Wir über uns


 

Wir wollen, dass man sich hier in unserem Viertel wohl fühlt,
dass es ein bunter und lebendiger Stadtteil wird und bleibt.

  Den Zusammenhalt der Menschen im Stadtteil stärken
  Bürgerinteressen durchsetzen
  Das Nachbarschaftszentrum erhalten
 

Mit diesen Zielen haben Bewohner des Neustädter Feldes am 12.04.2006 einen Bürgerverein gegründet. Den Vorstand bilden Rex Löwe und Gritt Rataiczak.
Die Gründung war seit Wochen von engagierten Stadtteilbewohnern vorbereitet worden. So dauerte die offizielle Gründungsveranstaltung für den Bürgerverein mit zwölf Teilnehmern am Mittwochabend vor Ostern im Nachbarschaftszentrum gerade 45 Minuten. Noch am Gründonnerstag machten sich Rex Löwe und Gritt Rataiczak daran, alles Nötige für die Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu erledigen.
Rex Löwe, von Beruf Metallbauer, ist im Stadtteil bereits bekannt als Vorsitzender des Elternrats der Grundschule „Am Bördegarten“. So beförderte der Elternrat unter Löwes Regie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Nachbarschaftszentrum. Löwe trat mehrfach in der AG Gemeinwesen auf, um die Informationspolitik des Schulverwaltungsamtes in Verbindung mit dem geplanten Umzug der Bördegartenschule öffentlich zu kritisieren und gegen dieses Vorhaben zu protestieren.
Gritt Rataiczak, Hausfrau aus dem Neustädter Feld und zur 2. Vorsitzendes des Bürgervereins gewählt, ist vielen Besuchern des Nachbarschaftszentrums bekannt, da sie sich bereits seit längerem ehrenamtlich für den Stadtteiltreff an der Othrichstraße einsetzt und Veranstaltungen mitorganisierte.
Zum Revisor wurde Gerhard Häusler gewählt, bekannt als Vorsitzender des CDU-Ortsvereins „Am Neustädter Feld“ und Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro von CDU-Politiker Bernd Heynemann.
„Anfang des Jahres kam die Idee auf, in Eigeninitiative und im Zuge des Erhalts des Nachbarschaftszentrums Neustädter Feld einen Verein zu gründen“, sagte Gritt Rataiczak. Hintergrund: Der Stadtteiltreff wurde auf Initiative von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß gegründet und mithilfe von Fördergeldern aufgebaut. Da die Förderung befristet ist, möchte sich der neue Bürgerverein um die Fortführung des Projekts bemühen.
Zu den Anliegen des Vereins gehöre außerdem, „das Wir–Gefühl im Stadtteil zu stärken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit dem Nachbarschaftszentrum Aktionen für Groß und Klein zu planen und zu verwirklichen“, sagte Gritt Rataiczak.
Wer den Verein unterstützen oder selbst Mitglied werden möchte, kann sich unter der Telefonnummer 2 52 92 29 melden, eine E-Mail an
buergerverein@neustaedterfeld.de schicken oder sich im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, melden. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 1 Euro pro Monat festgelegt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.04.2006)

Bestätigung vom Amtsgericht: Bürgerverein hat alle Hürden genommen
Seit der Gründung sind bereits Monate verstrichen, doch erst dieser Tage bekam es Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, schwarz auf weiß, dass mit der Eintragung ins Vereinsregister und der Anerkennung der Gemeinnützigkeit alles erledigt ist. „Wir mussten dazu unter anderem noch eine Satzungsänderung vornehmen“, sagte Löwe, der nun froh ist, dass alles „in trockenen Tüchern“ ist. Somit können sich die Mitglieder auf ihr erstes Großprojekt stürzen: Am 2. September soll auf dem Hermann-Bruse-Platz unter Regie des Vereins das Stadtteilfest steigen. Im April hatten Stadtteilbewohner im Nachbarschaftszentrum den Bürgerverein gegründet, um „den Zusammenhalt der Menschen im Viertel zu stärken und Bürgerinteressen durchsetzen“, wie es Gründungsmitglied Gritt Rataiczak damals formulierte. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 11.08.2006)

Bundesfamilienministerium fördert Projekt des Bürgervereins Neustädter Feld
Magdeburg bekommt ein Mehrgenerationenhaus - das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld
In Halle wurde am 30.01.2007 eines von drei Mehrgenerationenhäusern in Sachsen-Anhalt, die vom Bundesfamilienministerium gefördert werden, eingeweiht.
Magdeburg wird in den kommenden Wochen nachziehen, denn inzwischen steht fest: Das Nachbarschaftszentrum des Bürgervereins Neustädter Feld kommt ebenfalls in den Genuss der Projektförderung aus dem Berliner Von-der-Leyen-Ministerium. In Deutschland laufen die Generationen auseinander. Senioren für sich, Kinder und Jugendliche auf der anderen Seite. Die klassische Großfamilie, in der die verschiedenen Generationen alltäglichen Kontakt miteinander hatten, scheint ausgestorben. Dem will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
entgegenwirken. Mit dem Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“. Dafür hat sie ein Förderprogramm aufgelegt. 40 000 Euro pro Jahr und Haus, fünf Jahre lang. Initiativen und Vereine konnten sich mit einem entsprechenden Konzept dafür direkt beim Ministerium bewerben.
Ziel ist es, 439 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland einzurichten. Die ersten 59 Häuser sind bereits genehmigt, drei davon (in Halle, Halberstadt und Karsdorf) in Sachsen-Anhalt.
„Das Konzept passte für uns wie die Faust aufs Auge, wir machen seit eineinhalb Jahren nichts anderes in unserem Nachbarschaftszentrum“, sagt Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld. Darum habe sich der Verein auch für dies Mehrgenerationenhaus-Projekt beworben. Und wird in den Genuss der Fördermittel kommen, das steht bereits fest.
Insgesamt hatten sieben Magdeburger Initiativen ihre Konzepte im Bundesfamilienministerium eingereicht. Das aus dem Neustädter Feld wurde in Berlin für passend und förderungswürdig eingestuft.
Die Stadt Magdeburg hat bei diesem Projekt nur eine indirekte Aufgabe. „Wir wurden lediglich dazu aufgefordert, eine Stellungnahme zu dem vom Ministerium ausgewählten Projekt abzugeben“, sagt Sozialbeigeordnete Beate Bröcker. „Wir kennen nicht einmal offiziell die anderen sechs Bewerber“, so Bröcker, die die Vorgehensweise des Familienministeriums nicht ganz kritiklos hinnimmt. „Wir als Stadt wären schon gern bei der Auswahl der Projekte dabei gewesen, schon allein, um zu sehen, welche nachhaltigen Effekte die Projekte haben.“
Die Stadt sollte nun bis zum 26. Dezember eine Stellungnahme zum Projekt des Bürgervereins Neustädter Feld abgeben. „Wir haben das Projekt positiv bewertet und das dem Ministerium mitgeteilt.“ Damit ist die Sache für den Neustädter Verein in trockenen Tüchern. Anfang Februar wird das Familienministerium die nächsten 200 Projekte, die gefördert werden, offiziell bekannt geben, und Magdeburg ist mit dem Mehrgenerationenhaus im
Neustädter Feld mit dabei.
„Wir können jetzt zum Beispiel hauptamtliche Kräfte für unsere vielen verschiedenen Angebote beschäftigen“, freut sich Vereinsvorsitzender Rex Löwe.
Bis jetzt wurde das Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße 30, das zukünftig Mehrgenerationenhaus heißen wird, von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben. Stadtteilmanagerin Michaela Hasenfuß hat es zusammen mit Vereinsmitgliedern aufgebaut.
Inhaltlich war das Nachbarschaftszentrum schon immer ein Mehrgenerationenhaus. Es gibt Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren, alle Angebote stehen allen Generationen offen. Daneben betreut der Verein Senioren in Alteneinrichtungen im Stadtteil, auf der anderen Seite kümmern sich Senioren um Kinder und Jugendliche. Genau so, wie es sich Ministerin von der Leyen mit dem Mehrgenerationenhaus-Projekt vorgestellt hat: Die Jungen lernen von den Erfahrungen der Älteren, Senioren sehen, welche Probleme und Einstellungen Jugendliche haben. Man verbringt seine Freizeit miteinander und nicht nebeneinander. Von Von Peter Ließmann
(Quelle: Volksstimme vom 31.01.2007)

Bundesaktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“

Info: http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/Familie/mehrgenerationenhaeuser.html