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Aktuelles zum geplanten Freilufttreff
 

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15.02.2010
Bau eines Freilufttreffs als „seltene Chance“ für Jugendliche
Für die Gestaltung eines Jugendfreilufttreffs im Neustädter Feld lädt Stadtteilmanagerin Julia Bencsik Jugendliche des Stadtteils zur Beteiligung ein. Um den Treffpunkt hatte es im Wohngebiet monatelang Streit gegeben. Im kommenden Frühjahr soll er nun an der Othrichstraße hinter dem Nachbarschaftszentrum gebaut werden.
Stadtteilmanagerin Julia Bencsik bezeichnete den geplanten Bau des Freilufttreffs als seltene Chance für die Jugendlichen, sich mit ihren Ideen und Wünschen einzubringen. Die Idee für den Freiluftreff hatten junge Leute aus dem Wohngebiet bereits vor Jahren in einem Projekt des Stadtteilmanagements Neustädter Feld mit Sozialarbeitern entwickelt.
Durch die lange Zeit, die bis zur nun offenbar bevorstehenden Umsetzung verstrichen ist, müssten nun erst wieder Jugendliche „zusammengetrommelt“ werden, um das Konzept der Jugendbeteiligung verwirklichen zu können. So war bereits die Gestaltung über ein Graffiti-Projekt gemeinsam mit dem Jugendamt im Gespräch gewesen. „Ich würde mich freuen, wenn sich Jugendliche mit anschließen und ihre Ideen einbringen würden“, sagte Julia Bencsik. Schließlich soll der Treffpunkt von den Jugendlichen als „ihr“ Treffpunkt angenommen und auch in Ordnung gehalten werden. Unter Federführung des Stadtplanungsamtes soll der Treff für rund 30 000 Euro aus dem Stadtteil-Förderprogramm „Soziale Stadt“ gebaut werden.
Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte Ende 2009 auf einer Einwohnerversammlung im Neustädter Feld ein Machtwort gesprochen. Der Treff werde auf einer Freifläche hinter dem Nachbarschaftszentrum gebaut. Alle Diskussionen erklärte der OB damit für beendet. Um den Standort war über Monate erbittert gestrit ten worden. Einen Proteststurm löste u. a. die Idee aus, eine Grünfläche nahe der Ringbrücke zu nutzen. Anwohner der Rathmannund Thietmarstraße lie fen dagegen Sturm. Die Stadt gab nach. Statt dessen soll nun ein städtisches Grundstück hinter dem Nachbarschafszentrum nahe der Sporthalle bebaut werden. Dagegen hatten wiederum Häuslerbauer der angrenzenden neuen Eigenheimgebiete Protest eingelegt. Nach Auffassung des Stadtplanungsamtes sei damit aber eine für alle verträgliche Lösung gefunden worden. Die Planer hatten hier u. a. ein Schallschutzgutachten anfertigen lassen.
Interessierte Jugendliche können sich bei Stadtteilmanagerin Julia Bencsik im Stadtteilbüro, Othrichstraße 30, melden, Telefon 5 48 75 23 oder 0173/8 34 41 77, E-Mail: J.Bencsik@spi-ost.de . Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 13.02.2010)

29.12.2009
Im Frühjahr 2010 soll an der Othrichstraße gebaut werden - OB Trümper erklärt Streit um Jugendfreilufttreff für beendet
Der seit Jahren geplante und heftig umstrittene Freilufttreff für Jugendliche im Neustädter Feld soll nun voraussichtlich im Frühjahr 2010 auf einer Fläche an der Othrichstraße für rund 30 000 Euro gebaut werden. Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte jüngst auf einer Einwohnerversammlung im Stadtteil, der Bauantrag sei „so gut wie durch“. Die Diskussionen um den Treffpunkt erklärte der OB damit für beendet. Konkret soll nun auf einer Fläche hinter dem Mehrgenerationenhaus unweit der Sporthalle gebaut werden. Um den Standort war über Monate erbittert gestritten worden. Ursprünglich sollte der Freilufttreff im alten Schulgarten an der Othrichstraße gebaut werden. Da die angrenzenden Flächen, so auch das alte Schulgelände, für den Eigenheimbau erschlossen werden, ließ sich diese von Jugendlichen des Stadtteils selbst eingebrachte Stand ortwahl nicht durchsetzen.
Einen Proteststurm löste dann die Idee aus, eine Fläche nahe der Ringbrücke zu wählen. Anwohner der Rathmann- und Thietmannstraße liefen dagegen Sturm. Die Stadt gab nach und nahm mit der Gemeinwesenarbeitsgruppe und dem Stadtteilmanagement wieder die Othrichstraße ins Visier. Hier wurde nun eine für alle verträgliche Lösung gesucht. Und die wurde nach Auffassung des Stadtplanungsamtes, untermauert mit einem Schallschutzgutachten, auch gefunden. Dieser Meinung schlossen sich die Bauinteressenten, die im neuen Eigenheim gebiet an der Othrichstraße bereits Grundstücke erworben hatten, jedoch nicht an.
Oberbürgermeister Trümper zeigte sich indes überzeugt, dass u. a. durch die geschlossene Bauweise des Freilufttreffs und die Ausrichtung des Eingangs weg von den geplanten Eigenheimen Lärmbelästigungen ausgeschlossen werden können. Die Idee des Freilufttreffs entstand in einem Projekt des Stadtteilmanagements mit Jugendlichen. Anlass waren Probleme mit Jugendgruppen, die sich vor allem außerhalb der Öffnungszeiten der Jugendklubs auf der Straße treffen und an vielen Stellen in Konflikte mit Anwohnern geraten. Mit dem Freilufttreff soll eine bisher fehlende Alternative geboten werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.12.2009)

18.09.2009
Streit um Freilufttreff: Zeichen stehen auf Kompromiss
Bauantrag für umstrittenen Jugendtreffpunkt ist gestellt
Der Bauantrag ist gestellt, voraussichtlich im Oktober soll der im Neustädter Feld seit Monaten heftig umstrittene Jugendfreilufttreff an der Othrichstraße auf einer Freifläche zwischen Sporthalle und Mehrgenerationenhaus gebaut werden. Volksstimme-Leser Jens Sambleben hatte im Sinne von Grundstücksbesitzern, die an der Othrichstraße Eigenheime bauen wollen und dafür zum Teil bereits Land gekauft haben, öffentlich gegen den Bau protestiert. Nun zeigt er sich kompromissbereit, verknüpft damit aber konkrete Vorschläge, um Problemen vorzubeugen.
Eine Diskussion über Bau oder Nicht-Bau des Freiluftreffs sei offenbar nicht mehr möglich, erklärt Jens Sambleben: „Der Bauantrag ist eingereicht.“ Für 30 000 Euro soll der Treff, für den sich Jugendliche des Stadtteils inzwischen seit fast zwei Jahren einsetzen, entstehen, finanziert über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ (je ein Drittel Bund, Land und Stadt).
„Es ist (bisher) nicht vorgesehen, ein WC für den Treff zu bauen“, kritisiert Sambleben. „Es gibt keine verantwortliche Stelle, die für Ordnung und Sicherheit dieses Treffs zuständig ist.“
Er wolle die zuletzt festgefahrende Diskussion wieder anschieben „und diese wieder auf eine sachliche Ebene bringen“, erklärt Jens Sambleben weiter. Er wolle dazu entsprechende Vorschläge einbringen. Alkoholverbot auf dem gesamten Gelände, der Anbau einer festen Toilette und die Schaffung einer ABM-Stelle bzw. Ein-Euro-Kraft, die für Ordnung und Erhalt des Treffs und des Geländes zuständig ist, gehören dazu. Ebenso regelmäßige Kontrollen des Objektes durch die Stadt Magdeburg und „klare Zuständigkeiten für diesen Treff mit Ansprechpartnern bei der Stadt Magdeburg“.
„Einige dieser Kompromissvorschläge sind bereits berücksichtigt worden“, erklärte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß dazu auf Volksstimme-Anfrage. „Die Müllentsorgung ist gesichert, da über den Haushalt des Jugendamtes eine regelmäßige Leerung der Papierkörbe abgesichert und finanziert werden soll“, sagte die Stadtteilmanagerin. Außerdem verwies sie auf den Streetworker des Jugendamtes als Ansprechpartner. Auch das Mehrgenerationenhaus/Nachbarschaftszentrum sei vor Ort. Der Bürgerverein als Träger befürworte das Projekt. „Ich als Stadtteilmanagerin habe ebenfalls mein Büro am Ort des Geschehens und fühle mich natürlich auch mit verantwortlich.“ Eine zusätzliche ABM-Stelle hält Manuela Hasenfuß „aufgrund dieser Nähe der Akteure nicht für notwendig“.
Der Freilufttreff werde ein Aufenthaltsort im öffentlichen Raum und keine Einrichtung sein. „Ein Alkoholverbot halte ich für problematisch, da es sich um öffentliches Freigelände handelt. Das heißt natürlich nicht, dass die Gesetze des Kinder- und Jugendschutzes nicht gelten. Sollten die verletzt werden, würde natürlich Handlungspflicht bestehen.“ Ein öffentliches WC habe kaum ein Spielplatz, keine Sportanlage und kein Wohngebietsparkplatz“, argumentiert die Stadtteilmanagerin weiter: „Während der Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses dürfen die Jugendlichen natürlich die Toilette benutzen. Da die Sporthalle oftmals in späteren Abendstunden noch in Nutzung ist, sei theoretisch auch hier eine Einigung mit dem BSV 93 als Betreiber der Halle vorstellbar. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.09.2009)

07.09.2009
Am Montag - GWA berät erneut über Freilufttreff
Themen der nächsten Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) im Neustädter Feld sind unter anderem der Freilufttreffpunkt für Jugendliche (s. nebenstehenden Beitrag), die Auswertung des Stadtteilfestes und die Verkehrssituation im Burgstaller Weg und der Crucigerstraße. Alle Interessierten sind zu der öffentlichen Veranstaltung in Nachbarschaftszentrum / Mehrgenerationenhaus, Othrichstraße 30, eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.09.2009)

05.09.2009
Freilufttreff: Jetzt schlagen Grundstücksbesitzer Alarm
Kein Ende der Diskussionen um Jugendecke im „Feld“ / Anlieger: „Bereits viel Geld investiert“
Der seit mehr als eineinhalb Jahren geplante Jugendfreilufttreff im Neustädter Feld, der im Oktober gebaut werden soll, lässt weiter die Wellen hoch schlagen. Jetzt meldet sich erstmals ein Interessenvertreter von Grundstückskäufern zu Wort, die im Umfeld des aktuell geplanten Standorts an der Othrichstraße nach eigener Aussage Eigenheime bauen wollen. Sie wollen den Bau des Treffs in ihrer Nachbarschaft verhindern.
Jens Sambleben, der seinen Standpunkt in einer E-Mail an die Stadtteilredaktion öffentlich machte, spricht davon, dass „anscheinend (mal wieder) versucht wird, Tatsachen zu schaffen, ohne die tatsächlich betroffenen Personen vorab mit in die Planung einzubeziehen.“ So sei der jüngste Vor-Ort-Termin der AG Gemeinwesen aus seiner Sicht nicht hinreichend öffentlich bekannt gewesen. „Anwohner hatten keine Gelegenheit, ihren Standpunkt darzulegen“, kritisiert Sambleben. Und fügt hinzu: „Natürlich gab es deshalb auch keine Proteste, denn jeder der Anwesenden in der GWA-Versammlung ist doch froh, dass es nicht vor seiner Haustür ist.“
Auf der Versammlung Anfang August hatte das Stadtplanungsamt bekannt gegeben, dass der Freilufttreff voraussichtlich im Oktober an der Othrichstraße auf einer Freifläche zwischen Sporthalle und Mehrgenerationenhaus gebaut werden soll.
„Insbesondere die Aussagen bezüglich der geplanten neuen Eigenheime auf den umliegenden Grundstücken sind so nicht korrekt bzw. bewusst zweckdienlich dargestellt. Auch andere angebliche Tatsachen sind fragwürdig“, erklärt nun im Nachgang zur entsprechenden Berichterstattung in der Volksstimme Jens Sambleben. Er führt aus: „Es gibt bisher nicht nur einen Investor, sondern bereits jetzt Eigentümer von angrenzenden Grundstücken, die auf ihrem Eigentum demnächst bauen wollen. Nachdem bekannt wurde, dass der Jugendtreff nicht dort gebaut wird, wurde zum Teil bereits viel Geld investiert, um Eigentum zu schaffen und damit auch für das Alter vorzusorgen. Würde die Stadt hier Entschädigungen für Wertminderungen zahlen?“
Hintergrund dieser Aussage ist die Tatsache, dass die Stadt aufgrund der Eigenheimpläne dem Standort Othrichstraße bereits eine Absage erteilte hatte. Als Alternative war eine Freifläche an der Tangente vorgesehen. Nach massiven Protesten von Anwohnern der Thietmar- und Rathmannstraße wurde dieses Vorhaben aber wieder abgeblasen. Es hieß: Kommando zurück! Der Treff sollte nun doch an der Othrichstraße gebaut werden, jedoch nicht auf der Fläche des alten Schulgartens, sondern 100 Meter weiter südlich. Das Planungsamt argumentierte, ein Schallgutachten schlage den Standort nahe der Sporthalle ausdrücklich vor, um Konflikte mit Häuslebauern zu vermeiden.
Der Plan geht für Jens Sambleben jedoch nicht auf. Er schimpft: „Der Platz an der Tangente wäre doch ideal gewesen; sucht die Stadt nun den Weg des geringsten Widerstandes, da die Anwohner dort zu vehement protestiert haben?“ Da die Stadt selbst plane, die Grundstücke auf dem ehemaligen Schulgelände an der Othrichstraße für Eigenheime zu vermarkten (Volksstimme berichtete), sei die Entscheidung für den Jugendtreff „die schlechteste, die getroffen werden könnte. Um die Grundstücke dann noch vermarkten zu können, müssten sie deutlich unter Marktwert abgegeben werden“, mutmaßt Sambleben und fragt: „Können wir als Stadt uns das leisten?“
Bereits jetzt seien die Sportanlagen häufig mit Glassplittern und Unrat überzogen, Zäune würden demoliert und der ehemalige Schulgarten wird „als Latrine genutzt“, so Sambleben weiter. Neben künftigen Eigenheimbesitern seien auch die Nutzer der Sporthalle aus Sicht Samblebens künftig Leidtragende eines Jugendfreilufttreffs mit seinen erwarteten negativen Auswirkungen. „Gegen all diese Punkte hilft auch kein noch so gutes Lärmschutzgutachten, welches immer wieder als Persilschein angeführt wird“, meint Jens Sambleben.
Die Idee für den Freilufttreff stammt von Jugendlichen des Stadtteils selbst und ist Ergebnis eines Jugendstadtteilrates, den das Stadtteilmanagement 2007 initiierte. Die Beteiligten suchten damals nach einer Lösung für das Problem der Jugendgruppen, die sich vor allem außerhalb der Öffnungszeiten von Jugendklubs in Ermangelung von Alternativen auf Spiel- oder Parkplätzen treffen. Wegen Ruhestörungen kommt es an solchen Plätzen mitten im Wohngebiet immer wieder zu Anwohnerbeschwerden und Polizeieinsätzen. Die Jugendlichen suchten bewusst einen Standort am Rande des Wohngebiets, um Konflikten von Anfang an aus dem Weg zu gehen, die Stadt gab grünes Licht. Die Eigenheimpläne wurden erst vor einigen Monaten bekannt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.09.2009)

06.08.2009
Kommando zurück: Treff für Jugend nun doch bei „Othrich“
Standort an der Ringbrücke ist nach Anwohnerprotesten vom Tisch
Ein geplanter Jugendfreilufttreff im Neustädter Feld ist seit Wochen Thema Nummer eins im Stadtteil. Nach Anwohnerprotesten aus der Rathmann- und Thietmarstraße ist der Standort auf der Grünf äche am Magdeburger Ring jetzt offziell vom Tisch. Gebaut werden soll der Treff nun doch an der Othrichstraße.
Eine Rückkehr zum alten Schulgarten an der Othrichstraße wird es aber nicht geben. Dieser war „durchgefallen“, weil ringsherum Eigenheime angedacht sind. Der inzwischen private Eigentümer der Fläche des ehemaligen 16-Geschossers hegt laut Stadtplanungsamt entsprechende Pläne. Und die Stadt selbst möchte die Fläche des früheren Schulkomplexes an Häuslebauer verkaufen.
Dennoch soll nun nach langem Hin und Her auch der Jugendfreilufttreff an der Othrichstraße gebaut werden, erklärte Kamran Ardalan vom Stadtplanungsamt am Montagabend auf einer Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) im Neustädter Feld. Allerdings nicht, wie ursprünglich vorgesehen, im alten Schulgarten, sondern gut 100 Meter weiter südlich auf einer Freifläche zwischen Sporthalle und Nachbarschaftszentrum.
Konfikte mit möglichen künftigen Eigenheimbewohnern sehen die Stadtplaner hier nicht. Ein Gutachter bestätigte ihnen das auch schwarz auf weiß in einem Schallschutzgutachten, erläuterte Kamran Ardalan. Und nicht nur das: In dem Gutachten werde dieser neue Standort als Alternative zum alten Schulgarten sogar ausdrücklich vorgeschlagen.
Für Stadtrat Hubert Salzborn (CDU) ist ohnehin klar: „Ein künftiger Bebauungsplan für das ehemalige Schulgelände muss auf den Freilufttreff Rücksicht nehmen und auf diesen hinweisen, so dass es nicht zu Querelen kommen kann. Wer da ein Grundstück kauft, kann sich hinterher auch nicht über den Freilufttreff beschweren.“ Dafür erntete Salzborn Applaus von den Besuchern der GWA-Sitzung.
Das Stadtplanungsamt will jetzt jedenfalls zügig Nägel mit Köpfen machen. In diesem Monat soll noch der Bauantrag gestellt werden. „Ich denke, dass wir dann Ende September die Baugenehmigung erhalten und im Oktober oder November bauen können“, sagte Ardalan.
Die Idee für den Freilufttreff stammt von Jugendlichen selbst und ist Ergebnis eines Jugendstadtteilrates, den das Stadtteilmanagement 2007 initiierte. Die Beteiligten suchten damals nach einer Lösung für das Problem der Jugendgruppen, die sich vor allem außerhalb der Öffnungszeiten von Jugendklubs in Ermangelung von Alternativen auf Spiel- oder Parkplätzen treffen. Wegen Ruhestörungen kommt es nach wie vor zu Anwohnerbeschwerden und Polizeieinsätzen. Das beklagten in der GWA am Montag erneut auch Anwohner des Spielplatzes an der Rathmannstraße, ebenso die Müllverschmutzung dort. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.08.2009)



Ohne Proteste passierte ein neuer Standort für den Jugendfreilufttreff am Montag die AG Gemeinwesen. Auf der Fläche, die hinter dem Zaun des Nachbarschaftszentrums beginnt, und unweit von Sportplatz und Turnhalle, soll der Treffpunkt für die Jugendlichen des Stadtteils nun voraussichtlich im Herbst dieses Jahres gebaut werden. Ein Schallschutzgutachten weist dieses Grundstück als geeignet aus. Ursprünglich sollte der Treff etwa 100 Meter weiter auf der Fläche des alten Schulgartens entstehen. Foto: Robert Richter

22.07.2009
Wohnen im Sanatorium?

Zur Diskussion um einen geplanten Jugendfreilufttreff meldet sich Margrit Schulze zu Wort: „Auch ich bin über 60 Jahre und wohne mein Leben lang im Neustädter Feld, In den Meerwellen. Ich weiß nicht, ob man sich mit über 60 schon einmotten muss, ich möchte meinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Wir haben einen großen Familien- und Freundeskreis, da wir mit zwei Generationen im Haus wohnen. Wir lieben schon von je her Geselligkeit. Seit kurzer Zeit haben wir irgendwelche Neider, die uns das nicht gönnen. Laufend werden wir mit der Polizei konfrontiert, einmal fühlt man sich durch Licht belästigt, ein anderes Mal ist es zu laut. Traurig fnde ich nur, dass unsere Polizei, die stets höflich und nett ist, mit solchen ,Problemen‘ belästigt wird.“ In gemütlicher Runde werde nun mal nicht geflüstert. „Wir hören auch Musik, die nicht so laut ist, dass man sich belästigt fühlt, da wir schon selber darauf achten die Anwohner nicht zu stören. Darum ist es auch kein Wunder, dass der Freilufttreff nicht gebaut werden soll, wenn man im Sanatorium wohnen will. Ein Vorschlag wäre, dass man eben mal die Fenster schließt und verdunkelt“, so die Meinung von Margit Schulze. „Bürger, die in der City wohnen, sind täglich diesen ,Belästigungen‘ ausgesetzt. Wir waren alle einmal jung und hatten viel mehr Ausgehmöglichkeiten, als unsere Jugend heute.“ Zur Standortdiskussion meint die Magdeburgerin: „Anbieten würde sich auf jeden Fall der Klub der Bauarbeiter, da ist doch alles vorhanden. Das wäre doch eine Prüfung des Standortes wert.“ R. Richter
(Quelle: Volksstimme vom 22.07.2009)

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15.07.2009
„Die Jugendlichen wurden vorverurteilt und abgestempelt“
Nachwehen des Schlagabtauschs zum Freilufttreff in der GWA Neustädter Feld

„Ich habe vor drei Jahren als Jugendliche angefangen dafür zu kämpfen, dass wir bei uns im ,Feld‘ einen Platz bekommen, an dem wir nicht ständig Probleme mit den Anwohnern, dem Ordnungsamt oder der Polizei bekommen. Inzwischen bin ich Mutter einer zweijährigen Tochter und ich kämpfe immer noch darum, dass wir im Neustädter Feld einen Platz für Jugendliche bekommen.“ Die 24-jährige Melanie Schwirzke will nicht aufgeben, obwohl ihr und anderen jungen Leuten aus dem „Feld“ ein eisiger Wind entgegenweht.
Der ganze Stadtteil diskutiert seit Wochen hitzig über ein Thema: den geplanten Freilufttreff für Jugendliche im Neustädter Feld. Eigentlich sollte er jetzt im Sommer gebaut werden, statt dessen geriet das von Jugendlichen selbst initiierte Projekt zum Zankapfel. In der Diskussion zeigt sich wie unter einem Brennglas der Generationenkonfikt. Das ohnehin schon von vielen als „unendliche Geschichte“ abgestempelte Vorhaben hat einen neuen Dämpfer erhalten.
Fest steht: Anwohner der Thietmar- und Rathmannstraße setzten sich mit ihrer Forderung durch, den zuletzt vorgesehenen Standort in der Grünanlage an der Ringbrücke fallen zu lassen. Die Standortdiskussion soll nun noch einmal neu aufgerollt werden, so die vergangene Woche in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld gefundene Einigung nach dem großen Schlagabtausch mit mehr als 70 teils aufgebrachten Besuchern (Volksstimme berichtete).
Für Melanie Schwirzke (24), die vor inzwischen gut anderthalb Jahren mit anderen Jugendlichen im Rahmen eines Jugendstadtteilrates die Idee des Freilufttreffs mittrug, und Stephan Brüning (38), Vater einer achtjährigen Tochter, ist die GWA-Sitzung längst noch nicht abgehakt.
„Wir haben von dieser Versammlung fast nur Negatives mitgenommen“, schildern sie in einem gemeinsamen Brief, den sie im Nachgang der GWASitzung verfassten und an die Volksstimme sandten. Weiter heißt es darin: „Unsere Jugendlichen sind laut Aussagen einiger Anwohner ohne Erziehung, faul, respektlos, gehen nicht arbeiten und trinken den ganzen Tag nur Alkohol.“
Als Besucher hätten sie während der GWA-Versammlung miterleben müssen, „wie die Jugendlichen von den Anwohnern vorverurteilt und abgestempelt wurden. Wir haben selten so etwas Widersprüchliches und Intolerantes erlebt, wie auf dieser Versammlung“, schreiben Melanie Schwirzke und Stephan Brüning enttäuscht.
Wie geht es nun weiter? „Das Thema wird in der nächsten GWA-Sitzung am 3. August wieder auf der Tagesordnung stehen“, sagte Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß auf Volksstimme-Nachfrage.
Nachdem sich Anwohner und Vermieter grundsätzlich für den Bau eines Jugendfreilufttreffs ausgesprochen hätten, gehe es nun wieder um den Standort.
Der in den Ursprungsplänen vorgesehene Standort im alten Schulgarten an der Othrichstraße war wegen Plänen für den Bau von Eigenheimen in unmittelbarer Nachbarschaft verworfen worden. Dafür kam die abgelegene Grünanlage an der Ringbrücke ins Spiel, wogegen aber die Anwohner der Thietmar- und Rathmannstraße Sturm liefen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 15.07.2009)

08.07.2009
Einigung erzielt: Auch Anwohner wollen Freilufttreff, aber anderen Standort
Diskussion um Platz für Jugendliche im Neustädter Feld bei der Sitzung der Gemeinwesenarbeit
Im Neustädter Feld soll ein Freilufttreff für Jugendliche entstehen. Als Standort für den Treff ist derzeit eine Freifläche in den Grünanlagen an der Ringbrücke vorgesehen. Seit dies bekannt wurde, laufen die Anwohner der angrenzenden Rathmann- und Thietmarstraße Sturm gegen die Pläne. In der Sitzung der Gemeinwesenarbeit Neustädter Feld wurde das Thema heftig und kontrovers diskutiert.
Der Turnkeller der Kita Bussi Bär in der Ferchlandstraße glich am Montagabend einer Arena. Befürworter und Gegner des Freilufttreffs im Stadtteil brachten in teils heftigen Wortgefechten ihre Argumente vor. „Wir sind doch alle über 60 Jahre und älter, da hat man sich doch wohl ruhige Nachtstunden verdient. Das Ordnungsamt und die Polizei kommen doch schon lange nicht mehr, wenn wir sie wegen der lauten Jugendlichen anrufen. Wir fühlen uns von den jungen Leuten wirklich gestört“, schimpfte ein Anwohner aufgebracht.
Ein besonderes Problem sei die mangelnde Rücksichtnahme der Jugendlichen auf die Anwohner: „Wir haben in jungen Jahren keine Bierflaschen auf der Straße zerworfen wie das heute so oft passiert. Wenn die Jugendlichen nachts einfach leise nach Hause gehen würden, wäre das auch kein Problem für uns. Aber wenn bis um vier Uhr morgens gefeiert wird und eine Stunde später geht der Wecker, dann ist das auf Dauer einfach ein unhaltbarer Zustand!“
Die Anwohner stellen die Frage: „Warum muss denn dieser Treff unbedingt vor unseren Haustüren entstehen? Gibt es denn keine anderen Plätze, wo die Jugendlichen hingehen können?“
Die ohnehin schon aufgebrachte Stimmung wurde noch weiter angeheizt, als Ronald Mainka, Sprecher der Gemeinwesenarbeit Altstadt, eine Lanze brechen wollte für die Jugendlichen. Er warf provozierend in die Runde: „Sie scheinen ja in Ihrer Jugend alle Heiligenscheine getragen zu haben. Wir sollten auf die Jugendlichen zugehen und mit ihnen gemeinsam eine Lösung fnden, statt sie einfach wegzuschicken. Außerdem kann ich hier keine ernsthafte Suche nach Alternativen erkennen. Hier wird doch nur Dampf abgelassen, das kann man auch am Stammtisch.“
Zum Leben würden seiner Meinung nach eben auch Geräusche gehören. Richtige Ruhe könne man noch lange genug auf dem Friedhof haben. Daraufhin entglitt Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß für einige Zeit die Moderation der Sitzung, als sich die verschiedenen Lager von Gegnern und Befürwortern wortreich und lautstark gegenseitig Unsachlichkeit vorwarfen.
Zumindest die Gegner des Standortes an der Ringbrücke kamen am Montagabend zu einer gemeinsamen Aussage: Sie sprechen sich gegen den aktuell geplanten Standort in der Nähe von Thietmar- und Rathmannstraße aus. Allerdings sind sich die meisten Anwohner auch darin einig, dass es einen Treff für die Jugendlichen im Neustädter Feld geben muss.
Die Wohnungsgesellschaften des Neustädter Feldes waren sich in dieser Hinsicht ebenfalls einig. Vertreter der WBG
„Otto von Guericke“, „Post und Energie“ sowie MWG und Wobau sprachen sich durchweg für einen Treff aus, baten jedoch darum, den Standort noch einmals zu überdenken. Als Platz für den Freilufttreff war zunächst der alte Schulgarten an der Othrichstraße vorgesehen. Wegen des geplanten Baus von Eigenheimen in unmittelbarer Nähe wurde dieser Standort jedoch verworfen und eine Alternative an der Ringbrücke gefunden.
Gegen den Ausweichstandort wehren sich nun jedoch die Anwohner, die eine vermehrte Lärmbelästigung und Vandalismus im Umfeld des neuen Freilufttreffs befürchten. Die Suche nach einer Alternative auf städtischem Grund und Boden gestaltet sich nunmehr immer schwieriger. Von Ariane Budberg
(Quelle: Volksstimme vom 08.07.2009)

So soll der Freilufttreff für Jugendliche im Neustädter Feld einmal aussehen. Gestaltet hat den Entwurf das Magdeburger Ingenieurbüro Legroplan.

04.07.2009
Nächste Runde im Streit um Jugendfreilufttreff

Neustädter See (rri). Noch keine Sommerpause macht die AG Gemeinwesen Neustädter Feld. Im Gegenteil: Für die Sitzung am Montagabend ab 18 Uhr in der Kita „Bussi-Bär“, Ferchlander Weg 1, wird eine heiße Debatte über den geplanten Jugendfreilufttreff erwartet (Volksstimme berichtete bereits mehrfach). Zum neu angedachten Standort auf einer abgelegenen Grünfläche nahe des Magdeburger Rings/ Fußgängerbrücke) wurden Anwohnerproteste aus der Rathmann- und Thietmarstraße laut. Die Mieter haben sich mit ihrem Protest auch an ihre Vermieter gewandt und Unterschriftenlisten gegen diesen Standort eingereicht. Zwar haben bereits Gespräche mit Anwohnervertretern stattgefunden, die jedoch zu keiner Übereinkunft geführt haben bzw. die Bedenken nicht auflösen konnten. Der vorherige Standort im alten Schulgarten an der Othrichstraße ist hinfällig, nachdem Pläne für den Bau von Eigenheimen auf unmittelbar angrenzenden Grundstücken bekannt wurden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.07.2009)

26.06.2009
Jetzt protestieren Anwohner der Rathmannstraße gegen Jugendtreff
Stadtteilmanagerin stellt klar: Kein Freilufttreff direkt an der Wohnbebauung geplant
Neue Verwirrung um einen geplanten Jugendfreilufttreff im Neustädter Feld. Nachdem bekannt wurde, dass dafür ein Standort in der Grünanlage an der Ringbrücke vorgesehen ist, regt sich Protest bei Anwohnern der Rathmannstraße. Sie befürchten Ruhestörungen vor ihrer Haustür. Aus Sicht von Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß sind die Bedenken unbegründet. Auch Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamtes, hatte sich nicht zuletzt im Sinne des Lärmschutzes für Anwohner in der AG Gemeinwesen für den aktuellen Standort ausgesprochen (Volksstimme berichtete).
Seit die Volksstimme am 10. Juni über den möglichen neuen Standort berichtete, reißen im Stadtteilbüro von Quartiersmanagerin Manuela Hasenfuß die Beschwerden und Anfragen nicht ab. „Viele Anwohner der Rathmann- und auch der Thietmarstraße denken, dass der Jugendfreilufttreff in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung bzw. im Bereich des vorhandenen Spielplatzes an der Rathmannstraße gebaut werden soll“, sagt Manuela Hasenfuß.
So schimpft auch Anwohner Dieter Tepelmann: Als Bewohner der Rathmannstraße habe er „durch Treffen von Jugendlichen am Kinderspielplatz keine guten Erfahrungen“. Nun werde den Anwohnern hier „eine permanente Ruhestörung zugemutet, indem ein Freilufttreff gebaut wird“.
Doch hier handele es sich sicher um ein Missverständnis, sagt die Stadtteilmanagerin. Der in den Fokus der Jugendlichen und Stadtplaner gerückte Standort befinde sich schließlich, anders als von den Anwohnern vermutet, einige hundert Meter weiter weg, fast direkt an der Tangente gelegen. „Die Fläche ist umgeben von Bäumen und Sträuchern, so dass sich Jugendliche und Anwohner gleichermaßen ungestört fühlen können.“ Laut Planungsamt könnte hier der Treff voraussichtlich ab Oktober gebaut werden. Kosten: rund 30 000 Euro.
Auch Streetworker Holger Schmidt vom Jugendamt, der nur zu gut um die Probleme zwischen Jugendlichen und Anwohnern im Viertel weiß, hatte sich klar für die nun favorisierte Fläche ausgesprochen. Fakt sei auch, dass sich hier ohnehin schon Jugendliche treffen. Und mit dem Freilufttreff solle auch keine neue Jugendeinrichtung geschaffen werden, betont Manuela Hasenfuß und reagiert damit auf die Meinung von Anwohnern, mit den Jugendklubs „Bauarbeiter“ und „Rolle 23“ gebe es im „Feld“ ausreichend Jugendtreffs. Auslöser für die Freilufttreff-Pläne waren gerade Konfikte zwischen Jugendlichen und Anwohnern in den Abendstunden und an Wochenenden. „Das sind die Zeiten, in denen die Jugendklubs nebst Außenanlagen für die Jugendlichen verschlossen sind“, sagt die Stadtteilmanagerin. Auch der Streetworker hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass es für Jugendliche, die sich zu solchen Zeiten auf Spielplätzen oder anderen Flächen treffen, keine Alternative gebe.
Jugendliche, die 2007/08 im Jugendstadtteilrat, einem Projekt des Quartiersmanagements, in ihrer Freizeit mitgearbeitet hatten, griffen genau dieses Thema auf und suchten nach einer Lösung. Anfang des Vorjahres stellten sie in der AG Gemeinwesen die Idee eines Jugendfreilufttreffs erstmals der Öffentlichkeit vor. Ihr favorisierter Standort war damals der alte Schulgarten an der Othrichstraße. Doch diese Variante wurde inzwischen ad acta gelegt, da auf den angrenzenden Grundstücken in den kommenden Jahren der Bau von Eigenheimen geplant ist. Annette Heinicke, zuständig für verbindliche Bauleitplanung im Stadtplanungsamt, hatte hier auf der jüngsten Sitzung der AG Gemeinwesen von einem sich andeutenden „Konfiktherd erster Güte“ gesprochen, sollten die Pläne für den Freilufttreff an der Othrichstraße umgesetzt werden. „Die eventuellen Eigenheimbauer sind für uns nur vorgeschobene Argumente, denn wer weiß, wo er hinbaut, kann sich später nicht beklagen“, meint hingegen Volksstimme-Leser Dieter Tepelmann. „Der ursprüngliche Standort Othrichstraße „war, ist und bleibt optimal“, so Tepelmann.
Um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen, lädt die Stadtteilmanagerin alle Interessierten am 6. Juli, 18 Uhr, zur Sitzung der AG Gemeinwesen in die Kita „Bussi-Bär“, Ferchlander Weg 1, ein. Hier soll der Freilufttreff erneut Thema sein.
Unterdessen wurden im Stadtteilbüro Unterschriftenlisten eingereicht, mit denen sich Stadtteilbewohner sogar grundsätzlich und unabhängig vom genauen Standort gegen den Bau eines Jugendfreilufttreffs aussprechen ...
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.06.2009)

Der Entwurf für den Jugendfreilufttreff vom Magdeburger Büro Legroplan.



Der Pfeil kennzeichnet den möglichen Standort für einen Jugendfreilufttreff. Anwohner der umliegenden Wohnhäuser protestieren gegen den Bau. Foto: Jens-Uwe Jahns

10.06.2009
Freilufttreff zieht vom Schulgarten zur Ringbrücke
Jugendliche aus dem Neustädter Feld mit Standort einverstanden / Baustart verschoben
Weitere Verzögerung für den Bau eines Jugendfreilufttreffs im Neustädter Feld. Statt im Sommer soll nun voraussichtlich erst Ende Oktober gebaut werden. Am Geld (voraussichtlich rund 30 000 Euro) liegt es nicht, das steht laut Stadtplanungsamt nämlich in diesem Fall schon lange bereit. Grund ist die nun doch angestrebte Standortverlagerung vom früheren Schulgarten an der Othrichstraße auf eine Freifläche nahe der Fußgängerbrücke am Magdeburger Ring, hieß es am Montagabend auf einer Sitzung der AG Gemeinwesen.
Massive Kritik hatte die Stadt bereits auf der Mai-Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld einstecken müssen, weil der Baustart für einen Jugendfreilufttreff im „Feld“ auch über ein Jahr nach der Präsentation der entsprechenden Pläne noch nicht in Sicht war. Im Mai präsentierte das Stadtplanungsamt dann zwar Bauzeichnungen, stellte den von Jugendlichen des Stadtteils selbst angeregten und nach monatelangem Hin und Her von Oberbürgermeister Lutz Trümper persönlich bestätigten Standort im ehemaligen Schulgarten an der Othrichstraße aber plötzlich wieder in Frage.
Grund: In Nachbarschaft des alten Schulgartengeländes deutet sich für die Zukunft der Bau von Einfamilienhäusern an. Nicht nur Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamtes und einer der Verfechter des Jugendfreilufttreffs, sah Konflikte vorprogrammiert.
Die Jugendlichen würden die Verlierer sein und sich wie bisher abends und an den Wochenenden, wenn die Jugendklubs zu sind, an Bushaltestellen oder auf Spielplätzen treffen und mit Anwohnern im Streit liegen, so Schmidt. Genau dazu soll aber der Treff im Freien künftig die Alternative sein.
Jugendliche, die den Freilufttreff mit initiiert hatten und durch Melanie Schwirzke in der GWA vertreten werden, teilten die Bedenken. Der drohenden weiteren Verzögerung zum Trotz. Eigentlich sollte im alten Schulgarten in diesem Sommer gebaut, der Treff noch in der warmen Jahreszeit mit Graffiti gestaltet und feierlich eingeweiht werden. Zustimmung kam von Melanie Schwirzke für den von Schmidt ins Spiel gebrachten Alternativstandort auf einer städtischen Freifläche nahe der Brücke des Magdeburger Rings. Bei einem Ortstermin mit dem Stadtplanungsamt wurde diese Fläche inzwischen auch für geeignet befunden, berichtete am Montagabend auf der GWA-Sitzung im Nachbarschaftszentrum Burkhard Rönick vom Stadtplanungsamt.
Nun stünden noch Abstimmungen u.a. mit dem Stadtgartenbetrieb aus. Voraussichtlich müssten zwei oder drei Bäume gefällt und dafür Ersatzpflanzungen eingeplant werden. „Wir sind bestrebt, zeitnah den Bauantrag einzureichen. Zeitnah heißt: im Juli“, so Rönick. Und: „Wenn alles glatt läuft, ist mit dem Baubeginn im Oktober zu rechnen.“ Tilo Lerch vom beauftragten Planungsbüro Legroplan zeigte einen Entwurf für ein achteckiges Objekt mit 37 Quadratmetern Grundfläche. Offen sei noch, ob der Treff wie von den Jugendlichen vorgeschlagenen in Beton- oder doch wie von den Planern eingebracht in Ziegelbauweise mit Putz errichtet wird. Beton sei teurer, könne nur verwendet werden, wenn man damit im Kostenrahmen bleibe. Rönick sprach von einem Budget von rund 30 000 Euro. Das Geld soll aus dem Topf „Soziale Stadt“ fießen, in den Bund, Land und Stadt je zu einem Drittel einzahlen. Mit den Jugendlichen diskutiert werde noch die Ausstattung von Sitzgelegenheiten. Die jungen Leute hatten auch hier „unkaputtbare“ Betonelemente vorgeschlagen. Alternativ könnten laut Lerch massive Kunststoffelemente zum Einsatz kommen. Doch das sind Details, die erst wirklich aktuell werden, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Burkhard Rönick rechnet mit einer Entscheidung Ende August. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 10.06.2009)



Entwurf für Jugendfreilufttreff Neustädter Feld vom Büro Legroplan. Die Wände sollen mit Graffiti von Jugendlichen gestaltet werden.

07.05.2009
Vertragen sich Jugendtreff und Eigenheimsiedlung?
Pro und Contra in AG Gemeinwesen zum geplanten Standort für Freizeitareal an der Othrichstraße
„Die Geschichte hat ja schon einen so langen Bart, der reicht bis in den Keller“, schimpft Stadtrat Hubert Salzborn. Die Rede ist vom geplanten Bau eines Freilufttreffs für Jugendliche im Neustädter Feld. Das Projekt, von Jugendlichen selbst konzipiert, wartet seit gut anderthalb Jahren auf die Umsetzung. Doch es gibt auch andere Stimmen, die bei der Standortwahl inzwischen vor einem Schnellschuss warnen, denn der könnte auch als „Rohrkrepierer“ enden.
Auf dem Papier scheint alles unter Dach und Fach: Am 14. März bereits legte Oberbürgermeister Lutz Trümper in seiner wöchentlichen Dienstberatung mit den Beigeordneten fest: „Der Jugendfreilufttreff wird auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens an der Othrichstraße im Neustädter Feld realisiert.“
Bis zu dieser Entscheidung war mehr als ein Jahr vergangen. Den Standort vorgeschlagen hatten Jugendliche aus dem Neustädter Feld selbst. Monatelang warteten sie auf die Entscheidung der Stadt, ob das Projekt tatsächlich an dieser Stelle umgesetzt werden kann.
Im Rahmen des Jugendstadtteilrates, einer Initiative des Stadtteilmanagements, hatten sich die jungen Stadtteilbewohner Gedanken gemacht. Klar ist: Es fehlen Treffs für Jugendliche im öffentlichen Raum im Neustädter Feld. Folge sind Konfikte, wenn die Jugendlichen Bushaltestellen oder Spielplätze belagern. Ärger gibt es vor allem, wenn die Jugendklubs geschlossen haben – nachts und an Wochenenden.
Umfragen und Diskussionen des Jugendrates zeitigten den Vorschlag, einen schlichten Freilufttreff aus robustem Material zu errichten – keine Schönheit, dafür unzerstörbar. Ein Standort abseits der Wohnbebauung wurde mit dem ehemaligen Schulgarten auch gefunden.
Doch genau das könnte sich in absehbarer Zukunft ändern. Das kam allerdings erst am Montagabend in der AG Gemeinwesenarbeit offiziell heraus. Die GWA informierte sich auf ihrer Sitzung in der Comeniusschule über den Planungsstand. Immerhin soll im Spätsommer gebaut werden.
Der von der Stadt beauftragte Planer Tilo Lerch vom Büro Legroplan projizierte zunächst fünf Entwürfe für den Bau am Standort Schulgarten an die Wand des Speisesaals. Dann erwähnten er und Kamran Ardalan vom Stadtplanungsamt aber neben dem Standort Schulgarten auch noch mögliche Alternativen wie eine Fläche östlich des Sportplatzes Othrichstraße.
Grund: Für die nördlich angrenzende Freifäche des alten Schulgartens gibt es Investorenpläne. Eigenheime sollen dort gebaut, dafür ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Laut Lerch ist dafür ein Schallschutzgutachten in Arbeit. Das Stadtplanungsamt ließ deshalb schon andere Standorte für den Jugendtreff prüfen.
Das wiederum findet Gerhard Häusler vom CDU-Ortsverband „unerhört“. Auch Stadträtin Karin Meinecke (Die Linke) zeigte sich verwundert: „Der OB hat doch über den Standort entschieden.“ Uschi Biedermann vom SPD-Bürgerbüro: „Wir reden seit anderthalb Jahren darüber, jetzt muss schnell gehandelt werden.“ Und Rainer Paulick vom SPD-Ortsverband forderte: „Wir müssen Tatsachen schaffen, damit der Treff endlich gebaut wird. Eine neue Standortdebatte können wir mit den Jugendlichen nicht machen.“ CDU-Stadtrat Hubert Salzborn sieht dafür auch keinen Anlass: „Der Standort ist beschlossene Sache. Ein neuer Bebauungsplan muss dem Rechnung tragen und nicht umgekehrt.“
Mit hochrotem Kopf verfolgte indes Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamtes, die Debatte. „Der Standort Schulgarten ist aus meiner Sicht ungeeignet“, sagte er dann und betonte: „Ich will, dass das so ins Protokoll geschrieben wird!“
Mit der geplanten Eigenheimbebauung seien Konflikte vorprogrammiert, argumentierte der Streetworker. Erfahrungen an anderen Standorten machten klar, die Jugendlichen würden die Verlierer sein. „Da kommt zweimal die Polizei, dann haben wir einen tollen Freilufttreff, der nicht mehr genutzt wird, und die Jugendlichen treffen sich weiter an anderen Stellen im Stadtteil“, befürchtet Holger Schmidt.
Als Alternative schlug Schmidt eine ohnehin bereits von Jugendlichen als Treffpunkt genutzte Wiese an der Fußgängerbrücke nahe der Tangente vor. Melanie Schwirzke, Vertreterin der Jugendlichen, machte klar, dass sie einem Standortwechsel angesichts der neuen Entwicklungen durchaus aufgeschlossen gegenüberstehe und sich auch eine Zustimmung der anderen Beteiligten gut vorstellen könne. Ein Ortstermin mit Planungsamt und -büro soll in den nächsten Tagen folgen.
Möglich, dass die Geschichte einen noch längeren Bart bekommt. Aber, wenn man Streetworker Schmidt glaubt, vielleicht auch ein besseres Ende ... Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.05.2009)



Auf dieser Freifäche sollen in den nächsten Jahren Eigenheime gebaut werden, so der Plan eines Investors. Dahinter ist Richtung Sporthalle aber auch der Bau eines Jugendfreilufttreffs vorgesehen. Foto: Richter

05.03.2009
Dezernenten geben grünes Licht für Freilufttreff im Schulgarten
Projekt von Jugendlichen soll in der Othrichstraße im Sommer umgesetzt werden
Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres soll der Freilufttreff für Jugendliche auf dem alten Schulgartengelände in der Othrichstraße gebaut werden. Die Idee dazu hatte der Jugendstadtteilrat vor über einem Jahr präsentiert. Monatelang war neben einer Entscheidung der Stadt zum Standort auch offen geblieben, welches Amt der Stadtverwaltung die Baulast und damit künftig die Verantwortung übernimmt. Diese Fragen sind nun geklärt.
Fast schon routinemäßig stellte Melanie Schwirzke, Vertreterin des Jugendrates Neustädter Feld, am Montagabend während des monatlichen Treffens der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) im Jugendklub „Rolle 23“ ihre Anfrage: „Wann wird der Jugendfreilufttreff gebaut?“
Alle Blicke richteten sich gespannt auf Kamran Ardalan. Der Mitarbeiter des Stadtplanungsamts konnte berichten: Mitte des Jahres soll gebaut werden. Und zwar genau an dem Standort, den die Jugendlichen auch vorgeschlagen haben: auf dem ehemaligen Schulgartengelände in der Othrichstraße.
Nach etlichen Ortsterminen und Beratungen in den zurückliegenden Monaten konferierten der Baubeigeordnete Dieter Scheidemann und der Beigeordnete für Soziales und Jugend, Hans-Werner Brüning, Anfang des Vormonats nun abschließend, fällten Entscheidungen, auf die die Jugendlichen im „Feld“ gewartet haben.
Am vergangenen Dienstag nun präsentierten die Beigeordneten ihre Beschlüsse auch in Form einer schriftlichen Stellungnahme in der Dienstberatung von Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Im Ergebnis wurde festgestellt, dass dem vom Jugendstadtteilrat favorisierten Standort zugestimmt wird und die Baulastübernahme durch Amt 51 erfolgt.“ Hinter der Nummer 51 verbirgt sich das Jugendamt.
Es werde nun eine Drucksache zur Vorlage beim Oberbürgermeister erstellt „und nach Bestätigung zügig mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen“. Laut Information auf der GWA-Versammlung vom Montag soll das Papier voraussichtlich Ende des Monats dem OB vorgelegt werden. Anschließend geht es an die Detailplanung, in Abstimmung mit den Jugendlichen, die bereits eigene Entwürfe für einen vor Vandalismus sicheren Pavillon vorgelegt hatten. Dabei soll auch ausgelotet werden, inwieweit die Jugendlichen an der Realisierung beteiligt werden können.
Wie Melanie Schwirzke vom Jugendrat sagte, möchten die Initiatoren des Jugendfreilufttreffs zur Einweihung ein Fest veranstalten. Dafür werden Sponsoren und Helfer gesucht.
Die Idee des Freilufttreffs war im Jugendstadtteilrat entwickelt worden, weil immer wieder Jugendcliquen für Ärger auf Freifächen und Spielplätzen sorg(t)en. So zum Beispiel auf dem Spielplatz in der Rathmannstraße oder dem Harry-Potter-Spielplatz auf dem Hermann-Bruse-Platz. Vorteile des alten Schulgartens seien der große Abstand zu den Wohnanlagen und die Nähe zum Sportplatz. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.03.2009)



Mit diesem Entwurf für einen Jugendfreilufttreff von Tobias Kahlert trat der Jugendstadtteilrat im Neustädter Feld Anfang 2008 an die Öffentlichkeit. Beleuchtete Sitzgruppen sind von einer Mauer umgeben, außerhalb ist rechts ein Grillplatz eingeplant, links Tischtennisplatten.

06.02.2009
CDU-Ortsverein: „Freilufttreff muss endlich kommen“
Der CDU-Ortsverband „Am Neustädter Feld“ fordert die zügige Realisierung der Pläne für einen Jugendfreilufttreff im Neustädter Feld. Jugendliche hatten dafür im Rahmen eines „Jugend-Stadtteilrates“ selbst ein Konzept erarbeitet und bereits vor einem Jahr vorgestellt. „Das Geld dafür ist da, einen Standort gibt es auch auf dem Gelände des früheren Schulgartens in der Othrichstraße. Nun geht es darum, wer trägt die Baulast und damit die Verantwortung? Das muss schnell geklärt werden, damit das Vorhaben endlich verwirklicht werden kann“, sagte der Vorsitzende Gerhard Häusler nach einer Sitzung des Ortsverbands in dieser Woche.
Hintergrund: Bisher sind u.a. der Spielplatz in der Rathmannstraße oder der Harry-Potter-Spielplatz auf dem Hermann-Bruse-Platz Treffpunkte für Jugendliche. Zum Ärger von Anwohnern, die über Lärm klagen. Und zum Schaden für die Spielanlagen, die teilweise demoliert und verschmutzt werden. Einen anderen Treffpunkt gibt es außerhalb der Jugendklubs insbesondere abends und an Wochenenden aber auch nicht. Der Jugend-Stadtteilrat hatte dieses Problem aufgegriffen, Jugendliche nach ihren Wünschen gefragt und das Konzept für den Freilufttreff entwickelt. Vorteile des alten Schulgartens seien der große Abstand zu den Wohnanlagen und die Nähe zum Sportplatz. Probleme mit Jugendcliquen könnten damit freilich auch künftig nicht ausgeschlossen werden, aber der Treffpunkt könne Entlastung für die Spielplatzproblematik bringen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.02.2009)

05.08.2008
Freilufttreff für Jugendliche steckt in der Warteschleife
Konzept des Jugendstadtteilrates wartet auf Realisierung
Um Problemen zwischen Jugendlichen, die sich auf Freiflächen treffen, und Anwohnern zu begegnen, hatten Teilnehmer eines Jugendstadtteilrates im Neustädter Feld Anfang des Jahres das Konzept für einen Treffpunkt an der Othrichstraße entwickelt (Volksstimme berichtete - siehe Meldung weiter unten). Dafür bekamen die Jugendlichen nicht nur viel Lob aus dem eigenen Stadtteil, denn auch in anderen Gebieten wurden die Ideen von Magdeburgern begrüßt. Doch die Umsetzung lässt auf sich warten.
Zuletzt gab es am 1. Juli ein Planungstreffen mit Jugendlichen, Stadtplanungsamt, Kommunalem Gebäudemanagement, Bürgerverein Neustädter Feld und Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß. Offen blieb die Frage: Wer übernimmt die Baulast nach der Fertigstellung? So lange diese Frage offen ist, liegen die Pläne, die mithilfe des Förderprogramm „Soziale Stadt“ realisiert werden sollen, auf Eis. Eine neue Beratung am 26. August soll den Durchbruch bringen.
Denn aus Sicht von Manuela Hasenfuß sollten die von den Jugendlichen entwickelten und mit den Ämtern abgestimmten Pläne „spätestens im Frühjahr 2009“ umgesetzt werden. Schließlich gibt es den Jugendrat im Stadtteil bereits seit Monaten offiziell nicht mehr.
Das von vornherein befriste Projekt, initiiert vom Stadtteilmanagement und gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, endete bereits im März. Es sollte Jugendliche zum demokratischen Mitwirken anregen, Entscheidungswege und Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen und etwas zu erreichen, aufzeigen. Die Stadtteilmanagerin verweist deshalb auf gute Erfahrungen aus der Beimssiedlung in Stadtfeld-West. Dort sei für ein ähnliches Vorhaben mit dem kommunalen Stadtgarten- und Friedhofsbetrieb Magdeburg (SFM) über das Sachgebiet Spiel- und Freizeitflächen eine rasche Lösung gefunden worden.
Und auf die, so deutet es Manuela Hasenfuß an, hoffen nun auch die Akteure im Neustädter Feld. Daher wurde der SFM zur nächsten Besprechung am 26. August eingeladen.
Bisher sind u.a. der Spielplatz an der Rathmannstraße oder der Harry-Potter-Spielplatz auf dem Hermann-Bruse-Platz Treffpunkte für Jugendliche. Zum Verdruss von Anwohnern, die sich gestört fühlen. Und zum Schaden für die Spielanlagen, die teilweise demoliert und verschmutzt werden. Alternativen haben die jungen Leute außerhalb der Jugendklub-Öffnungszeiten
aber auch nicht. Der Jugendrat hatte dieses Problem aufgegriffen, Jugendliche nach ihren Wünschen gefragt und das Konzept für den Freilufttreff entwickelt.
Als günstigen Standort ermittelten die Jugendräte mithilfe der Befragten den früheren Schulgarten der ehemaligen Grundschule an der Othrichstraße. Vorzüge dieser Fläche: der große Abstand zu den Wohnanlagen und die Nähe zum Sportplatz. Dazu gab es bereits Abstimmungen mit dem Verein BSV 93, der Träger des Sportkomplexes ist. Zur Ausstattung müssten eine Überdachung, Sichtschutz, Sitzgelegenheiten aus Beton mit Holzauflagen und Beleuchtung zählen, wenn möglich auch Tischtennisplatten und ein Grillplatz. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2008)

20.03.2008
Jugendrat muss Bedenken gegen Freilufttreff ausräumen
An der Othrichstraße soll Anlaufpunkt für Jugendliche entstehen
Wird noch in diesem Jahr wie geplant ein Freilufttreff für Jugendliche im Neustädter Feld gebaut? Dieser soll Ruhestörungen an anderen Stellen des Stadtteils und Schäden an Spielanlagen künftig verhindern helfen. Bei den Planungen für das Projekt, an dem maßgeblich Jugendliche des „Feld“ selbst beteiligt sind, gibt es seit einer Präsentation im März aber noch keinen wesentlichen Fortschritt. Knackpunkt ist, ob die ausgewählte Fläche des ehemaligen Schulgartens an der Othrichstraße genutzt werden kann.
Um die Standortfrage zu klären, seien zunächst Gespräche mit dem Sportverein BSV 93 notwendig, der das angrenzende Sportareal mit Sporthalle und Spielanlage an der Othrichstraße seit dem Vormonat offiziell betreibt. Durch die Übernahme seien bisher noch keine Absprachen möglich gewesen, sagte Katja Gebbers, Projektleiterin des für den Freilufttreff federführenden Jugendstadtteilrates jetzt in der AG Gemeinwesen (GWA).
Doch es sind auch andere Widerstände aus dem Weg zu räumen. So gab es in der GWA bereits mehrere Anfragen, ob bei der Wahl des Standortes tatsächlich Ruhestörungen für umliegende Grundstücke auszuschließen sind, auch hinsichtlich künftiger Bebauung zum Beispiel durch Eigenheime im Bereich des Fort VI.
Die Befürchtung: Der Treff, der mit öffentlichen Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ gebaut werden soll, könnte durch Anwohnerbeschwerden schnell zum Streitpunkt und so schon bald wieder hinfällig werden. Genau das soll verhindert werden. Daher will der Jugendrat diese Bedenken und Anmerkungen auch in der weiteren Planung berücksichtigen, sagte Katja Gebbers.
Der Jugendstadtteilrat, ein vom Stadteilmanagement initiiertes Projekt, hatte im Januar ein Konzept für einen so genannten Freiluftunterstand präsentiert. In der AG Gemeinwesen fanden die Ideen positiven Widerhall.
Bisher sind der Spielplatz an der Rathmannstraße, der Harry-Potter-Spielplatz an der Rollestraße oder der Hermann-Bruse-Platz Treffpunkte für Jugendliche. Zum Verdruss von Anwohnern, die sich gestört fühlen. Und zum Schaden für die Spielanlagen, die teilweise demoliert und verschmutzt werden. Zum Nachteil für die Kinder, die auf den Plätzen eigentlich spielen sollen. „Doch es gibt keinen Platz für die Jugendlichen, zu dem wir sie schicken können“, sagte Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamts. Die Jugendklubs schließen zwischen 20 und 21 Uhr, Freitag und Sonnabend um 22 Uhr.
„Probleme mit Jugendcliquen werden wir damit auch künftig nicht ausschließen können, aber der Treffpunkt soll Entlastung für die Spielplatzproblematik bringen“, sagte Katja Gebbers. Als günstigen Standort ermittelten die Jugendräte den früheren Schulgarten der Grundschule an der Othrichstraße. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.03.2008)



Tobias Kahlert vom Jugendstadtteilrat fasste die Ideen von Jugendlichen für einen Freilufttreff an der Othrichstraße in dieser Grafik zusammen. Die beleuchteten Sitzgruppen sind von einer Mauer umgeben, außerhalb ist rechts ein Grillplatz eingeplant, links ein Tischtennisplatz.

23.01.2008
So könnte ein Freilufttreff für Jugendliche im „Feld“ aussehen - Jugendrat legt eigenen Entwurf vor
Genervte Anwohner, frustrierte Jugendliche, Polizeieinsätze – so endet mancher Abend im Neustädter Feld. Doch die jungen Leute haben außerhalb der Öffnungszeiten ihrer zwei Jugendklubs keinen Treffpunkt im Stadtteil. Der Jugendstadtteilrat legte deshalb am Montagabend ein Konzept für einen so genannten Freiluftunterstand in der AG Gemeinwesen (GWA) vor.
Der Seilspielplatz an der Rathmannstraße, der Harry-Potter-Spielplatz an der Rollestraße oder der Hermann-Bruse-Platz – das sind Treffpunkte für Jugendliche des Stadtteils. Zum Verdruss von Anwohnern, die sich gestört fühlen. Und zum Schaden für die Spielanlagen – die werden teilweise demoliert und verschmutzt. Kinder, die sich auf den Plätzen eigentlich vergnügen sollen, haben das Nachsehen.
„Doch es gibt keinen Platz für die Jugendlichen, zu dem wir sie schicken können“, sagte Holger Schmidt, Streetworker des Jugendamts. Die Jugendklubs schließen zwischen 20 und 21 Uhr, Freitag und Sonnabend um 22 Uhr.
Der im Vorjahr gegründete Jugendstadtteilrat nahm sich des Themas an, startete eine Umfrage unter Jugendlichen im Wohngebiet. Projektleiterin Katja Gebbers und Jugendrat Tobias Kahlert von der Fraktion des Don-Bosco-Jugendzentrums, werteten die Aktion am Montagabend in der AG Gemeinwesen im Nachbarschaftszentrum aus.
Herausfinden wollte der Jugendrat (Neustädter-Feld-Allianz), ob Bedarf für einen Freilufttreff besteht, wo er entstehen könnte und wie er ausgestattet sein müsste, um von den jungen Neustädterfeldlern angenommen zu werden, erklärte Tobias Kahlert.
Am Bedarf bestehe nach Meinung der befragten Jugendlichen nicht zuletzt wegen der Streitereien mit Anwohnern und der Polizeieinsätze kein Zweifel. „Probleme mit Jugendcliquen werden wir damit auch künftig nicht ausschließen können, aber der Treffpunkt soll Entlastung für die Spielplatzproblematik bringen“, sagte Katja Gebbers.
Als günstigen Standort ermittelten die Jugendräte mithilfe der Befragten den früheren Schulgarten der ehemaligen Grundschule an der Othrichstraße. Vorzüge dieser Fläche: der große Abstand zu den Wohnanlagen und die Nähe zum Sportplatz.
Zur Ausstattung müssten eine Überdachung, Sichtschutz, Sitzgelegenheiten aus Beton mit Holzauflagen und Beleuchtung zählen, wenn möglich auch Tischtennisplatten und ein Grillplatz.
Tobias Kahlert fasste alle Ideen und Anregungen in einem Entwurf für den Freilufttreff zusammen. „Gute Arbeit“, lobte Streetworker Holger Schmidt. In Frage stellte er indes die hohe Betonmauer, die den Treffpunkt nach Vorstellung der Jugendlichen umgeben soll: „Müsste der Treff nicht nach allen Seiten offen sein?“ Für den Vorschlag der Jugendlichen sprechen allerdings der Sicht- und Lärmschutz. Sie verteidigten auch das Material der Umrandung: „Holz ist nicht witterungsbeständig, deshalb Beton“, sagte Tobias Kahlert. Auch Holger Schmidt stimmte hier zu: „Die Holzunterstände werden meist einfach angezündet, da ist Beton schon richtig.“
Stadtrat Hubert Salzborn (CDU) sagte „Die Ideen sind fantastisch, gut durchdacht. Die Frage nach einer Toilette muss aber noch gestellt werden.“
Rex Löwe, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Feld, fragte: „Wenn es jetzt drei Treffpunkte gibt, wird es ja auch drei Gruppierungen geben. Werden alle drei den neuen Treff annehmen oder nur eine Clique?“ Holger Schmidt dazu: „Aus Erfahrung kann ich sagen: die Gruppen kommen meist miteinander klar.“
Die Jugendlichen wollen das Projekt weiter auf dem Weg durch die Ämter und politischen Gremien der Stadt begleiten, auch wenn das Projekt „Jugendstadtteilrat“, das vom Stadtteilmanagement mit der Bundeszentrale für politische Bildung gestartet wurde, im März offiziell endet. Denn, so Katja Gebbers, „hier soll etwas entstehen, was nach den Vorstellungen der Jugendlichen entsteht und von ihnen dann auch angenommen wird“. Die jungen Stadtteilbewohner würden beim Bau auch selbst in einem Arbeitseinsatz tatkräftig helfen. Bei der Finanzierung könnte das Förderprogramm „Soziale Stadt“ genutzt werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.01.2008)

   

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Tobias Kahlert vom Jugendstadtteilrat fasst die Ideen von Jugendlichen für einen Freilufttreff an der Othrichstraße in dieser Grafik zusammen. Die beleuchteten Sitzgruppen sind von einer Mauer umgeben, außerhalb ist rechts ein Grillplatz eingeplant, links ein Tischtennisplatz. Rechte Fotomantage erstellt H. Schleef.

 



Wie weiter mit der Jugendarbeit? Darüber diskutierte im Vorjahr die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter Feld immer wieder. Anlass waren Beschwerden über Lärm und Zerstörungen durch Jugendgruppen. Polizei, Mitarbeiter der Jugendtreffs und der Streetworker des Jugendamts befassten sich in einer eigenen Arbeitsgruppe „Jugendarbeit“ damit. Erwachsen ist daraus die Idee, die Jugendlichen des Stadtteils mit einem Spiel herauszufordern.
Über die SPI GmbH, die Träger des Stadtteilmanagements im Neustädter Feld ist, wurde das Demokratie-Abenteuerspiel bei einem Ideenwettbewerb der Bundeszentrale eingereicht und befürwortet.
Beim Spiel kann man bis zu 5000 Euro zu gewinnen. Voraussetzung: Die Jugendlichen müssen die Tücken der Spielentwickler sowie des Systems knacken und Level für Level durchschreiten, Aufgaben bewältigen und Teilgewinne erobern, die am Ende jedes Levels auf sie warten. Was auf den ersten Blick leicht erscheint, wird für die Jugendlichen zur absoluten Herausforderung – jeder Spielabschnitt kann nur in gemeinsamen Abstimmungsprozessen gewonnen werden.
„The Game“ soll Kindern und Jugendlichen spielerisch „demokratische Prozesse verständlich machen, bevor sie zu dem Schluss kommen, dass Demokratie etwas ist, was außerhalb ihrer Lebenswelt existiert, für sie nicht sorgt und ihnen nichts bringt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundeszentrale für politische Bildung, die gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium die Aktion im Neustädter Feld über ein Programm für Jugendbeteiligung fördert.


 

„The Game“ (Das Spiel) wurde mit einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 5. April, im früheren Gebäude der Grundschule „Am Bördegarten“ an der Othrichstraße begonnen. Mit Unterstützung des Kommunalen Gebäudemanagements (KGM) wurden an diesem Nachmittag die Pforten der Schule noch einmal geöffnet. Eingeladen waren alle Jugendlichen und Eltern des Stadtteils mit Interesse an dem Spiel.
Im ersten Level sollen die Jugendlichen in ihrem Stadtteil einen Jugendstadtteilrat gründen und entscheiden, wie sie den ersten Teilgewinn investieren. Die Gründung des Rates ist die Grundbedingung für weitere Gewinne, die den Jugendlichen nach Spielende zur freien Verfügung stehen sollen.
Wie in jedem Abenteuerspiel wird es auch bei „The Game“ Helfer geben, die die Jugendlichen um Rat und Unterstützung fragen können. Diese Helfer tragen den Namen „Demokratieretter“, und die Jugendlichen werden sie im Spielverlauf brauchen. Bereits erklärte „Demokratieretter“ sind z. B. CDU-Stadtrat Hubert Salzborn, der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands „Am Neustädter Feld“, Gerhard Häusler, Vertreter des Stadtplanungs-, Jugend- und Sozialamtes sowie der Wobau. Weitere „Demokratieretter“ werden gesucht. Diese sollen als Paten und Helfer fungieren und den Mitspielern als künftigen Jugendstadtteilräten zeigen, wie gesellschaftliche Prozesse des Miteinanders, der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung funktionieren.

Im Haus der früheren Grundschule an der Othrichstraße erklärt Projektleiterin Katja Gebbers (l.) hier Jugendlichen aus dem Neustädter Feld die Spielregeln für das Demokratie-Abenteuer, bei dem es bis zu 5000 Euro zu gewinnen gibt. Fotos (2): Holger Schleef


 

Für alle Interessierten, die die Auftaktveranstaltung verpasst haben, hier die notwendigen Infos und Spielunterlagen für The Game zum Download.




 

The Game-Büro - offen für Jedermann, Fragen, Anregungen, Hilferufe, Unterstützung und Organisation:

Montag und Mittwoch 14.00 bis 18.00 Uhr

Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld
Othrichstraße 30
39128 Magdeburg

Spielleiterin: Katja Gebbers
Telefon: 0391 / 2 52 92 29
Handy: 0178/ 888 40 32
E-Mail:
thegameNF@web.de



 

1. Level am 20.04.2007

Mit der Anwesenheit von 5 Gruppen mit eigenem Namen war die grundlegende Bedingung für den Spielauftakt erfüllt. Für den Gewinn des 1. Level (300 €) waren dann noch die Erfüllung weiterer Voraussetzungen nötig. Alle weiteren Informationen dazu könnt ihr im Protokoll nachlesen und hier downloaden:
Word-Dokument oder PDF-Dokument

Die Jugendlichen erfüllten alle im 1. Level gestellten Aufgaben erfolgreich. Der Rat befürwortete im Abstimmungsprozess mehrheitlich den Vorschlag der Fraktion „Rolle 23“ auf gleichberechtigte Teilung der Gewinnsumme, d. h. 60 € pro Fraktion. Entsprechend des Beschlusses erfolgte im Anschluss die Auszahlung des Gewinnbetrages an den zuständigen Kassenwart der jeweiligen Fraktionen.

Die Ratsmitglieder erhielten zur Vorbereitung des 2. Levels, d. h. den nächsten Sitzungstermin, einen Spielumschlag mit der geheimnisvollen Fragestellung:
Was macht ein Rat?

Wie in der Politik auch, gab es vor dem nach Hause gehen noch ein exklusives Fotoshooting des gewählten Jugendstadtteilrates „Neustädter Feld Allianz“ und der jeweiligen Fraktionen.
 







Jugendstadtteilrat
Neustädter Feld Allianz



Die Fraktionen




Rolle 23




TFD


The Danger Deluxe

Zum Vollansicht braucht ihr nur die Bilder anzuklicken.

weitere Bilder vom Veranstaltungsbeginn (zip-Datei mit 2,6 Mb)



2. Level am 11.05. und 01.06.2007:

Erste Sitzung am 11.05.2007

Die Ratsmitglieder erhielten zur Vorbereitung des 2. Level einen Spielumschlag mit der geheimnisvollen Fragestellung: Was macht ein Rat?

In diesem Level gibt es 400 € zu gewinnen. Allerdings gibt es dieses Geld nur für eine Fraktion.
Bei der nächsten Ratssitzung kann jede Fraktion, die die Aufgaben gelöst hat, den Gewinn per Antrag an die „Neustädter Feld Allianz“ für sich beanspruchen. Hier kommt es darauf an, die anderen Fraktionen davon zu überzeugen, dass das Geld gut eingesetzt ist. Mehrheit siegt!

Alle Informationen und Bilder zur Veranstaltung könnt ihr im Protokoll nachlesen und hier downloaden:

Word-Dokument oder PDF-Dokument

Bilder von der Veranstaltung (zip-Datei mit 1,1 Mb)
 

Zweite Sitzung am 01.06.2007

Da nur zwei Fraktionen (TFD und Rolle23) sich für den Gewinn qualifiziert hatten, wurde nach Beratung mit den Demokratierettern der Vorschlag zur Teilung des Gewinns eingebracht. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Somit erhielten für das Level 2 Rolle 23 und TFD jeweils 200,00 €.
Die Fraktion TFD möchte mit dem Gewinn weitere Musikworkshops und Technik finanzieren. Die Jugendlichen der Mechthildgemeinde bieten diese Workshops bereits für interessierte Jugendliche an. Damit diese weiterhin kostenlos abgehalten werden können, soll der Gewinn für Unkosten und zur Anschaffung von Technik eingesetzt werden, die bisher kostenintensiv geliehen werden musste. Die Workshops sollen zukünftig dann noch mehr für die Jugendlichen des Stadtteils geöffnet werden.
Die Fraktion Rolle 23 möchte ihren Gewinn für die Reparatur des Billardtisches verwenden, der 8 Jahre alt ist und dementsprechenden Verschleiß aufweist. Gerade jüngere Kinder, die jetzt als „Nachwuchs“ in den Club kommen, würden gerne den Billardtisch nutzen und können dies nur eingeschränkt. Die Rolle 23 möchte alle Fraktionen zum Billardturnier einladen, wenn die Reparatur erfolgt ist.

Alle Informationen zur Veranstaltung könnt ihr im Protokoll nachlesen und hier downloaden:

Word-Dokument oder PDF-Dokument

3. Level am 15.06.2007:

Die Aufgaben im Level 3 sollten direkt in der Sitzung gelöst werden. Die Gewinnausschüttung erfolgte direkt im Anschluss - für jede Fraktion gab es diesmal 75,- Euro Sitzungsgeld.
Die Arbeit der Gruppen fand dann draußen statt, gleichzeitig wurde gegrillt.
Unsere Stadträte unterstützten ihre Fraktionen.

Alle Informationen zur Veranstaltung könnt ihr im Protokoll nachlesen und hier downloaden:

Word-Dokument oder PDF-Dokument



 

„The Game“ wird eine Sommerpause machen. In der Sommerpause wird die Projektleitung Vorbereitungen (Recherche, Anträge usw.) für die Fraktionsvorhaben/ -projekte (Grundsatzprogramm) treffen und bei Bedarf die Fraktionen einzeln kontaktieren (Abstimmung mehrheitlich ja).

18.08.2007 - Satz und Sieg
Der Jugendstadtteilrat im Neustädter Feld veranstaltete am vergangenen Sonnabend ein Volleyballturnier mit anschließender Party an der Othrichstraße. „Ich bin sehr stolz auf die Arbeit der Jugendlichen. Leider waren beim Engagement der Fraktionen doch große Unterschiede festzustellen“, sagte Katja Gebbers, die das Ratsprojekt leitet. „Große Anerkennung für die ,Rollaner‘, die vor und während der Veranstaltung die meisten Aufgaben übernahmen. Die Jugendlichen waren sich einig, dass die Organisation von Veranstaltungen sehr aufwendig ist, an vieles gedacht werden muss und sie daran denken werden, wenn sie bei anderen Turnieren Gäste sind. Dank an alle, die den Jugendstadtteilrat unterstützt haben, besonders dem Nachbarschaftszentrum, Streetworker Holger Schmidt, Bernd Spring vom Jugendklub ,Rolle 23‘ und dem BSV 93.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 24.08.2007)

Vom Volleyballturnier und der Party existieren etwa 100 Fotos. Da der Speicherplatz auf dem Server nur begrenzt ist, bitte bei Bedarf beim Spielleiter nachfragen.

Spielleiterin: Katja Gebbers
Telefon: 0391 / 2 52 92 29
Handy: 0178/ 888 40 32
E-Mail:
thegameNF@web.de


 

Pressemeldung vom 01.11.2007
Gruppe aus dem „Feld“ bei Projekt in Bremen - Jugendräte treffen „Tatort“-Kommissar
Ihre Stadtteile gelten als soziale Brennpunkte: In dieser Woche kommen Teilnehmer von Jugendprojekten aus Aachen Ost, Bremen Tenever, Dortmund Nordstadt, Magdeburg Neustädter Feld und München Riem in Bremen zur Begegnungswoche „5 x Deutschland“ der Landeszentrale für politische Bildung Bremen und der Bundeszentrale für politische Bildung zusammen.
Für das Neustädter Feld sind Anni Brösel, Sebastian Grunwald, Robert Babik, Franzi Bode David Bruck, Kevin Falke und Tobi Schwirzke nach Bremen gereist, die seit dem Frühjahr im Jugendstadtteilrat mitarbeiten. Katja Gebbers, Projektleiterin des Jugendrats im „Feld“ begleitet die Gruppe.
Insgesamt 60 Jugendliche aus großstädtischen Problembezirken beteiligen sich bis zum Sonnabend an dem Projekt, in dessen Rahmen u.a. Workshops zum Thema „Arbeit in der sozialen Marktwirtschaft“ stattfinden. Über Rollen- oder Planspiele werden Szenarien entwickelt, die zur Diskussion über die eigene Situation sowie die Einschätzung gesellschaftlicher und politischer Mitgestaltungsmöglichkeiten einladen.
Darüber hinaus proben die Teilnehmer Auszüge aus Schillers „Die Räuber“. Bei der abschließenden Aufführung mit dem Titel „Die Räuber. Wie sich Banden bilden“ morgen Abend in der Bremer Shakespeare Company präsentieren die Jugendlichen sich und ihre Lebenswelten. Unterstützt werden sie von den Schauspielern Franziska Menz, Thomas Hupfer, Nicolas Marchand und dem „Tatort“-Kommissar Mehdi Moinzadeh. Der Bremer Hip-Hop-Act „D4B“ konnte für die abschließende Party gewonnen werden.
Bereits im Vorfeld hatte der Regisseur und Dramaturg Thierry Bruehl die Jugendlichen in ihren Städten besucht und sich gemeinsam mit ihnen filmisch und darstellerisch mit dem (Arbeits-)Leben in ihren Stadtteilen auseinandergesetzt (Volksstimme berichtete). Die Ergebnisse sind bereits im Internet unter www.bpb.de/5xdeutschland zu sehen.

 Mit jedem Klick auf einen der Filme bringen die Besucher der Internetseite die jeweilige Gruppe einen Schritt näher an ihr Ziel: Die Jugendlichen aus dem Stadtteil mit den meisten Klicks gewinnen eine einwöchige Reise in die Hauptstadt zu „Berlin08 – das Festival für junge Politik und junge Kultur“ vom 13. bis 15. Juni nächsten Jahres.

Direktlink zu unserem Filmbeitrag: http://www.youtube.com:80/watch?v=tf8w2xisxN0

Die fünf Jugendprojekte wurden über einen Ideenwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung aus Aachen, Dortmund, Magdeburg Neustädter Feld, München und Bremen gewonnen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.11.2007)



Den Schauspieler und „Tatort“-Kommissar Mehdi Moinzadeh (vorn r.) trafen Jugendliche aus dem Neustädter Feld Anfang der Woche im Rahmen der Begegnungswoche „5 x Deutschland“ in Bremen. Vorn neben Moinzadeh zu sehen sind Anni Brösel (M.) und Katja Gebbers, Projektleiterin des Jugendrats im Neustädter Feld. Mittlere Reihe (v. l.): Sebastian Grunwald, Robert Babik, Franzi Bode. Hinten: David Bruck, Kevin Falke und Tobi Schwirzke. Foto: Privat

Pressemeldung vom 08.09.2007
Filmteam begleitet Jugendliche im Neustädter Feld
Der Regisseur Thierry Bruehl aus Salzburg leitete gestern Dreharbeiten für einen Film über das Neustädter Feld und engagierte Jugendliche vom Stadtteilrat des Wohngebiets. Hier wird gerade an einer Szene auf der Brücke Mittagstraße/Magdeburger Ring vor dem Jugendklub „Bauarbeiter“ gearbeitet. Der Film soll Ende Oktober in Bremen bei einem Treffen von Jugendinitiativen aus ganz Deutschland gezeigt werden. Die Bundeszentrale für politische Bildung, die den Jugendrat im Neustädter Feld fi nanziell fördert, lädt dazu ein. Außerdem soll ein Sendeplatz bei einem Fernsehsender gefunden werden. Gedreht wurde gestern und Donnerstag u. a. auf dem Hochhaus am Bruseplatz und in Jugendtreffs. Für gestern Abend war ein Auftritt der Tanzgruppe des Klubs „Bauarbeiter“ vor der Kamera geplant. Bilder vom Drehtag Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.09.2007)

Pressemeldung vom 05.09.2007
Film über engagierte Jugendliche geplant - Regisseur aus Salzburg dreht morgen im „Feld“
Jugendliche aus dem Neustädter Feld werden zu Filmhelden. Regisseur Thierry Bruehl aus Salzburg kommt morgen bis zum Freitag mit Kamerateam, um die Mitglieder des Jugendrates „Neustädter-Feld-Allianz“ in Szene zu setzen und Ansichten des Stadtteils festzuhalten. Wie Katja Gebbers, Projektleiterin des Jugendprojekts im „Feld“, gestern gegenüber der Volksstimme sagte, sind mit den fünf Fraktionen des Rates jeweils Einzeldrehs sowie Gesamtprojektszenen geplant. Zu den Drehorten zählen das Nachbarschaftszentrum sowie die Jugendtreffs „Rolle 23“, „Bauarbeiter“ und „Don Bosco“.
Der Film soll bei einem großen Jugendtreffen in Bremen vom 27. Oktober bis 3. November gezeigt werden. Die Bundeszentrale für politische Bildung lädt dazu neben den „Neustädterfeldlern“ Teilnehmer von Jugendprojekten aus ganz Deutschland ein. Außerdem strebt die Bundeszentrale eine Veröffentlichung auf ihrer Internetseite (www.bpb.de) und im Fernsehen an.
Der Jugendrat im Neustädter Feld wurde im April auf Initiative des Stadtteilsmanagements und der Bundeszentrale für politische Bildung gegründet. Im Rahmen eines Demokratie-Abenteuerspiels starten die Jugendlichen eigene Projekte und können für die Umsetzung insgesamt bis zu 5000 Euro durch das Lösen von Aufgaben gewinnen. Im Rat müssen sie für ihre Ideen und Ziele Mehrheiten organisieren. Hilfe kommt von so genannten „Demokratierettern“, darunter Vertreter der Magdeburger Stadtratsfraktionen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.09.2007)

Pressemeldung vom 24.08.2007
Satz und Sieg

Der Jugendstadtteilrat im Neustädter Feld veranstaltete am vergangenen Sonnabend ein Volleyballturnier mit anschließender Party an der Othrichstraße. „Ich bin sehr stolz auf die Arbeit der Jugendlichen. Leider waren beim Engagement der Fraktionen doch große Unterschiede festzustellen“, sagte Katja Gebbers, die das Ratsprojekt leitet. „Große Anerkennung für die ,Rollaner‘, die vor und während der Veranstaltung die meisten Aufgaben übernahmen. Die Jugendlichen waren sich einig, dass die Organisation von Veranstaltungen sehr aufwendig ist, an vieles gedacht werden muss und sie daran denken werden, wenn sie bei anderen Turnieren Gäste sind. Dank an alle, die den Jugendstadtteilrat unterstützt haben, besonders dem Nachbarschaftszentrum, Streetworker Holger Schmidt, Bernd Spring vom Jugendklub ,Rolle 23‘ und dem BSV 93.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 24.08.2007)

Vom Volleyballturnier und der Party existieren etwa 100 Fotos. Da der Speicherplatz auf dem Server nur begrenzt ist, bitte bei Bedarf beim Spielleiter nachfragen.

Spielleiterin: Katja Gebbers
Telefon: 0391 / 2 52 92 29
Handy: 0178/ 888 40 32
E-Mail:
thegameNF@web.de

Pressemeldung vom 09.08.2007
Aufschlag für den Jugendrat
Politische Sommerpause wird von engagierten jungen Leuten für Volleyballturnier und Party genutzt
Seit dem Frühjahr gibt es im Neustädter Feld einen Jugendstadtteilrat („Neustädter-Feld-Allianz“). Unterstützt u. a. von Stadträten macht der Rat Jugendpolitik im „Feld“. Und trotz der Sommerpause sind die Jugendlichen nicht faul. Für den 18. August organisieren sie ein offenes Volleyballturnier im Stadtteil und eine anschließende Party. Von Ämterkontakt bis Zuschauertribüne kümmern sie sich um alles selbst.
Auf dem Sportplatz an der Othrichstraße soll das Jugendvolleyballturnier am 18. August um 14 Uhr angepfiffen werden, informierten die Jugendstadtteilräte Josi und Anne in einer Pressemitteilung: „Wer noch Interesse hat, mitzuspielen, kann sich im Jugendklub ,Rolle 23‘ anmelden.“ Möglich ist das über die E-Mail-Adresse Rolle23@web.de.
Nach dem Volleyballturnier soll ein DJ bei der anschließenden Party für gute Musik auf dem Gelände des Nachbarschaftszentrums an der Othrichstraße sorgen. Auch ausreichend Essen und Trinken für die Festgäste soll bereit stehen.
Gegründet wurde der Jugendstadtteilrat im April auf Initiative des Stadtteilmanagements und von Jugendeinrichtungen im Rahmen eines Demokratie-Abenteuerspiels. Bei der mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung gestarteten Aktion sind von den vier Fraktionen von Level zu Level neue Aufgaben zu lösen. Hilfe erhalten die Jugendlichen, die von Jugendtreffs und dem Streetworker des Jugendamts zur Teilnahme animiert wurden, von so genannten „Demokratierettern“. Dahinter verbergen sich Stadträte. Bei ihnen lernen die Jugendlichen die Stadtratsarbeit kennen und bekommen Tipps für die eigene Ratsarbeit.
In jeder Spielrunde gibt es Geld für Jugendprojekte im „Feld“ zu gewinnen, insgesamt bis zu 5000 Euro. Bisher wurden zum Beispiel 200 Euro für kostenlose Musikworkshops und Technik im Jugendtreff der Mechthildgemeinde eingesetzt. Die Fraktion des Jugendtreffs „Rolle 23“ erarbeitete sich 200 Euro für die Reparatur des acht Jahre alten Billardtisches. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.08.2007)



Die Jugendstadtteilräte der „Neustädter-Feld-Allianz“ haben mittlerweile alle Shirts mit dem Schriftzug des Gremiums, das seit April im Viertel Jugendpolitik macht. Hier zeigen Tobias Kahlert, Julia Temp und Tobi Schwirzke (v. l.) ihre Shirts. Foto: Privat

Pressemeldung vom 02.08.2007
Filmporträt geplant - Jugendrat steht vor der Kamera

Über den Jugendstadtteilrat im „Feld“, Projekt des Stadtteilmanagements, soll im September ein Film-Kurzporträt gedreht werden. Regisseur Thierry Brühl, Kameramann Philippe Brühl und Schauspieler Thomas Hupfer haben sich angesagt. Der Streifen soll bei einem Jugendtreffen der Bundeszentrale für politische Bildung in Bremen gezeigt werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.08.2007)

Pressemeldung vom 23.05.2007
Fraktionen des Jugendrats vor neuen Aufgaben - Stadtteilpolitiker holen sich im Rathaus Tipps
Der Jugendstadtteilrat im Neustädter Feld tagt am 1. Juni wieder im Nachbarschaftszentrum an der Othrichstraße. Bis dahin müssen die fünf Fraktionen Grundsatzprogramme erarbeiten und Praktika bei Stadtratsfraktionen absolvieren.
Gegründet wurde der Jugendstadtteilrat im April auf Initiative des Stadtteilmanagements und von Jugendeinrichtungen im Rahmen eines Demokratie-Abenteuerspiels (Volksstimme berichtete). Bei der mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung gestarteten Aktion können insgesamt bis zu 5000 Euro für Jugendprojekte im Stadtteil erspielt werden.
Von Level zu Level sind neue Aufgaben zu lösen. Unterstützt werden die Jugendlichen von „Demokratierettern“. Dazu zählen Stadträte. So stehen Wigbert Schwenke und Hubert Salzborn (beide CDU), Karin Meinecke und Sven Meinecke (beide Linkspartei) sowie Michael Stage (Jugendpartei future) aktuell jeweils für eine Jugendfraktion als Partner für Praktika bereit. Bei ihnen können sie die Stadtratsarbeit kennen lernen und sich Tipps für das Tüfteln am fraktionseigenen Grundsatzprogramm holen. Das muss neben dem Praktikumsnachweis ebenso zur nächsten Ratssitzung vorgelegt werden. Wofür möchten sich die Gruppen im Jugendstadtteilrat einsetzen, welche konkreten Ziele wollen sie erreichen? Bei der nächsten Ratssitzung kann jede Fraktion, die die Aufgaben gelöst hat, den Gewinn des 2. Levels von 400 Euro per Antrag für sich bzw. ein eigenes Projekt beanspruchen. Es kommt darauf an, die anderen Fraktionen zu überzeugen, dass das Geld gut eingesetzt wird. Diplomatie und Verhandlungsgeschick ist gefragt, um eine Mehrheit zu finden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.05.2007)

Pressemeldung vom 24.04.2007
Erste Sitzung des Jugendstadtteilrates - Jugendliche schmieden „Neustädter-Feld-Allianz“
Die erste Hürde ist genommen: Am Freitagabend tagte im Nachbarschaftszentrum Neustädter Feld erstmals der Jugendstadtteilrat. Fünf Fraktionen nahmen daran teil. In einer Aktion des Stadtteilmanagements und der Bundeszentrale für politische Bildung können die Jugendlichen nun bis zu 5000 Euro gewinnen.
Sie nennen sich „Die Mimosen“, „Affenbande“, „Teens for Democracy“ (Jugendliche für Demokratie“), „Rolle 23“ und „The Danger Deluxe“ (Die Gefahr Deluxe). Und sie wollen im Kleinen Politik wie die Großen machen. Gäste der Auftaktsitzung waren Anhänger der Fraktionen, Vertreter der Jugendeinrichtungen, Streetworker Holger Schmidt, und Mitglieder des Bürgervereins „Neustädter Feld“.
Die Jugendlichen erfuhren Hintergründe des Projekts. „Es geht nicht nur um 5000 Euro“, sagte Projektleiterin Katja Gebbers, „es geht vielmehr darum, das Mitspracherecht wahrzunehmen, Ansichten und Wünsche in die Stadtteilpolitik zu tragen und dazuzulernen.“ Da das Projekt die Jugendlichen mit den „Spielregeln“ der Demokratie vertraut machen soll, wurden die Regeln für die Verwendung der Gewinne erläutert. Schwere Kost selbst für manchen Profi. Fakt ist: Über die Verwendung des Geldes muss stets der Jugendstadtteilrat abstimmen.
Die Aktion mit dem Titel „The Game“ (Das Spiel) hält Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen bereit. Jede gemeisterte Aufgabe bringt einen Geldgewinn für die Jugendlichen im „Feld“, maximal 5000 Euro. Für den Gewinn des ersten Levels (300 Euro) wurde auf Vorschlag der „Rolle 23“ entschieden, dass er aufgeteilt wird und so der Kassenwart jeder Fraktion als Grundstock 60 Euro verbuchen kann. Ein weiterer Beschluss der ersten Sitzung: Der Rat nennt sich „Neustädter-Feld-Allianz“. Bis zur nächsten Sitzung am 11. Mai um 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, muss die nächste Aufgabe gelöst werden: „Was macht ein Rat?“
Die Jugendräte müssen Anworten liefern. Helfer sind so genannte „Demokratieretter“, darunter Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.04.2007)

Pressemeldung vom 19.04.2007
Als Lohn für Einsatz winken 5000 Euro - Jugendstadtteilrat soll erstmals tagen
Der Jugendstadtteilrat im Neustädter Feld hat am morgigen Freitag um 17 Uhr seine erste Sitzung. Dazu treffen sich die Teilnehmer im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30. Ihr Ziel: 5000 Euro. Ihre Aufgabe: Demokratie. Der Stadtteil als Schauplatz eines Abenteuerspiels mit vielen Herausforderungen.
Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen fiel im Neustädter Feld der Startschuss für „The Game“ (das Spiel). Dahinter steckt eine Aktion, bei der junge Leute aus dem Stadtteil unter anderem einen Jugendstadtteilrat gründen sollen. Immerhin gibt es bis zu 5000 Euro zu gewinnen, die die Jugendlichen nach Spielende zur freien Verfügung bekommen können.
„Leere Haushaltskassen trüben den Blick in die Zukunft. ‚Null Bock‘-Stimmung zieht durch die Gassen. Schule ist out. Ausbildungsplätze sind rar. Chancengleichheit ist Vergangenheit. Angst vor der Zukunft zermürbt die Gemüter. Zu dieser Zeit verbünden sich die Jugendlichen im Stadtteil Neustädter Feld zu einem geheimnisvollen Rat ...“ Mit dieser Ansage begann das Spiel bei der Auftaktveranstaltung in der früheren Grundschule „Am Bördegarten“ an der Othrichstraße. Bei ihrer „Mission Mitbestimmung“ werden die Helden des Abenteuers – ähnlich einem Computerspiel – von Level zu Level herausgefordert. Erfolg wird mit Teilgewinnen belohnt. Allein der Rat darf bestimmen, wofür das Geld eingesetzt wird. Es gibt auch Helfer (u.a. Stadträte und Mitarbeiter
der Stadtverwaltung). „Demokratieretter“ werden sie genannt.
Die erste Aufgabe bestand darin, bis zum morgigen 20. April mindestens vier Jugendgruppen mit je fünf Teilnehmern zwischen 12 und 25 Jahren zubilden. Gelingt dies, sind die ersten 300 Euro gewonnen. „Der Rat muss dann entscheiden, was mit dem Gewinn gemacht werden soll“, sagte Projektleiterin Katja Gebbers.
Während dieser ersten Sitzung des Rates wird auch die erste (noch geheime) Aufgabe des Rates bekannt gegeben, die die Jugendlichen mithilfe der„Demokratieretter“ lösen müssen. Angesprochen wurden neben Jugendlichen, die regelmäßig Freizeiteinrichtungen des Stadtteils besuchen,  auch Jugendgruppen, die sich im Stadtteil treffen, ohne an eine Jugendeinrichtung angeschlossen zu sein.
Hintergrund: Die Spielidee entstand bei Beratungen zur Jugendarbeit im Stadtteil. Beteiligt waren Jugendklub-Mitarbeiter, Jugendamt und Polizei. Die hatten sich im Vorjahr an einen Tisch gesetzt, weil in der AG Gemeinwesenarbeit immer wieder Beschwerden über Vandalismus und Lärm durch Jugendgruppen laut geworden waren. Gefördert wird „The Game“ von der Bundeszentrale für Politische Bildung. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.04.2007)

Pressemeldung vom 07.04.2007
Ein ganzer Stadtteil wird zum Schauplatz eines Abenteuerspiels - Jugendliche gründen geheimnisvollen Rat

Ihr Ziel: 5000 Euro. Ihre Aufgabe: Demokratie. Am Donnerstagabend fiel im Neustädter Feld der Startschuss für „The Game“ (das Spiel), bei dem junge Leute aus dem Stadtteil auf dem Weg zum großen Ziel unter anderem einen Jugendstadtteilrat gründen sollen.
„Leere Haushaltskassen trüben den Blick in die Zukunft. ‚Null Bock‘-Stimmung zieht durch die Gassen. Schule ist out. Ausbildungsplätze sind rar. Chancengleichheit ist Vergangenheit. Angst vor der Zukunft zermürbt die Gemüter. Zu dieser Zeit verbünden sich die Jugendlichen im Stadtteil Neustädter Feld zu einem geheimnisvollen Rat ...“
Mit dieser Ansage begann am Donnerstagabend „The Game“ im Neustädter Feld. Jugendliche des Stadtteils können dabei 5000 Euro gewinnen. Sie müssen einen Jugendstadtteilrat gründen, über Jugendprojekte beraten und abstimmen – fast wie im richtigen (Politiker-)Leben.
Bei ihrer „Mission Mitbestimmung“ werden die Helden des Abenteuers – ähnlich einem Computerspiel – von Level zu Level herausgefordert. Erfolg wird mit Teilgewinnen belohnt. Allein der Rat darf bestimmen, wofür das Geld eingesetzt wird. Es gibt auch Helfer (u.a. Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung). „Demokratieretter“ werden genannt.
Nun müssen sich bis zum 20. April zunächst mindestens vier Jugendgruppen mit je fünf Teilnehmern zwischen 12 und 25 Jahren bilden und je zehn Wählerstimmen aus dem Stadtteil vorlegen. Ab 17 Uhr soll der Jugendrat erstmals im Nachbarschaftszentrum, Othrichstraße 30, tagen.
Für die Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend wurde das sonst leer stehende Schulgebäude der früheren Grundschule an der Othrichstraße noch einmal geöffnet. Hintergrund: Die Spielidee entstand bei Beratungen zur Jugendarbeit im Stadtteil. Beteiligt waren Jugendklub-Mitarbeiter, Jugendamt und Polizei. Die hatten sich im Vorjahr an einen Tisch gesetzt, weil in der AG Gemeinwesenarbeit immer wieder Beschwerden über Vandalismus und Lärm durch Jugendgruppen laut geworden waren. Im Schulhaus an der Othrichstraße wurde mehrfach randaliert. Gefördert wird „The Game“ über eine Initiative der Bundeszentrale für Politische Bildung.
Von Robert Richter


 

Bundeszentrale für politische Bildung

Auf gute Ideen Taten folgen lassen
14 Projektideen gewinnen beim ersten Ideenwettbewerb zur politischen Partizipation Jugendlicher


Eine ehemalige Lokomotivhalle auf dem Schöneberger Südgelände in Berlin soll zu einem Ort der Integration benachteiligter Kinder und Jugendlicher werden. In Dresden entsteht die "Kindertraumzauberstadt Kitrazza 2007", dort gestalten 150 sieben- bis elfjährige Jungen und Mädchen spielerisch das eigene Stadtviertel. Osnabrücker Hauptschüler dokumentieren mit Foto- und Filmbeiträgen gute und schlechte Plätze in ihrer Umgebung und entwickeln Vorschläge, wie man diese künstlerisch aufwerten kann.
Dies sind nur drei der zahlreichen Projektideen, die im Rahmen des "Ideenwettbewerbs 2007" der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb entstanden sind. Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendinititativen im gesamten Bundesgebiet waren aufgefordert, Projektideen zur Entwicklung in besonders benachteiligten Wohnquartieren vorzuschlagen. Die Projekte sollen die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen, und ihnen die Teilnahme an den politischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten in ihrer Kommune eröffnen. Sie können ab Februar mit finanzieller Unterstützung der bpb von den Kindern und Jugendlichen realisiert werden.
Über 170 Anträge gingen bei der Bundeszentrale für politische Bildung ein – eine Resonanz, über die sich die bpb-Projektleiterin Kathrin Behrens überaus erfreut zeigt: "Es ist erstaunlich, mit welcher Kreativität junge Menschen Gestaltungsvorschläge machen und mit welchem Engagement sie sich für ihre eigene Umgebung stark machen wollen."
Ausgewählt wurden 14 Projekte in Mölln, Osnabrück, Berlin, Dresden, Magdeburg, Dortmund, Herne, Aachen, Karlsruhe, München und Saarbrücken. Die Gemeinsamkeit aller Projekte ist, dass politisches Engagement mit Kindern und Jugendlichen praktisch eingeübt und Politik auf kommunaler Ebene erlebbar gemacht wird. Die Kinder und Jugendlichen sind als Betroffene und Fachleute gleichermaßen informiert und somit entscheidungs- und einflussfähig.
Der Ideenwettbewerb ist ein Projekt im Rahmen des "Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung", das gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der bpb und dem Deutschen Bundesjugendring durchgeführt wird. Das Programm, das von 2007 bis 2009 läuft, motiviert Kinder und Jugendliche, ihre Vorstellungen, Änderungswünsche und Bedürfnisse in den politischen Prozess einzubringen.
( Quelle: Auf gute Ideen Taten folgen lassen - Pressetext (12.03.2007) )

Alle Informationen zum Ideenwettbewerb 2007 sowie Kurzdarstellungen der ausgewählten Projekte:

Ideenwettbewerb (PDF-Version: 68 KB)
Kurzdarstellungen (PDF-Version: 79 KB)