Arbeitsgruppe
Gemeinwesenarbeit


Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die &bdquoArbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" &ndash kurz Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit.
400 interessierte Magdeburger Bürgerinnen und Bürger treffen sich in 20 Arbeitsgruppen. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann, Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.
In den vergangenen Jahren konnten durch mehr als 70 selbstorganisierte Projekte die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen erreicht werden. Dabei wurden jährlich bis zu 15.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger einbezogen. Ermöglicht wurde diese Arbeit auch durch die Bereitstellung des Initiativfonds Gemeinwesenarbeit durch den Magdeburger Stadtrat.

Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit dieser Arbeitsgruppe oder möchten Sie sich selbst engagieren? Hier finden Sie weiteres Infomaterial zur Arbeitsgruppe, Ansprechpartner und eine aktuelle Terminliste, wann sich die Arbeitsgruppe trifft. Bürgerinnen und Bürger die sich hier engagieren möchten, sind jederzeit herzlich willkommen!

AKTUELLE NACHRICHTEN

Termine:
Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld findet am Dienstag, den 13.03.2012 um 18.00 Uhr im Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus in der Othrichstraße 30 statt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil sind herzlich eingeladen.
(Das Protokoll der Zusammenkunft vom 21.02.2012 wird in Kürze auf dieser Seite in der entsprechenden Rubrik eingestellt.)


Jahresplan GWA Neustädter Feld (Bitte nachstehenden Link anklicken): gwa plan 2012


Hinweise:
Unsere neue GWA-E-Mailadresse lautet: gwa.neustaedterfeld@web.de

Informationen über die Arbeit der GWA Kannenstieg finden Sie unter:
www.kannenstieg.net


Presseecho:

15.02.2012

„Selbstverzicht von Stadträten nützlich“
Echo der FDP-Fraktion zu Äußerungen der GWA Neustädter Feld

Zum Bericht über Äußerungen der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld („Eingriff in GWA führt Basisdemokratie ad absurdum“, Volksstimme vom 9. Februar) erreichte die Redaktion folgendes „Echo“ von Helmut Hörold, stellv. FDP-Fraktionschef:
„Die Arbeit der GWA-Gruppen wird durch den Stadtrat und die Verwaltung im Sinne einer Bürgerbeteiligung sehr ernst genommen und besitzt ein hohes Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Der Stadtrat hat sich mit einer möglichen Interessenüberschneidung von GWA-Vorsitzenden/Sprechern, die gleichzeitig für eine politische Partei ein Mandat im Stadtrat haben, befasst.
Die Gemeinwesenarbeit stellt eine Möglichkeit für ein basisdemokratisches Engagement aller Bürger dar. Dort sollen Meinungen und Hinweise gebündelt und beraten werden. Natürlich kann jeder Stadtteilbewohner unbenommen seiner Zugehörigkeit zu anderen gesellschaftlichen Organisationen, also auch Stadträte, an diesen Foren teilnehmen. Die Stadträte sollten die Initiativen der GWA zielorientiert unterstützen und begleiten. Dafür muss ein Stadtrat aber nicht zwingend als Vorsitzender oder Sprecher gewählt sein. Als positives Beispiel und Signal kann der Rücktritt des Mitgliedes der Fraktion der Grünen (Wolfgang Wähnelt – d. Red.) als Vorsitzender der GWA Alte Neustadt hervorgehoben werden. Darunter wird sicher nicht die aktive Mitarbeit dieses Stadtrates in der dortigen GWA leiden. Richtig ist natürlich, dass Stadträte in erster Linie ihren Wählern verpflichtet sind. Deshalb werden sie, auch wenn sie nicht den Vorsitz haben, Willensbekundungen und Vorschläge aus den GWA-Gruppen in die geeigneten Gremien der Stadt tragen und im Sinne ihrer Wähler vertreten.

Ein Hinweis sei gestattet: Für eine aktive und vielschichtige Bürgerbeteiligung ist es sicher auch erforderlich, in einigen GWA-Gruppen die Tagungszeiten zu überdenken. Berufstätigen ist eine Teilnahme vor 17 Uhr selten möglich. Dies hat wahrscheinlich Einfluss auf die angemahnte geringe Beteiligung. Wichtigstes Anliegen aller politisch Agierenden sollte sein, dass über die GWA alle Stadtteilbewohner die Möglichkeit haben, ihr Wohngebiet aktiv mitzugestalten. Dazu wäre im Interesse der Allgemeinheit eine Selbstverpflichtung der Stadträte, auf Vorsitz oder Sprecherfunktion zu verzichten, ehrlich und nützlich.“ 
(Quelle: "Volksstimme" vom 15.02.2012)


09.02.2012

"Eingriff in GWA führt Basisdemokratie ad absurdum“
AG Gemeinwesen Neustädter Feld sieht keine Probleme durch Doppelfunktion von Stadträten als GWA-Sprecher

Gegen einen generellen Ausschluss von amtierenden Stadträten von Sprecherfunktionen in den MagdeburgerGemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) hat sich der Sprecherrat der GWA Neustädter Feld in Abstimmung mit den Mitgliedern ausgesprochen. Damit stellt sich nach der GWA Nordwest und anderen Stadtteil-Arbeitsgruppen auch das „Feld“ gegen ein vom Stadtrat mehrheitlich verabschiedetes Positionspapier (Volksstimme berichtete).
„Die Gemeinwesenarbeit ist in der Form, wie sie in Magdeburg umgesetzt wird, ein durchweg niedrigschwelliges, basisdemokratisches Instrument. Jedem Stadtteilbewohner, jedem Akteur, jeder Institution, jeder Firma und auch jedem (partei)politisch engagierten Menschen stehen die Teilnahme und das aktive Mitgestalten der GWA-Runden offen“, so die „Feldler“ in ihrer Begründung. 
Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die AG Gemeinwesen bestimmt aus den jeweiligen quartiersbezogenen Voraussetzungen heraus ihren Sprecher oder ihre Sprecherin. Dass das Amt auch von mehreren Sprechern ausgeübt werde, kann zeigt die GWA Neustädter Feld. Ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, Interessenkonflikte im Sinne des Stadtteils zu überbrücken, hat sich diese Form als Arbeitserleichterung und ausgewogenere Außenvertretung bewährt.“ Stadträte seien unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit den Wählern verpflichtet. „Die Kenntnis von Prozessen, Bedürfnissen und bürgerschaftlichem Willen in ihren Wahlbezirken und die Funktion als Bindeglied zwischen Bürgern und Stadtparlament sollte eigentlich zwingend für positive kommunalpolitische Entwicklungen und Entscheidungen sein“, geben die Verfasser weiter zu bedenken: „Stadträte, die durch ihre GWA das Vertrauen ausgesprochen bekommen haben, als Sprecher Basisdemokratische Willenserklärungen zu kommunizieren und diese in unterschiedlichen Gremien zu vertreten, werden ihren Auftrag in diesem Sinn auch ernst nehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, hat die GWA die Möglichkeit, darauf in ihrem Sinne zu reagieren.“ 
Die Position der Neustädterfeldler ist eindeutig: „Hier regulierend eingreifen zu wollen, führt die basisdemokratische Eigenverantwortlichkeit der GWA und ihrer Mitglieder ad absurdum.“ Zu bedenken sei auch, „dass einige Gemeinwesenarbeitsgruppen mit einer geringeren Beteiligung von verantwortungsbereiten Akteuren arbeiten müssen und damit, ganz pragmatisch gesehen, tragende Säulen der GWA, nämlich engagierte Stadträte, als Sprecher wegbrechen würden.“
Fazit der „Feldler“: „Die GWA Neustädter Feld spricht sich gegen eine derartige Reglementierung aus.“ (Quelle: Volksstimme" vom 09.02.2012)


21.12.2011
Im Gespräch:
Rico Cassens

Der Sprecher der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) im Neustädter Feld hat sich in einem Rundbrief bei den im Stadtteilgremium engagierten Bewohnern, Vereinen und Einrichtungen „für die Unterstützung im ablaufenden Jahr“ bedankt. „Mit Ihrer Hilfe war es möglich, eine Reihe von Vorhaben umzusetzen. Es hat mir viel Freude gemacht, mich für so eine großartige Gemeinwesenarbeitsgruppe zu engagieren.“

(Quelle: „Volksstimme“, 21.12.2011)


15.12.2011
Siedler gegen neue Namen für Gartenwege
Bewohner von Birkenweiler protestieren in der AG Gemeinwesenarbeit gegen Umbenennung

Die Bewohner von Birkenweiler sind gegen eine Umbenennung ihrer Straßen, wie vom Vermessungsamt vorgeschlagen. Am Dienstagabend schlugen die Wellen in der AG Gemeinwesen Neustädter Feld hoch.

1. Gartenweg bis Birkenweiler 9. Gartenweg, dann die jeweilige Hausnummer – so lauten seit Jahrzehnten die Adressen in der Siedlung: „Warum sollen sich jetzt plötzlich mehr als 100 Haushalte nach einem richten und plötzlich nicht mehr gehen, was über 80 Jahre lang ging?“, fragte eine empörte Christina Grunert, Vorsitzende des Siedlervereins Birkenweiler. 
Anlass für die Aufregung: Das Vermessungsamt der Stadt hatte auf der Sitzung der AG Gemeinwesen im Stadtteilbüro Neustädter Feld vorgeschlagen, für die Gartenwege jeweils eigene Namen zu vergeben. Hintergrund sind Probleme des Familienzentrums des Trägers „Die Brücke“, das vor Jahren im früheren Kindergarten am Rande der Siedlung Richtung Milchweg eingerichtet wurde. Weil der Zugang heute jedoch auf Seiten der Siedlung Birkenweiler liegt, wurde dem Zentrum die Adresse Birkenweiler 6 zugewiesen. Genau das sorgt nach Auskunft von Jörg Hesse vom Stadtvermessungsamt für Schwierigkeiten. Bei einer Kontrolle der Feuerwehr sei die „uneindeutige Anschrift“ kritisiert worden. „Birkenweiler 6“ könne mit „Birkenweiler 6. Gartenweg“ verwechselt werden. Im Notfall könnte wertvolle Zeit verstreichen, wenn die Retter nicht auf Anhieb das Objekt finden. Auch Besucher würden verwirrt. Die Straßennamen in der Siedlung sollten in dem Zuge auf den Prüfstand gestellt werden. Die Anwohner könnten auch neue Namen vorschlagen.
Das sorgt für helle Aufregung unter den Siedlern. „Die Frage ist, warum das Familienzentrum so eine verquere Anschrift bekommen hat. Das Gelände müsste die Anschrift Milchweg haben“, schimpfte ein Anwohner des 5. Gartenweges. Er machte einen Alternativvorschlag. „Wenn schon Birkenweiler, dann Birkenweiler 2. Gartenweg. Dort sind die Häuser bis zur Nummer 8 ausgewiesen, das Zentrum kann Nummer 9 bekommen.“ Einen anderen Vorschlag brachte Hannelore Märtens, Birkenweilerchronistin und ebenfalls Gegnerin einer Änderung der historischen Straßenbezeichnungen, ein: Das Zentrum könnte die Anschrift Birkenweiler mit einer unverwechselbaren Hausnummer bekommen, und alles wäre klar. „Die Idee des Vermessungsamtes, die Gartenwege umzubenennen, findet bei den Anwohnern keine Zustimmung, damit können wir die Sache abhaken. Es sind Vorschläge für das Familienzentrum gemacht worden, die sollten jetzt geprüft und dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.“ Amtsvertreter Hesse: „Dem ist nichts hinzuzufügen.“

(Quelle: "Volksstimme", 15.12.2011)


22.03.2011

Helfer aus dem Neustädter Feld und Olvenstedt aktiv bei "Magdeburg putzt sich" 

Verschönerung des Florapark-Gartens gestartet

 

Neustädter Feld/Neu Olvenstedt (rri). Ihre erste gemeinsame Frühjahrsputzaktion haben die Arbeitsgemeinschaften Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld und Neu-Olvenstedt am vergangenen Sonnabend gestartet. Zum Beginn des offiziellen Aktionszeitraumes der stadtweiten Initiative "Magdeburg putzt sich" nahmen sich die freiwilligen Helfer den Florapark-Garten vor, der beide Stadtteile verbindet.

Treffpunkt bei einer Tasse Kaffee war am Morgen vor dem Büro von Stadtteilmanagerin Julia Bencsik. Eingefunden hatten sich neben der Managerin neun Mitglieder des Bürgervereins Neustädter Feld, Rico Cassens und Familie vom Sprecherrat der AG Gemeinwesen Neustädter Feld sowie eine engagierte ältere Bürgerin aus dem Stadtteil.

"Alle anderen Gemeinwesenakteure, die während der GWA-Versammlungen wortstark für diese gemeinsame Aktion geworben hatten, waren leider nicht vor Ort", berichtet der Bürgerverein in einer Pressemitteilung vom gestrigen Montag

Dennoch startete am Sonnabend um 10 Uhr die Aktion am Spielplatz im Florapark-Garten. Matthias Gehrmann als Vertreter der GWA Neu-Olvenstedt verteilte Arbeitsgeräte und Müllsäcke, die sich im Verlauf der folgenden zwei Stunden allesamt randvoll füllten.

Die geplante Reinigung aller mit Graffiti verunzierten Parkbänke stieß aber schnell an ihre Grenzen. "Das Farblösemittel verschmierte die Farben, ohne sie zu entfernen", so der Bürgerverein. Spontan habe der Vorsitzende des Bürgervereins Neustädter Feld, Rex Löwe, eine zweite Putzaktion durch die Mitglieder seines Vereins beschlossen, bei der in Kürze die Bänke wieder mit einem einheitlichen Farbanstrich versehen werden sollen.

Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb und das Ordnungsamt hatten die Aktion am vergangenen Wochenende mit Fahrzeugen und Helfern unterstützt. Einen gelungenen Abschluss fand dieser Vormittag mit deftiger Erbsen- und Gulaschsuppe aus der Gulaschkanone.

 

24.02.2011

Gemeinsamer Frühjahrsputz der GWA Gruppen "Olvenstedt" und "Neustädter Feld" am 19.März 2011 im Floragarten

 

10.02.2011

Ehrenamtliche Stadtteilarbeit unter neuer Leitung
Neustädter-Feld-Quartett will auftrumpfen


Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) im Neustädter Feld hat sich an der Spitze personell neu aufgestellt. Am Dienstagabend wählten die &bdquoNeustädterfelder&ldquo im Mehrgenerationenhaus außerplanmäßig einen neuen Sprecherrat für ihr ehrenamtliches Stadtteilgremium, in dem sich Bewohner, Vereine und Einrichtungen gemeinsam für das &bdquoFeld&ldquo engagieren.
Neustädter Feld. Die Neustädterfeldler stritten monatelang verbissen über den Bau eines Jugendfreilufttreffs und kritisierten Bebauungspläne für den Hermann-Bruse-Platz. Siedler aus Birkenweiler protestierten gegen den Bau einer Straßenbahntrasse im Burgstaller Weg. Und immer war das Forum für diese Debatten die monatlich tagende Gemeinwesenarbeitsgruppe.
Die Forderungen und Beschlüsse der GWA vertrat seit Anfang 2010 ein fünfköpfiger Sprecherrat gegenüber Stadtteilbewohnern, Ämtern und Politikern. Auf der Sitzung am vergangenen Dienstagabend musste die Führungsriege bereits außerplanmäßig neu gewählt werden. Die Wahl war notwendig geworden, weil drei der fünf Mitglieder ihr Ehrenamt durch vorher nicht absehbare berufliche Belastungen nur noch eingeschränkt wahrnehmen konnten.
Mehrheitlich von den mehr als 40 anwesenden &bdquoNeustädterfeldlern&ldquo in den neuen Sprecherrat gewählt wurden diese vier: Katja Gebbers und Rico Cassens (beide Bürgerverein Neustädter Feld), Monique Bartsch (Leiterin IB-Jugendtreff &bdquoRolle 23&ldquo) und Stadtteilbewohnerin Christiane Otte. Nicht mehr dabei sind Manuela Hasenfuß und Stephan Brüning (beide Bürgerverein).
Welche inhaltlichen Schwerpunkte der neue Sprecherrat setzen wird, will er nach seiner Konstituierung auf der nächsten GWA-Sitzung am 15. März ab 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Othrichstraße 30, darlegen.
Einige Vorhaben kristallisierten sich aber schon am Dienstag heraus. So wollen die &bdquoFeldler&ldquo die Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinwesenarbeitsgruppen verstärken. Für die Frühjahrsaktion &bdquoMagdeburg putzt sich&ldquo ist die Teilnahme der GWA im &bdquoFeld&ldquo zudem bereits beschlossene Sache. Ebenfalls fest steht, dass die &bdquoFeldler&ldquo ihr Stadtteilfest, bisher immer am ersten Septemberwochenende, verschieben. Grund: Sie wollen keine Überschneidung mit dem ersten Kaiser-Otto-Fest in Magdeburg.

 

Quelle: Volksstimme 10.02.2011

 


01.02.2011
Öffentliche Versammlung am 8. Februar
AG Gemeinwesen im &bdquoFeld&ldquo wählt neuen Sprecherrat


Bewohner des Neustädter Feldes sind aufgerufen, in der Gemeinwesenarbeitsgruppe
(GWA) mitzuwirken. Auf einer Veranstaltung im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, am kommenden Dienstag, 8. Februar, ab 18 Uhr soll ein neuer ehrenamtlicher Sprecherrat gewählt werden. Das teilte die bisherige Sprecherin Manuela Hasenfuß mit.
Die Arbeitsgruppe bietet Stadtteilbewohnern, Vereinen und Einrichtungen im Neustädter Feld ein Forum. Monatlich wird in der Runde über Probleme des Viertels beraten. Außerdem plant die GWA Stadtteilaktionen und Veranstaltungen und bekommt dafür einen eigenen Gemeinwesenfonds von der Stadt bereit gestellt. Der Sprecherrat vertritt dabei die GWA nach außen. Bisher gehören Stephan Brüning, Manuela Hasenfuß, Rico Hans Cassens und Gabriele Walter (alle vom Bürgerverein Neustädter Feld) sowie Monique Bartsch (Leiterin IB-Jugendtreff &bdquoRolle 23&ldquo) dem Sprecherrat an. Für die Neuwahl kann jeder interessierte Stadtteilbewohner kandidieren.
Auch Stadtteilmanagerin Julia Bencsik rief die &bdquoNeustädterfeldler&ldquo auf, sich ehrenamtlich zu engagieren und an der öffentlichen Wahl teilzunehmen oder selbst zu kandidieren.

Quelle: Volksststimme 01.02.2011 Text: RR

 

Im I. Quartal 2010 im Alten Rathaus ausgestellt: 

Die Vitrine mit den Eigenpräsentationen der Akteure im Neustädter Feld anlässlich des 10jährigen Bestehens der AG Gemeinwesenarbeit in unserem Stadtteil.

Sprechzeiten / Kontaktmöglichkeit:
14tägig Mittwoch vor Ort Sprechzeit im MGH / Nachbarschaftszentrum, Othrichstr. 30, von 17.00 bis 18.00 Uhr (17.03.2010; 31.03.2010...)
In dieser Zeit telefonische Kontaktmöglichkeit: 0391 / 25 29 229
E-Mail:

Archivmeldungen

Zu den GWA-Protokollen

Wenn Sie mehr wissen wollen

Broschüre Gemeinwesenarbeit
Broschüre Ideenwerkstatt GWA
Informationsvorlage der Stadtverwaltung zur Thematik &bdquoArbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und Stadtteilmanagement

Anträge / Dokumente

Alle Informationen zu den Neuerungen zur Antragstellung GWA-Initiativfond mit den überarbeiteten Formularen werden in Kürze veröffentlicht.

GWA - Förderrichtlinie
GWA - Info zur neuen Förderrichtlinie
GWA - Antrag
GWA - Antrag vorzeitiger Maßnahmebeginn
GWA - Verwendungsnachweis u. Sachbericht
GWA - Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest.-P)

Zum Lesen der Dokumente benötigen Sie den Adobe Reader, welchen Sie hier downloaden können:

Anschrift
AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld
Othrichstr. 30
39128 Magdeburg

E-Mail: gwa.neustaedterfeld@web.de

Protokolle der letzten GWA-Versammlungen

Die Protokolle können Sie hier downloaden (Word-Dokument).

2006 2007 2008
Protokoll vom 30.01.2006

Protokoll vom 30.01.2006

Protokoll vom 27.02.2006

Protokoll vom 10.04.2006

Protokoll vom 22.05.2006

Protokoll vom 19.06.2006

Protokoll vom 17.07.2006

Protokoll vom 11.09.2006

Protokoll vom 23.10.2006

Protokoll vom 20.11.2006

Protokoll vom 22.01.2007

Protokoll vom 26.02.2007

Protokoll vom 26.03.2007

Protokoll vom 07.05.2007

Protokoll vom 11.06.2007

Protokoll vom 23.07.2007

Protokoll vom 24.09.2007

Protokoll vom 12.11.2007

Protokoll vom 21.01.2008
Protokoll vom 03.03.2008

Protokoll vom 21.04.2008

Protokoll vom 26.05.2008

Protokoll vom 16.06.2008

Protokoll vom 20.10.2008

Protokoll vom 17.11.2008

Protokoll vom 08.12.2008

2009 2010 2011
Protokoll vom 26.01.2009

Protokoll vom 02.03.2009

Protokoll vom 06.04.2009

Protokoll vom 04.05.2009

Protokoll vom 08.06.2009

Protokoll vom 06.07.2009

Protokoll vom 03.08.2009

Protokoll vom 07.09.2009

Protokoll vom 05.10.2009

Protokoll vom 02.11.2009

Protokoll vom 11.01.2010

Protokoll vom 22.02.2010

Protokoll vom 29.03.2010

Protokoll vom 04.05.2010

Protokoll vom 08.06.2010

Protokoll vom 14.09.2010

Protokoll vom 12.10.2010

Protokoll vom 02.11.2010

Protokoll vom 11.01.2011

Protokoll vom 08.02.2011(Sprecherratswahl)

Protokoll vom 09.02.2011

Protokoll vom 10.05.2011

Protokoll vom 05.07.2011

Protokoll vom 06.09.2011

Protokoll vom 11.10.2011
Protokoll vom 13.12.2011

 2012








   

Den Filmbeitrag des Offenen Kanals Magdeburg zur GWA-Versammlung vom 22.02.2010 und das Interviews mit Manuela Hasenfuß können Sie hier downloaden (avi-Datei ,60 MB)


 

Archivmeldungen / Bilanz und Ausblick der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA)

03.03.2010
Streit in Stadtteilversammlung hat politisches Nachspiel - Vertreter von CDU und Grünen äußern sich zu Zwistigkeiten im &bdquoFeld&ldquo

Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement im Neustädter Feld in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) beschäftigt die politischen Parteien weiter. Christian Hausmann, Vorsitzender des SPD-Ortvereins West, hatte in der Volksstimme die Überparteilichkeit der GWA in Frage gestellt.
Seine Kritik richtete sich vor allem gegen CDU-Vertreter, die während der Veranstaltung für den Bürgerverein Stellung bezogen. Hausmann selbst hatte die Stadtteilmanagerin Julia Bencsik verteidigt. &bdquoUnsachlichkeit und Unterstellungen&ldquo würden &bdquodie inhaltliche Arbeit für die Menschen&ldquo behindern, so Hausmann.
Stadtrat Hubert Salzborn (CDU/BfM) nahm zu der Kritik inzwischen als &bdquolangjähriges aktives Mitglied in der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld&ldquo Stellung. &bdquoBei der GWA-Arbeit im Neustädter Feld geht es um die Bürger und nicht um Parteiinteressen&ldquo, erklärte Salzborn. &bdquoEs ist festzustellen, dass allen, denen das Neustädter Feld, seine Bewohner, die GWA, der Bürgerverein und natürlich auch das Stadtteilmanagement am Herzen liegen, völlig überparteilich und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wer anderes behauptet, will spalten, verfolgt vielleicht selber Parteiinteressen oder hat von den Vorgängen, die sich gegen den Bürgerverein und seine Arbeit richten, keine Ahnung&ldquo, so Salzborn in seiner Stellungnahme.
Er vermute &bdquoein gewisses Maß an Ahnungslosigkeit bzw. fehlendes Hintergrundwissen&ldquo hinter Hausmanns Erklärung, &bdquoda er im Neustädter Feld bisher kaum in Erscheinung getreten ist&ldquo. Wenn Hausmann die Absicht habe, &bdquosich in Zukunft mehr für die Belange der Bürger im Neustädter Feld zu engagieren, sollte er sich auch hinter den Bürgerverein stellen, denn der braucht große Unterstützung im Überlebenskampf&ldquo, erklärte Salzborn. Gespräche vor Ort mit den Aktiven und den Bewohnern des Stadtteils würden ihm &bdquodie Notwendigkeit hierfür sicher deutlich vermitteln. Dazu würde ich ihm gern, ganz überparteilich, die Hand reichen.&ldquo
Auf den Aspekt der Überparteilichkeit der GWA Neustädter Feld geht auch Marco Albrecht von Bündnis 90/Die Grünen in einer schriftlichen Reaktion ein. Diese anzuzweifeln &bdquoist meines Erachtens nur ein Vorwand&ldquo, so Albrecht: &bdquoSowohl GWA-Sprecherin Manuela Hasenfuß (Ex-Stadtteilmanagerin, d. Red.), als auch der in dieser Sache wortstarke Bürgervereinsvorsitzende Rex Löwe haben nie in irgendeiner Weise Partei ergriffen. Die Moderation von Frau Hasenfuß war immer möglichst ausgleichend und hat über Jahre dem Neustädter Feld sehr viel Gewinn gebracht&ldquo, so Albrecht. Der selbst in der GWA aktive &bdquoNeustädterfeldler&ldquo kritisiert: &bdquoGerade die SPD, die (...) eher unregelmäßig erscheint, bezieht Partei für eine neue Stadtteilmanagerin, die niemand demokratisch gewählt hat und die anfängt, die demokratisch gewählte Stadtteilversammlung zu provozieren.&ldquo
Parteivertreter seien in der GWA wichtig, &bdquodamit sie basisdemokratisch erfahren, was die Bürger wollen, um nicht den Anschluss zu verlieren&ldquo, so Albrecht weiter: &bdquoDie einzige Partei, die instrumentalisiert, ist dann wohl eher die SPD, deren OB auch schon mal der Verwaltung einen Maulkorb vor den Wahlen verpasst und die Be wohner dann unwissend lässt. Demokratie heißt auch, dass es mal kracht, dass es mal unangenehm wird und dass eine demokratische Gruppe nicht mitmacht, was die Verwaltung vorschreibt. Die Menschen wollen mitgenommen und nicht nur verwaltet werden.&ldquo Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.03.2010)

27.02.2010
SPD zu Streit im &bdquoFeld -&bdquoGWA ist nicht überparteilich&ldquo

Im Beitrag &bdquoStreit zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement eskaliert&ldquo berichtete die Volksstimme am Mittwoch über eine Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter Feld. Daran nahmen auch Vertreter von CDU (pro Bürgerverein), SPD (pro Stadtteilmanagement) sowie der Linken (ohne erkennbare Position) teil.
Dazu erhielt die Redaktion folgendes &bdquoEcho&ldquo von Christian &zwjHausmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins West:
Der SPD-Ortsverein West engagiert sich seit 2007 im Neustädter Feld für die GWA und das dortige jährliche Wohngebietsfest. Auch die seit 2009 amtierende Stadträtin Ursula Biedermann ist im Neustädter Feld seit langem aktiv im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Somit ist es nur allzu verständlich, dass wir da unsere Stimme erheben, wo Unsachlichkeit, Unterstellungen etc. die inhaltliche Arbeit für die Menschen in einem Stadtteil behindern und das gemeinsam Erreichte aufs Spiel setzen. Die Überparteilichkeit der GWA im Neustädter Feld ist aus unserer Sicht nicht mehr gegeben. Es besteht die Gefahr, dass politische Parteien die GWA für ihre Zwecke instrumentalisieren. Dem muss entgegengewirkt werden. Die Stadtratsfraktion SPD-Future-Tierschutz hat diesbezüglich vor kurzem einen Antrag zur Evaluierung der GWA in der Landeshauptstadt Magdeburg gestellt. Wir hoffen, dass dieser Antrag schnellstmöglich beschlossen und umgesetzt wird. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.02.2010)

22.02.2010
Quintett leitet künftig die Stadtteilarbeit - Das ist der neue Sprecherrat der GWA im &bdquoFeld&ldquo

Einen Sprecherrat hat die AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld am vergangenen Montag (22.02.) auf ihrer Sitzung im Nachbarschaftszentrum gewählt. Gewählt wurden Ex-Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß sowie die &bdquoNeustädterfeldler&ldquo Gabriele Walther, Stephan Brüning und Rico Hans Cassens. Alle vier sind Mitglieder des Bürgervereins Neustädter Feld. Fünfte im Bunde ist Monique Bartsch, die Mitarbeiterin des Jugendklubs &bdquoRolle 23&ldquo des Internationalen Bundes im Neustädter Feld ist.
Die Neuwahl war notwendig geworden, da die bisherige alleinige Sprecherin Manuela Hasenfuß nach ihrem beruflichen Ausscheiden im Neustädter Feld ihren Rücktritt erklärt hatte. Damals sagte sie, sie halte es für &bdquonicht förderlich&ldquo, an der Sprecherfunktion festzuhalten und wolle nicht die Arbeit der neuen Stadtteilmanagerin Julia Bencsik erschweren. Nun stellte sich Manuela Hasenfuß im Rahmen eines neuen Sprecherrates aber doch zur Wahl. Sie habe ihre Position noch einmal überdacht und wolle nun doch weiter in Sprecherfunktion ehrenamtlich in der Gemeinwesenarbeitsgruppe aktiv bleiben. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 25.02.2010)



Der neue Sprecherrat der AG Gemeinwesen Neustädter Feld (v. l.): Monique Bartsch, Stephan Brüning, Gabriele Walther, Manuela Hasenfuß und Rico Hans Cassens. Foto: Robert Richter

22.02.2010
Streit zwischen Bürgerverein und Stadtteilmanagement eskaliert
Ein öffentlicher Schlagabtausch im Neustädter Feld lässt Beobachter ratlos zurück

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen dem Bürgerverein Neustädter Feld und dem Stadtteilmanagement der AWO-Tochter SPI GmbH eskaliert. Sie können eigentlich nicht ohne, aber offenbar auch nicht miteinander. Missgunst, Vertrauensbrüche und gegenseitige Anschuldigungen stehen dazwischen. Am Montagabend kam es auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen im Mehrgenerationenhaus zum gut 90-minütigen Schlagabtausch, der keinen Gewinner haben konnte.
Der Kopf knallrot, die Stimme gepresst, so hält Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, am vergangenen Montagabend im überfüllten Saal des Nachbarschaftszentrums vor rund 70 Besuchern eine regelrechte Wutrede. Wort um Wort quillt purer Frust aus seinem Mund. &bdquoIch bin erschüttert über die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerverein und SPI&ldquo, sagt der Familienvater. Er fragt die neue Stadtteilmanagerin Julia Bencsik: &bdquoWie stellen Sie sich die weitere Zusammenarbeit denn vor?&ldquo Und er ruft lauter und noch gepresster: &bdquoSie sollen uns eigentlich unterstützten, doch statt dessen haben Sie uns geschädigt!&ldquo
Löwe und weitere Bürgervereinsmitglieder werfen der Stadtteilmanagerin Vertrauensbruch vor. Worum geht es? Bencsik habe Umstellungen auf der Stadtteil-Homepage und im angeschlossenen EMail-System vom Administrator vornehmen lassen. Durch eine eingestellte Weiterleitung habe Bencsik seit Anfang Januar Nachrichten und Dokumente in ihrem E-Mail-Postfach erhalten, die u. a. für den Bürgerverein bestimmt gewesen seien. Konkret für dessen (neues) Mitglied und seine inzwischen offiziell Bevollmächtigte Manuela Hasenfuß, die Ex-Stadtteilmanagerin, die zum Jahreswechsel den Manager-Posten auf eigenen Wunsch aufgegeben hatte.
In der elektronischen Post seien, so Löwe, auch Kopien von Kontoauszügen sowie wichtige Mitteilungen von Fördermittelgebern gewesen. So zum Beispiel fristgebundene Abforderungen von Verwendungsnachweisen, die den Betrieb des Mehrgenerationenhauses in Trägerschaft des Bürgervereins sowie die elf angegliederten Arbeitsplätze über das Kommunal-Kombi-Lohn-Programm beträfen. Die Stadtteilmanagerin habe den Bürgerverein weder darüber informiert, noch die Nachrichten weitergeleitet.
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik erklärte dazu, sie sei davon ausgegangen, die betreffenden E-Mails würden gleichzeitig auch an die Adresse von Manuela Hasenfuß weitergeleitet. Sie habe keine Nachrichten absichtlich zurückgehalten, könne vermisste E-Mails aber zur Verfügung stellen. Eva Wybrands, Lan desvorsitzende der Frauen-Union der CDU und Patin des vom Bürgerverein betriebenen Mehrgenerationenhauses im Neustädter Feld sagte an Bencsik gewandt: &bdquoSie haben Nachrichten erhalten, die nicht für Sie bestimmt waren. Überlegen Sie sich aus ganz klaren Gründen, was Sie hier sagen.&ldquo Später sagte Wybrands: &bdquoSie reden sich hier um Kopf und Kragen.&ldquo Manuela Hasenfuß erklärte, sie werde &bdquoStrafanzeige zur rechtlichen Klärung stellen&ldquo.
Manfred Prahl als SPI-Vertreter wollte die Wogen glätten, räumte ein: &bdquoDie E-Mail-Geschichte ist sicherlich dumm gelaufen.&ldquo Jedoch seien Julia Bencsik und er auf diesem technischen Gebiet keine Fachleute.
Statt des Streits wollte Prahl Gemeinsamkeiten betonen. Das SPI-Stadtteilmanagement habe unter Manuela Hasenfuß sechs Jahre erfolgreich gearbeitet. Das Engagement des Bürgervereins und das Mehrgenerationenhaus bezeichnete er &bdquoals Segen für den Stadtteil&ldquo. Die Auseinandersetzungen hätten mit der AG Gemeinwesen nichts zu tun.
Dem schloss sich Christian Hausmann an: &bdquoDas ist hier nicht der richtige Rahmen&ldquo, sagte der Vorsitzende des SPDOrtsverbands West, der sich als &bdquointeressierter Bürger&ldquo zu Wort meldete. Er war jedoch offenkundig zur Unterstützung von Julia Bencsik zur GWAVersammlung ins Neustädter Feld gekommen.
Bürgervereinschef Löwe konterte: &bdquoWenn unsere Arbeit mit Füßen getreten wird, ist das sehr wohl Sache der GWA, das geht hier alle etwas an. Denn wir Bürger engagieren uns zum Wohle des Stadtteils, wenn wir nichts mehr machen, leidet auch das Neustädter Feld darunter.&ldquo
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik sieht hingegen nach eigener Aussage längst nicht die gesamte Einwohnerschaft des Stadtteils durch den Bürgerverein vertreten. Sie habe Briefe erhalten, in denen Bürger offen Kritik am Bürgerverein übten. Es gebe eine Reihe von Bewohnern, die sich unabhängig vom Bürgerverein im Stadtteil engagieren wollten.
Nach Volksstimme-Informationen gibt es inzwischen selbst innerhalb des Bürgervereins Befürworter und Gegner der neuen Stadtteilmanagerin.
SPI-Mann Manfred Prahl warf dem Bürgerverein Neustädter Feld vor: &bdquoSie wollen SPI hier rausdrängen!&ldquo Der Bürgervereinschefs behauptete prompt das Gegenteil: SPI habe zum Beispiel bereits Vereine oder Kursleiter, die Angebote im Mehrgenerationenhaus des Bürgervereins machten, gefragt, ob sie dies nicht auch unter Flagge der SPI machen könnten. Bencsik schüttelte den Kopf.
Löwe habe Recht, sprang der Ringer Jörg Schrader dem Vereinschef bei. Auch er sei von SPI angesprochen worden, sagte Schrader: &bdquoDas ist so.&ldquo Der Trainer vom Verein KSV Galaxy, der für Bewohner des Stadtteils seit längerem Breitensportangebote macht, arbeitete bisher nach eigener Aussage &bdquogut mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Stadtteilmanagement und dem Bürgerverein zusammen. Doch was ich hier inzwischen erlebe, ist traurig. Da muss auch ich mir überlegen, wie es hier weitergehen soll. Unter diesen Umständen werde ich sicher nicht weitermachen.&ldquo
Für den Bürgervereinsvorsitzenden Löwe stellt sich die Frage so: &bdquoIst SPI zum Wohle des Neustädter Feldes hier weiter tragbar oder nicht?&ldquo
&bdquoIch kann die Atmosphäre hier nicht nachvollziehen, hier kämpft jeder gegen jeden&ldquo, sagte der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Mewes (Die Linke). &bdquoIch halte es nicht für richtig, sich hier zu zerfleischen, und wir haben in dieser Runde keine Möglichkeit, ein Ergebnis zu erzielen.&ldquo
Deswegen bot Mewes an, als Moderator die heillos verstrittenen Parteien doch noch einmal zusammenzubringen, um möglichst einen gemeinsamen Neustart hinzubekommen. Hubert Salzborn, CDU-Stadtrat und selbst Mitglied des Bürgervereins, zeigte sich skeptisch: &bdquoDer Boden ist dermaßen vergiftet, dass ich ratlos bin.&ldquo
Ratlos zurück blieben auch die Beobachter der GWA-Versammlung. &bdquoIch war immer stolz auf die GWA im Neustädter Feld&ldquo, sagte Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamts im Stadtteil, &bdquodoch ich bin entsetzt, was ich heute hier vorfinde.&ldquo Da war ein Teil der 70 Besucher schon längst wieder nach Hause gestapft. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.02.2010)

Den Filmbeitrag des Offenen Kanals Magdeburg zur GWA-Versammlung vom 22.02.2010 und das Interviews mit Manuela Hasenfuß können Sie hier downloaden (avi-Datei ,60 MB)

11.01.2010
Gescheiterte GWA-Sprecherwahl im Neustädter Feld
Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter Feld hat am Montagabend die Sprecherwahl vertagen müssen. Grund: Es fand sich auf der Sitzung im Mehrgenerationenhaus schlicht kein Kandidat für den ehrenamtlichen Posten. Für heftigen Widerspruch sorgte derweil eine neue Vorgabe der Stadt, wonach Stadtteilmanager die Aufgabe als GWA-Sprecher nicht mehr übernehmen dürfen.
Denn im &bdquoFeld&ldquo hatte bisher die Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß nach der Wahl durch die GWA-Runde die Sprecheraufgabe mit übernommen. Nachdem sie ihre Arbeit als Stadtteilmanagerin zum Jahreswechsel nach sechs Jahren jedoch beendet hatte (Volksstimme berichtete), trat sie am Montag auch offiziell von der ehrenamtlichen Funktion der GWA-Sprecherin zurück. Sie erklärte sich aber bereit, noch bis zur Klärung der Nachfolge die Sprecheraufgaben weiter wahrzunehmen, um das Stadtteilgremium arbeitsfähig zu halten.
Klarheit soll dann möglichst eine Wahl auf der nächsten Sitzung am 22. Februar ab 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Othrichstraße 30, bringen.
Überzeugungsarbeit lohnen dürfte sich bis dahin bei Stadtteilbewohner Stephan Brüning, der im Projekt &bdquoAktiv im Neustädter Feld&ldquo tätig ist und bereits als Mitorganisator des ersten Mitternachtsfußballturniers im &bdquoFeld&ldquo im Dezember erfolgreich Kontakte zu den Vereinen und Einrichtungen geknüpft hatte. Er signalisierte angesichts des Kandidatenmangels zumindest Interesse, konnte sich an Ort und Stelle jedoch nicht mehr zu einer spontanen Kandidatur durchringen. Die Hoffnungen der engagierten Neustädterfeldler ruhen nun aber natürlich auf ihm.
Zuvor war der Sprecherposten von der GWA-Runde der neuen Stadtteilmanagerin Julia Bencsik angetragen worden. Sie lehnte dankend ab: &bdquoEine schöne Idee, aber das ist nicht möglich.&ldquo Sie wolle sich voll auf ihre Arbeit als Stadtteilmanagerin konzentrieren, sagte Bencsik. Außerdem sei es von Seiten der Stadtverwaltung &bdquonicht gewünscht&ldquo, dass Stadtteilmanager zugleich die GWASprecherfunktion übernehmen.
Eine entsprechende Informationsvorlage des Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning soll am 28. Januar im Stadtrat vorliegen. Das Papier birgt nach Auffassung von Manuela Hasenfuß reichlich Zündstoff: &bdquoInhaltlich grenzt die Vorlage an Idiotie und ist fachlich überhaupt nicht zu halten &ndash das ist ein Witz&ldquo, wetterte die Sozialarbeiterin los. Abgesehen vom Für und Wider einer personellen Überschneidung könne es doch den Bürgern, die sich in den GWAGruppen basisdemokratisch organisieren, nicht vorgeschrieben werden, &bdquowem sie mit ihrer Wahl das Vertrauen aussprechen, ihre Interessen zu vertreten&ldquo. Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.01.2010)

04.01.2010
Jahresbilanz der Gemeinwesen-Gruppen / Heute: Neustädter Feld mit Sprecherin Manuela Hasenfuß
&bdquoStadtverwaltung darf nicht anfangen, Basisdemokratie zu reglementieren&ldquo

Seit 1998 gibt es &bdquoArbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit&ldquo &ndash kurz AG Gemeinwesenarbeit (GWA). Magdeburger setzen sich in den Gruppen für ihre Stadtteile ein. Auch in diesem Jahr blickt die Volksstimme zum Jahreswechsel gemeinsam mit den Ehrenamtlichen auf ihre Tätigkeit zurück. Heute: Die GWA Neustädter Feld. Ariane Amann befragte deren Sprecherin Manuela Hasenfuß.

Volksstimme:
Welche Ziele hatte Ihre Gemeinwesen-Gruppe 2009 im Stadtteil?
Manuela Hasenfuß:
Ein begleitendes Ziel der GWA-Arbeit war und ist die Offenheit für Anliegen der Stadtteilbewohner.

Volksstimme: Welche Ziele konnten erreicht werden?
Manuela Hasenfuß:
2009 hat gezeigt, dass viele Stadtteilbewohner die GWA als Anlaufstelle für ihre Anliegen angenommen haben. Selbst einzelne Jugendliche haben sich beteiligt. Vertagt werden musste die Akzeptanz sowie Bereitschaft transparenter Dienstleistung für den Bürger seitens der Stadtverwaltung, die trotz Einladungen je nach Belieben Teilnahme an den GWA-Sitzungen zelebriert hat.

Volksstimme: Womit würden Sie am liebsten Bürger zur Mitarbeit motivieren?
Manuela Hasenfuß:
Bürger sind bereit sich zu engagieren, wenn ihnen die Möglichkeit der Mitsprache und des Mitentscheidens geboten wird. Basisdemokratie heißt auch, sich mit kontroversen Ansichten auseinandersetzen zu müssen, um einen Konsens zu finden. Nur allein die Vorgabe von gewünschtem Engagement wie die Organisation von Festen oder Putzaktionen ist wenig motivierend.

Volksstimme: Was war besonders positiv an der Arbeit im Stadtteil 2009?
Manuela Hasenfuß:
Besonders positiv waren die rege Teilnahme der Stadtteilbewohner an den Sitzungen und damit die aktive Wahrnehmung der Meinungsbekundung zu Themen und Belangen des Stadtteils.

Volksstimme: Welche negativen Aspekte fallen Ihnen zur Arbeit 2009 ein, was kann verbessert werden?
Manuela Hasenfuß:
Verbessert werden kann und sollte die Akzeptanz gegenüber Bürgermeinung - einhergehend mit dem Selbstverständnis der Stadtverwaltung, sich insbesondere auch in Fragen der Stadtteilentwicklung als Dienstleister zu verstehen, also Rede und Antwort zu stehen, aber selbstverständlich auch über Probleme offen zu reden. Bürger sind nicht doof, wenn Erklärungen gegeben werden, können sie durchaus verstehen, nachvollziehen oder aber an Kompromissfindungen beteiligt werden. Wünschenswert wäre die kontinuierliche Teilnahme gewählter Stadtratsvertreter &ndash und das nicht nur vor anstehenden Wahlen.

Volksstimme: Welche Pläne gibt es jetzt schon für 2010 in der Stadtteilarbeit?
Manuela Hasenfuß:
Die Fortführung der Offenheit für die Anliegen der Stadtteilbewohner. In der Konsequenz weiterhin Erwartung von Akzeptanz, Transparenz von Entscheidungsprozessen und Möglichkeit der Mitsprache sowie der Beteiligung an der bereits ins Leben gerufenen Diskussion zu den Aufgaben und Inhalten der GWA-Arbeit.

Volksstimme: Was möchten Sie noch loswerden?
Manuela Hasenfuß:
Im Neustädter Feld wurde am 4. Dezember über die GWA das erste Weihnachtsfußballturnier veranstaltet. Dieses Turnier war mit sportlichem Ehrgeiz und Fairness ein voller Erfolg, weil Gemeinschaft ohne Vorurteile auf dem Spielfeld ausgetragen wurde. Ein gelungenes Beispiel dafür, dass ein Miteinander ohne Probleme möglich ist, wenn der Wille gegeben ist!

Volksstimme: Was wäre Ihr Wunschtraum, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Manuela Hasenfuß:
Mein Wunschtraum will von Geld gar nichts wissen! Vieles wird davon heutzutage abhängig gemacht. Dabei gehen Werte und Ideale verloren, die keinen &bdquoSack voller Geld&ldquo, Haushaltskasse oder (neue) Fördertöpfe benötigen. Ein &bdquoMehr&ldquo an Bewusstsein, dass es gemeinsam einfacher als allein ist, Zusammenhalt stärken und ein Miteinander sogar Spaß machen kann, wäre ein Gewinn für viele Menschen!

Volksstimme: Wie sieht Ihr persönliches Fazit der Stadtteilarbeit 2009 aus?
Manuela Hasenfuß:
Aktive Gemeinwesenarbeit entspricht der Erkenntnis: &bdquoDie Geister, die ich rief!&ldquo Wenn ich wirklich Partizipation, Bürgermeinung und den Gewinn dieses Engagements für die Stadt haben möchte, dann muss ich mich als Stadtverwaltung diesem Beteiligungsprozess auch stellen und darf nicht anfangen, die Basisdemokratie reglementieren zu wollen. Dieser Vorsatz würde weniger dem Image &bdquoOttostadt&ldquo, sondern eher einer &bdquoSchildbürgerstadt&ldquo gleichkommen. Mein Fazit zum Jahresausklang ist, dass 2010 ein Jahr der Diskussionen hierüber werden wird!

Volksstimme: An welchem Wochentag findet Ihre GWASitzung normalerweise statt, sind Änderungen geplant?
Manuela Hasenfuß:
Bewährt haben sich die Treffen immer am ersten Montag des Monats. Ob eine Veränderung angestrebt wird, steht am 11. Januar um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Othrichstraße 30, auf der Tagesordnung.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.01.2010)

Erfolgreiche Stadtteilmanagerin hört im Neustädter Feld auf
Nach sechs Jahren beendet Manuela Hasenfuß zum Jahresende 2009 ihre Arbeit bei der SPI GmbH


Manuela Hasenfuß (36) will nach sechs Jahren überraschend ihre Arbeit als Stadtteilmanagerin im Neustädter Feld zum Jahreswechsel beenden. Sie habe ihr Arbeitsverhältnis bei der SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft GmbH gekündigt. Die AWO-Tochter SPI ist im Auftrag der Stadtverwaltung Träger des Stadtteilmanagements. Die scheidende Quartiersmanagerin bat um Verständnis dafür, &bdquodass zu Gründen, die mich zu der Entscheidung bewogen haben, keine Erklärungen möglich sind&ldquo. Auch ihre berufliche Zukunft ließ sie offen.
&bdquoFrau Hasenfuß hat ihr Arbeitsverhältnis bei uns zum 31. Dezember aufgelöst, das ist richtig, leider&ldquo, sagte SPI-Geschäftsführer Michael Scherschel der Volksstimme. &bdquoWir bedauern das, da uns eine sehr gute, fachlich versierte Kollegin verlässt.&ldquo
SPI habe zunächst noch bis 2010 den Zuschlag als Träger des Stadtteilmanagements im Neustädter Feld von der Stadt. Daher gehe es nun um die Neubesetzung des Postens. Gestern wollte SPI laut Scherschel dem Stadtplanungsamt bei einem Treffen bereits Personalvorschläge präsentieren. Der SPI-Chef zeigte sich über zeugt: &bdquoEs wird einen nahtlosen Übergang geben.&ldquo
Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, sagte auf Volksstimme-Anfrage: &bdquoIch bedauere die Entscheidung von Manuela Hasenfuß, weil sie das Neustädter Feld maßgeblich in den vergangenen Jahren mit belebt hat, jetzt bricht ein Hauptpfeiler weg. Wir hoffen aber auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem SPI-Stadtteilmanagement in neuer Besetzung ab Januar 2010.&ldquo
Manuela Hasenfuß, Diplom-Sozialpädagogin, die selbst mehr als 20 Jahre im Neustädter Feld wohnte, war Anfang 2003 als Stadtteilmanagerin angetreten. Neben vielen öffentlichen Debatten über Fragen der Stadtteilentwicklung gehen Projekte wie das erfolg reiche Nachbarschaftszentrum/Mehrgenerationenhaus, das heute vom Bürgerverein getragen wird, auf die konzeptionelle (Vor-)Arbeit der Stadtteilmanagerin zurück. Für die Gründung des Vereins, inzwischen starker Motor des Stadtteillebens, gab sie freilich ebenfalls die Initialzündung. Mit einigen Ideen wie der von einem (bisher unverwirklichten) Sozialkaufhaus löste sie stadtweite Kontroversen aus.
Die basisdemokratische Stadtteilarbeit, die sie vehement verficht und mit der sie sich über die Stadtteilgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat, ist im &bdquoFeld&ldquo stark aufgeblüht. Kein Geheimnis ist, dass es für das Selbstverständnis in manchen Amtsstuben zuweilen gar zu lebhaft in den Bürgerrunden zuging. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.11.2009)

05.11.2009
Magdeburgs GWA-Gruppen informieren über ihre Stadtteile - GWA Alte Neustadt gestaltet Vitrine im Rathaus
Die AG Gemeinwesen Alte Neustadt darf den Anfang machen: Seit dieser Woche befindet sich im Eingangsbereich des Rathauses eine Vitrine, die ab sofort inhaltlich von den Gemeinwesengruppen der Stadt gestaltet werden kann. &bdquoWir hoffen, dass dieses Angebot rege genutzt wird&ldquo, sagt Dr. Ronald Dürre, Sachgebietsleiter Kunst- und Kulturpflege im städtischen Kulturbüro.
Ausschlaggebend für diese Präsentationsmöglichkeit war ein Antrag von Grünen-Stadtrat Alfred Westphal, der am 12. Oktober vom Stadtrat mehrheitlich beschlossen wurde. Der Wortlaut: &bdquoDer Oberbürgermeister wird beauftragt, das Jubiläum des 800-jährigen Bestehens der Neustadt zum Anlass zu nehmen, um im Rathaus eine dauerhafte Stadtteil-Vitrine einzurichten.&ldquo
Diese soll künftig für Informationen über Sehenswürdigkeiten, Entwicklungen sowie über besondere Aktivitäten in den verschiedenen Stadtteilen nutzbar sein. So heißt es in der Begründung zum Antrag: &bdquoDie Arbeitsgruppen &sbquoZur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit&lsquo arbeiten bereits seit 1998 in der Stadt Magdeburg. Ihre Arbeit zur Unterstützung stadtteilbezogener Projekte, Aktivitäten und Aktionen wurde durch den Stadtrat im Jahr 1999 beschlossen. Seitdem beteiligen sich die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit aktiv an der Gestaltung der Wohn- und Lebensbedingungen in den jeweiligen Stadtteilen.&ldquo
Die GWA Alte Neustadt hat die Vitrine mittlerweile bestückt. Hobby-Chronist Helmut Mittank hat dafür drei seiner Hefte zur Verfügung gestellt, in denen er seit Jahren die Geschichte des Stadtteils aufarbeitet.
Außerdem sind Arbeiten des Malwettbewerbs ausgestellt, der im Rahmen des 800. Geburtstags der Neustadt von Helmut Mittank initiiert worden war. Auch eine kurze Chronik über Alte Neustadt wurde der 1,40 Meter breiten und ein Meter hohen Vitrine beigefügt. Ansprechpartnerin für die GWA-Gruppen ist Claudia Ziegler, Koordinatorin Gemeinwesenarbeit, erreichbar unter Telefon 5 40 31 10. Von Jana Halbritter
(Quelle: Volksstimme vom 05.11.2009)

03.07.2009
SPD-Stadtrat will GWA-Gruppen auf den Prüfstand stellen
Diskussion um die Stadtteilarbeit in Magdeburg-Nord weitet sich aus

Eine Bestandsaufnahme der Arbeit in den Gemeinwesenarbeitsgruppen der Stadt hat Stadtrat Jens Hitzeroth (SPD) gefordert. Den Anlass der Diskussion lieferte ein Volksstimme-Bericht über Vorschläge für eine Neujustierung der Gemeinwesenarbeit, die im gerade beschlossenen Stadtteilentwicklungskonzept für Nord (Kannenstieg/Neustädter See) gemacht werden.

(Mit Klick au den Button gelangen Sie auf die GWA-Seite des Stadtteils Neustädter See)
Zwar ließ die Debatte über die GWA-Gruppen in Nord keine Rückschlüsse für alle 20 GWA-Gruppen in Magdeburg zu. &bdquoGleichwohl scheint es mir zwingend notwendig die Arbeit der GWA-Gruppen in unserer gesamten Stadt zu evaluieren&ldquo, schreibt Jens Hitzeroth in einer Pressemitteilung der neuen Fraktion &bdquoSPD-Tierschutzpartei&ndashFuture!&ldquo.
Ein Manko aus Sicht Hitzeroths: &bdquoWenn gewollt ist, dass sich Akteure aus der Bürgerschaft in den GWA-Gruppen engagieren, müssen ihre Tagungszeiten auf beruf iche Verpfichtungen etc. Rücksicht nehmen.&ldquo In Sudenburg zum Beispiel tage die GWA regelmäßig um 14.30 Uhr. &bdquoArbeitende und selbständige Unternehmer sind dann von einer Mitwirkung ausgeschlossen.&ldquo Im Kannenstieg war erst kürzlich die Zeit der Sitzung von 10 Uhr auf 16 Uhr verlegt worden. Am Neustädter See tagte die Gruppe zuletzt um 17.30 Uhr. Eine Reihe von GWA-Gruppen trifft sich erst um 18 Uhr.
Es sei aber auch zu hinterfragen, &bdquoob Stadträte die GWA als Plattform für ihre politischen Debatten, die eigentlich in den Stadtrat und in seine Ausschüsse gehören, nutzen sollten&ldquo, so Jens Hitzeroth. Fakt ist: Zahlreiche Stadträte, aber auch Landtagsabgeordnete, meist vertreten durch ihre Wahlkreismitarbeiter, nutzen die GWASitzungen, um sich über aktuelle Probleme und Initiativen in den Vierteln zu informieren und gegebenenfalls mit eigenen Anträgen Initiativen aus den Stadtteilen zu unterstützen oder Probleme aufzugreifen.
Wenn zudem nun in Kannenstieg und Neustädter See überlegt werde, den GWA eine Vorprüfung von Projekten (bis 5000 Euro pro Stadtteil) zu übertragen, &bdquobedarf es notwendiger Auswahlkriterien, die transparent und nachprüfbar gestaltet werden müssen. Jedenfalls braucht es Mechanismen, die einen Missbrauch ausschließen&ldquo, erklärt Hitzeroth.
Das ressortübergreifende Integrierte Handlungskonzept für Magdeburg-Nord war am Donnerstag vergangener Woche vom Stadtrat beschlossen worden. Die Autorinnen des Konzeptes &ndash Planerinnen vom Büro &bdquoWohnBund-Beratung&ldquo aus Dessau, schlagen vor, zweimal jährlich stattf ndende öffentliche Bürgerforen sollten &bdquodas zentrale Gremium der Bürgerbeteiligung für beide Stadtteile&ldquo werden. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe sollten professionelle Akteure, sprich Vertreter von sozialen Einrichtungen, freien Trägern, Ämtern, Kirchen oder Polizei über Fragen der Stadtteilentwicklung und neue Projekte beraten. Die Planerinnen hatten die Stadtteilarbeit in den GWA-Gruppen in Nord so analysiert: &bdquoDer Versuch, sie als Gremium der breiten Beteiligung und Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils zu öffnen, war bisher nicht dauerhaft erfolgreich.&ldquo
Im Stadtrat hatte vor der Abstimmung über das Integrierte Handlungskonzept Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann (parteilos) erklärt: &bdquoWir wollen die GWA natürlich nicht zu internen Arbeitsgruppen ohne Bürgerbeteiligung machen. Es macht uns nur Sorge, dass sie zunehmend zu reinen Planungsrunden werden, aber sie sollen unverändert weiter arbeiten.&ldquo Über die GWA hinaus sollen demnach Stadtteilforen (mit eigenem Budget) und Stadtteilvereine als zusätzliche Instrumente der Bürgerbeteiligung gebildet werden, so Scheidemann. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.07.2009)

01.07.2009
Lösung im Containerstreit gefunden
Wie von Rentnerinnen aus dem Milchweg 31 gefordert: Wertstoffbehälter sollen vom Fußweg verschwinden

Im Containerstreit am Milchweg gibt es nun doch eine Lösung. Die Wertstofftonnen sollen vom Fußweg verschwinden, wie von einer Gruppe betagter Anwohnerinnen aus dem Hochhaus Milchweg 31, die auf Rollatoren angewiesen sind, gewünscht. Zunächst hatte die Stadt Veränderungen abgelehnt (Volksstimme berichtete mehrfach).
&bdquoEs gibt kein Problem, das man nicht mit gutem Willen gemeinsam lösen könnte&ldquo, hieß es nun gestern in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Getreu diesem Motto trafen sich demnach vor einigen Tagen Stadträte, Grundstückseigentümer und Verwaltung im Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb, um für die Anwohner im Hochhaus am Milchweg eine zufrieden stellende Lösung zur Aufstellung der Wertstoffcontainer zu finden. Mit dem Kompromiss könnten alle Beteiligten leben: Die Wertstoffcontainer sollen durch Tonnen am Haus ersetzt, die Glascontainer umgesetzt werden. Insbesondere ältere Mieterinnen des Milchweges hatten sich beklagt, dass die Passage der Wertstoffcontainer vor ihrem Haus auf Grund des teilweise unebenen Gehweges mit Rollator schwierig ist. Außerdem nutzten Radfahrer den Gehweg, so dass es schon mal zu unliebsamen Begegnungen kommen kann. Nachdem es in der AG Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld, die das Problem nach einem Volksstimme-Artikel aufgegriffen hatte, zunächst keine Lösung gab, schalteten sich auch die Stadträte Karin Meinecke (Die Linke) und Hubert Salzborn (CDU) ein. Sie waren jetzt bei der Beratung ebenfalls dabei.
Festgelegt wurde, dass die Container für Altpapier, Leichtverpackungen und Textilien abgezogen werden. Für die Mieter des Hochhauses Milchweg 31 will die Wohnungsgenossenschaft &bdquoOttovon-Guericke&ldquo als Vermieter am Haus gelbe Tonnen (für Leichtverpackungen), blaue Tonnen (für Altpapier) sowie Altkleidercontainer zur Verfügung stellen.
Die Umstellung von Containerplätzen auf Einzelabholung von den Grundstücken ist ohnehin in den nächsten Jahren für die ganze Stadt vorgesehen. Im Neustädter Feld soll die Umstellung im Jahr 2012 erfolgen.
Alle anderen Nutzer können laut Stadtverwaltung vorerst den nur ca. 170 Meter entfernt gelegenen Stellplatz Milchweg/ Ringfurther Weg für die Entsorgung nutzen.
Wie es gestern weiter hieß, will die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg die Aufstellung der beiden Glascontainer auf ihrem angrenzenden, derzeit ungenutzten Grundstück gestatten. Da dieses jedoch zum Verkauf stehe, müssten die Container hier abgezogen werden, sobald sich ein Kaufinteressent findet.
Auch hier sei aber eine Lösung in Sicht. Nach der Systemumstellung bei der Entsorgung der Wertstoffe stehe ab 2012 auf dem Stellplatz Milchweg/ Ringfurther Weg genügend Platz für die Glascontainer zur Verfügung, da ja die zentralen gelben und blauen Tonnen dann von dort verschwinden. Von Robert Richter

(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2009)

23.04.2009
Wirbel um eine OB-Verfügung: Trümper bestreitet Maulkorb-Taktik Die Verfügung im Wortlaut
Sechs Wochen vor Wahlen ist Verwaltungsmitarbeitern &bdquodie Teilnahme an Veranstaltungen Dritter&ldquo untersagt

Es ist Pflicht und gute Regel, dass sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor die Türen des Rathauses begeben und auf Einladung diverser Interessengruppen Rede und Antwort stehen. Am Montag brach der Planungsamtschef Heinz-Joachim Olbricht die Regel mit Verweis auf eine Verfügung des OB, die &bdquoab einer gewissen Zeit vor Wahlen&ldquo keine Auftritte von Verwaltungsmitarbeitern auf Veranstaltungen Dritter gestatte. Lutz Trümper ist verärgert und gibt zu Protokoll: &bdquoHerr Olbricht erzählt völligen Humbug.&ldquo
Die Wogen der Empörung schlugen hoch im Neustädter Feld, als die Sondersitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) zu den im Stadtteil umstrittenen Supermarkt-Bauplänen auf einer Grünfläche ins Leere lief (Volksstimme berichtete). GWA-Sprecherin Manuela Hasenfuß, zugleich Stadtteilmanagerin, hatte wegen der Brisanz des Themas sogar OB Trümper eine Einladung geschickt. Aber es kam niemand, der namens der Stadtverwaltung hätte Auskunft über den Stand der Dinge geben können. Planungsamtschef Olbricht zog sich in einer schriftlichen Absage auf eine OB-Verfügung vom 8. August 2003 (!) zurück und ergänzte: &bdquoDa im Vorfeld von Wahlen häufg auch GWA-Sitzungen als ,politische Bühne&lsquo genutzt werden, hat der Oberbürgermeister auch ausdrücklich auf die Nicht-Teilnahme an GWA-Sitzungen hingewiesen.&ldquo Offenbar machte das dem Amtsmann so viel Angst, dass er die auf &bdquosechs Wochen vor anstehenden Wahlen&ldquo bezogene OB-Verfügung auf fast sieben ausdehnte, um nicht vor der GWA strammstehen zu müssen. Mag daran liegen, dass Olbricht erst vor fünf Monaten zum Amtschef bestellt wurde und aktuell erstmals mit der Urlaubsvertretung des Baubeigeordneten betraut ist.
Manuela Hasenfuß, eine für ihre Stadtteilbasisarbeit geschätzte und geachtete Frau, ist empört: &bdquoDas ist eine Behinderung basisdemokratischer Arbeit, die ich gerade in Vorwahlzeiten für gefährlich halte.&ldquo
&bdquoDie Empörung ist ganz auf meiner Seite&ldquo, entgegnet OB Trümper auf Nachfrage. Was Olbricht da erklärt habe, sei &bdquovölliger Humbug&ldquo, &bdquovölliger Quatsch&ldquo, &bdquoeine völlige Missauslegung&ldquo seiner Verfügung. Dass es eine solche gibt, bestreitet Trümper nicht (Wortlaut nebenstehend).
&bdquoAnlass war, dass es überhand nahm, wo Mitarbeiter der Verwaltung, auch unterer Ebenen, hinzitiert wurden. Jeder lud diesen oder jenen ein. Ich wusste gar nicht mehr, wo die rumspringen.&ldquo Davon abgesehen seien dafür Überstunden geschrieben und abgebummelt worden; &bdquodas kann man nicht einfach so laufen lassen&ldquo.
Darüber hinaus wolle er unterbinden, so Trümper, &bdquodass Verwaltungsmitarbeiter in Vorwahlzeiten bei Parteiveranstaltungen auftreten&ldquo: &bdquoJede Partei zitiert sie sonst hin, am Ende noch die NPD; man wird dessen nicht Herr.&ldquo Das Vorwahl-Teilnahmeverbot beziehe sich nur auf &bdquopolitische Veranstaltungen&ldquo. So aber hat es Trümper nicht in die Verfügung geschrieben, sondern vor Wahlen &bdquofür alle grundsätzlich&ldquo die Teilnahme an Veranstaltungen Dritter untersagt.
Pikant obendrein: Heute und morgen treten der eben GWAteilnahmeverhinderte Planungsamtschef Olbricht und Holger Platz &ndash Ordnungsbeigeordneter und Parteifreund des SPD-OB &ndash auf einer Tagung der &bdquoSozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik&ldquo in Magdeburg auf. Auf die Frage, wie sich das mit der Verfügung vertrage, sagt Trümper: &bdquoDas ist keine politische Veranstaltung. Ich werde auch ein Grußwort sprechen.&ldquo Die SPD-Ratsfraktion hat zur Tagung (und zu einer Pressekonferenz zum Anlass) eingeladen.
Was die ohne Verwaltungsbeteiligung verstrichene GWA-Bürgerrunde betrifft, die hätte sein Amtsleiter natürlich besuchen dürfen, so Trümper: &bdquoKann sein, er hat den Vermerk falsch verstanden, mit dem ich ihm meine Einladung überstellt habe. Da habe ich ,keine Teilnahme&lsquo draufgeschrieben, aber nur gemeint, dass ich nicht komme.&ldquo Mit dem gescholtenen Amtschef Olbricht hat Trümper &bdquodas Missverständnis&ldquo gestern nicht klären können: &bdquoDer hat heute eine Zahn-OP und kann nicht sprechen. Da hat er Glück, kann ich Ihnen sagen.&ldquo

Verfügung Zur Umgehensweise mit Einladungen Dritter an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung

Aus gegebenem Anlass weise ich hiermit an, dass über die Teilnahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit an Veranstaltungen Dritter &ndash insbesondere von politischen Parteien, Abgeordneten und Stadträten &ndash der/die zuständige Beigeordnete entscheidet. Über ihre eigene Teilnahme an Veranstaltungen entscheiden die Beigeordneten eigenverantwortlich. Bei diesen Entscheidungen ist die staatliche Neutralitätspf icht zu berücksichtigen, die auch von Bediensteten der Stadtverwaltung zu wahren ist. Ich bitte, mich ü die Teilnahme zu informieren.

Innerhalb von sechs Wochen vor anstehenden Wahlen ist die Teilnahme an Veranstaltungen Dritter für alle grundsätzlich untersagt.

Die Teilnahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Veranstaltungen im o. g. Sinne als Privatpersonen wird von meiner Festlegung nicht berührt. Ich weise jedoch darauf hin, dass die private Teilnahme an Veranstaltungen nur außerhalb der Dienstzeiten zulässig ist, dass dort keine Erklärungen im Namen oder für die Landeshauptstadt Magdeburg abgegeben werden dürfen und verweise auf die grundsätzliche Verpfichtung zur Verschwiegenheit über dienstliche Angelegenheiten. Versicherungsschutz seitens der Stadt besteht bei privater Teilnahme nicht.

Im Übrigen ist der Informationspficht der Verwaltung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, dem Stadtrat und den Ausschüssen in gewohnter Weise nachzukommen. (...) Dr. Lutz Trümper


Humbug
Am Montag hat der Planungsamtsleiter &ndash zum Unmut aufgebrachter Bürger im Neustädter Feld &ndash Aufklärung über ein Bauprojekt verweigert, weil der OB ihm vor Wahlen keine Teilnahme an Veranstaltungen Dritter gestatte. Die Volksstimme berichtete; die Aufregung ist öffentlich.
Gestern hat Lutz Trümper klargestellt, dass sich der von ihm verhängte Vorwahl-Maulkorb für seine Mitarbeiter &bdquoausschließlich auf politische Veranstaltungen bezieht&ldquo. Der Amtsmann habe seine Anweisung falsch ausgelegt und &bdquovölligen Humbug&ldquo erzählt.
Wenn das so ist und vor allem, wenn es auch vor der öffentlichen Erregung so gemeint war, dann hätte der OB es so in seine Verfügung schreiben müssen. Er hat aber im Gegenteil &bdquovor anstehenden Wahlen die Teilnahme an Veranstalter für alle (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter &ndash d. Red.) grundsätzlich untersagt&ldquo. Das ist unmissverständlich formuliert, unauslegbar.
Der Amtsmann hat ergo keinen &bdquoHumbug&ldquo erzählt, sondern sein Chef hat solchen schriftlich angewiesen. Alles ein Missverständnis? Hoffentlich! Wo kommen wir hin, wenn sich die Stadtverwalter &ndash als des Bürgers Dienstleister bestellt &ndash wochenlang im Rathaus verbarrikadieren? Von Katja Tessnow (Quelle: Volksstimme vom 23.04.2009)

22.04.2009
GWA will sich nicht mehr länger mit vagen Erklärungen &bdquoabspeisen&ldquo lassen
Sondersitzung der AG Gemeinwesen zu Neubauplänen für Einkaufsmarkt auf dem
Hermann-Bruse-Platz
Weiter Wirbel um den geplanten und bereits von der Stadtverwaltung genehmigten Bau eines zusätzlichen Einkaufsmarktes auf dem Hermann-Bruse-Platz: Anwohner und die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter Feld wollen sich damit nicht abfinden, pochen auf die vom Stadtrat beschlossene Begrünung der Fläche eines ehemaligen Hochhauses. Welche Möglichkeiten es gibt, den Bau noch zu verhindern, wollte die GWA auf einer Sondersitzung am Montagabend erfahren. Doch daraus wurde nichts, deshalb wurde eine Bürgeranfrage im Stadtrat vorbereitet.
&bdquoIch dachte die Stadträte werden gewählt, um Beschlüsse zu fassen und darauf zu achten, dass die Beschlüsse umgesetzt werden, aber die Stadträte haben ja selbst keine Kenntnis, was hier los ist&ldquo, lederte ein Bewohner der Crucigerstraße auf der GWA-Sondersitzung am Montagabend im Nachbarschaftszentrum los.
Auf der Freifläche gegenüber seines Wohnhauses stehen seit drei Wochen Baucontainer. Fakt ist: Ein Investor bekam Anfang des Jahres von der Stadtverwaltung die Genehmigung, auf der Fläche eines ehemaligen 16-Geschossers einen Lebensmitteldiscounter mit 800 Quadratmetern Nettoverkaufsfläche zu bauen. Die Vorbehalte gegen einen weiteren Einkaufsmarkt &ndash neben jenen auf dem Hermann-Bruse-Platz, in der Silberschlag- und Thietmarstraße &ndash sind nicht neu. Doch auf die Bürgerkritik sagte Stadträtin Karin Meinecke (Die Linke): &bdquoEs gibt einen klaren Beschluss des Stadtrates, der bis heute gilt.&ldquo Im Januar 2006 hätten die Stadträte einstimmig für die Begrünung der Abrissfäche mit einem Baumhain gestimmt. Darüber setze sich die Stadt mit der Baugenehmigung hinweg, so die bereits gestern in der Volksstimme veröffentlichte Kritik von Karin Meinecke, die die Frage stellte: &bdquoWas sind Stadtratsbeschlüsse wert?&ldquo
Das Stadtplanungsamt ließ seinen Standpunkt nur schriftlich an die GWA übermitteln: Bereits in der Drucksache 0532/05 zum entsprechenden Stadtratsbeschluss sei darauf hingewiesen worden, dass die Fläche des ehemaligen 16-Geschossers Hermann-Bruse-Platz 3 im Eigentum der Wobau und kein Flächentausch mit der Stadt möglich sei. Denn bereits damals habe das kommunale Wohnungsunternehmen den Verkauf der Fläche signalisiert: &bdquoZum Zeitpunkt der Erarbeitung
der Drucksache konnte nicht zweifelsfrei festgelegt werden, ob die Fläche tatsächlich verkauft wird oder ob zu einem späteren Zeitpunkt der Entwurf komplett umgesetzt werden kann.&ldquo
Dennoch bleibt Karin Meinecke von der Fraktion Die Linke dabei: Die Stadt hätte über die neue Sachlage informieren müssen. Zumal nun am Montag auch noch mehr Hintergründe bekannt wurden. So bestätigte Rosemarie Hosang, Geschäftsstellenleiterin Nord der Wobau, den Verkauf der besagten Fläche durch ihr Unternehmen, fügte dann aber noch an: &bdquoNicht nur die Wobau hat eine Teilfläche verkauft, sondern auch die Stadt.&ldquo
Die notwendige Fläche für den Einkaufsmarkt einschließlich Parkplatz und Zufahrten beinhalte sogar drei Teilflächen. Laut &bdquoGerüchteküche&ldquo und Nachfrage beim Immobilienunternehmen durch Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß wurde die angrenzende Privatfläche des Ärztehauses vom Investor mit erworben.
Der angebliche Grundstücksverkauf der Stadt indes ließ Stadträtin Meinecke aufhorchen. Sie sei schließlich selbst Mitglied im Finanz- und Grundstücksausschuss. Und dort hätte dieser Verkauf behandelt werden müssen, so Meinecke: &bdquoIch kann mich nicht erinnern, dass im Ausschuss darüber beraten wurde.&ldquo
Fragen über Fragen. &bdquoAber wir schmoren wieder im eigenen Saft&ldquo, sagte Uschi Biedermann vom SPD-Bürgerbüro. Dabei hatte die Gemeinwesenarbeitsgruppe die Sondersitzung extra anberaumt, um mit Entscheidungsträgern der Stadt ins Gespräch zu kommen. GWA-Sprecherin Manuela Hasenfuß sagte: &bdquoEinladungen gingen an den OB, den Baubeigeordneten und an das Stadtplanungsamt.&ldquo Aufgrund einer Verfügung des Oberbürgermeisters habe der stellvertretende Baubeigeordnete Heinz-Joachim Olbricht die Vertreter der Stadt schriftlich entschuldigt.
In dem Schreiben, das auf der Sitzung im Wortlaut vorgetragen wurde, heißt es: &bdquoGemäß einer Verfügung des Oberbürgermeisters vom 8. August 2003 ist es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landeshauptstadt Magdeburg ab einer gewissen Zeit vor Wahlen grundsätzlich nicht gestattet, an Veranstaltungen Dritter, wie politischer Parteien, Abgeordneter oder Stadträten, teilzunehmen. Da im Vorfeld von Wahlen häufg auch GWA-Sitzungen als politische Bühne genutzt werden, hat der Oberbürgermeister ausdrücklich auch auf die Nicht-Teilnahme an GWA-Sitzungen hingewiesen.&ldquo Das wiederum hält CDU-Stadtrat Hubert Salzborn für &bdquoein starkes Stück&ldquo: &bdquoEs sind zwar Stadträte da, aber die GWA-Versammlung ist keine politische Veranstaltung. Die Stadtverwaltung selbst hat die GWA-Gruppen ins Leben gerufen. Dass sie jetzt nicht herkommt, fnde ich unerhört. Hier sitzen Bürger und suchen nach Lösungen, aber dazu muss die Verwaltung da sein.&ldquo
Auf einhellige Zustimmung traf Uschi Biedermanns Vorschlag: &bdquoWenn die Stadt nicht zu uns kommt, müssen wir zur Stadt gehen, um den gordischen Knoten zu durchschlagen.&ldquo Die AG traf deshalb einstimmig folgende Beschlüsse: &bdquo1. Von den Bürgern des Neustädter Feldes, vertreten durch die GWA, wird es abgelehnt, auf dem Hermann-Bruse-Platz einen Einkaufsmarkt zu errichten. 2. GWASprecherin Manuela Hasenfuß wird beauftragt, den OB in der Bürgerfragestunde der Stadtratssitzung am 30. April zu fragen: Wie kann der Wunsch der Bürger, auch unter Berücksichtigung des Magdeburger Märktekonzepts, umgesetzt und dieser Markt verhindert werden?&ldquo
Die AG Gemeinwesen Neustädter Feld tagt planmäßig wieder am 4. Mai um 18 Uhr in der Comeniusschule in der Kritzmannstraße. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.04.2009)

&bdquoStadtverwaltung negiert Ratsbeschluss&ldquo
Baugenehmigung für weiteren Einkaufsmarkt auf dem Hermann-Bruse-Platz erteilt

Stadträtin Karin Meinecke (Die Linke) hat das Vorgehen der Stadtverwaltung beim geplanten Bau eines neuen Discount-Lebensmittelmarktes auf dem Hermann-Bruse-Platz (Volksstimme berichtete) scharf kritisiert. &bdquoWas sind Stadtratsbeschlüsse wert? Diese Frage stellen sich die Einwohner im Neustädter Feld&ldquo, so die Stadträtin in einer Pressemitteilung.
Als die beiden 16-Geschosser am Hermann-Bruse-Platz abgerissen wurden, beschloss der Stadtrat im Januar 2006 die Neugestaltung des Platzes. Nun hätten Stadträte und Anwohner aus der Volksstimme erfahren, dass statt der geplanten und beschlossenen Grünanlage dort ein Einkaufsmarkt gebaut werde, kritisiert Karin Meinecke. Sie schreibt weiter: &bdquoDie Wogen in der AG Gemeinwesenarbeit schlugen hoch. Stadtrat Walter Meinecke versprach, in der drei Tage später stattf ndenden Sitzung des Bauausschusses
nachzufragen. Die Auskunft dort lautete: ,Wir haben Sie doch im Januar vorigen Jahres informiert.&lsquo Im Sitzungsprotokoll des Ausschusses vom Januar 2008 heißt es: ,Es wird über den Wunsch eines Investors, am Hermann-Bruse-Platz einen Einkaufsmarkt zu bauen, informiert. Der Ausschuss nimmt die mündliche Information zur Kenntnis.&lsquo Mehr war auch nicht nötig, denn es existiert bis heute ein eindeutiger Stadtratsbeschluss zur Neugestaltung des Platzes&ldquo, so Karin Meinecke. &bdquoDie Umsetzung oder besser Nichtumsetzung des Beschlusses sieht anders aus.&ldquo Inzwischen genehmigte die Stadt den Bauantrag eines Investors für einen Einkaufsmarkt. Damit werde der Stadtratsbeschluss durch die Stadtverwaltung negiert. Karin Meinecke schließt: Der Vorgang trage &bdquonach meiner Auffassung nicht gerade dazu bei, das Vertrauen in den Oberbürgermeister und den Stadtrat und seine Beschlüsse zu stärken&ldquo.
Für gestern Abend hatte die Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter Feld zu diesem Thema eine außerordentliche Sitzung im Nachbarschaftszentrum angesetzt. Über die Ergebnisse der Sitzung wird die Volksstimme in ihrer morgigen Ausgabe ausführlich berichten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 21.04.2009)

06.04.2009
&bdquoEs ist ignorant, dass keiner auftaucht und Auskunft gibt&ldquo
Protest gegen Neubaupläne für Einkaufsmarkt auf dem Bruseplatz in der AG Gemeinwesen:

Gegen den geplanten Neubau eines Einkaufsmarktes auf dem Hermann-Bruse-Platz auf der Fläche eines abgerissenen 16-Geschossers hagelt es weiter Proteste von Anwohnern. Inzwischen wurde bekannt, dass an einen bisher nicht öffentlich bekannten Investor am 14. Januar 2009 die Baugenehmigung für einen Lebensmitteldiscounter mit 800 Quadratmetern Nettoverkaufsfäche erteilt wurde. Die Anwohner wollen sich damit nicht abfinden.
Im voll besetzten Lokal &bdquoZur Birke&ldquo brannte am Montagabend sprichwörtlich der Baum. Auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen Neustädter Feld machten Stadtteilbewohner ihrem Ärger über die Neubaupläne für einen Lebensmitteldiscounter auf dem Hermann-Bruse-Platz Luft. Einkaufsmöglichkeiten gebe es mit dem bestehenden Einkaufsmarkt auf dem Hermann-Bruse-Platz, einem so genannten Vollversorger, sowie dem Discounter an der Silberschlagstraße genug. Anwohner pochen nun auf die ursprünglichen Pläne, die Fläche des ehemaligen 16-Geschossers unweit des Ärztehauses auf dem Hermann-Bruse-Platz mit einem Baumhain zu begrünen. So war es Anfang 2006 auch im Stadtrat beschlossen worden.
Doch das Grundstück gehörte nicht der Stadt, sondern der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg. &bdquoWenn die Wobau das Grundstück verkauft, ist das ihr gutes Recht&ldquo, sagte Stadtrat Walter Meinecke (Die Linke). Für die Anwohner ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt den Bau eines weiteren Lebensmittelmarktes genehmigt hat. In der GWASitzung war trotz Einladung auch kein Vertreter der Stadt anwesend. &bdquoEs ist ignorant, dass keiner hier auftaucht, um uns Auskunft zu geben&ldquo, so der Kommentar eines Besuchers. Dabei handele es sich um eine Fläche von &bdquogroßem öffentlichen Interesse&ldquo.
Die Stadtverwaltung hatte übermitteln lassen, dass für einen Lebensmitteldiscounter mit 800 Quadratmetern Nettoverkaufsfäche am 14. Januar 2009 die Baugenehmigung erteilt wurde. Das Vorhaben sei auch anhand der Vorgaben aus dem Magdeburger Märktekonzept geprüft worden. Demnach halte die Stadt den Neubau für zulässig, da im Bereich des Stadtteilzentrums Hermann-Bruse-Platz neben dem Vollversorger noch kein Discounter bestehe, so die Argumentation. Der Investor hat nun drei Jahre Zeit, das Vorhaben umzusetzen. Baucontainer stehen jedoch bereits seit der Vorwoche auf der Fläche. Genau damit wollen sich Bewohner des Stadtteils aber nicht abfnden. Auch Uschi Biedermann vom SPD-Bürgerbüro sagte: &bdquoWir sollten deutlich machen, dass die GWA gegen die Bebauung mit Einzelhandel und für die Grünfäche ist.&ldquo Walter Meinecke (Die Linke) sagte, er werde das Thema am heutigen Donnerstag im Bauausschuss zur Sprache bringen. Die AG Gemeinwesen hat für den 20. April um 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, eine öffentliche Sondersitzung zu dem Thema angesetzt und will dazu erneut Vertreter der Stadtverwaltung einladen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.04.2009)



Im Lokal &bdquoZur Birke&ldquo machten am Montagabend Stadtteilbewohner auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen ihrem Ärger über den geplanten Neubau eines Einkaufsmarktes Luft. GWA-Sprecherin Manuela Hasenfuß (r. stehend) notierte sich die Beschwerden. Foto: R. Richter

02.03.2009
GWA Neustädter Feld bekennt Farbe
Manuela Hasenfuß in Neuwahl als Sprecherin bestätigt / Kandidatur an Bekenntnis zum Nachbarschaftszentrum geknüpft

Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter Feld hat am Montagabend Manuela Hasenfuß einstimmig als Sprecherin wiedergewählt. Die hauptamtliche Stadtteilmanagerin im &bdquoFeld&ldquo hat den zusätzlichen ehrenamtlichen Posten seit 2003 inne. Die Neuwahl, für die es keinen vorgeschriebenen Turnus gibt, hatte sie selbst &bdquoangezettelt&ldquo und ihre erneute Kandidatur nicht zuletzt mit einem Bekenntnis zum Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld verknüpft.
Eine reine Formalie, mehr versprach er auf dem Papier nicht, der letzte Tagesordnungspunkt der GWA-Sitzung am Montagabend im Jugendklub &bdquoRolle 23&ldquo: &bdquoGWA-Sprecherwahl&ldquo. Amtsinhaberin Manuela Hasenfuß fungiert seit sechs Jahren mehr als unumstritten und stellte sich wieder dem Votum. Gegenkandidaten: Fehlanzeige. Das wirft die Frage nach dem Warum auf. Immerhin gibt es keinen vorgeschriebenen Turnus für die Sprecherwahl. Jede GWA-Gruppe verfährt in ihrem Stadtteil nach Gutdünken. Nach sechs Jahren die &bdquoVertrauensfrage&ldquo zu stellen, erscheint zwar durchaus angemessen, doch die kurze &bdquoBewerbungsrede&ldquo verriet tatsächlich etwas mehr.

In erster Linie die Sorge um das 2004 eröffnete Nachbarschaftszentrum in der Othrichstraße. Von Manuela Hasenfuß selbst initiiert, betreibt seit 2006 der Bürgerverein Neustädter Feld das Haus. Seit 2007 fördert das Bundesfamilienministerium die Einrichtung als Mehrgenerationenhaus mit jährlich 40 000 Euro, planmäßig bis 2012.
Erst Mittwoch vergangener Woche sorgte der Besuch von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Nachbarschaftszentrum für positive Schlagzeilen und Rückenwind für den Bürgerverein. Dem Verein um Vorsitzenden Rex Löwe bereitet die dauerhafte personelle Ausstattung des Hauses mit seinen von Langzeitarbeitslosen ehrenamtlich aufgebauten Angeboten der Nachbarschaftshilfe Sorgen.
Wie berichtetet, benötigt der Verein, der selbst von der Bundesförderung 20 000 Euro pro Jahr für Personalkosten einbringen möchte, zusätzliche Fördermittel, um Jobs schaffen zu können. Mit einem festen Team möchte er dem großen Ziel, der Gründung einer Stadtteilgenossenschaft, näher kommen.
Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sagte in der Vorwoche beim Besuch der Ministerin Hilfe der Stadt zu, die dabei auf das Bundesprogramm &bdquoKommunal-Kombi&ldquo setze. &bdquoEin sehr positives Signal&ldquo, sagte Manuela Hasenfuß Nun gehe es darum, dass auch tatsächlich jene langzeitarbeitslosen Frauen und Männer aus dem Neustädter Feld, die das Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich aufgebaut haben und derzeit am Leben erhalten, in Form einer Anstellung ab Ende des Jahres davon profitieren. Hier herrscht offenbar noch Skepsis.
In die Bemühungen des Vereins wolle sie sich stark einbringen, sich dafür von der Gemeinwesenarbeitsgruppe die Rückendeckung holen, so Manuela Hasenfuß. &bdquoIch verbinde damit die Botschaft an den Bürgerverein, dass er nicht allein gelassen wird und sich der Unterstützung der GWA sicher sein kann&ldquo, sagte sie im Nachgang auf Volksstimme-Nachfrage.
Vor der Abstimmung betonte Manuela Hasenfuß außerdem, dass sie an der bisherigen Arbeitsweise als GWA-Sprecherin festhalten wolle, bei Anfragen und Problemen Ansprechpartner aus den jeweils zuständigen Ämtern und Fachbereichen der Stadtverwaltung zu den GWA-Sitzungen einzuladen. Nichts Ungewöhnliches in den GWA-Gruppen. Auf Nachfrage zum Hintergrund dieses Punktes ihrer Rede sagte Manuela Hasenfuß der Volksstimme lediglich, diese Arbeitsweise habe sich bewährt und sei bisher positiv für den Stadtteil gewesen. &bdquoSo können wir konstruktiv an schnellen Problemlösungen arbeiten.&ldquo Auch dafür bekam Manuela Hasenfuß von den GWA-Mitgliedern in Form der einstimmigen Wiederwahl als GWA-Sprecherin die Unterstützung. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.03.2009)

25.02.2009
Von der Leyen: Jung und Alt müssen aufeinander zugehen
Bundesfamilienministerin besuchte geförderte Projekte in Sachsen-Anhalt

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern ( 25.02.2009 ) in Magdeburg junge und alte Menschen aufgefordert, mehr aufeinanderzuzugehen. Beide Seiten könnten voneinander profitieren, sagte sie bei einem Besuch des Nachbarschaftszentrums im Stadtteil Neustädter Feld, das als eines von 500 &bdquoMehrgenerationenhäusern&ldquo in Deutschland vom Bund gefördert wird.
Senioren könnten Jugendlichen beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen helfen, sagte die Ministerin. &bdquoDie Weisheit der Älteren&ldquo sei noch immer gefragt. Im Gegenzug könnten junge Menschen den älteren etwa die Funktion von Handys oder die Nutzung des Internets erklären. Mit den Mehrgenerationenhäusern würden Räume dafür geschaffen, dass &bdquoJung und Alt zusammenstehen&ldquo, sagte von der Leyen, die anschließend auch das ebenfalls geförderte Familienzentrum Färberhof in Stendal besuchte. Der Bund fördert in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt bis 2012 mindestens einen solchen Treffpunkt mit 40 000 Euro pro Jahr. In Sachsen-Anhalt gibt es 25 Projekte.
Das Nachbarschaftszentrum in Magdeburg ist der soziale Mittelpunkt des von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägten Stadtteils mit rund 10 000 Einwohnern. Dort laufen Veranstaltungen wie Kinder- und Seniorennachmittage oder Tanz- und Sprachkurse. Zudem leistet die Einrichtung Nachbarschaftshilfe: Mitarbeiter machen kleine Reparaturen für Senioren oder gehen mit ihnen einkaufen.
Das Zentrum wurde 2004 von Stadtteilbewohnern in einem leerstehenden Jugendclub in Eigenregie aufgebaut. Seit 2006 wird es von einem Bürgerverein getragen. Zurzeit gibt es ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter, die meisten von ihnen Langzeitarbeitslose.
&bdquoBeim Personal liegt unser großes Problem&ldquo, sagte Vereinsvorsitzender Rex Löwe. Nach Angaben von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß konnte die Bundesförderung bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Die 20 000 Euro, die jährlich für Personalkosten vorgesehen seien, würden ohne entsprechende kommunale Hilfe nicht ausreichen.
Löwes Hoffnung liegt nun auf dem Bundesprogramm Kommunal-Kombi, das Arbeitsplätze in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit fördert. Ab November könnte auch das Nachbarschaftszentrum davon prof tieren. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) gab gestern ein klares Bekenntnis zu dem Haus ab: Es gebe älteren Menschen das notwendige Gefühl, dass auch jüngere für sie da seien.Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 26.02.2009)



GWA-Sprecherin und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß (2.v.l.) mit Bürgervereinschef Rex Löwe, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Stadtrat Hubert Salzborn, Bundestagsmitglied Bernd Heynemann und Oberbürgermeister Lutz Trümper (v.l.) vor dem Nachbarschaftszentrum.

30.12.2008
Jahresrückblick der GWA-Gruppe Neustädter Feld - &bdquoEigene Identität entwickelt&ldquo

Auch in diesem Jahr blickt die Volksstimme wieder gemeinsam mit den Gemeinwesengruppen, den ehrenamtlichen Stadtteilgremien, auf ihre Arbeit zurück. Heute: Der Rückblick der Gruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld. Mit Sprecherin Manuela Hasenfuß sprach Ariane Budberg.
Volksstimme:
Welche Ziele hatte Ihre Gemeinwesen-Gruppe 2008 im Stadtteil?
Manuela Hasenfuß:
Die GWA-Arbeit sollte wie bisher fortgesetzt werden, damit Themen und Probleme im Neustädter Feld demokratisch angegangen werden konnten. Wir wollten die Themen aufgreifen und bearbeiten, die man uns meldet. Außerdem wollten wir die Stadtteilarbeit transparenter gestalten und den Bürgern im Neustädter Feld einen besseren Zugang dazu bieten. Außerdem wollten wir die Jugendlichen mehr in die Stadtteilarbeit einbeziehen.
Volksstimme:
Welche der Ziele wurden erreicht, welche vertagt?
Manuela Hasenfuß:
Erreicht werden konnte zum Beispiel die gemeinsame Organisation des Stadtteilfestes Anfang September mit der feierlichen Enthüllung des Stadtteillogos auf dem Hermann-Bruse-Platz durch den Oberbürgermeister Lutz Trümper. Noch offen sind die Errichtung eines Jugendfreilufttreffs im Stadtteil, die Etablierung des Kinderschachzentrums des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt in der ehemaligen Apotheke am Hermann-Bruse-Platz sowie die Nachnutzung und damit Belebung der Leerstandsgewerbezeile am Bruseplatz.
Volksstimme:
Was war besonders positiv an der Arbeit im Stadtteil 2008?
Manuela Hasenfuß:
Das war eindeutig die unbürokratische, lösungsorientierte Zusammenarbeit der Mitglieder der Arbeitsgruppe.
Volksstimme:
Welche negativen Aspekte fallen Ihnen zur Arbeit 2008 ein, was kann verbessert werden?
Manuela Hasenfuß:
Unsere Arbeit untereinander funktioniert schon ganz gut. Wir würden uns für 2009 aber wünschen,dass die Stadtverwaltung ihre Kommunikation und Information an die Gemeinwesengruppen immer frühzeitig gestaltet.
Volksstimme:
Welche Pläne gibt es für 2009 in der Stadtteilarbeit im Neustädter Feld?
Manuela Hasenfuß:
Konkrete Zielstellungen werden wir erst gemeinsam in der Januar-Sitzung festlegen, aber wir wollen weiterhin eine basisdemokratische Arbeitsweise mit transparenten Entscheidungsprozessen bieten, damit sich viele Bürger aus dem Stadtteil an der Arbeit im Gemeinwesen beteiligen.
Volksstimme:
Welches Fazit ziehen Sie persönlich?
Manuela Hasenfuß:
Persönlich habe ich als positiv und auch sehr angenehm empfunden, dass die Mitglieder der Arbeitsgruppe Neustädter Feld als Gremium eine eigene Identität entwickelt haben, viele beteiligen sich schon. Die Tagesordnungen der Sitzungen waren immer voll, was dafür spricht, dass die GWA Neustädter Feld ein anerkanntes Gremium für die Belange u. Interessen des Stadtteils geworden ist. (Quelle: Volksstimme vom 30.12.2008) Von Ariane Budberg

04.01.2008
Das haben die Stadtteile im neuen Jahr zu bieten
Rückblick der Gemeinwesenarbeit auf das vergangene Jahr in ihrem Bereich

Die öffentliche Sport- und Freizeitanlage Othrichstraße und der Einsatz für den Erhalt des Nachbarschaftszentrums wurden im vergangenen Jahr ausgiebig besprochen. Unsere GWA konnte Einfluss auf einzelne kommunalpolitische Entscheidungen der Stadtteilentwicklung ausüben. Sie hat sich zu einem basisdemokratischen Stadtteilgremium entwickelt.
Die Aufgabenverteilung und -wahrnehmung bei der Organisation von Gemeinwesenaufgaben muss verbessert werden, ebenso wie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung. Die Planung von öffentlichen Aufenthaltsplätzen für Jugendliche steht an. Die Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit als basisdemokratisches Stadtteilgremium mit Mitspracherecht soll fortgeführt werden. (Quelle: Volksstimme vom 04.01.2007)

04.08.2007
GWA gibt Geld für Stadtteilarbeit frei - Vereine und Einrichtungen im &bdquoFeld&ldquo erhalten Zuschüsse
Geld aus dem Initiativfonds der Stadt für die Stadtteilarbeit hat die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) bewilligt. Der Jugendklub &bdquoBauarbeiter&ldquo soll 500 Euro für eine mobile Halfpipe für die Skateranlage bekommen. Der Siedlerverein &bdquoBirkenweiler&ldquo kann mit 200 Euro für eine &bdquogenerationsverbindende Weihnachtsfeier&ldquo rechnen. Um den Halloweenumzug mit Blasorchester zu finanzieren, bekommt der Bürgerverein &bdquoNeustädter Feld&ldquo einen Zuschuss von 250 Euro. Für das Stadtteilfest am 1. September bekam der Bürgerverein 950 Euro für das Kulturprogramm und weitere 200 Euro für die Finanzierung der Musikanlage zugesprochen. Damit sind 2100 der 2560 Euro verplant, die für das &bdquoFeld&ldquo zur Verfügung stehen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2007)

15.06.2007
2560 Euro stehen jeder Arbeitsgruppe Gemeinwesen zur Verfügung

Magdeburgs Arbeitsgruppe Gemeinwesen (GWA) hat wieder Geld. Claudia Ziegler, Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit in der Stadt, informierte die Sprecher, dass &bdquoOberbürgermeister Dr. Trümper seine Verfügung zur Haushaltssperre aufgehoben hat. Damit ist der Initiativfonds Gemeinwesenarbeit in voller Höhe freigegeben, das heißt, je Arbeitsgruppe stehen 2 560 Euro zur Verfügung, die aber nicht zwingend ausgegeben werden müssen&ldquo, sagt sie.
Wolfgang Wähnelt, Sprecher der GWA Alte Neustadt, freut das. Wie das Geld im Stadtteil eingesetzt werden kann, soll auf der Sitzung am 17. Juli im Lokschuppen der Eisenbahnfreunde am Handelshafen beraten werden. &bdquoGefragt sind sinnvolle Projekte, die den Zielen der Förderrichtlinie zum Initiativfonds entsprechen. In einigen Arbeitsgruppen wurde bereits über Projekte abgestimmt&ldquo, sagt Claudia Ziegler.
Da, wo noch nichts entschieden wurde, sollte das nachgeholt werden. &bdquoAlle Projektanträge sollten schnellstmöglich bei mir eingereicht werden, da die Möglichkeit einer erneuten Haushaltssperre nach dem 30. September besteht&ldquo, informiert sie die GWA-Sprecher.
Anträge, die bereits abgelehnt wurden, die Projekte aber noch stattfinden werden, müssen nicht neu gestellt werden. &bdquoDie Ablehnung wird meinerseits widerrufen und der Antrag dann bewilligt&ldquo, sagt Claudia Ziegler.
(Quelle: Volksstimme vom 15.06.2007)

06.06.2007
Haushaltssperre gefährdet nun auch viele Aktionen der AG Gemeinwesen
&bdquoWann wird der Haushalt endlich freigegeben?&ldquo fragen sich die Mitglieder der 20 AG Gemeinwesen jeden Tag. Ihnen rennt die Zeit davon, denn die meisten Stadtteilfeste finden in den nächsten Wochen statt. Doch ohne die fest eingeplanten Mittel aus dem Gemeinwesenfonds fehlt den meisten Aktionen vor Ort die besondere Attraktion.
Salbke. &bdquoWir würden zu unserem Stadtteilfest am 30. Juni so gern eine Blaskapelle engagieren, die zwischen dem Festgelände Gröninger Bad und dem Lesezeichen-Projekt am Salbker Anger hin und her läuft. Doch ohne Geld aus dem GWA-Fonds kann sich unser Bürgerverein die Kapelle nicht leisten.&ldquo So wie Hannelore Böckelmann, Sprecherin der GWA Fermersleben, Salbke, Westerhüsen, geht es vielen Gemeinwesen-Engagierten. Überall in den 20 Gruppen stehen die liebevoll vorbereiteten Stadtteilfeste auf der Kippe.
Grund der großen Unsicherheit darüber, ob sie in diesem Jahr überhaupt noch finanzielle Unterstützung aus dem Gemeinwesenfonds bekommen, ist die verhängte Haushaltssperre. Wann ist das Landesverwaltungsamt endlich fertig mit der Prüfung? Wann kann Oberbürgermeister Lutz Trümper endlich den Haushalt freigeben? Niemand weiß es, und deshalb hängen auch die AG Gemeinwesen völlig in der Luft.
Bisher standen jeder der 20 Arbeitsgruppen jährlich 2560 Euro für Aktionen im Stadtteil zur Verfügung. Der Stadtrat hat diesen Fonds für 2007 trotz einer langen Liste von Sparbeschlüssen unberührt gelassen. Aus gutem Grund, denn nirgendwo sonst potenziert sich vergleichsweise wenig Geld zu einem so großen Nutzen für ein lebens- und liebenswertes Magdeburg. Die ehrenamtlich Engagierten in den GWA organisieren ihre Veranstaltungen überwiegend ohnehin kostenneutral. Entweder stellen sie sich selber hinter Bratwurststände oder Bühnen, betteln Firmen an, kostenlos eine Bühne aufzustellen oder Bierzeltgarnituren auszuleihen. Doch wenn ein Clown auftreten, eine Diskothek oder eine Blaskapelle das Publikum unterhalten soll, wenn Bastelmaterial für die Malstraße gebraucht wird, sind ein paar Euro einfach nötig.
&bdquoWir sitzen wie auf Kohlen&ldquo, sagt Astrid Pierau, Sprecherin der Sudenburger GWA. Das Sudenburger Straßenfest (14. Juli) steht vor der Tür &ndash aber es fehlt Geld für den Straßenlauf. Auch der Graffiti-Wettbewerb für das beschmierte Trafohäuschen auf dem Spielplatz Wormser Platz liegt wegen fehlender 250 Euro seit Monaten auf Eis.
Noch schlimmer ergeht es der GWA Neu-Olvenstedt, die am Sonnabend ein Blütenfest veranstaltet. Auch hier gibt es noch keine Zusage für Mittel aus dem GWA-Fonds. Das Fest wird sicher trotzdem stattfinden, aber das kulturelle Rahmenprogramm wird dürftiger als bisher sein. Keine einzige GWA kann derzeit für das Stadtteilfest einen Künstler fest engagieren. Alle warten auf die erlösende Botschaft, dass der städtische Haushalt endlich freigegeben wird.
Doch auf diesen Tag sollten sich die Arbeitsgruppen unbedingt vorbereiten, rät Claudia Ziegler, im Jugendamt zuständig für den GWA-Fonds: &bdquoZwar gibt es bis zur Haushaltsfreigabe keinen Zuwendungsbescheid, aber wenn es so weit ist, müssen die Anträge umgehend bei mir eingereicht werden.&ldquo Voraussetzung für die Auszahlung der Mittel aber ist, dass die Aktivitäten in den AG Gemeinwesen vorgestellt, diskutiert und beschlossen worden sind. Claudia Ziegler: &bdquoDieser Beschluss muss zwingend im Protokoll vermerkt sein.&ldquo
Rückwirkend werde es kein Geld geben, betont Claudia Ziegler außerdem: &bdquoFür Veranstaltungen, die vor der Haushaltsfreigabe stattgefunden haben, gibt es keinen Euro. Auch wenn es dafür Beschlüsse der GWA-Gruppe, Rechnungen und Anträge gibt.&ldquo
Und so müssen überall in Magdeburgs Stadtteilen die Engagierten in den GWA-Gruppen hoffen und bangen, dass sie ihr Stadtteilfest möglichst so terminiert haben, dass es erst nach der Haushaltsfreigabe stattfindet. Zwar hoffen alle, dass dies zum 1. Juli erfolgt, doch niemand im Rathaus will dafür eine Garantie geben. Claudia Ziegler: &bdquoIch hoffe im Interesse der GWA-Gruppen jeden Tag auf diese erlösende Nachricht.&ldquo
Der bündnisgrüne Stadtrat Alfred Westphal hatte auf der Sitzung der GWA Salbke in der Vorwoche für zusätzliche Verunsicherung gesorgt. Er glaubt, aus Aussagen des Oberbürgermeisters herausgehört zu haben, dass der den GWA-Fonds für 2007 mit der Begründung halbieren wolle, dass die erste Jahreshälfte ja inzwischen vorbei sei. Westphal: &bdquoIch kann den GWA-Gruppen nur empfehlen, dem OB in Briefen zu erklären, dass der Schwerpunkt ihrer Veranstaltungstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte liegt und sie somit den gesamten Jahrsesetat von 2560 Euro pro Gruppe brauchen.&ldquo
Diese Briefe können sich die GWA-Gruppen sparen, denn auf Volksstimme-Nachfrage beteuerte gestern Christian Ruddies, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters: &bdquoDas muss Herr Westphal falsch interpretiert haben. Der OB geht davon aus, dass nach erfolgter Haushaltsfreigabe der gesamte GWA-Titel zur Verfügung steht. Dies allerdings vorbehaltlich möglicher weiterer Auflagen des Landesverwaltungsamtes.&ldquo
Sollte es diese nicht geben, könnten die 20 GWA-Gruppen ihren Gesamtjahresetat noch beantragen. Allerdings appelliert Christian Ruddies auch an die GWA-Gruppen, &bdquonun nicht krampfhaft Sachen zu erfinden, um das Geld bis auf den letzten Cent auszuschöpfen&ldquo. Gespart werden müsse schließlich auch im zweiten Halbjahr kräftig.
Von Jens-Uwe Jahns (Quelle: Volksstimme vom 06.06.2007)

02.03.2007
Geld für Gemeinwesen-Arbeit auf der Streichliste
Initiativfonds ist in Gefahr &ndash und manche Aktivität im Stadtteil
Mitte (ast). Über 2500 Euro sollten jeder Arbeitsgruppe Gemeinwesen (GWA) in Magdeburg für Aktionen in den Stadtteilen in diesem Jahr durch den Initiativfonds der Verwaltung bereit gestellt werden. Doch kommt das Geld auch tatsächlich an? Claudia Ziegler, Koordinatorin Gemeinwesenarbeit der Stadt Magdeburg, warnte die Sprecher der 20 Gemeinwesen-Gruppen jetzt schon vor: Der Fonds werde wahrscheinlich gestrichen für 2007.
Grund: Das Land hat die Einnahmen der Landeshauptstadt für das aktuelle Haushaltsjahr um ca. 16,6 Millionen Euro gekürzt und angeordnet, dass Magdeburg diese Einnahmeverluste kurzfristig ausgleichen soll. (Volksstimme berichtete.) &bdquoDieser Anordnung muss die Landeshauptstadt Magdeburg Folge leisten. Der Initiativfonds Gemeinwesenarbeit ist zum Ausgleich der Einnahmeverluste vorgesehen&ldquo, kündigte Claudia Ziegler den Sprechern an.
&bdquoDaraus ergibt sich, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Bescheidung vorgenommen werden kann. Für alle Projekte, die vor dem Inkrafttreten der Haushaltssatzung beabsichtigt sind, ist eine Finanzierung ausgeschlossen&ldquo, sagte sie. Mit der Stadtratsentscheidung zur Zustimmung der kommunalaufsichtlichen Entscheidungen des Landesverwaltungsamtes sei es möglich, dass der Initiativfonds Gemeinwesenarbeit ab 2007 als freiwillige Leistung der Landeshauptstadt Magdeburg gänzlich entfällt. Am Montag treffen sich die Sprecher der Arbeitsgruppen im Rathaus zur Beratung.
Wolfgang Wähnelt, Grünen-Stadtrat und Sprecher der GWA Alte Neustadt, hofft, dass &bdquowir gegebenenfalls andere Finanzierungsquellen erschließen können, zum Beispiel durch Sponsoring von im Gebiet ansässigen Firmen.&ldquo Betroffen ist von der bisher noch kurzfristigen Sperrung des Initiativfonds u.a. der Osterspaziergang durch den Nordpark. Immerhin muss das Bastelmaterial bezahlt werden, aus dem die Kinder aus Alte Neustadt eine bunte Dekoration für den Park zaubern wollten.
Jürgen Canehl, SPD-Stadtrat, Vorsitzender des Bürgervereins Stadtfeld und Sprecher der GWA Stadtfeld, möchte nicht, dass der Zuschuss zur lebendigen Stadtteilarbeit in diesem Jahr ausfällt. &bdquoVielleicht kommt der Initiativsfonds nie wieder, wenn er einmal weggefallen ist&ldquo, fürchtete er. Immerhin: Der Floh- und Trödelmarkt &bdquoKlimbim&ldquo, den der Bürgerverein im Mai organisieren will, trägt sich inzwischen finanziell selbst. &bdquoHier bräuchten wir kein Geld aus dem Fonds&ldquo, sagte Canehl. (Quelle: Volksstimme vom 02.03.2007)

04.01.2007
AG Gemeinwesen Neustädter Feld konnte 2006 viel bewegen - Erfolg gibt dem Stadtteilgremium Recht

Die AG Gemeinwesen im Neustädter Feld startet am 22. Januar ins neue Jahr (18 Uhr, Nachbarschaftszentrum). Den engagierten Stadtteilbewohnern, Vereinen und Einrichtungen muss vor den anstehenden Aufgaben und Problemen nicht bange sein &ndash das gerade abgelaufene Jahr 2006 hat in beeindruckender Weise gezeigt, was erreicht werden kann, wenn die Stadtteilbewohner das Gremium für sich nutzen.
&bdquoDie Gemeinwesenarbeit im Stadtteil war 2006 sehr lebendig&ldquo, sagt Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß (organisiert und leitet die Versammlungen): &bdquoEs gab insgesamt neun Versammlungen &ndash so viele wie noch nie! Doch mein persönliches Empfinden: 2006 gab es kein ,Augenrollen&lsquo beim Stichwort GWA-Versammlung. Die Arbeitsgruppe hat erfolgreich und ergebnisorientiert gearbeitet!&ldquo Das sehen auch andere Teilnehmer der Runde so. So resümierte die Kindertagesstätte &bdquoBussi-Bär&ldquo für sich: &bdquoDie Arbeitsgruppe konnte in diesem Jahr einiges erreichen &ndash es hat was gebracht.&ldquo Tatsächlich wurde in der Gruppe, die ihre Treffen im Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße hatte, zuweilen sehr beherzt gestritten und protestiert. Einige Beispiele:

Zoff um die Grundschule &bdquoAm Bördegarten&ldquo. Der Elternrat fühlt sich vom Schulverwaltungsamt schlecht informiert und hintergangen. Grund: Trotz vorheriger Infos aus dem Amt wird für den Sommer 2006 plötzlich die Aufgabe des Schulstandorts Othrichstraße und ein Umzug in die Kritzmannstraße verordnet. Dort finden die Eltern teils katastrophale Zustände vor, melden in der AG Gemeinwesen Renovierungsbedarf an. Schulamtschef Jens Krüger steht beim Besuch der AG Gemeinwesen Ende Februar im Kreuzfeuer der Kritik.

Ergebnis: Rechtzeitig vor dem Umzug werden mithilfe von Sponsoren u.a. Sanitäranlagen erneuert. Die Eltern sind bereit, selbst zuzupacken. Der Elternrat organisiert mit freiwilligen Helfern aus dem Stadtteil Renovierungswochenenden.

Kritik bekommen auch die MVB ab. Besucher der AG Gemeinwesen bemängeln, dass nach einer Fahrplanumstellung die Busse selbst an Wochentagen vormittags nur noch im 20-Minuten-Takt fahren. Die Innenstadtanbindung via Bahnlinie 1 sei wegen Abstimmungsproblemen der MVB stets mit langen Wartezeiten beim Umsteigen verbunden.

Ergebnis: MVB-Betriebsleiter Pitt Friedrichs verteidigt die Reduzierung, verspricht aber, Beschwerden zur Linie 1 prüfen zu lassen.

Im März machen Anwohner der Lerchenwuhne mobil. Die von der Stadtverwaltung geplante Umbenennung des Nordabschnitts in Tangermünder Straße sorgt für helle Aufregung. Die Anwohner warnen vor unnötigen Kosten wegen Ummeldungen, neuen Schildern und einer Haltestellenumbenennung (laut MVB allein rund 53 000 Euro).

Ergebnis: Der Stadtrat stoppt die Umbenennung.

Die Wobau will das Hochhaus Rathmannstraße 4 sprengen und ruft damit den Unmut von Anwohnern hervor. Im Juli protestieren 60 Besucher im Nachbarschaftszentrum. Die Eigentümer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen im Umfeld befürchten trotz Unbedenklichkeitserklärung eines Planungsbüros an ihren Häusern Schäden.

Ergebnis: Die Wobau sagt die Sprengung ab, lässt den 16-Geschosser auf herkömmliche Weise abtragen.

Vandalismus und Lärm durch Jugendliche im Neustädter Feld &ndash darüber diskutiert die AG Gemeinwesen im September. Für Aufregung sorgen u.a. Einbrüche und Zerstörungen in der Comeniusschule und im leeren Schulkomplex Othrichstraße.

Ergebnis: Der Leiter des Jugendclubs &bdquoBauarbeiter&ldquo, Frank Bentenschneider, Monique Bartsch vom Jugendclub &bdquoRolle 23&ldquo, Streetworker Holger Schmidt und der Kontaktbeamte der Polizei, Klaus Linke, bilden einen Arbeitskreis, um Vorschläge für die Jugendarbeit mit den Straßencliquen zu erarbeiten. Das Thema ist nach wie vor aktuell.

Ende Oktober verschweißt das Kommunale Gebäudemanagement die Tore zum öffentlichen Sportplatz Othrichstraße. In der November-Sitzung der AG Gemeinwesen regt sich Protest. Das Problem: Nach dem Wegzug der Grundschule, über die der Platz zuvor mitverwaltet wurde, gibt es keine Betreuung mehr.

Ergebnis: Inzwischen interessieren sich mit dem BSV 93 und der SG Handwerk zwei Sportvereine für die Trägerschaft. Sportamtschef Jens Krüger selbst brachte eine solche Lösung ins Spiel. Zu klären ist die Finanzierung &ndash das Thema bleibt 2007 aktuell.

Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.01.2007)

05.10.2006
Einheitsbrei am Tag der Einheit - Die langweilige Präsentation der GWA-Gruppen in der Johanniskirche war vorhersehbar
Die 20 Magdeburger Arbeitsgemeinschaften Gemeinwesen (GWA) präsentierten sich und ihre Arbeit beim Rathausfest am Tag der Deutschen Einheit in der Johanniskirche. Der von der Stadt gewünschte &bdquoEinheitsauftritt&ldquo aber dürfte nicht gerade dafür gesorgt haben, dass das Interesse an ehrenamtlicher Stadtteilarbeit rapide wächst.
Bereits Wochen vor der GWAPräsentation in der Johanniskirche hatte es in den Gruppen in Süden der Stadt rumort. So monierte die AG aus Sudenburg/Lemsdorf, dass die von der Stadt vorgeschriebene Einheitlichkeit der Plakate zwangsläufig zu einer drögen Langeweile für den Betrachter führen müsse. In der AG Hopfengarten/Leipziger Straße war es sogar zu einem Eklat gekommen, weil die Stadt für die Aufsteller 50 Euro von jeder Gruppe haben wollte. Angesichts dieser heftigen Proteste, die von CDU-Stadträten unterstützt wurden, lenkte das Jugendamt ein und organisierte in letzter Minute Gratis-Aufsteller von der Stadtsparkasse.
Wer am vergangenen Dienstag die Ausstellung in der Johanniskirche besuchte, dürfte enttäuscht worden sein. Denn die statischen Vorgaben zur Plakatgestaltung führten tatsächlich zu jener Langeweile, die die Sudenburger und Lemsdorfer befürchtet hatten. Auch beim zweistündigen Volksstimme-Besuch in der Kirche interessierte sich nur ein einziger Elbestädter für die wahrlich eintönige Plakatwand.
Hätten sich nicht Selbsthilfegruppe und Vereine ebenfalls in der Johanniskirche präsentiert (im Übrigen um Klassen ideenvoller und liebevoller), wäre die Ausstellung zum &bdquoTag der deutschen Einheit&ldquo zu einem heftigen Reinfall geworden &ndash kein Wunder, Einheitsbrei hat noch nie fasziniert. Von Jens-Uwe Jahns
(Quelle: Volksstimme vom 05.10.2006)



Zwei Stunden lang beobachtete die Volksstimme die Präsentation der 20 GWA-Gruppen in der Johanniskirche. In dieser Zeit interessierte sich nur eine Besucherin für die Einheitsplakate. Foto: J.-U. Jahns

11.09.2006
Bundesprogramm &bdquoMehrgenerationenhäuser&ldquo / Votum der AG Gemeinwesen:
Nachbarschaftszentrum soll sich um Förderung bewerben

Die AG Gemeinwesen Neustädter Feld hat sich am Montag mit der Frage befasst, ob das Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße sich mit einem Konzept am Modellprogramm &bdquoMehrgenerationenhäuser&ldquo der Bundesregierung bewerben soll. Lange diskutiert wurde darüber nicht, das einstimmige &bdquoJa&ldquo der Gruppe kam schnell zu Stande.
Das Programm sieht vor, in jeder größeren Kommune oder Gemeinde bis 2010 bundesweit insgesamt 439 Mehrgenerationenhäuser über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt 200 000 Euro zu fördern.
Diskussionsstimmung wollte unter den Mitgliedern der AG Gemeinwesen Neustädter Feld nicht wirklich aufkommen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Bischoff erklärte, dass aus seiner Sicht das Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld beste Konzeptvoraussetzungen für ein Mehrgenerationenhaus erfüllt und er eine Antragstellung befürworten würde.
Auch der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Mewes (Linkspartei.PDS), Gerhard Häusler, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands &bdquoAm Neustädter Feld&ldquo und Stadträtin Karin Meinecke (Linkspartei. PDS) erklärten, dass die Diskussion über eine Antragstellung überhaupt nicht zu führen sei, sondern klar mit Ja&ldquo zu beantworten wäre. Die dennoch gestartete Abstimmung ergab ein klares Ergebnis mit 25:0 Stimmen für eine Bewerbung. In der dann doch noch aufkommenden Debatte auch bezüglich Objektvoraussetzungen und notwendigen Sanierungs- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen wurde Kamran Ardalan als Vertreter des Stadtplanungsamtes durch die AG Gemeinwesen beauftragt, das Vorhaben &bdquoMehrgenerationenhaus&ldquo in den Förderantrag des Programms &bdquoSoziale Stadt&ldquo für das Neustädter Feld mit aufzunehmen.
Bereits bis zum 20. September muss das Bewerbungskonzept an das Bundesministerium geschickt werden. Auf Grund der knappen Zeit wurden noch am gleichen Abend durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Termine zur Erarbeitung vereinbart. Von Robert Richter

(Quelle: Volksstimme vom 14.09.2006)


Infos über das Bundesaktionsprogramm &bdquoMehrgenerationenhäuser&ldquo

Info:
http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/Familie/mehrgenerationenhaeuser.html

10.01.2005
Seit mehr als sieben Jahren kümmern sich die Arbeitsgruppen der Gemeinwesenarbeit (GWA) in Magdeburg um die Belange der Bürger vor Ort und Höhepunkte im Stadtteilleben. Die Arbeitsgruppen sollen die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Stadtteilen effektiver gestalten. Neu gegründet wurde im vergangenen Jahr die GWAGruppe Beyendorf, so dass die fünf Sozialzentren der Stadt insgesamt 18 Arbeitsgruppen betreuen. In den Gruppen treffen sich Bürger, die im Stadtteil etwas gestalten wollen, Vertreter von Vereinen und Initiativen sowie Mitarbeiter zahlreicher Ämter. Neben der Vorbereitung kultureller Ereignisse kommen dabei oft Probleme auf den Tisch, die die Stadtteilbewohner bewegen.

Die Volksstimme befragte unsere Stadtteilmanagerin Frau Hasenfuß zu Ergebnissen der GWA-Arbeit im Jahr 2004 und Plänen für 2005 im Stadtteil Neustädter Feld. Alle Stadtteil-Umfragen kann man in der Volksstimme vom 10.01.2005 nachlesen.)

Was waren die Höhepunkte 2004?
- Projekte durch Förderprogramm &bdquoLokales Kapital für soziale Zwecke&ldquo
- Eröffnung des Nachbarschaftszentrums
- mehrere Feste der Stadtteilkultur
- Fortführung des Stadtumbaus

Wie beurteilen Sie die GWA-Arbeit?
positiv: Engagement Einzelner, Beteiligung von Sponsoren, projektbezogene Kooperation einzelner Einrichtungen
negativ: fehlende Identifizierung &bdquoProfessioneller&ldquo mit dem Stadtteil

Was braucht der Stadtteil?
- eigene Identität und &bdquoWir-Gefühl&ldquo
- ortsverbundene, engagierte Bürger
- &bdquoProfessionelle&ldquo, die Identität quasi als Vorbild selbst praktizieren
- Zentrum für sozio-kulturelle Identifikation

Was planen Sie für 2005?
- finanz. Absicherung des Nachbarschaftszentrums
- Motivation der &bdquoProfessionellen&ldquo
- Förderung bürgerschaftlichen Engagements
- Etablierung identitätsstiftender Stadtteiltraditionen (z.B. Feste)
(Quelle: Volksstimme vom 10.01.2005)

19.03.2004
Rund 36.000 Magdeburger Bürgerinnen und Bürger engagierten sich im vergangenen Jahr für die Gemeinwesenarbeit. Aus dem Initiativfond Gemeinwesenarbeit flossen mehr als 33.000 &euro in die Projekte der 18 Arbeitsgruppen vor Ort, die so tatkräftig unterstützt wurden. Vom Stadtteilfest bis hin zu Graffitiprojekten wurden die 77 Aktivitäten und Projekte aus dem städtischen Haushalt bezuschusst.
Im Rahmen der Jugendhilfeplanung entstand vor rund sieben Jahren in Magdeburg das Konzept zur Gemeinwesenarbeit. Damit sollte bürgerliches Engagement gefördert und das Klima in den verschiedenen Stadtteilen attraktiver gestaltet werden. Mittlerweile arbeiten 18 Arbeitsgruppen an der sozialen und kulturellen Entwicklung in den Stadtteilen. In den Arbeitsgruppen treffen sich Vertreter von Schulen, Kitas, Bürgerinitiativen, Wohnungsgesellschaften, Kirchen, Stadträte, Mitarbeiter von Ämtern, Polizei, Gewerbetreibende und Firmen sowie Anwohner und interessierte Bürger. Ermöglicht werden diese Projekte seit Jahren durch die Bereitstellung eines Initiativfonds für die Gemeinwesenarbeit durch die Stadtverwaltung.
Durchschnittlich alle acht bis zehn Wochen trafen sich im vergangenen Jahr mehrere hundert Vertreter aus Einrichtungen, Institutionen, Vereinen, Bürgerinitiativen und interessierte Bürger, um Themen zu diskutieren, gemeinsam nach Lösungen für Probleme zu suchen und Projekte und Veranstaltungen in den Stadtteilen zu initiieren.
Der Schwerpunkt im Jahr 2003 lag auf der Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit und der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Arbeitsgruppen. Um eine größere Aufmerksamkeit zu erzielen, waren die Arbeitsgruppen an Tagen der offenen Tür oder bei Stadtteilfesten mit Informationsständen vor Ort. Auch eine Stadtteil-Homepage im Neustädter Feld sollte zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades beitragen. Höhepunkt war im April letzten Jahres die Teilnahme der Arbeitsgruppen an der Messe "Leben 2003" unter dem Motto "5 Jahre Gemeinwesenarbeit, Mach mit - Projekte im Stadtteil".
Damit auch in diesem Jahr wieder Aktionen wie das Mediations-Projekt im Neustädter Feld, das Projekt "Schüler helfen Schülern" in Neue Neustadt oder der Elternstammtisch in Ostelbien initiiert werden können, sind die Arbeitsgruppen auf die Mithilfe von Bürgern, Einrichtungen, Institutionen und Vereinen angewiesen", wirbt Magdeburgs Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker für weitere Mitstreiter. "Jede Frau, jeder Mann und jedes Kind sind herzlich eingeladen, mitzugestalten, die Arbeitsgruppen Gemeinwesen in ihrer Arbeit und ihren Überlegungen zu unterstützen und sich auf diese Weise für ihre Stadt zu engagieren."
(Quelle: Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg)

02.01.2004
Seit mehr als sechs Jahren sorgen die Arbeitsgruppen der Gemeinwesenarbeit (GWA) in Magdeburg für Belange der Bürger vor Ort und für Höhepunkte im Stadtteilleben. Die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit sollen die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den einzelnen Stadtteilen effektiver gestalten. Die fünf Sozialzentren der Stadt betreuen insgesamt 18 Arbeitsgruppen. In den GWA-Gruppen treffen sich Bürger, die selbst im Stadtteil etwas gestalten wollen, Vertreter von Vereinen, Verbänden und Initiativen sowie Mitarbeiter von den Ämtern der Stadt. Neben der Vorbereitung der kulturellen Ereignisse in den Vierteln kommen dabei oft Probleme auf den Tisch, die die Stadtteilbewohner besonders bewegen.
(Quelle: Volksstimme vom 02.01.2004)

Die Volksstimme befragte unsere Stadtteilmanagerin Frau Hasenfuß zu Ergebnissen der GWA-Arbeit im Jahr 2003 und Plänen für 2004.

Was waren in Ihrem Stadtteil die Höhepunkte 2003?

Wie gut oder schlecht ist die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil?

Was braucht der Stadtteil am dringendsten?

Was haben Sie sich für 2004 vorgenommen?

(Quelle: Volksstimme vom 02.01.2004)

18.12.2003
AG Gemeinwesenarbeit zieht Bilanz

Der Stadtteil war während der Sommermonate die größte Baustelle der Stadt. Die umfassenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an Wohnhäusern und am Wohnumfeld in diesem Jahr (Beispiel: der zentrale Grünzug über den Hermann-Bruse-Platz) haben nicht nur das Gesamtbild des Neustädter Feldes verschönert, sondern auch das Image des Stadtteils über seine Grenzen hinaus verbessert. Das sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß am Montagabend in der letzten Sitzung des Jahres der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit im Jugendklub "Feld" an der Othrichstraße. Angesichts dessen konnten die Akteure im Neustädter Feld auf ein Jahr voller erfolgreicher Projekte zurückblicken, wenn auch nicht alle Vorhaben hätten realisiert werden können. Besondere Anerkennung und Dank fanden in der Runde das Engagement von Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils, die sich ehrenamtlich in die Gemeinwesenarbeit eingebracht haben. So sind inzwischen in der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit die Vertreter von Einrichtungen und Vereinen aus dem Stadtteil nicht mehr unter sich: Auch interessierte wie engagierte Stadtteilbewohner sind regelmäßig vertreten, die Gruppe ist als Anlaufstelle bei Problemen bekannt. Die GWA-Versammlungen sind dafür gedacht, dass Bürger die Möglichkeit haben, sich mit ihren Meinungen und Vorstellungen zu äußern und Hilfe und Unterstützung für Initiativen einzufordern."
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.12.2003)