Aktuelle Vereinsnachrichten



 

10.04.2012
Einladung zum Tanz in den Mai
Der Bürgerverein Neustädter Feld und das Team des MGH/NBZ laden am 30.04.2012 ab 18 Uhr ein zum Tanz in den Mai.
Bitte rechtzeitig unter Telefon 25 29 229 oder persönlich im Haus anmelden.


10.04.2012
Hallo Schachfreunde! Liebe Freizeitspieler jeden Alters!
Wer hat Lust, einmal wöchentlich am Mittwoch Nachmittag von 15 bis 17 Uhr bei uns im MGH/NBZ in der Othrichstraße 30 bei einer Tasse Kaffee oder Tee Schach zu spielen? (Auch andere Wochentage sind möglich.) Rückmeldungen bitte unter Telefon 25 29 229 oder bei uns persönlich im Haus.



Heraus zum großen Osterfeuer

am 5. April 2012 ab 17 Uhr

 
Wo?
 
Auf dem Freigelände hinter dem Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30
 
Was gibt’s denn sonst noch?
 
* Leckeres für Leib & Magen & gegen den großen und kleinen Durst

* Musik für jeden Geschmack &

natürlich ein paar noch geheime Überraschungen

 
Wer ist eigentlich der Veranstalter?
 
Na wie gewohnt der Bürgerverein Neustädter Feld

sowie das Team des NBZ/MGH!


26.03.2012
Der Bürgerverein ruft zum Frühjahrsputz
Der Bürgerverein Neustädter Feld lädt alle BürgerInnen des Stadtteils im Rahmen der Aktion "Magdeburg putzt sich" zur Mithilfe ein. Alle freiwilligen Helfer treffen sich am Mittwoch, den 28.03.2012 um 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30. Die nötigen Arbeitsgeräte stehen dort bereit.
Anschließend sind alle Beteiligten zum gemeinsamen Essen und Durst löschen eingeladen.


30.04.2011
Die Sieger des Frühlings-Skatturniers am 30. April 2011

 

1. Platz / 2298 Punkte

Skatfreund Bert Buschold

 

2. Platz / 2231 Punkte

Skatfreund Palti Zolfan

 

3. Platz / 2172 Punkte

Skatfreund Henne

 

27.04.2011

Skatturnier des Bürgervereins am Sonnabend, den 30. April ab 9.00 Uhr
Am kommenden Sonnabend um 9 Uhr eröffnet der Bürgerverein Neustädter Feld im Mehrgenerationenhaus, Othrichstraße 30, das diesjährige große Frühlingsskatturnier. Alle Skatfreunde sind willkommen. Der Einsatz beträgt fünf Euro und kann zum Turnierbeginn entrichtet werden. Für den großen Durst und den kleinen Hunger stehen Getränke und Verpflegung bereit, für die der Bürgerverein sorgt.

Um telefonische Voranmeldung unter 2 52 92 29 wird gebeten.

(Quelle: "Volksstimme", 27.04.2011)

 

12.04.2011
Großes Osterfeuer am Donnerstag, den 21. April 2011 ab 18.00 Uhr
"Winter ade!" heißt es am 21. April auf dem Gelände des Mehrgenerationenhauses, Othrichstraße 30. Der Bürgerverein entfacht das große Osterfeuer.  
Dazu gibt es Musik, Speisen und Getränke. Beginn ist um 18 Uhr.
(Quelle:"Volksstimme", 12.04.2011)



 
 
 
 

 

 

 











 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Bürgerverein hat Sprechstunde
Der Bürgerverein lädt jeden zweiten Mittwoch zu einer Bürgersprechstunde ein. Nach dem Auftakt, der bereits in der Vorwoche erfolgte, ist der nächste Termin am 14. April von 17 bis 18 Uhr.  Interessierte, die sich mit Problemen aus dem Stadtteil oder Vorschlägen und Ideen an die Mitglieder wenden möchten, sind dazu in das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld, Othrichstraße 30, herzlichst eingeladen.

Samstag, der 01.05.2010
Mehrgenerationenhaus - Geburtstag und Skatturnier
Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld lud der Bürgerverein als Träger zu einem großen Skatturnier in die Othrichstraße 30 ein. Für das leibliche Wohl aller Skatfreunde sorgten die Mitarbeiter des Hauses mit Gegrilltem, belegten Brötchen und einem reichlichen Vorrat an Getränken.

13.04.2010
Saubere Aktion am Bruseplatz

Auch das Neustädter Feld putzte sich am vergangenen Freitag. Initiator war der Bürgerverein Neustädter Feld. Neben Vereinsmitgliedern beteiligten sich jüngere und ältere Bewohner des Stadtteils sowie CDU-Stadtrat Hubert Salzborn (l.). Anschließend war auf dem Hermann-Bruse-Platz und in seiner Umgebung kein Stückchen weggeworfenes Papier, keine achtlos entsorgte leere Flasche und auch kein anderer Müll mehr zu finden. Die grünen Freiflächen sind nun freigeräumt für das Erblühen des Frühlings. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 13.04.2010)

Bürgerverein plant für Freitag, den 09.04.2010 Aktion - Frühjahrsputz im „Feld“
Der Bürgerverein Neustädter Feld startet am Freitag eine Frühjahrsaktion im Rahmen der Initiative „Magdeburg putzt sich“. Um 15 Uhr treffen sich alle Helfer aus dem Neustädter Feld auf dem Hermann-Bruse-Platz, informierte der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe. Besen sollte jeder am besten selbst mitbringen. Für die Abfälle werden Container von der Stadt bereitgestellt. Der Bürgerverein ruft alle Anwohner zum Mitmachen auf. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2010)

07.04.2010
Neuer Vorstand im Bürgerverein

Einen neuen Vorstand hat der Bürgerverein Neustädter Feld gewählt. Während der bisherige Vorsitzende Rex Löwe weiter im Amt bleibt, sind Ex-Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß als Stellvertreterin und Stefanie Riedel vom Team des Mehrgenerationenhauses / Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld als Kassiererin neu in den Vorstand gewählt worden, informierte Löwe.
Der Bürgerverein werde künftig jeden zweiten Mittwoch zu einer Bürgersprechstunde im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, einladen, teilte Löwe weiter mit. Nach dem Auftakt, der bereits in der Vorwoche erfolgte, ist der nächste Termin am 14. April von 17 bis 18 Uhr. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 07.04.2010)

22.02.2010
Streit zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement eskaliert
Ein öffentlicher Schlagabtausch im Neustädter Feld lässt Beobachter ratlos zurück

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen dem Bürgerverein Neustädter Feld und dem Stadtteilmanagement der AWO-Tochter SPI GmbH eskaliert. Sie können eigentlich nicht ohne, aber offenbar auch nicht miteinander. Missgunst, Vertrauensbrüche und gegenseitige Anschuldigungen stehen dazwischen. Am Montagabend kam es auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen im Mehrgenerationenhaus zum gut 90-minütigen Schlagabtausch, der keinen Gewinner haben konnte.
Der Kopf knallrot, die Stimme gepresst, so hält Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, am vergangenen Montagabend im überfüllten Saal des Nachbarschaftszentrums vor rund 70 Besuchern eine regelrechte Wutrede. Wort um Wort quillt purer Frust aus seinem Mund. „Ich bin erschüttert über die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerverein und SPI“, sagt der Familienvater. Er fragt die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik: „Wie stellen Sie sich die weitere Zusammenarbeit denn vor?“ Und er ruft lauter und noch gepresster: „Sie sollen uns eigentlich unterstützten, doch statt dessen haben Sie uns geschädigt!“
Löwe und weitere Bürgervereinsmitglieder werfen der Stadtteilmanagerin Vertrauensbruch vor. Worum geht es? Bencsik habe Umstellungen auf der Stadtteil-Homepage und im angeschlossenen EMail-System vom Administrator vornehmen lassen. Durch eine eingestellte Weiterleitung habe Bencsik seit Anfang Januar Nachrichten und Dokumente in ihrem E-Mail-Postfach erhalten, die u. a. für den Bürgerverein bestimmt gewesen seien. Konkret für dessen (neues) Mitglied und seine inzwischen offiziell Bevollmächtigte Manuela Hasenfuß, die Ex-Stadtteilmanagerin, die zum Jahreswechsel den Manager-Posten auf eigenen Wunsch aufgegeben hatte.
In der elektronischen Post seien, so Löwe, auch Kopien von Kontoauszügen sowie wichtige Mitteilungen von Fördermittelgebern gewesen. So zum Beispiel fristgebundene Abforderungen von Verwendungsnachweisen, die den Betrieb des Mehrgenerationenhauses in Trägerschaft des Bürgervereins sowie die elf angegliederten Arbeitsplätze über das Kommunal-Kombi-Lohn-Programm beträfen. Die Stadtteilmanagerin habe den Bürgerverein weder darüber informiert, noch die Nachrichten weitergeleitet.
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik erklärte dazu, sie sei davon ausgegangen, die betreffenden E-Mails würden gleichzeitig auch an die Adresse von Manuela Hasenfuß weitergeleitet. Sie habe keine Nachrichten absichtlich zurückgehalten, könne vermisste E-Mails aber zur Verfügung stellen. Eva Wybrands, Lan desvorsitzende der Frauen-Union der CDU und Patin des vom Bürgerverein betriebenen Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld sagte an Bencsik gewandt: „Sie haben Nachrichten erhalten, die nicht für Sie bestimmt waren. Überlegen Sie sich aus ganz klaren Gründen, was Sie hier sagen.“ Später sagte Wybrands: „Sie reden sich hier um Kopf und Kragen.“ Manuela Hasenfuß erklärte, sie werde „Strafanzeige zur rechtlichen Klärung stellen“.
Manfred Prahl als SPI-Vertreter wollte die Wogen glätten, räumte ein: „Die E-Mail-Geschichte ist sicherlich dumm gelaufen.“ Jedoch seien Julia Bencsik und er auf diesem technischen Gebiet keine Fachleute.
Statt des Streits wollte Prahl Gemeinsamkeiten betonen. Das SPI-Stadtteilmanagement habe unter Manuela Hasenfuß sechs Jahre erfolgreich gearbeitet. Das Engagement des Bürgervereins und das Mehrgenerationenhaus bezeichnete er „als Segen für den Stadtteil“. Die Auseinandersetzungen hätten mit der AG Gemeinwesen nichts zu tun.
Dem schloss sich Christian Hausmann an: „Das ist hier nicht der richtige Rahmen“, sagte der Vorsitzende des SPDOrtsverbands West, der sich als „interessierter Bürger“ zu Wort meldete. Er war jedoch offenkundig zur Unterstützung von Julia Bencsik zur GWAVersammlung ins Neustädter Feld gekommen.
Bürgervereinschef Löwe konterte: „Wenn unsere Arbeit mit Füßen getreten wird, ist das sehr wohl Sache der GWA, das geht hier alle etwas an. Denn wir Bürger engagieren uns zum Wohle des Stadtteils, wenn wir nichts mehr machen, leidet auch das Neustädter Feld darunter.“
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik sieht hingegen nach eigener Aussage längst nicht die gesamte Einwohnerschaft des Stadtteils durch den Bürgerverein vertreten. Sie habe Briefe erhalten, in denen Bürger offen Kritik am Bürgerverein übten. Es gebe eine Reihe von Bewohnern, die sich unabhängig vom Bürgerverein im Stadtteil engagieren wollten.
Nach Volksstimme-Informationen gibt es inzwischen selbst innerhalb des Bürgervereins Befürworter und Gegner der neuen Stadtteilmanagerin.
SPI-Mann Manfred Prahl warf dem Bürgerverein Neustädter Feld vor: „Sie wollen SPI hier rausdrängen!“ Der Bürgervereinschefs behauptete prompt das Gegenteil: SPI habe zum Beispiel bereits Vereine oder Kursleiter, die Angebote im Mehrgenerationenhaus des Bürgervereins machten, gefragt, ob sie dies nicht auch unter Flagge der SPI machen könnten. Bencsik schüttelte den Kopf.
Löwe habe Recht, sprang der Ringer Jörg Schrader dem Vereinschef bei. Auch er sei von SPI angesprochen worden, sagte Schrader: „Das ist so.“ Der Trainer vom Verein KSV Galaxy, der für Bewohner des Stadtteils seit längerem Breitensportangebote macht, arbeitete bisher nach eigener Aussage „gut mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Stadtteilmanagement und dem Bürgerverein zusammen. Doch was ich hier inzwischen erlebe, ist traurig. Da muss auch ich mir überlegen, wie es hier weitergehen soll. Unter diesen Umständen werde ich sicher nicht weitermachen.“
Für den Bürgervereinsvorsitzenden Löwe stellt sich die Frage so: „Ist SPI zum Wohle des Neustädter Feldes hier weiter tragbar oder nicht?“
„Ich kann die Atmosphäre hier nicht nachvollziehen, hier kämpft jeder gegen jeden“, sagte der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Mewes (Die Linke). „Ich halte es nicht für richtig, sich hier zu zerfleischen, und wir haben in dieser Runde keine Möglichkeit, ein Ergebnis zu erzielen.“
Deswegen bot Mewes an, als Moderator die heillos verstrittenen Parteien doch noch einmal zusammenzubringen, um möglichst einen gemeinsamen Neustart hinzubekommen. Hubert Salzborn, CDU-Stadtrat und selbst Mitglied des Bürgervereins, zeigte sich skeptisch: „Der Boden ist dermaßen vergiftet, dass ich ratlos bin.“
Ratlos zurück blieben auch die Beobachter der GWA-Versammlung. „Ich war immer stolz auf die GWA im Neustädter Feld“, sagte Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamts im Stadtteil, „doch ich bin entsetzt, was ich heute hier vorfinde.“ Da war ein Teil der 70 Besucher schon längst wieder nach Hause gestapft. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.02.2010)

05.02.2010
Wie mehr als 6000 Euro Spenden für „Koarins Kiosk“ versickerten
Nach Brandschaden wollten viele Magdeburger Roswitha Arndt beim Neustart helfen

Ihr Schicksal bewegte die ganze Stadt: Roswitha Karin Arndt (51), genannt „Koarin“, gute Seele des Stadtteils, sozial engagierte Geschäftsfrau, „Kummerkasten“ im Neustädter Feld. Nachdem ihr stadtbekannter Kiosk am Hermann-Bruse-Platz in der Nacht zum 25. Mai 2008 durch einen Brand zerstört worden war, spendeten viele Magdeburger Geld. Doch das ist verschwunden, ohne dass ein neuer Kiosk gebaut wurde.
Die Spender wollten der früheren Magdeburgerin des Jahres und bekanntesten Kioskverkäuferin der Stadt eine neue geschäftliche Existenz ermöglichen. Nun kocht im Stadtteil die Volksseele, weil von einem neuen Kiosk nichts zu sehen ist und „Koarin“ die mehr als 6000 Euro Spendengeld nach eigener Aussage längst ausgegeben hat. Sie lebe von Hartz IV und sei verschuldet, sagt sie.
Statt des erhofften Aufbruchs in eine neue Existenz legte die 51-Jährige eine glatte Bruchlandung hin. 18 Jahre lang hatte sie Tag für Tag hinter der Bushaltestelle ihre Waren verkauft und immer ein offenes Ohr für die Sorgen anderer gehabt. Jetzt müsse sie sich selbst große Sorgen um ihre Zukunft machen, sagt Roswitha Karin Arndt gegenüber der Volksstimme. Das Spendengeld jedenfalls sei längst ausgegeben. Angesichts eines Schuldenbergs werde ihr wohl nichts anderes übrig bleiben, als in die Privatinsolvenz zu gehen.
So traurig das Schicksal der einstigen Sympathieträgerin auch ist, die Spender sind erbost. So mancher hatte aus seiner knappen Haushaltskasse einige Euro für „Koarin“ zusammengekratzt. So auch Rentnerin Margit Lambrecht. Sie sagt: „Wir sind sehr enttäuscht von Karin, weil sie das zweckgebundene Spendengeld einfach anderweitig ausgegeben hat.“ Wie sie würden auch viele andere Spender ihr Geld nun am liebsten zurückfordern, sagt die „Neustädterfeldlerin“: „Ich verstehe nicht, warum Karin so etwas gemacht hat.“
Wo sind die exakt 6234,18 Euro geblieben, die der Bürgerverein Neustädter Feld im November 2008 an Roswitha Arndt in bar ausgezahlt hatte? Die Kioskfrau behauptet: „Ein Teil der Spenden – ca. 3000 Euro – ist nach dem Brand noch in den alten Kiosk eingeflossen für Baumaterial. Der Rest wurde für offene Rechnungen benutzt.“
Für Verblüffung sorgt nun auch ihre Aussage, ein „Geschäftspartner“ sei nicht nur der wahre Besitzer des Verkaufswagens gewesen, sondern habe in all den Jahren auch „alles Geschäftliche geregelt“. Sie will zum Beispiel selbst nie Geschäftsbriefe geöffnet haben. „Er sagte mir, nachdem das mit dem Brand passiert war, der Wagen sei nach Hamburg verkauft worden.“ Heute bestehe kein Kontakt mehr zu dem Mann, der vor Jahren im Neustädter Feld gewohnt habe. Wo er inzwischen lebe und wie er zu erreichen sei, wisse sie nicht.
Für Kopfschütteln sorgt das beim Bürgerverein Neustädter Feld, der nach Aussage des Vorsitzenden Rex Löwe von einem Geschäftspartner zuvor auch nichts wusste. Der Verein hatte 2008 die Spendenaktion für Roswitha Karin Arndt mit Unterstützung der Gemeinwesenarbeitsgruppe und der Stadtsparkasse gestartet. „Wir hatten mit Frau Arndt eigentlich besprochen, dass von dem Geld ein neuer Kiosk als Ersatz für den abgebrannten Wagen angeschafft werden soll. Damit war sie uns gegenüber einverstanden. Aus Salzwedel hätten wir kostenlos einen Kiosk erhalten können. Für den Transport und das Aufstellen des Kiosks sowie einen geschäftlichen Neustart hätte die Spendensumme sicher ausgereicht“, sagt Löwe. Dazu kam es nicht. „Von einem Anwalt wurden wir stattdessen plötzlich aufgefordert, das Spendengeld an seine Mandantin, Frau Arndt, auszuzahlen. Das haben wir im November 2008 mit einem sehr unguten Gefühl getan. Kurz darauf wurde der Laden zugemacht“, sagt Löwe. Anschließend sei der alte Wagen, in den nun angeblich noch 3000 Euro Spendengeld geflossen waren, abtransportiert worden.
Der Bürgerverein sollte laut Anwaltsschreiben das Geld „zeitnah“ zur Verfügung stellen. Die Spenden seien „bedingungslos eingezahlt“ worden. „Gemäß des Spendenzwecks steht es Ihnen auch nicht zu, solche Bedingungen aufzustellen und die Auszahlung etwa davon abhängig zu machen, dass ein Ersatzkiosk aus Salzwedel herbeigeschafft werden müsste“, erklärte der Anwalt. Seine Mandantin habe „erhebliche Ausgaben wie die Beschaffung des neuen Inventars, Zukauf ausgefallener Waren etc. aufwenden“ müssen. Dafür würden die Spenden „umgehend benötigt“.
Die Kioskfrau selbst erklärte hingegen bei der öffentlichen Übergabe des Spendengeldes, die Summe nach wie vor in eine neue Existenz mit neuem Kiosk investieren und das Geld dafür aufbewahren zu wollen.
Für den Bürgerverein sei die Angelegenheit abgeschlossen, sagt Rex Löwe heute. Zurück bleibe Enttäuschung und der „nachvollziehbare Ärger“ der Menschen, die nach dem Kioskbrand 2008 Geld spendeten, Benefizveranstaltungen und Konzerte für „Koarin“ organisierten. Rex Löwe sagt: „Das Geld ist auf Deutsch gesagt veruntreut worden.“
Den Unmut der Menschen, die ihr Geld für den Neustart gaben, könne sie verstehen, sagt „Koarin“: „Ich weiß, dass viele sehr verärgert sind. Aber eins steht fest: Ich habe mir keine teuren Reisen oder Luxusgegenstände gegönnt.“ An einen neuen Kiosk sei für sie nicht mehr zu denken: „Wovon soll ich den denn bezahlen?“ Sie sei mit rund 80 000 Euro verschuldet, die sie sicher nie abbezahlen könne. Mit einer „geringfügigen Beschäftigung“ in einer Reinigungsfirma verdiene sie als Hartz-IV-Empfängerin inzwischen etwas Geld dazu. „Ich habe immer gekämpft“, sagt sie. „Das werde ich auch weiter tun.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.02.2010)

siehe auch: http://www.neustaedterfeld.de/kiosk/kioskbrand.html

17.12.2009
Stadtteilmanagerin bricht ihr Schweigen
Der Streit um Magdeburgs erstes Mehrgenerationenhaus im Neustädter Feld zwischen dem Bürgerverein und dem Stadtteilmanagement der SPI GmbH schlägt weiter Wellen. Die scheidende Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß, die den Posten zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlässt, äußerte sich jetzt erstmals zu dem Vorwurf des Bürgervereins, SPI wolle sich aus dem gemeinsamen Vorzeigeprojekt zurückziehen. Ja, sie habe von entsprechenden Plänen gewusst, erklärte Manuela Hasenfuß gegenüber der Volksstimme. Sie zeigte sich zugleich über das Agieren des Stadtplanungsamtes verwundert.
Die „Gerüchteküche“ im Neustädter Feld habe sich in den vergangenen Wochen „mit der Sorge erhitzt, dass SPI als Auftragnehmer für das Quartiersmanagement seinen Bürositz im Mehrgenerationenhaus aufgeben will“, schreibt Manuela Hasenfuß in einer Stellungnahme. Diese sandte sie der Volksstimme im Nachgang zu einer Diskussion auf der Einwohnerversammlung von OB Lutz Trümper in der Vorwoche zu. Der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe hatte dort betont, die Zukunft des Hauses sei von der Entscheidung der AWO-Tochter SPI abhängig.
SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel hatte den Vorwurf zurückgewiesen und gegenüber der Volksstimme klargemacht: „Wir planen nicht den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus.“
Manuela Hasenfuß dazu: „Im öffentlichen Raum steht die Frage: Gerücht oder Wahrheit?“ OB Trümper hatte auf seinem Forum der scheidenden Stadtteilmanagerin allerdings selbst die entscheidende Frage gestellt: „Sie müssen doch am besten wissen, ob der Auszug geplant war.“
„Auf diese Frage, die ich als wohlgemeinten Hinweis verstanden habe, konnte ich unmittelbar nicht antworten, denn ich war ehrenamtlich in meiner Funktion als Sprecherin der AG Gemeinwesen Neustädter Feld anwesend“, erklärte Hasenfuß nun. Aber: „Als Stadtteilmanagerin ist mir die Quelle der Gerüchteküche bekannt.“ Am 18. November sei der für PC-Wartung beauftragte Mitarbeiter ins Mehrgenerationenhaus gekommen. „Er informierte die Mitarbeiter, dass sein Vertrag gekündigt werde. Die SPI-Geschäftsstelle habe ihn informiert, dass SPI noch im Dezember beabsichtige, mit dem Büro des Quartiersmanagements aus dem Mehrgenerationenhaus in angemietete Räume in die Rollestraße zu ziehen“, schildert Manuela Hasenfuß. Der besagte Techniker, Burkhard Pressel, meldete sich auch selbst telefonisch in der Volksstimme-Redaktion und bestätigte die Schilderung. Zum Umzug sei es nicht gekommen, weil der Bürgerverein Druck gemachte habe, so Vereinschef Rex Löwe.
„Um nachträglich doch noch auf die Frage unseres Oberbürgermeisters zu antworten: Ja, als SPI-Mitarbeiterin war ich bereits in Kenntnis“, erklärte Manuela Hasenfuß. „Gründe des Arbeitsrechts machten es mir nicht möglich, dieses interne Trägerbegehren zu kommunizieren. Und so bitte ich auch an dieser Stelle um Verständnis, dass ich keine Erklärung abgeben kann, weshalb SPI den Wechsel des Bürositzes angestrebt hat, der jedoch mit Zustimmung des Auftraggebers, d. h. des Stadtplanungsamts angestrebt worden sein soll. Insofern bleibt auch bei mir im Nachgang zur OB-Einwohnerversammlung eine Irritation, weshalb Dr. Olbricht als Leiter des Stadtplanungsamtes und Auftraggeber nichts zur Klärung des Gerüchtes sagen konnte. Obwohl ich hier auch um meine eigene Beschränkung der Redefreiheit des Abends weiß.“
Der Bürgerverein gab sich trotz der Klarstellung des SPI-Geschäftsführers bisher nicht zufrieden. Die Fragen des Vereins könne sie „in ihrer Bedeutsamkeit nachvollziehen“, erklärte Manuela Hasenfuß. Denn: „Es geht schlichtweg um den Erhalt und die perspektivische Absicherung des Mehrgenerationenhauses als Einrichtung, die den Stadtteil imagefördernd aufwertet.“ Hieran erwachsen seien eine Nachbarschaftskultur, Hilfen für ältere und unterstützungsbedürftige Bewohner, bürgerschaftliches Engagement, aber auch elf Arbeitsplätze. „Diese bedeuten für elf Familien ein Leben frei von Hartz-IV-Abhängigkeit“, so Manuela Hasenfuß. „Entwicklungen in anderen Stadtteilen zeigen zudem, dass auch Wohnungsunternehmen wie die Wobau oder die MWG den unternehmerischen Wert von Nachbarschaftszentren für Quartiere erkannt haben und selbst in Einrichtungen für eine bessere Nachbarschaftskultur investieren, um Tendenzen der Isolierung entgegenzuwirken.“
Klar ist schon heute: Die Förderungen aus öffentlichen Kassen für das Mehrgenerationenhaus laufen im Jahr 2012 aus. „Mit diesem klaren Wissen sollte man unmittelbar beginnen, sich dem Prozess der nachhaltigen Absicherung zu widmen“, fordert die scheidende Stadtteilmanagerin. „Nach den Jahren der Investitionen und des Aufbaus kann nun einer der bedeutendsten Aufträge des Quartiersmanagements nur sein, sich als unabhängiger Berater, Unterstützer und Moderator zum Weiterbestehen des Mehrgenerationenhauses zu repräsentieren. Davon abzulassen, könnte aus Steuerzahlersicht berechtigt mit Verschwendung öffentlicher Gelder beurteilt werden!“
Die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik will sich am 8. Januar mit dem Bürgerverein treffen, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.12.2009)

08.12.2009
Streit ums Generationenhaus: Der OB will die Wogen glätten
Angekratztes Verhältnis zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement belastet Modellprojekt

Der Bestand des ersten Magdeburger Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld ist nach Aussage von Oberbürgermeister Lutz Trümper zunächst bis 2012 gesichert. Das bisher erfolgreiche Modellprojekt soll weiter vom Bürgerverein Neustädter Feld mit Unterstützung des Stadtteilmanagements der SPI GmbH betrieben werden, wie seit 2007 praktiziert. Dies sei auch vertraglich mit SPI eindeutig geregelt, sagte Trümper am Dienstag auf einer Einwohnerversammlung. Wie berichtet, befürchtet der Bürgerverein, SPI wolle sich aus dem Projekt zurückziehen.
Nach dem hochgekochten Streit um einen angeblich geplanten Auszug des SPI-Stadtteilmanagements aus dem Mehrgenerationenhaus, was laut Bürgerverein einem Rückzug aus dem Projekt gleichkäme, ist das Verhältnis zwischen dem Verein und der SPI deutlich angekratzt. Bürgervereinschef Rex Löwe formulierte drastisch: „Die Zukunft des Hauses steht auf dem Spiel.“ Dabei blieb er auch am Dienstag auf der Einwohnerversammlung mit OB Trümper im Neustädter Feld.
Löwe erklärte gar, auch Trümper selbst sowie das Stadtplanungsamt hätten bereits von den Auszugsplänen der SPI gewusst. „Und jetzt soll plötzlich alles nicht mehr wahr sein und wird als Gerücht abgetan“, schimpfte Löwe.
Trümper dazu: „Ich höre heute definitiv zum ersten Mal davon.“ Schulterzucken bei Planungsamtsleiter Heinz-Joachim Olbricht: „Ich kann Ihnen dazu nichts sagen.“
Unklar ist daher weiter, wie es zu der großen Krise kam. Denn SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel hatte in der Volksstimme klargestellt: „Wir planen nicht den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus.“ Die angeblichen Umzugspläne seien unzutreffende „Gerüchte“. Und ein von Löwe öffentlich gemachter Streit um eine Stromrechnung zwischen SPI und Bürgerverein soll laut Scherschel schon vor Wochen zusammen mit Löwe und dem Planungsamt zur Zufriedenheit aller Beteiligten beigelegt worden sein.
Ebenso bestreitet der SPIChef den vom Bürgerverein hergestellten Zusammenhang zwischen der aktuellen Krise und dem personellen Wechsel im Stadtteilmanagement. Die bisherige Managerin Manuela Hasenfuß hatte nach sechs Jahren auf diesem Posten für alle Beteiligten im „Feld“ überraschend zum Jahresende gekündigt. Zu den Gründen äußert sie sich nicht.
Nachfolgerin Julia Bencsik soll offiziell zum 1. Januar die Stelle antreten. Sie sagte auf der Einwohnerversammlung: „Die personelle Änderung ändert nichts am Auftrag von SPI.“ Es bedürfe selbstverständlich einer Begleitung des Bürgervereins. „In welchem Rahmen und Umfang, wird sich zeigen, das hat ja auch eine per sönliche Note“, sagte Bencsik. Für den 8. Januar sei mit dem Bürgerverein bereits ein Termin vereinbart worden, um zu besprechen, „wie das Projekt weitergeführt und ausgebaut werden kann“. Dagegen spreche jedenfalls aus ihrer Sicht nichts, sagte Julia Bencsik.
Ihre Vorgängerin Manuela Hasenfuß, wollte sich auf der Einwohnerversammlung nicht zu den angeblichen Rückzugsplänen äußern. Allerdings attackierte sie ihre Nachfolgerin Julia Bencsik: „Ich begrüße Sie in den Reihen der Gerüchteverbreiter.“ OB Trümper zu Manuela Hasenfuß: „Sie müssen doch am besten wissen, ob der Auszug geplant war.“ Manuela Hasenfuß, die in der Vorwoche offiziell ihre Tätigkeit als Stadtteilmanagerin beendet hat, entgegnete nur: „Ich bin als amtierende ehrenamtliche Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe hier.“ Für Trümper keine Ausrede: „Wenn ich etwas sage, bin ich auch immer der Oberbürgermeister, obwohl ich gern auch manchmal etwas nur als Bürger Trümper sagen würde.“
Dessen ungeachtet stellte Trümper, wieder ganz OB, klar: Der Vertrag mit der SPI GmbH, die im Auftrag der Stadt das Stadtteilmanagement im Neustädter Feld besetzt, sei gerade verlängert worden. Festgeschrieben sei darin auch genau die vom Bürgerverein geforderte Begleitung. Trümper: „Dafür bekommt die SPI ihr Geld.“
Dies werde aber ohnehin kein Dauerzustand sein, gab der OB zu bedenken. Der Grund liegt auf der Hand: Das Förderprogramm „Soziale Stadt“, über das auch das Stadtteilmanagement finanziert wird, läuft im Neustädter Feld 2012 aus.
„Bis dahin kann es nur darum gehen, das Erreichte zu stabilisieren und nachhaltig zu sichern“, sagte Manuela Hasenfuß. Immerhin beschäftige der Bürgerverein über das Programm für Kommunal-Kombi-Löhne inzwischen elf zuvor langzeitarbeitslose Stadtteilbewohner im Mehrgenerationenhaus. Vereinschef Löwe sagte, mit der geplanten Gründung einer Stadtteilgenossenschaft solle die Einrichtung über 2012 hinaus auf sichere Beine gestellt werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.12.2009, siehe auch Meldung vom 02.12.2009 weiter unten)

04. / 05.12.2009
Erfolgreiche Premiere für Nachtfußball im „Feld“
Rege Teilnahme am Skatturnier

Im Mehrgenerationenhaus an der Othrichstraße wurde am vergangenen Sonnabend wieder gereizt, was das Blatt so hergab. „Mit 15 Spielern, guter Laune und auch der ein oder anderen Flasche Bier war die Runde perfekt“, sagte Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, der zum Skatturnier eingeladen hatte.
Neben spannenden Spielen gab es von Koch Dirk Zenke selbst gemachte Buletten und Grillwürstchen und lecker belegte Brötchen von den Bürgervereinsmitgliedern Anja Mehrmann und Stephanie Riedel. „Das Resümee der Skatspieler hat uns gezeigt, dass wir diesmal wieder den richtigen ,Riecher‘ hatten und selbstverständlich auch traditionsgemäß weitere Aktivitäten dieser Art im neuen Jahr folgen werden“, sagte Löwe.
Nach gut fünfeinhalb Stunden standen die Sieger fest. Mit 2719 Punkten konnte als Sieger des Weihnachtsskatturniers im Mehrgenerationenhaus Bernd Grubert seinen Pokal, Urkunde und die ausgespielte Siegprämie in Empfang nehmen. Dicht gefolgt mit 2130 von Martin Brinkmann und mit 2022 Punkten von René Seemann auf dem dritten Platz. Der Letztplatzierte bekam eine Trostmedaille, Teilnahmeurkunde und traditionsgemäß ein Skatspiel zum Üben.
Dass diese Veranstaltung am frühen Vormittag diesmal für den Bürgerverein ein wahrer Kraftakt war, lag an dem in der vorangegangenen Nacht ausgetragenen Mitternachtfußballturnier der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter Feld in der Sporthalle an der Othrichstraße. Unter Federführung der stellvertretenden Bürgervereinsvorsitzenden Corinna Solowsky und Stephan Brüning vom Projekt „Aktiv im Feld“ spielten fünf Mannschaften von 22 bis ca. 2.30 Uhr um den erstmals ausgelobten Wanderpokal.
Um Mitternacht wurde das Turnier kurz unterbrochen. Mit einer Durchsage von Bürgervereinschef Rex Löwe bei ausgeschaltetem Hallenlicht und leuchtenden Wunderkerzen wurde mit grandiosem Geburtstagsständchen aller Teilnehmer der scheidenden Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß zu ihrem Geburtstag gratuliert. „Sie stand übrigens ganz tapfer und mutig ihre ,Frau‘ im Tor des Bürgervereins und ließ kaum einen Ball durch“, lobte Löwe. So landete der Bürgerverein am Ende hinter dem Jugendklub „Bauarbeiter“ auf dem zweiten Platz. „Das Mitternachtsturnier war ein riesiger Erfolg, dem auch gleich eine nächste Auflage folgen soll“, sagte Löwe. Am 8. Januar um 22 Uhr soll in der Sporthalle an der Othrichstraße wieder um den Wanderpokal gekickt werden. Der Bürgervereinsvorsitzende nutzte die Veranstaltung, um zum Jahresende allen engagierten „Neustädterfeldlern“ für die „Arbeit und die Erfolge hier im Stadtteil“ zu danken. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.12.2009)



Blick auf die Bank des Bürgervereins beim 1. Mitternachtsfußballturnier in der Sporthalle Othrichstraße (v.l.): der Vorsitzende Rex Löwe, Nicole Geiersbach und René Kühne. Fotos (2): Privat



Siegerehrung für „Skatbrüder“: Bürgervereinsvorsitzender Rex Löwe (2.v.r.) gratulierte dem Sieger Bernd Grunert (r.) sowie dem Zweitplatzierten Martin Brinkmann (2.v.l.) und dem Dritten René Seemann (l.).

02.12.2009
Wechsel der Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld schlägt nun doch Wellen
Gemeinsames Vorzeigeprojekt steht auf der Kippe: Bürgerverein bangt um Mehrgenerationenhaus
Der Bürgerverein Neustädter Feld bangt um die Existenz von Magdeburgs erstem Mehrgenerationenhaus. Grund seien Auseinandersetzungen mit der SPI GmbH um die gemeinsame Weiterführung der Einrichtung. Die AWO-Tochtergesellschaft SPI besetzt im Auftrag der Stadt das Stadtteilmanagement. Der Bürgerverein glaubt, dass die SPI das Projekt torpediere. SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel weist die Vorwürfe zwar zurück, doch aus einem geräuschlosen Wechsel der Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld wird sicher nichts.
Es wird für die Verantwortlichen keine besinnliche Adventszeit im Mehrgenerationenhaus werden. Der Bürgerverein trifft sich derzeit zu immer neuen Krisensitzungen. „Die Zukunft des Hauses steht auf dem Spiel“, sagt Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins. Dieser Verein im Neustädter Feld ist seit 2007 Träger des ersten offiziellen Mehrgenerationenhauses in Magdeburg. Die Bundesregierung fördert das Haus für Begegnung, Stadtteilkultur und Nachbarschaftshilfe bis 2012 über ein Modellprogramm.
Fakt ist: Ohne Sozial- und Verwaltungsprofis kann der Bürgerverein das Projekt bisher nicht stemmen und weiterentwickeln. Bis 2012 muss die Einrichtung auf eigenen Beinen stehen. Das SPI-Stadtteilmanagement hatte sich deshalb die „begleitende Unterstützung und Beratung des Bürgervereins bei der Einrichtung und Etablierung des Mehrgenerationenhauses“ auf die Fahnen geschrieben. Ein klarer Fall: Die bisherige Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß hatte schließlich das Begegnungszentrum initiiert.
Das gemeinsame Konzept steht jetzt laut Löwe auf der Kippe. Ein Grund sei das Vorhaben von SPI, mit dem Antritt einer neuen Stadtteilmanagerin das Stadtteilbüro aus dem Mehrgenerationenhaus auszulagern. Räume an der Rollestraße seien als neuer Standort im Gespräch. Der Bürgerverein fühle sich ins Abseits gestellt.
Reibungspunkte gebe es schon länger. Vorläufiger Höhepunkt sei ein Streit um eine Stromrechnung gewesen. Vereinsvertreter und SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel trafen sich unlängst zum Krisengipfel: „Am Ende waren eigentlich alle Streitpunkte vom Tisch und wir haben uns gegenseitig eine weitere gute Zusammenarbeit versprochen“, sagt Löwe.
Eigentlich. „Kurz danach haben wir erfahren, dass SPI den Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus plant. In unserem Gespräch bei SPI wurde das mit keiner Silbe erwähnt“, schimpft Löwe, der die Vertrauensbasis angegriffen sieht. „Das ist der nächste Tritt gegen den Bürgerverein“, sagt Vereinsmitglied Hubert Salzborn, der sich ebenfalls große Sorgen macht. Er ist überzeugt: „Die Trennung würde die ausgezeichnete Arbeit der bisherigen Stadtteilmanagerin und des Bürgervereins zunichte machen, und die Fördergelder würden sinnlos verpuffen.“
Dass von einem Umzug keine Rede war, ist für SPI-Chef Michael Scherschel indes glasklar: „Wir planen nicht den Auszug. Punkt.“, sagt er auf Volksstimme-Nachfrage. Ihm sei „völlig unverständlich“, wer durch solche „Gerüchte“ dem „erfolgreichen Projekt schaden“ wolle.
Löwe lässt sich nicht besänftigen: „Wir wissen definitiv, dass der Auszug noch im Dezember geplant war“, hält Löwe entgegen: „Wir wissen nur nicht, was wir der SPI getan haben, sind uns keiner Schuld bewusst. Offizi ell sagt uns niemand etwas, im Hintergrund rumort es weiter.“
SPI-Chef Scherschel will trotz der Vorwürfe von einem Konflikt nichts wissen. Er habe erst jüngst in einer Pressemitteilung die enge Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein sowie die Weiterführung erfolgreicher Projekte versprochen. „Und dazu stehe ich 100-prozentig“, sagt Scherschel.
Eine „weitere gute Zusammenarbeit, auch mit der neuen Stadtteilmanagerin“, beschwört der Bürgerverein ebenfalls. Doch er sieht inzwischen auch den personellen Wechsel im Stadtteilmanagement in einem anderen Licht. Die erfolgreiche Quartiersmanagerin Manuela Hasenfuß hatte Anfang November nach sechs Jahren überraschend und ohne Begründung ihren Ausstieg bekannt gegeben. Sie habe ihren Vertrag bei SPI gekündigt. Für sie soll im Januar die Sozialpädagogin Julia Bencsik die Stelle antreten. Löwe dazu: „Uns schmerzt der Weggang von Manuela Hasenfuß sehr – und wir wissen bis heute nicht, warum sie ihre Stelle gekündigt hat.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.12.2009)
Mehr zu Mehrgenerationenhaus finden Sie hier: http://www.mgh-magdeburg.de

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30.10.2009
Bürgerverein lädt ein - Blasmusik und Partyspaß
Mit Blasmusik, Lampions und Partylaune feiert am Freitag das Neustädter Feld sein verspätetes Erntedankfest. Der Bürgerverein Neustädter Feld lädt gemeinsam mit dem Projekt „Aktiv im Neustädter Feld“, dem Jugendklub „Rolle 23“ und der Krippe „Feldmäuse“ Jung und Alt zu dem Spektakel ein. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Hermann-Bruse-Platz, wo ein Schminkstand aufgebaut wird. Um 18 Uhr startet der Lampionumzug mit dem Magdeburger Jugendblasorchester. Ziel ist das Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30. Hier steigt auf dem Außengelände eine große Party. Im leckeren kulinarischen Angebot sind neben einer zünftigen Bowle unter anderem Grillwürstchen, Soljanka, Gulaschsuppe, selbst gebackene Waffeln und Schmalzstullen. Und sollte jemandem bei der atemberaubenden Feuershow und all den anderen schaurigschönen Überraschungen immer noch nicht recht warm geworden sein, so kann er sich mit Punsch oder einem anderen heißen Getränk am Lagerfeuer aufwärmen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.10.2009)

06.09.2009
Bilder vom Stadtteilfest im „Feld“ Online
Trödelmeile, Kultmusik und mehr lockten zum Stadtteilfest

Samstag, der 5. September
Stadtteilfest im „Feld“ - Jetzt anmelden für Flohmarkt

Die Vorbereitungen für das diesjährige Stadtteilfest im Neustädter Feld, das am 5. September auf dem „altbewährten“ Hermann-Bruse-Platz stattfinden soll, laufen auf Hochtouren. Die Organisatoren hoffen, dass das Fest für alle Bewohner und Besucher des Stadtteils zu einem Ereignis werden wird. Regie führt erneut der Bürgerverein Neustädter Feld in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Einrichtungen des Viertels. Weil in den vergangenen Jahren der Flohmarkt gute Resonanz erfuhr, soll auch 2009 dazu ermuntert werden, interessante Dinge anzubieten. Die Anmeldungen nimmt ab sofort bis zum 2. September das Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, telefonisch unter 2 52 92 29 entgegen. Die Standgebühr für Erwachsene beträgt 2 Euro, Kinder können kostenlos trödeln. Entsprechende Aufsteller sind selbst mitzubringen. Das Organisationsteam für das Stadtteilfest trifft sich immer montags um 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.08.2009)

14.05.2009
Hermann-Bruse-Platz - Putzaktion am Stadtteillogo
Weil das erst im September 2008 eingeweihte Stadtteillogo auf dem Rasenhügel des Hermann-Bruse-Platzes bereits mit zahlreichen Schmierereien verunstaltet wurde, initiierte der nahe gelegene Jugendklub „Rolle 23“ des Internationalen Bundes in der AG Gemeinwesen Neustädter Feld eine Putzaktion. Am Donnerstagnachmittag beteiligten sich an der großen Reinigung mit Spezialtüchern zahlreiche Jugendliche, u.a. aus dem Projekt „Mobile Jugendarbeit für Spätaussiedler“ der „Rolle 23“. Außerdem machten Mitglieder des Bürgervereins Neustädter Feld und Helfer aus dem Mehrgenerationenhaus mit. Mit der Aktion sollte gezeigt werden: „Wir wehren uns gegen die Schmierereien!“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.05.2009) Hier geht es zur Bildergalerie

02.05.2009
Mehrgenerationenhaus - Bürgerverein kürt Skatkönig

Anlässlich des 2. Geburtstages des Mehrgenerationenhauses veranstaltete der Bürgerverein Neustädter Feld das 1. Preisskatturnier 2009. Mit 21 aktiven Spielern wurde ein neuer Teilnehmerrekord bei der mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltung gefeiert. In gemütlichen, diskussionsreichen Runden wurde gereizt, was das Blatt so hergab. Nach zweimal 36 Spielen je Tisch standen dann die Gewinner fest. Der Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe zeichnete dann die Erstplatzierten aus. Den 1. Platz belegte mit 2562 Punkten Manfred Fischer. den 2. Platz mit 2493 Punkten Rainer Salzmann, den 3. Platz Guido Butzmann. Bei lecker gegrillten Buletten und Würstchen durch das Bürgervereinsmitglied Dirk Zenke als Koch des Mehrgenerationenhauses und blickten die Organisatoren wieder auf einen besonderen Höhepunkt im Mehrgenerationenhaus unter der Leitung des Bürgervereins Neustädter Feld zurück. Vereinschef Rex Löwe bedankte sich bei allen Spielern und Helfern und wünschte sich auch für das nächste Skatturnier im Herbst rege Beteiligung und gutes Gelingen. Die Einrichtung in der Othrichstraße 30 wurde im Mai 2007 eröffnet. Sie wird über das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ finanziell gefördert. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.05.2009)

Samstag, der 02.05.2009
Zwei Jahre Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße - Geburtstagspreisskat am Sonnabend
Anlässlich des 2. Jahrestages des Mehrgenerationenhauses Neustädter Feld wird u. a. am Sonnabend ab 9.30 Uhr ein Skatturnier in der Othrichstraße 30 ausgetragen. Der Einsatz beträgt 5 Euro. Außer Sach- und Geldpreisen können sich die Teilnehmer und alle weiteren Besucher auf gemütliches Zusammensein bei Speis und Trank freuen. Der Bürgerverein lädt alle Magdeburger ein, das Haus kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit der Urania werden dann am 5. Mai ab 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus seltene und zum Teil unbekannte Filmaufnahmen der 1950er Jahre aus Magdeburg gezeigt. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind ebenfalls alle Interessierten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.04.2009)

Veranstaltungskalender - So fallen die Feste 2009 im Neustädter Feld
Die Vereine und Einrichtungen des Stadtteils haben den Veranstaltungskalender 2009 jüngst in der AG Gemeinwesen veröffentlicht: Das große Kinderfest des Siedlervereins Birkenweiler am 31. Mai ist der nächste geplante Veranstaltungshöhepunkt im Stadtteil Neustädter Feld. Mit einem Sommer- und Familienfest folgt dann am 25. Juli die Kindertagesstätte „Kuschelbären“ in der Georg-Singer-Straße. Größte Veranstaltung 2009 im Neustädter Feld soll wieder das offizielle Stadtteilfest am ersten Sonnabend im September werden. Unter Federführung des Bürgervereins Neustädter Feld soll das Fest auf dem Bruseplatz mit vielen Beteiligten aus den verschiedenen Vereinen und Einrichtungen ein Erfolg werden. Der Bürgerverein plant daneben u.a. auch wieder den großen Halloweenumzug durchs Neustädter Feld im November.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.03.2009)

25.02.2009
Von der Leyen: Jung und Alt müssen aufeinander zugehen
Bundesfamilienministerin besuchte geförderte Projekte in Sachsen-Anhalt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern ( 25.02.2009 ) in Magdeburg junge und alte Menschen aufgefordert, mehr aufeinanderzuzugehen. Beide Seiten könnten voneinander profitieren, sagte sie bei einem Besuch des Nachbarschaftszentrums im Stadtteil Neustädter Feld, das als eines von 500 „Mehrgenerationenhäusern“ in Deutschland vom Bund gefördert wird.
Senioren könnten Jugendlichen beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen helfen, sagte die Ministerin. „Die Weisheit der Älteren“ sei noch immer gefragt. Im Gegenzug könnten junge Menschen den älteren etwa die Funktion von Handys oder die Nutzung des Internets erklären. Mit den Mehrgenerationenhäusern würden Räume dafür geschaffen, dass „Jung und Alt zusammenstehen“, sagte von der Leyen, die anschließend auch das ebenfalls geförderte Familienzentrum Färberhof in Stendal besuchte ( siehe auch: Volksstimme-Meldung zum Färberhof Stendal ).
Der Bund fördert in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt bis 2012 mindestens einen solchen Treffpunkt mit 40 000 Euro pro Jahr. In Sachsen-Anhalt gibt es 25 Projekte.
Das Nachbarschaftszentrum in Magdeburg ist der soziale Mittelpunkt des von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägten Stadtteils mit rund 10 000 Einwohnern. Dort laufen Veranstaltungen wie Kinder- und Seniorennachmittage oder Tanz- und Sprachkurse. Zudem leistet die Einrichtung Nachbarschaftshilfe: Mitarbeiter machen kleine Reparaturen für Senioren oder gehen mit ihnen einkaufen.
Das Zentrum wurde 2004 von Stadtteilbewohnern in einem leerstehenden Jugendclub in Eigenregie aufgebaut. Seit 2006 wird es von einem Bürgerverein getragen. Zurzeit gibt es ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter, die meisten von ihnen Langzeitarbeitslose.
„Beim Personal liegt unser großes Problem“, sagte Vereinsvorsitzender Rex Löwe. Nach Angaben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß konnte die Bundesförderung bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Die 20 000 Euro, die jährlich für Personalkosten vorgesehen seien, würden ohne entsprechende kommunale Hilfe nicht ausreichen.
Löwes Hoffnung liegt nun auf dem Bundesprogramm Kommunal-Kombi, das Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit fördert. Ab November könnte auch das Nachbarschaftszentrum davon prof tieren. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) gab gestern ein klares Bekenntnis zu dem Haus ab: Es gebe älteren Menschen das notwendige Gefühl, dass auch jüngere für sie da seien.  Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)

GWA-Sprecherin und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß (2.v.l.) in der vergangenen Woche mit Bürgervereinschef Rex Löwe, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsmitglied Bernd Heynemann und Oberbürgermeister Lutz Trümper (v.l.) vor dem Nachbarschaftszentrum.




Mehrgenerationentreffen: Familienministerin Ursula von der Leyen saß gestern in Magdeburg mit Rentner Boto Karkutsch und den Kindern Mandy Mehrmann und Jessica Lösche an einem Tisch. Foto: Uli Lücke

Bundesfamilienministerin von der Leyen gestern im Neustädter Feld:
„Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) besuchte gestern auf Einladung des Bürgervereins das Nachbarschaftszentrum im Neustädter Feld. Ein aufregender Tag für die ehrenamtlichen Helfer hinter den Kulissen.
Als gestern um Punkt 15 Uhr der dunkle Audi A8 mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen auf den Parkplatz des Mehrgenerationenhauses in der Othrichstraße fährt, ist für Corinna Solowsky das Schlimmste überstanden.
Die arbeitslose 36-Jährige, ehrenamtliche Helferin des Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld, stand seit 8 Uhr unter Volldampf. „Wir haben 11 Kuchen für die Gäste selbst gebacken“, sagt sie. Viele aus dem Team, zumeist Langzeitarbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, haben etwas aus eigener Tasche zur Kaffeetafel oder zum Buffet mit Schnittchen beigetragen. Schließlich kommt nicht alle Tage eine Bundesministerin ins Neustädter Feld.
Wenn dann auch noch die Kleiderbügel an der Garderobe knapp werden – schickt Corinna Solowsky schnell jemanden zum Bruseplatz ins Textilgeschäft. Alles soll stimmen an diesem Nachmittag.
Das Begegnungs- und Nachbarschaftshilfezentrum, 2004 im ehemaligen Jugendklub eröffnet, wurde in den vergangenen Wochen von Freiwilligen aus dem Stadtteil renoviert. Extra für die Ministerin? „Das wollten wir sowieso machen“, sagt Corinna Solowsky – und muss schmunzeln. Ganz fertig geworden sind die Maler nicht. Im Flur blitzt noch blanker Beton zwischen frischer Tapete hervor.

„Entschuldigung, wir sind am Renovieren ... und wir machen weiter!“, steht handgeschrieben auf einem Zettel im Gang. Hier haben sich nun schon der Oberbürgermeister, Abgeordnete, Stadträte oder Chefs von Wohnungsunternehmen durchgeschlängelt. Jetzt kommt die Bundesfamilienministerin, f inken Schrittes, gut gelaunt, mit einem Lächeln im Gesicht. Sie biegt am kalten Buffet links ab in den bis zum Platzen gefüllten, schwitzigen Saal, in dem Senioren neben jungen Eltern und Kindern an Kaffeetischen sitzen und nun der Ministerin applaudieren.
Auch Hildegard Behrens klatscht kurz. Die 74-Jährige ist aber skeptisch: „Wenn die Politiker mal die Wahrheit sagen würden“, sagt die regelmäßige Besucherin des Mehrgenerationenhauses nur und winkt ab. Der Stadtteiltreff müsse erhalten bleiben, fügt sie noch hinzu.
Ursula von der Leyen setzt sich an den Tisch vorn links, neben das Rentnerpaar Charlotte und Wilhelm Lummitsch, zu ihrer Linken zwei Kinder. Fotografen drängeln sich um die beste Position, um das Motiv gut in den Kasten zu bekommen. Für Rex Löwe wird es jetzt ernst.

Der Vorsitzende des Bürgervereins, der die Ministerin eingeladen hatte, setzt zu seiner dreiminütigen Begrüßungsrede an. „Zwei Stunden habe ich daran geschrieben“, verrät er später. Für den besonderen Tag nahm der Angestellte einen Tag Resturlaub aus dem alten Jahr. Corinna Solowsky drängelt sich nicht mit in den Saal. Sie lehnt auf dem Gang an der Wand. Die gelernte Verpackungsmittelmechanikern, die sich seit Jahren durch ABMStellen und Ein-Euro-Jobs kämpft, hofft im Mehrgenerationenhaus auf eine Beschäftigung mit Perspektive. Seit Ende 2008 die Ein-Euro-Jobs für das Mehrgenerationenhaus ausgelaufen sind, wird das Haus nur ehrenamtlich von Helfern wie Corinna Solowsky am Leben gehalten.
Angelika Bonack, ebenfalls ehrenamtliche Helferin, atmet jetzt ebenso abseits vom großen Trubel durch. Schweißperlen stehen noch auf ihrer Stirn. „Das war Stress pur“, sagt sie über die Vorbereitungen. Bis kurz vor Ankunft der Ministerin kümmerte sich Angelika Bonack noch mit Sicherheitsleuten um den Aufbau im Saal. Wie viel Tische dürfen hier stehen? Wie viel Leute dürfen rein? Zwischen Security und ersten Gästen galt es, kühlen Kopf zu bewahren.
Ihr Mann Rainer hat seine scheckkartengroße Digitalkamera „scharf“ geschaltet, um zwischen den großen Objektiven der Profifotografen auch ein Bild von der Ministerin abzubekommen.
Die verteilt im Saal Komplimente für den 2006 gegründeten Bürgerverein Neustädter Feld als Träger des Hauses und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß: „Sie haben mit unglaublicher Überzeugungskraft und Ideen das Haus durch schwierige Jahre gebracht.“ Das habe auch den Ausschlag gegeben, dass das 2004 gegründete Nachbarschaftszentrum 2007 für das Förderprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ unter 1700 Bewerbern den Zuschlag erhielt. „Wir möchten sie weiter begleiten und unterstützen“, sagt Ursula von der Leyen.
Das hatte zuvor auch Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) zugesagt. Der Rathauschef ist nicht mit leeren Händen gekommen. Über das Programm „Kommunal-Kombi“ wolle die Stadt Beschäftigungen für derzeit Langzeitarbeitslose ermöglichen, die das Mehrgenerationenhaus aufgebaut und am Leben erhalten haben. 2010 will die Stadt laut Trümper zudem 90 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Gebäude bereitstellen.
16.15 Uhr steigt die Familienministerin wieder in den Dienstaudi. Bürgervereinschef Rex Löwe steht am Parkplatz und strahlt übers ganze Gesicht: „Gut gelaufen! Das macht Mut“, sagt er. „Jetzt gönnen wir uns ein Gläschen Sekt.“
Einen Rundgang im Haus hatte die Ministerin noch gemacht, ein Programm der Line-Dance-Gruppe und des generationsübergreifenden Englisch-Kurses angeschaut. Ihren Handabdruck auf eine Leinwand gesetzt und signiert. Sich ins Gästebuch des Hauses eingetragen.
Und der CDU-Fraunenunionschefn Eva Wybrands aus Magdeburg, offziell Patin des Bürgerzentrums im Neustädter Feld, hat Ursula von der Leyen bei der Verabschiedung noch zugerufen: „Passen Sie gut auf unser Mehrgenerationenhaus auf!“
Von Robert Richter  (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Angelika Bonack (l.) vom Bürgerverein bestreicht die Hand von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen mit Fingerfarbe ...




... und die Ministerin verewigte sich mit Handabdruck und Autogramm auf einer Leinwand im Mehrgenerationenhaus.




Familienministerin Ursula von der Leyen sitzt Probe in einer Drachen-Seifenkiste, die im Mehrgenerationenhaus von handwerklich begabten Männern für Kinder gebaut wurde. Hier geben Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsabgeordneter Bernd Heynemann (beide CDU) und Bürgervereinsvorsitzender Rex Löwe (v.l.) Tipps. Fotos: Robert Richter




Rentnerin Hildegard Behrens scherzt im Saal des Mehrgenerationenhauses während der Veranstaltung mit Familienministerin von der Leyen mit der kleinen Romy und ihrer Mutti Melanie Schwirzke.
 

Charlotte Lummitsch: „Eine angenehme Tischnachbarin“

„Die Frau ist zu bewundern“, schwärmt Charlotte Lummitsch (86), die gestern beim Besuch von Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus mit der Bundesfamilienministerin an einem Tisch saß. „Wir haben uns sehr angenehm unterhalten. Ich habe mich auch nach dem Wohlergehen ihres Vaters erkundigt, den sie ja zu Hause pfegt. Ich schätze ihn sehr“, so Charlotte Lummitsch zum Vater der Ministerin, dem früheren Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Auch das Familienleben mit sieben Kindern „neben ihrem schweren Beruf als Ministerin“, ringt der Seniorin aus dem Neustädter Feld Respekt ab. „Sie sieht außerdem jetzt durch die kürzeren Haare jünger und frischer aus. Als sie ihr Amt antrat, fand ich sie im Vergleich etwas hausmütterlich.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)
 

Line-Dance für die Ministerin
„Hello everybody!“ So begrüßte Katharina Wille die Bundesfamilienministerin und die anderen Besucher gestern im Mehrgenerationenhaus Neustädter Feld. Die Begrüßung auf Englisch war für die junge Frau Pficht, schließlich besucht sie im Mehrgenerationenhaus einen Englischkurs, in dem von der 12-jährigen Schülerin bis zur Rentnerin alle Generationen vertreten sind. Und da Katharina Wille und ihre Mutter Petra sowie Sabine Große und Uschi Hahnke nicht nur im Englisch-, sondern auch im Line-Dance-Kurs aktiv sind, gaben sie für die Ministerin gestern eine Tanzvorführung in Westernmanier.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



Katharina Wille (l.) beim Line-Dance in Aktion.
 

25.02.2009
Pressemitteilung von Mittwoch, 25. Februar 2009 - Landeshauptstadt Magdeburg

Ursula von der Leyen: "Mehrgenerationenhäuser fördern das Miteinander der Generationen."
Bundesfamilienministerin besuchte das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg


Berlin/Magdeburg.
Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist der Treffpunkt für alle Generationen im Stadtteil Neustädter Feld. Hier wird Nachbarschaft noch als Gemeinschaft gelebt, gegenseitige Hilfeleistung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dazu gehört zum Beispiel die Betreuung von Kindern, wenn die Eltern Erledigungen machen müssen oder sich mal ein wenig Zeit für sich gönnen wollen. Außerdem können sich Nutzer und Nutzerinnen im Bauchtanzkurs oder beim Seniorensport fithalten oder im Offenen Treff eine Partie Karten spielen. Wie offen und selbstverständlich sich hier die Generationen begegnen, hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch erlebt. Das Mehrgenerationenhaus ist im Herzen des Stadtteils gelegen und von einer hübschen Grünanlage mit Spielplatz umgeben. Seniorinnen und Senioren aus dem angrenzenden Altersheim sind Stammgäste des Hauses.
"Hier in Neustädter Feld ist eine Gemeinschaft entstanden, die sich am Vorbild der Großfamilie orientiert: Gegenseitige Hilfeleistung, Zusammenhalt und gemeinsame Erlebnisse machen den Alltag schöner - für alle Lebensalter vom Kleinkind bis zum Hochbetagten, für Helfende genauso wie für Hilfesuchende", sagte die Bundesministerin.
"Wir leben in einer Zeit, in der die Gesellschaft von allen Flexibilität und Mobilität fordert. Familien müssen sich diesen veränderten Bedingungen anpassen und können den Generationenzusammenhalt immer seltener leben. Umso bedeutender ist es, Orte und Einrichtungen zu schaffen, die diesen Zusammenhalt auch außerhalb familiärer Strukturen fördern. Mehrgenerationenhäuser sind hierfür beispielhaft. Der Austausch von Erfahrungswissen, gegenseitiger Hilfestellung und die Gemeinschaft von Groß und Klein, verwandt oder benachbart, werden hier engagiert gelebt", sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß.
"Ich freue mich, dass das Mehrgenerationenhaus in Magdeburg Neustädter Feld gut angenommen wird und damit die Basis für ein vielschichtiges bürgerschaftliches Engagement bietet, das weit über den Stadtteil hinaus wahrgenommen wird", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann.
Auch Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg, schätzt das Mehrgenerationenhaus als Bereicherung für die Menschen in der Stadt: "Mit Unterstützung der Stadtverwaltung entstand aus einem früheren Jugendklub im Neustädter Feld das erste Mehrgenerationenhaus in Magdeburg. Ob Ferienprogramme für Kinder,  Kommunikationszentrum für Erwachsene oder Unterstützung für Senioren - als Nachbarschaftszentrum spricht das Haus mit seinen vielfältigen Angeboten alle Generationen des Stadtteils an. Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung hat der Bürgerverein Neustädter Feld e. V., dessen ehrenamtliche Mitglieder mit viel Engagement und zündenden Ideen das Leben im Stadtteil bereichern und die Gemeinwesenarbeit unterstützen."
Das Haus in Magdeburg ist eines von 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser schaffen sie flächendeckend Orte der Begegnung für Menschen jeden Alters. Hier können alle voneinander lernen und füreinander da sein - wie in einer Großfamilie. Mit ihren Angeboten der Kinderbetreuung, Beratung sowie haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen die Mehrgenerationenhäuser Familien und entlasten Menschen im Alltag. Durch ihre Arbeit werden regionale Netze geknüpft, von denen auch lokale Unternehmen, die Region und das Land profitieren.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro an Förderung. Das Mehrgenerationenhaus Magdeburg ist eines von 25 in Sachsen-Anhalt. Einen Überblick über alle derzeit geförderten Projekte bietet Ihnen die Website www.mehrgenerationenhaeuser.de bzw. die Homepage des MGH Magdeburg
www.mgh-magdeburg.de