Baulast übernehmen (Volksstimme berichtete). So kam das Projekt vorübergehend zum Erliegen. Wie am 26. Mai in der GWA-Sitzung angekündigt, fiel inzwischen aber in der Beigeordnetenrunde von Oberbürgermeister Lutz Trümper eine Entscheidung. Die Baulast wird dem Kulturbüro der Stadt übertragen. Der Magdeburger Bzdok, so war von Tiefbauamtsmitarbeiter Heinz Jasniak zu erfahren, wurde bereits mit der Herstellung des Logos beauftragt. Der zum Stadtteilfest am ersten Septemberwochenende geplanten Enthüllung stehe nichts mehr im Wege. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 13.06.2008)
Auf den nachfolgenden Bildern seht ihr den Hermann-Bruse-Platz vom Rasenhügel aus.
Dem folgen einige Bilder, wie der Rasenhügel an der Bushaltestelle Hermann-Bruse-Platz bzw. Kritzmannstr. abschließt.
04.07.2008
Zum Brunnenstart kommt das Wasser auch von oben
Plötzlich kam das Wasser von allen Seiten. Für den Volksstimme-Fotografen klappte dieses Quartett am Freitag auf dem Hermann-Bruse-Platz bei strömendem Regen aber kurz den Schirm zusammen. Wichtig war der Runde mit Heinz Jasniak (r., Tiefbauamt), Tilo Lerch vom Planungsbüro (2. v. r.) und Torsten Meyer (l.) vom Steinservice, dass das Wasser auf dem neuen Sprudelstein plätschert. Der wurde gestern erstmals in Betrieb genommen, pünktlich zum Sommerfest, das heute ab 15 Uhr auf dem Bruseplatz gefeiert wird. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.07.2008)
Foto: Richter
27.08.2008
Gipfeltreffen im „Feld“: „Bauleute halten Wort!“
Zum echten Gipfeltreffen wurde gestern Mittag eine Besprechung auf dem Hermann-Bruse-Platz. Auf der Kuppe des zum Jahresbeginn neu aufgeschütteten und begrünten Hügels auf dem Hermann-Bruse-Platz diskutierten Heinz Jasniak vom Tiefbauamt, Kamran Ardalan vom Stadtplanungsamt, Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, Metallgestalter Josef Bzdok, Statiker Rolf Krauß und Freiflächenplaner Tilo Lerch.
Die Installation des Stadtteilsymbols am morgigen Donnerstag stand zur Debatte (siehe nebenstehenden Beitrag). Mithilfe eines Modells im Maßstab 1:10 berieten die „Gipfelstürmer“ u.a. über die Ausrichtung des künftig weithin sichtbaren Zeichens.
Um dieses hatte es in den vergangenen Monaten einige Verwirrung gegeben. „Aber Bauleute halten Wort!“, versicherte Heinz Jasniak vom Tiefbauamt, unter dessen Regie die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Bruseplatzes liefen, gestern nicht ohne Stolz. Denn pünktlich zum Stadtteilfest am 6. September wird das Symbol aller Voraussicht nach fertig und reif für die feierliche Enthüllung sein. Oberbürgermeister Lutz Trümper selbst hatte dafür im Mai ein Machtwort gesprochen. Denn wochenlang herrschte Unklarheit darüber, welches Amt die Baulast übernimmt. Damit lag das gesamte Vorhaben vorübergehend auf Eis. Dann legte der OB fest: Während die Grünanlage künftig vom Stadtgarten- und Friedhofsbetrieb unterhalten wird, muss das Kulturbüro das Stadtteilsymbol auf der Bergkuppe übernehmen. Und: „Auch die versprochene Schwengelpumpe am Hügel wird noch rechtzeitig zum Stadtteilfest aufgebaut“, sagte Heinz Jasniak. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.08.2008)
Beratung auf der Bergkuppe (v.l.): Heinz Jasniak, Tilo Lerch, Rolf Krauß, Josef Bzdok und Kamran Ardalan. In der Mitte das Modell des Stadtteilsymbols im Maßstab 1:10. Foto: Robert RichterChromblitzendes Symbol wiegt etwa eine Tonne
Volksstimme durfte schon einen Blick auf das Werk von Künstler Bzdok werfen
Designerin Karina Schade hat es entworfen, Metallgestalter Josef Bzdok hat das drei Meter Stadtteilsymbol für das Neustädter Feld aus Chrom-Nickel-Stahl geformt. Für die Volksstimme öffnete der Künstler gestern Nachmittag seine Werkstatt in Sudenburg für einen exklusiven Blick vorab auf sein Werk, das morgen auf den Hügel des Bruseplatzes gesetzt wird.
Der Meister öffnet das Werkstatttor auf einem Hinterhof an der Halberstädter Straße. Und ans Tageslicht kommt ein chromblitzendes Werk, drei Meter hoch, gut eine Tonne schwer. Eine von Metallgestalter und Künstler Josef Bzdok gefertigte Variante des Stadtteillogos der Designerin Karina Schade aus dem Neustädter Feld. Die Initialen „NF“ stehen vor dem Mittelpunkt, der von einem ungeschlossenen Kreis umgeben ist. Das soll der neue Hingucker auf dem Platz sein.
Stadtteilbewohner hatten sich im Zuge der Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes dieses Zeichen in einer Bürgerversammlung mehrheitlich als Schlusspunkt auf dem Hügel gewünscht.
Viele einzelne Platten aus Chrom-Nickel-Stahl wurden dafür zusammengeschweißt und geschliffen. „Ein Viertel Jahr lang haben zwei Leute daran gearbeitet“, erzählt Josef Bzdok. Sein Statiker Rolf Kraus leistete ebenfalls ganze Arbeit, um die Konstruktion auf „sichere Füße“ zu stellen. 23 800 kosten Anfertigung und Aufstellung des Stadtteilsymbols, das Oberbürgermeister Lutz Trümper zum Stadtteilfest am 6. September um 14 Uhr enthüllen möchte. Doch erst einmal muss das tonnenschwere Werk auf den Hügel. Dazu ist morgen eine recht spektakuläre Aktion geplant: Mit einem Kran soll das Symbol um 8 Uhr auf den Berg gehievt werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.08.2008)
Freiflächenplaner Tilo Lerch, Heinz Jasniak vom Tiefbauamt und Metallgestalter Josef Bzdok vor dem drei Meter hohen Stadtteilsymbol des Neustädter Feldes. Es soll morgen am Bruseplatz „einschweben“. Foto: Richter30.08.2008
Spektakuläre Kranaktion am Donnerstag - Stadtteil-Logo steht zu niedrig: „So kann das nicht bleiben“
Endlich ist es da: Seit Donnerstagmorgen ziert das neue Stadtteillogo den Grashügel auf dem Hermann-Bruse-Platz im Neustädter Feld. Das Gesamtkunstwerk ist allerdings trotzdem noch nicht fertig, denn das Logo steht zu niedrig.
Erst am Dienstag hatte es am grünen Hügel auf dem Bruse-Platz das letzte Gipfeltreffen zum Aufbau des Stadtteillogos gegeben. Per Modell im Maßstab 1:10 wurde u.a. beraten, wie das Logo ausgerichtet werden sollte.
Aufgebaut wurde das Logo am Donnerstag. Ein Tieflader brachte das chromblitzende Schmuckstück von der Sudenburger Werkstatt des Künstlers Josef Bzdok zum Bruseplatz. Per Kran schwebte das Logo dann auf seinen Platz. Zufriedene Gesichter ringsum, nachdem das Logo ordentlich ausgerichtet war. Nun fehlte nur noch die ordentliche Verankerung und das Auspflastern der Lücke zwischen Logo und Rasen auf dem Hügel.
Als Josef Bzdok allerdings gleich nach dem Aufbau einen Rundgang um eben diesen absolvierte, um sich sein Werk anzusehen, stellte er fest: „Das Logo steht ja viel zu niedrig, von unten kann man gar nicht alles sehen! Das geht so nicht.“
Nach kurzer Beratung zwischen Künstler, Planungsbüro und Baufirma wurde beschlossen, das Logo nicht sofort wieder abzubauen. Es wurde ordnungsgemäß im Betonfundament verankert, der Kran nach Hause geschickt. „Wir werden ein paar Lastenböcke besorgen, mit denen wir das Logo wieder hochstemmen“, plant Künstler Bzdok. Dabei wiegt das Logo rund eine Tonne.
Nach seinem Willen soll zusätzlicher Beton unter das Stadtteillogo gegossen werden, damit es rund 40 Zentimeter höher steht, anschließend kommt das Logo wieder an seinen Platz. „So kann das nicht bleiben. Man muss es doch richtig sehen, wenn man unten steht“, so Josef Bzdok. Der Einweihungstermin zum Stadtteilfest am 6. September soll aber nicht in Gefahr sein: „Das ist machbar“, urteilt Ingenieurin Dany Horn vom Planungsbüro. Von Ariane Budberg
(Quelle: Volksstimme vom 30.08.2008)Mit einem Kran wurde das Symbol am Donnerstag, den 28.08., um 8.30 Uhr auf den Berg gehievt.
06.09.2008
Das „Feld“ feierte am Sonnabend sein 6. Stadtteilfest auf dem Hermann-Bruse-Platz. Oberbürgermeister Lutz Trümper weihte offiziell das Stadtteillogo auf dem Rasenhügel des Platzes ein. Er überreichte Designerin Karina Schade, die das Logo entworfen hatte, ein Modell als Auszeichnung und Dank.13.11.2008
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von unserer Startseite aus hinführen. Von Webmaster Holger SchleefDieses Panoramabild zeigt den Hermann-Bruse-Platz von der Bushaltestelle Kritzmannstraße über die
begrünte Freifläche eines abgerissenen Hochhauses und das grüne Ärztehaus bis zum Einkaufszentrum.
Foto: R. Richter
Kult-Kiosk, Kaufhalle und Klettergerüste
Wie Wegzugswelle, Ladensterben und „Stadtumbau“ das Gesicht des Stadtteilzentrums im Neustädter Feld veränderten
Der Hermann-Bruse-Platz ist der Treff- und Mittelpunkt im Neustädter Feld. Stadt und Wohnungsunternehmen haben in den vergangenen Jahren Millionen investiert, um dem Areal nach Wegzugswelle und Geschäftssterben neues Leben einzuhauchen. Das gelang bisher nur zum Teil. An Ideen jedoch mangelt(e) es nicht zwischen Kult-Kiosk, Kaufhalle und Klettergerüsten.
Ob Frühjahr oder Herbst, Morgen oder Abend – auf eine Frau ist am Hermann-Bruse-Platz immer Verlass. „Koarin“ Arndt steht an ihrem Verkaufsstand mit allen Kleinigkeiten von Apfelsaft bis Zeitung.
Die Kult-Kiosk-Verkäuferin, für ihr soziales Engagement von den Volksstimme-Lesern zur „Magdeburgerin des Jahres 2007“ gewählt, ließ sich auch von einem Brand, der vor einigen Monaten ihr Büdchen zerstörte, nicht unterkriegen. Unter dem luftigen Stoffdach eines provisorischen Verkaufszeltes ist sie weiter für ihre „Leutchen“ da.
Die Post hingegen ging – und der Potter kam. Während die Stadtteilbewohner noch über die Schließung der Postfiliale diskutierten und das Ladensterben in der bis heute weitgehend leeren Geschäftszeile an der Nordseite des Hermann-Bruse-Platzes diskutierten, baute die Stadt mithilfe von Landesfördermitteln 2002 für mehr als 240 000 Euro den Harry-Potter-Spielplatz. Die Zauberschule „Hougwards“ mit Klettergerüst und Spielburg, Karussell, Wippen und Windspiel sollte neuen Zauber im Wohngebiet verbreiten.
Ein Jahr zuvor war nach monatelangem Umbau der früheren Kaufhalle mitten auf dem Bruseplatz ein neues Stadtteileinkaufszentrum mit Nahversorger und kleineren Geschäften vom Blumen- bis zum Lottoladen feierlich eröffnet worden.
Parallel musste nicht nur der Wirt der Bierstube „Lercheneck“ das Handtuch werfen, sondern auch ein Apotheker. Ein Chinarestaurant war ebenso erfolglos wie die Kneipe „Elefanteria“ oder jenseits der Kritzmannstraße der „Grieche“. Der Friseursalon neben dem Jugendklub „Rolle 23“ findet hingegen bis heute seine Kundschaft. Und daneben lebt nicht nur bei „Koarin“ an der Bushaltestelle, sondern auch vorm Ärztehaus die Kiosk-Kultur.
Für die leeren Läden an der Nordseite, die zwischendurch allerlei Kunstaktionen dienten, gibt es neue Ideen. Ein von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß vorgeschlagenes „Sozialkaufhaus“ fiel im Stadtrat aber zunächst durch. Die Pläne für ein Kinderschachzentrum des Vereins TuS Neustadt sind aktuell (s. Beitrag auf dieser Seite).
Die Stadtverwaltung versuchte bereits seit 2002, mit dem Bau eines Fuß- und Radweges durch den so genannten „Zentralen Grünzug“ oder der Neugestaltung von Grünanlagen und Sitzecken den Platz Stück für Stück aufzuwerten. Doch das Wohnungsleerstandsproblem, vor allem in den vier 16-Geschossern rund um den Hermann-Bruse-Platz, blieb.
Die zu DDR-Zeiten gefeierten Hochhäuser wurden nun immer mehr zum Ärgernis. Verschiedene Ideen für eine Neubelebung der „Riesen“ tauchten immer mal auf, verschwanden aber stets schnell wieder in der Versenkung. So lebten im Hochhaus Bruseplatz 2 mit 130 Wohnungen bald nur noch drei Familien. Zwischen 2003 und 2005 ließ die Wohnungsbaugesellschaft einen 16er nach dem anderen abreißen.
Gewaltige Baulücken waren die Folge. Stadtplaner erdachten zum Ausgleich an der Stelle des ehemaligen Hochhauses Nr. 2 einen sechs Meter hohen Rasenhügel. Darauf steht seit August dieses Jahres weithin sichtbar, drei Meter hoch und aus Chrom-Nickel-Stahl, das Stadtteillogo, daneben plätschert nach dem Abriss des maroden Springbrunnens ein neues Wasserspiel. Gegenüber steht „Koarin“ am Kiosk. Darauf ist Verlass. Von Robert Richter
(Quelle aller Artikel vom 13.11.2008: Volksstimme vom 13.11.2008)
Jugendliche aus dem Neustädter Feld haben sich hier für den Fotografen auf dem neu angelegten Hügel am stählernen Stadtteillogo aufgestellt. Entworfen hatte es Stadtteilbewohnerin und Designerin Karina Schade.
Karin Arndt:
Der Rasenhügel ist umstritten
Die Kioskbetreiberin und „Magdeburgerin des Jahres“ Karin Arndt weiß, was die Menschen rund um den Bruseplatz bewegt. „Die Neugestaltung des Platzes gefällt nicht allen. Vor allem den neuen Hügel finden viele unpassend, das Geld hätte für soziale Projekte mehr gebracht“, sagt sie.
Holger Schleef:
Zu viel Beton, zu wenig Pflanzen
In einem der „Würfel“- Häuser am Bruseplatz wohnt Holger Schleef. „Ich finde, nach dem Umbau beherrscht der Beton noch zu sehr das Bild des Platzes. Blumenrabatten würden der Fläche gut tun. Außerdem ärgert uns hier der Vandalismus durch Jugendgruppen.“Rückblick - Als Zentrum für 15 000 „Neustädterfeldler“ geplant
Mittelpunkt des drittgrößten Neubaukomplexes Magdeburgs
Mit den Planungen für das Neubaugebiet Neustädter Feld entstanden ab 1973 die ersten Zeichnungen des Hermann-Bruse-Platzes. Hintergrund waren die Beschlüsse, die angesichts der Wohnungsnot in der DDR auf dem VIII. Parteitag der SED 1971 gefällt wurden. 1975 begannen die Bauarbeiten für Magdeburgs drittgrößten Neubaukomplex mit rund 5000 Wohnungen für ca. 15 000 Menschen.
Großer Bahnhof dann 1978. Die Arbeiterfamilie Polleichtner erhielt die Schlüssel für die erste Wohnung im Komplex Neustädter Feld an der Weltfriedensstraße (heute Olvenstedter Graseweg). Zugleich wurde die Übergabe der 50 000. Neubauwohnung im Bezirk Magdeburg gefeiert. Das Wohnumfeld war anfangs eine Katastrophe. Wege, Fahrbahnen und Grünanlagen wurden zum Teil erst Jahre nach dem Bezug der Häuser fertiggestellt. Auf dem Platz, benannt nach dem Maler und Grafiker Hermann Bruse (1904-1953) hatten indes bald Apotheke, Post, Friseur, Sero-Annahmestelle und zwei Gaststätten geöffnet. Wo nun die Wohnblöcke standen, befand sich einst übrigens ein Dorf namens Leversdorf, erstmals urkundlich erwähnt 937. Vermutlich im 13. Jahrhundert wurde der Ort zerstört.
So skizzierten die Stadtplaner Anfang der 1970er Jahren die Fußgängerzone des Hermann-Bruse-Platzes in Richtung Kritzmannstraße/Kaufhalle. Baustart für den Neubaukomplex Neustädter Feld war 1975.Geplantes Haus für kleine Denksportler am Bruseplatz - Entscheidender Schachzug noch nicht gelungen
Auf eine baldige Eröffnung des geplanten Kinderschachzentrums am Hermann-Bruse-Platz hoffen die Denksportler aus mehreren Grundschulen und Kindergärten sowie vom Verein TuS Neustadt. Nach Vereinsangaben werden laut Kostenschätzung allein für den Umbau der ehemaligen Apotheke am Hermann-Bruse-Platz rund 15 000 Euro benötigt. Auch die laufenden Betriebskosten könne der TuS 1860 nicht allein schultern. Das leere Ladenlokal möchte die Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung stellen.
Durch das Engagement von TuS Neustadt sind seit einiger Zeit an mehreren Schulen und Kindergärten insgesamt rund 250 Mädchen und Jungen in Schach-Arbeitsgemeinschaften aktiv. Regelmäßig werden Turniere und Meisterschaften ausgetragen. Aber in den Einrichtungen ist das Platzangebot begrenzt. In den Vereinsräumen in Neue Neustadt ist auch nicht genügend Platz für alle Schachkinder. TuS möchte deshalb ein Kinder-Schachzentrum gründen – in der früheren Apotheke am Hermann-Bruse-Platz. Die Idee entstand bereits im vergangenen Jahr.
Trainer Hans-Jürgen Barucker hofft „auf die tatkräftige Unterstützung dieses Vorhabens durch die Stadt und Sponsoren“. Wann die ersten Schachpartien im Kinderschachzentrum ausgetragen werden können, steht derzeit noch in den Sternen.
Derweil wirft ein Schach-Großereignis seine Schatten voraus.„Anlässlich der Schacholympiade mit Teilnehmern aus 150 Ländern in Dresden in diesem Monat veranstalten unsere Schulen und Kitas mit Unterstützung des TuS Neustadt als Ausrichter ein gemeinsames Parallelturnier – die ,Kleine Schacholympiade‘. Dabei startet jede Einrichtung für einen Erdteil und jedes Schachkind unter der Flagge eines Landes aus der jeweiligen Region“, erklärt Barucker. Die Endrunde soll mit 64 Nationen (entsprechend der Anzahl der Felder eines Schachbretts) am 22. November ausgespielt werden. Da das Kinderschachzentrum noch auf sich warten lässt, wird das Turnier in der Vereinsgaststätte von TuS Neustadt an der Zielitzer Straße ausgetragen.
Die Schachkinder aus dem Norden der Stadt hoffen auf das Schachzentrum, das in der früheren Apotheke in Höhe des Harry-Potter-Spielplatzes entstehen soll. Da die Initiatoren im Gegensatz zu Potter nicht zaubern können, sind sie auf Sponsoren angewiesen. Fotos (2): Robert Richter
Projekt für Spätaussiedler nutzt neue Kletterwand - Die Jugendlichen vom Bruseplatz wollen hoch hinaus
Während auf dem Hermann-Bruse-Platz ein sechs Meter hoher Rasenhügel aufgeschüttet wurde, lädt der unweit davon gelegene Jugendklub „Rolle 23“ zum Klettertraining mit „Bergführer“ Viacheslaw Berezovsky ein. Zweimal wöchentlich kraxeln Jugendliche unter seiner Anleitung. Das „Trockentraining“ im Jugendklub hilft über schlechtes Wetter und den Winter hinweg, erklärt Berezovsky, der die Kletterlaune in den Jugendklub im Neustädter Feld brachte. Er ist selbst begeisterter Kletterer und steckte die Jugendlichen an.
Darunter sind zahlreiche Kinder von Spätaussiedlern. Denn beruflich ist Viacheslaw Berezovsky, den hier alle „Slawa“ nennen, Leiter und Streetworker des Projekts „Mobile Jugendarbeit für SpätaussiedlerInnen“ des Internationalen Bundes (IB) Magdeburg. Das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanzierte Programm arbeitet vor allem in den Stadtteilen Olvenstedt, Neustädter Feld, Kannenstieg, Neustädter See, Reform und Sudenburg. Die Mitarbeiter kümmern sich um die Probleme der Spätaussiedlerkinder, fragen in Stammtischrunden z. B. „Wie geht es dir in Deutschland?“. Sie helfen bei Problemen mit der Sprache, in der Schule oder beim Start ins Berufsleben, vermitteln bei Problemen mit Ämtern, wollen Gewalt und Drogenproblemen mit Sport und Kultur vorbeugen.
„In diesem Rahmen entstand auch das Kletter- und Knotentraining. Mit der Kletterwand, die allen Jugendlichen hier im Klub offen steht, haben wir nun ganzjährig die Möglichkeit zu trainieren“, sagt Viacheslaw Berezovsky. Auch ein Fitnessraum wurde mit Jugendlichen in der „Rolle 23“, ebenfalls eine Einrichtung des IB eingerichtet. Und nun ruft auch der Berg, mitten im Neustädter Feld.
Sergej erklimmt die „Felswand“ im Jugendklub „Rolle 23“ am Hermann-Bruse-Platz. Foto: Robert Richter
04.04.2009
Hermann-Bruse-Platz - Neuer Einkaufsmarkt geplant: Anwohner zeigen sich entsetzt
Auf dem Hermann-Bruse-Platz steht offenbar der Baubeginn für einen neuen Einkaufsmarkt unmittelbar bevor. Entsprechende Absichten eines bisher nicht öffentlich bekannten Investors für das Grundstück eines abgerissenen 16-Geschosser sind seit Ende 2007 bekannt. Im Stadtteil können sich viele Bewohner nach wie vor nicht damit anfreunden. Die von der Stadt mit den Anwohnern abgestimmte Neugestaltung des Platzes ist in diesem Bereich damit auch nicht mehr umsetzbar.
Seinem Ärger über den Bau eines Einkaufsmarktes auf dem Hermann-Bruse-Platz machte in dieser Woche auch Volksstimme-Leser Ingolf Roosen aus den Neustädter Feld Luft: „Ich bin vor zwei jahren aus Oschersleben hergezogen und muss sagen, dass es mir hier sehr gefällt. Ich wohne in der Crucigerstraße. Und genau gegenüber soll nun dieser Einkaufsmarkt entstehen.“
Unverständlich für den Anwohner: „Alle Einkaufsmärkte sind in fünf Minuten erreichbar. Ich frage mich, warum nun noch einer entstehen und eine Grünfäche wieder verschwinden soll? Hier hat sich so viel positiv verändert, man lebt hier im Grünen und ruhig. Nun wird das alles vorbei sein und somit das schöne Wohnen.“
Ingolf Roosen weiter: „Der Oberbürgermeister hat mal gesagt, Magdeburg soll grüner und schöner werden. Kann es das, wenn man die Grünf ächen dezimiert? Warum lässt man so etwas zu?“, fragt der verärgerte Nachbar des künftigen Einkaufsmarktes. Er kritisiert: „Anwohner wurden nicht gefragt, ob sie etwas dagegen haben. Hat das Bauordnungsamt überhaupt mal geschaut, bevor man so etwas genehmigt? Jeder Anwohner ist entsetzt!“
Schon Ende 2007 gab es Anwohnerbeschwerden, nachdem die Volksstimme über den Verkauf der Fläche an den Investor berichtet hatte. Denn: „Eigentlich sollte doch auf der Rasenf äche ein Gleditsienhain entstehen“, erinnerten Stadtteilbewohner. So war es jedenfalls auf mehreren Einwohnerversammlungen zur Neugestaltung des Hermann-Bruse-Platzes zwischen Stadtplanern und „Neustädterfeldlern“ abgestimmt worden. Und so wurde es auch im Neugestaltungskonzept festgehalten sowie am 12. Januar 2006 vom Stadtrat mit der Drucksache DS0532/05 beschlossen.
Diskussionsbedarf sieht auch die AG Gemeinwesen Neustädter Feld. Am Montag stehen die Neubaupläne für einen Einkaufsmarkt während der für alle Interessierten offenen Sitzung ab 18 Uhr im Lokal „Zur Birke“ in der Siedlung Birkenweiler, 4. Gartenweg, auf der Tagesordnung. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.04.2009)14.05.2009
Hermann-Bruse-Platz - Putzaktion am Stadtteillogo
Weil das erst im September 2008 eingeweihte Stadtteillogo auf dem Rasenhügel des Hermann-Bruse-Platzes bereits mit zahlreichen Schmierereien verunstaltet wurde, initiierte der nahe gelegene Jugendklub „Rolle 23“ des Internationalen Bundes in der AG Gemeinwesen Neustädter Feld eine Putzaktion. Am Donnerstagnachmittag beteiligten sich an der großen Reinigung mit Spezialtüchern zahlreiche Jugendliche, u.a. aus dem Projekt „Mobile Jugendarbeit für Spätaussiedler“ der „Rolle 23“. Außerdem machten Mitglieder des Bürgervereins Neustädter Feld und Helfer aus dem Mehrgenerationenhaus mit. Mit der Aktion sollte gezeigt werden: „Wir wehren uns gegen die Schmierereien!“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.05.2009).
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27.05.2009
Einkaufsmarkt statt Wohnturm
Wie der Hermann-Bruse-Platz in den vergangenen fünf Jahren sein „Gesicht“ veränderte
Wo einst 132 Mietparteien unter einem Dach lebten, rollen seit gestern die Einkaufswagen. Der neue Discountmarkt öffnete auf dem Hermann-Bruse-Platz auf der Fläche des früheren 16-Geschossers mit der Hausnummer 3. Der Hermann-Bruse-Platz, einst von Hochhäusern dominiert, hat aber nicht erst seit gestern ein neues „Gesicht“.
Zusammen 264 Wohnungen hatten die beiden grauen Türme auf dem Hermann-Bruse-Platz zu bieten. Die einst beliebten Neubauwohnungen in dem zwischen 1977 und 1983 entstandenen Plattenbaugebiet im Norden der Stadt verloren nach dem Ende der DDR mehr und mehr an Attraktivität, immer mehr Wohnungen standen leer. Ehrgeizige Sanierungsprojekte, die zwischenzeitlich für Aufsehen gesorgt hatten, verschwanden allesamt schnell wieder in Schubladen.
Vor fünf Jahren begann der Abriss der „Riesen“ auf dem Hermann-Bruse-Platz. Die 16-Geschosser wurden bis Anfang 2005 Platte um Platte abgetragen. Heute fällt der Blick auf das Grundstück des Hochhauses Nr. 2 statt auf einen grauen Wohnturm auf einen grünen Rasenhügel. Auf der Fläche des einstigen Hochhauses Nr. 3 wurde in den vergangenen Monaten ein Discountmarkt gebaut. Der Neubau in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Einkaufszentrum sorgte für viele Diskussionen. Groß war gestern indes auch die Kundenresonanz zur Eröffnung des Marktes. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.10.2009)